Newsticker

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Was sonst noch war

+++ Kakaohaltige Spezialoperation: Der nach wie vor am russischen Markt tätige Süßwarenhersteller Ritter Sport ist 2023 leicht gewachsen. Der Unternehmensgewinn beruhte auf einem Verkaufsboom von Panzerschokolade +++ Aufrüstung naht: Bund und Länder wollen in zwei Jahren mit der Bergung von Weltkriegsmunition aus der Ostsee beginnen. Bis die Bundeswehr ihre leergefegten Arsenale mit den begehrten Fundstücken auffüllen darf, muss sie aber erst noch weiter mit altem Schrott schießen +++ Durchschlagend: Polizisten und Ärzte genießen laut einer Umfrage das gesellschaftlich größte Vertrauen. Erstaunlich, wie weit es einzelne Berufsgruppen bringen können, wenn sie nach dem "Ursache und Wirkung"-Prinzip zusammenarbeiten +++ Fair Play, bitte: Die obersten Regelhüter haben sich für Zeitstrafen im Profifußball ausgesprochen. So soll Meckern und wehleidiges Herumrollen nach Fouls unverzüglich mit dem Verdienstniveau von 1954 bestraft werden +++ Verlogenes Business: Britney Spears hat auf Instagram angekündigt, niemals in die Musikindustrie zurückkehren zu wollen. Doch wie glaubhaft sind die Worte von jemandem aus der Branche, der vor über 20 Jahren schon einmal eingestehen musste: "Oops, I did it again"? +++ Unternehmerunfreundlich: Die Worte von CDU-Chef Friedrich Merz, Bundeskanzler Scholz sei ein "Klempner der Macht" hallen immer noch nach. Politexperten sind sich nach wie vor uneins darüber, ob er damit nun den Regierungschef in Misskredit bringen wollte oder die Handwerksbranche +++ Einleuchtend: Dass die AfD versucht, wütende Protestbauern mit aller Kraft auf ihre Seite zu ziehen, ist wenig überraschend. Schließlich hätte sie im Falle einer Machtübernahme einen riesigen Bedarf an Menschen mit schlechten Manieren +++ Vergelt's Gott: Nach einer Studie der evangelischen Kirche hat für acht von zehn Befragten Religion keine Bedeutung mehr in ihrem Leben. Die gute Nachricht: Opium fürs Volk gibt es ab sofort direkt von Karl Lauterbach +++

 

 

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Ein Mann, ein falsches Wort

Ron DeSantis hatte bei der Bekanntgabe seines Rückzugs aus dem Rennen für die Republikanische Präsidentschaftskandidatur noch vor den Vorwahlen in New Hampshire Worte von Winston Churchill zitiert - die dieser aber gar nie gesagt hat. Schade, denn von ihm (DeSantis) waren auch noch andere passende Zitate recherchiert worden:

  • "Carglass repariert - Carglass tauscht aus." (Immanuel Kant)
  • "Das Sein bestimmt das Warzenschwein." (Karl Marx)
  • "Ich kam, ich sah, ich ging wieder, weil ich noch einen anderen Termin hatte!" (Julius Cäsar)
  • "Ich denke mal, also bin ich mal, denke ich." (Boris Becker)
  • "Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere." (The Doors)
  • "Stell dir vor, es ist Satire und keiner geht hin." (Knut Tucholsky)
  • "Wozu Socken, die schaffen nur angenehme Wärme für die Füße und damit ein wohliges Gefühl im ganzen Körper. Ach, ich liebe Socken!" (Albert Einstein)
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Ostdeutscher Ernstfall

Universitätsprofessor und Bestsellerautor Dirk Oschmann ("Der Osten, eine westdeutsche Erfindung") ist in Ilmenau (ehemalige DDR, davor Sowjetische Besatzungszone) von einer Bühne gestürzt. Oschmann war anlässlich seiner Lesung aus genanntem Buch in der thüringischen Kleinstadt zu Gast und fiel bei dem Versuch, den Lesetisch zur Seite zu rücken, einen Meter tief. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus äußerte er die Vermutung, dass sowohl Bühne als auch Tisch sehr wahrscheinlich westdeutsche Fabrikate seien und ihn sicher keine Schuld treffe. Von der Opferrolle, welche ihm der Westen ständig überstülpe, wolle er nichts wissen. Auf Anfrage konstatierte er: "Ich bin nicht auf den Kopf gefallen, daher erkenne ich die Fallstricke in Ihren Fragen. Aber: Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Einen Ossi haut so schnell nichts um, aber das wird Ihr verkommenes Westpropaganda-Blatt vermutlich eh nicht drucken!" Eine harte Formulierung, über welche die Kritiker*innen Oschmanns nur zu gern stolpern werden. Nicht sein erster Ausrutscher: Seit sein Buch auf den Bestsellerlisten immer weiter abrutscht, häufen sich die verbalen Fehltritte. Das Gerücht, er vermute einen Anschlag des BND ("Stasi West", D. Oschmann) hinter dem Vorfall, wollte er weder bestätigen noch dementieren: "Ich sage aus rechtlichen Gründen lieber nichts dazu. Überdies: Sie würden mir das Wort doch sowieso im Mund umdrehen!" Er lege allerdings Wert darauf, dass sein Sturz "kein westdeutsches Narrativ, sondern eine ostdeutsche Tatsache" sei. Diese müsse unbedingt im Westen erzählt werden: "Und das trotz all der Gatekeeper mit West-Biografie. Schon Fallada fragte doch: Kleiner Mann, was nun? Ich sage Ihnen: Ich bleibe standfest und werde die Zeit im Spital nutzen, um die Diskurshoheit über meine eigene Krankengeschichte zu erkämpfen! Es ist nicht alles schlecht - ich werde also nicht allzu lang ausfallen."

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Warnhinweis

Achtung, Achtung! Aktuell geben sich Betrüger als "Leiter der Kriminalpolizei bei der Bild-Zeitung" aus, um arglose Boulevardleser hinters Licht zu führen. Bei folgenden Formulierungen ist allerhöchste Vorsicht geboten, da diese niemals von der echten Bild kämen:

  • "Guten Tag, mein Name ist [ausländischer Name]!"
  • "Wir recherchieren Straftaten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund."
  • "Wir als seriöse Journalisten ..."
  • "Nach gründlichen Recherchen ..."
  • "Wir sind sehr besorgt über den deutschen Antisemitismus."
  • "Uns liegt Ihr Wohlergehen am Herzen."
  • "Wir haben größten Respekt vor Ihnen."
  • "Sie als kritischer Leser ..."
  • "... an finanziellem Nutzen sind wir nicht interessiert."
  • "Die Grünen sind eine demokratische Partei."
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

To Sahra with love (and without politics)

Die Politikerin Sahra Wagenknecht (Bündnis Sahra Wagenknecht) bekam jahrelang "nette Mails" (Zitat: Sahra Wagenknecht) von Rechtsextremist Gernot Mörig, welcher als Einlader für das vielbesprochene Potsdamer Nazitreffen gilt. Sahra Wagenknecht zeigte sich nun von der politischen Gesinnung Mörigs überrascht, im elektronischen Austausch sei niemals rechtes Gedankengut erkennbar gewesen. Hier die wichtigsten Passagen aus seinen Mails:

18.04.2007
"Heil Hitler, liebste Sahra! Schreibst Du auch so gerne E-Mails?"

09.06.2009
"Wir holen Elsass-Lothringen heim ins Reich! LG nach Merzig!"

30.07.2011
"Nach Frankreich nur auf Ketten! Grüß mir bitte den Lafo!"

17.09.2013
"Das Essen mit Herrn Pispers war ganz nett, oder? Er fehlt mir jetzt schon. Obwohl er so eine linke Bazille ist. Deutschland den Deutschen!"

13.07.2014
"Wir sind Weltmeister! Sieg Heil!"

20.10.2014
"Schau an, der deutsche Michel kommt zu Potte! PEGIDA wird das Land retten! Habt Ihr schon eine Abteilung im Saarland?"

05.01.2021
"Lass Dich auf keinen Fall impfen! Du machst die Hochfinanz nur noch reicher!"

24.02.2022
"Es ist legitim, dass Russlands Volk sich gegen die Juden aus Kiew zur Wehr setzt! Übrigens: Saarlouis ist wirklich toll, danke für den Tipp!"

22.11.2022
"Wir wäre es denn mit BÜNDNIS SAHRA WAGENKNECHT? Klingt nicht so gewollt wie LINKS-NSDAP!"

02.06.2023
"Save the Date: 25. November 2023, Hotel Landhaus Adlon im schönen Potsdam, ich frage natürlich auch Herrn Pispers an!"

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Dir, Tod,

gefiel es im Jahr 2010, im Abstand von einem Tag Bärbel Bohley (11. September) und Claude Chabrol (12. September) abzuberufen, worauf wir damals in unserer Online-Rubrik »Fakt vs. Frage« scharfsinnig spekulierten, als Nächstes treffe es nun wohl Dieter Dehm, Erhard Eppler und Frank Farian. Knapp daneben! Denn Frank Farian holtest Du erst dieses Jahr, am 23. Januar – nicht ohne vorher noch die Büchnerpreisträgerin Elke Erb (22. Januar) abzuräumen.

Und langsam durchschauen wir Dich, Gevatter: A darf leben, B und C müssen sterben; D darf leben, E und F müssen sterben …

Um es kurz zu machen: Gundula Gause ist, trotz ihres boulevardmedial großflächig breitgetretenen Schwächeanfalls vom Dezember (Bild: »total unnötig«, »hätte mich krankmelden sollen«), fürs Erste fein raus, während Heimatsänger Hansi Hinterseer und Malertochter Ida Immendorff sich lieber schon mal das letzte Hemd anziehen sollten. Stimmt’s?

Gruselt sich vor der Antwort: Titanic

 Bonjour, Marine Le Pen!

Bonjour, Marine Le Pen!

Das Potsdamer Treffen der AfD mit anderen extremen Rechten war selbst Ihnen zu heftig: Sie seien nie für eine »Remigration« in dem Sinne gewesen, dass Französinnen und Franzosen ihre Nationalität entzogen würde, selbst wenn die Einbürgerung unter fragwürdigen Bedingungen geschehen sei, meinten Sie und fügten hinzu: »Ich denke also, dass wir, wenn es denn so ist, eine krasse Meinungsverschiedenheit mit der AfD haben.«

Keine Ahnung, Le Pen, ob Sie mit dieser Haltung eine Chance aufs französische Präsidentenamt haben. Ministerpräsidentin von Thüringen würden Sie mit diesem Weichei-Schlingerkurs aber ganz sicher nicht!

Schon ein bisschen enttäuscht: Titanic

 Einfach mal kreativ sein, Rishi Sunak!

Der BBC sagten Sie: »Ich bin nicht sicher, ob sich die Leute so sehr für meine Ernährung interessieren, aber ich versuche, zu Beginn jeder Woche etwas zu fasten.« Wir glauben, dass Ihre Unsicherheit berechtigt ist: An Ihren Beliebtheitswerten kann man ablesen, dass sich das Interesse an Ihren Gewohnheiten in Grenzen hält.

Das ließe sich aber leicht ändern: Bei den ganzen verschiedenen Varianten wie TV-, Auto- und Plastikfasten gäbe es bestimmt auch für Sie etwas, durch das Sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit »eight days a week« auf sich zögen. Wie wäre es z. B. mit Abschiebungsfasten, Verbrennerverbotverzögerungsfasten oder Zweiteamtszeitfasten?

Nur dass Sie gerade beim Thema »Neuwahlen« dem Verzicht huldigen, sollten Sie nach Ansicht der Mehrheit Ihrer Landsleute schleunigst ändern. Zwischendurch kann man sich doch auch ruhig mal was gönnen, oder?

Mampft Ihre Scones mit Clotted Cream und reichlich Marmelade gleich mit: Titanic

 Moin, Hamburger Craft-Brauerei ÜberQuell!

Dein Firmenname zeugt ja bereits von überschäumender Wortspiellust, aber so richtig freidrehend auf die Kacke haust Du erst bei den Bezeichnungen Deiner einzelnen Biersorten: Die heißen nämlich zum Beispiel »Supadupa IPA«, »Palim Palim Pale Ale«, »Pille Palle Alkoholfreies Ale« oder sogar »Franzbrewtchen Imperial Pastry Brown Ale«. Auweia!

Gerade bei Letzterem, das außerhalb Hamburgs von vielen gar nicht zu entschlüsseln sein dürfte, mussten wir, obschon viel gewohnt, dann doch schlucken, weil uns allein der Name innerhalb von Sekunden pappsatt und sturzbetrunken machte. Er erschien uns einfach zu brewtal, fast schon brauenhaft! Auf Dein Bier haben wir dann lieber verzichtet.

Aus der Ausnüchterungszelle grüßt trotzdem: Titanic

 Na, na, na, welt.de!

»Warum ›Barbie‹ klüger ist als alle anderen nominierten Filme zusammen«, titeltest Du in Deinem Feuilleton bezüglich der diesjährigen Oscar-Kandidaten. Allein: Wir haben noch mal den Taschenrechner gezückt, und wenn man auch die Dokumentar-, Kurz- und Dokumentarkurzfilme berücksichtigt, sind alle anderen nominierten Filme zusammen exakt 1,76 Klugheitspunkte klüger als »Barbie«.

Welches Medium dümmer ist als alle anderen Medien zusammen, braucht hingegen nicht nachzurechnen: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Und das Brot erst!

Einen Krankenwagen rufen, ohne sich in Schulden zu stürzen, mehr Urlaubs- als Arbeitstage, Bier zum Frühstück: Deutschland ist toll. Mit solchen Takes können US-amerikanische Influencerinnen hierzulande natürlich punkten. Aber betreiben sie damit nicht einfach nur billiges Kraut-Pleasing?

Alexander Grupe

 Authentisch

Jedes Mal, wenn mir ein bekennender Feinschmecker erklären will, wie aufwendig ein echt italienisches Risotto zubereitet gehört, habe ich das Gefühl, es würde stundenlang um den heißen Brei herumgeredet!

Mark-Stefan Tietze

 Nach Explosion in der Molkerei

Alles in Butter.

Loreen Bauer

 Pandemisches Passionsspiel

Die Erfahrungen aus der Coronazeit wirken teils immer noch nach. So fragt man sich heute bei der Ostergeschichte: Hat Pontius Pilatus, als er seine Hände in Unschuld wusch, dabei zweimal »Happy Birthday« gesungen?

Jürgen Miedl

 Lauf, Junge!

Die Ordner bei einem Fußballspiel würden sich wesentlich mehr Mühe geben, wenn sie bei der Jagd nach dem Flitzer auch nackt sein müssten.

Rick Nikolaizig

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
02.03.2024 Karlsruhe, Alte Hackerei Ella Carina Werner
03.03.2024 Stuttgart, Merlin Ella Carina Werner
05.03.2024 Frankfurt am Main, Club Voltaire »TITANIC-Peak-Preview«
06.03.2024 Nürnberg, Bernsteinzimmer Thomas Gsella