Newsticker

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Was 2019 sonst noch war (2)

März

Fäkalhumor

Karnevalisten haben den viel kritisierten Witz von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer über Toiletten für das dritte Geschlecht verteidigt: "Ob männlich, weiblich oder intergeschlechtlich – uns Jecken ist es herzlich egal, in welchen Hauseingang wir unsere Notdurft verrichten oder uns übergeben".

Chancen und Risiken einer Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank

Die Konzernführer der Deutschen Bank und der Commerzbank verhandeln über eine Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz begrüßt die Verhandlungen der beiden angeschlagenen Banken, weil er nach wie vor an das Prinzip "Minus und Minus ergibt Plus" glaubt. Nach diesem Motto führten er und Andrea Nahles schließlich auch die SPD. Gemessen an der Bilanzsumme würde eine Zusammenlegung der beiden Unternehmen die drittgrößte Bank Europas entstehen lassen, die dann von jenen Genies geführt werden würde, die eben schon Commerzbank und Deutsche Bank in den Ruin getrieben haben. Manche sehen hierin eine gewaltige Idiotie, andere hingegen eine wunderbare Herausforderung für den Steuerzahler, der damit bei der nächsten Finanzkrise seine Retterqualitäten abermals unter Beweis stellen könnte. Aus Arbeitnehmersicht böte die Fusion jedoch durchaus Vorteile, müssten Schätzungen zufolge doch zwischen 10.000 und 50.000 Stellen gestrichen werden. Ein großes Glück für die Angestellten: Für eine Bank arbeiten will ja nun wirklich niemand.

April

Sci-Fi-Nerds nicht überrascht: Google ohne Ethikrat

Nach heftiger Kritik an der Zusammensetzung eines Ethikrats bei Google zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist das Gremium nach nur rund einer Woche wieder aufgelöst worden. Google sei klar geworden, dass der Ethikrat "im aktuellen Umfeld nicht so funktionieren kann, wie wir das wollen", ließ der Internetkonzern über sein Informationssystem HAL mitteilen. Mahnende Stimmen renommierter Zukunftsforscher hatten bereits im Vorfeld die Zusammensetzung des KI-Ausschusses mit mehreren Replikanten, zwei NS-5-Robots und einem T-1000 angemahnt, waren aber schnell wieder verstummt. Auch Google-Chef Sundar Pichai ist für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen gewesen. Gerüchten zufolge soll er sich nach der Einnahme einer roten Pille schon länger in Morpheus' Armen befinden.

Entwicklungshilfe

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat bei seinem Besuch in Nordkorea Machthaber Kim Jong-un ein Buch über seine Heimatstadt Goslar geschenkt. Die niedersächsische Stadt freut sich. Die ersten Hilfslieferungen aus Pjöngjang sind bereits eingetroffen.

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Was 2019 sonst noch war (1)

Januar

Geiselnahme in Turnhalle 

Im nordrhein-westfälischen Lengerich hat ein Mann eine rund 40-köpfige Übungsgruppe gegen ihren Willen in einer Turnhalle festgehalten. Erst nach über einer Stunde konnten die völlig erschöpften, traumatisierten Jugendlichen nach Hause zu ihren Eltern zurückkehren. Opfer berichten von einem Klima der Angst. Viele hätten in der muffigen Halle schon nach wenigen Minuten schweißnass in den Seilen gehangen oder unter Luftnot gelitten. Berichten zufolge soll der Tätig psychisch labil gewesen sein. In der Vergangenheit hätte er im Kollegenkreis immer wieder über Burn-out geklagt. Laut Schulleitung der Lengericher Dietrich-Bonhoeffer-Realschule kann der Sportunterricht der Klassen 8b und 8c aber wie gewohnt mit einem Vertretungslehrer stattfinden. 

So what? 

Nach der gescheiterten Brexit-Abstimmung muss sich Premierministerin Theresa May einem erneuten Misstrauensvotum stellen. "'Mrstrauensvotum', please!", ließ sie nach der mrsglückten Wahl in typisch britischer Dinstinguiertheit von ihrem Sprecher S. Corner klarstellen. Vor der historischen Entscheidung am heutigen Abend ist her nicht bang. "That's not my cup of tea", sagte May, "it's his" und schleuderte die volle Tasse Assam mit dem Aufdruck "This cup belongs to Jeremy" im Inselaffekt in Richtung Labour-Chef. Auf die Frage, ob sie auch bei einer nur knappen Mehrheit zu ihren Gunsten weitermachen würde, gab sie sich dagegen wieder gewohnt politisch korrekt: "May I answer? Well, perhaps ... eh, maybe!"

Muddawitz

Skandal-Rapperin Schwesta Ewa ist zum ersten Mal Mutter geworden. Es ist eine Tochta.

Februar

"Allianz der ROFL-Copter" distanziert sich von "Ligue du LOL"

Die deutsche Facebookgruppe "Allianz der ROFL-Copter" hat sich in einer Stellungnahme von den französischen Partnern von "Ligue du LOL" distanziert. Der 2008 gegründeten Gruppe war vorgeworfen worden, in ihr werde gezielt Hass gegen Frauen und Feministinnen in sozialen Netzwerken organisiert. Mitglieder, darunter etliche bekannte Journalisten, verteidigten sich jedoch, es sei in der Gruppe nur darum gegangen, ein bisschen Spaß zu haben. Am Montag haben einige von ihnen ihre Anstellungen verloren.

Mit solcherlei Umtrieben möchten die deutschen ROFL-Copter nichts zu tun haben: "Nur für ein bisschen Spaß Frauen im Netz fertig machen, das verurteilen wir aufs schärfste". Man betone seit der Gründung 2007 die hehren Ziele der deutschen Kampagne, wie ein Group-Admin anonym gegenüber TITANIC in einem verschlüsselten Telegram-Chat nochmals ausführte. Trollerei sei eine anstrengende und verantwortungsvolle Tätigkeit, mit der man dümmliche Damengestalten "nur vor ihren total unrealistischen Ambitionen schützen" wolle. "Wir sind dabei immer anständig geblieben", heißt es.

Natürlich richteten sich die Aktionen der Gruppe "nicht einfach gegen Frauen", sondern nur gegen "besonders einfältige Exemplare voller Selbstüberschätzung. Man sieht ja, dass manche Kolleginnen in deutschen Redaktionen total überfordert sind mit ihrem Job. Haben Sie mal eine Kolumne von Margarete Stokowski auf Spiegel Online ganz bis zum Ende gelesen? Das kann doch nicht ihr ernst sein! *Lachweinsmiley*". Man sei selber an Gleichstellung interessiert, trete für mehr toughe Frauen ein und für Emanzipation: "Aber doch nicht so!", schreibt der Admin. Einige Mitglieder arbeiteten oft nach Redaktionsschluss noch für die Gruppe, ließen Privatangelegenheiten wie den Haushalt oder das Zubettbringen der eigenen Kinder für den guten Zweck schleifen. "Wir verstehen das Ganze wie ein klassisches Ehrenamt. Mit den selben investigativen Methoden wie in unseren Hauptberufen recherchieren wir Wohnanschriften, persönliche Fotos oder Leichen im Keller, mit denen wir dann jederzeit reagieren können.

Der jeweiligen Zielperson würde man beispielsweise nach einem öffentlichen hysterischen Ausfall, so der Admin, über alle Kanäle Content liefern. Ob das jetzt Kommentarspalten sind, Retweets oder ob man leider eingerichtete Sperren mit extra erstellten Account umgehen muss, um sie doch noch zu erreichen. Manchmal mitten in der Nacht. So ein Penis sei mit Paint leicht in ein Gesicht gekritzelt, bei der Allianz hätten aber die meisten Fortbildungen in Photoshop. "Wir nehmen das alles sehr ernst. Allein deshalb verbietet es sich schon, uns mit der sogenannten 'Ligue du LOL' aus Frankreich in einem Satz zu erwähnen!"

"Uns allen hier bei der Allianz geht es wirklich allgemein um Freiheit. Das Individuum schätzen wir sehr hoch. Für die Freiheit einzutreten, das mag manchmal anstrengend sein, aber was wäre denn die Alternative?", heißt es abschließend in der öffentlichen Stellungnahme der "ROFL-Copter".

Liste einstiger Trendlabels

  • Homeboy erectus
  • Patrizier Field
  • Karl Kani der Große
  • Tudior Hilfugger
  • Louis XIV Vuitton
  • Adihit Diesel
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Tausendmal belogen

"Ich habe noch nie selber Plätzchen gebacken!" Mit diesem Geständnis schockte Liedermacher Rolf Zuckowski, Komponist von Deutschlands berühmtestem Weihnachtslied "O du fröhliche Weihnachtsbäckerei", selbst seine Hardcore-Fans (H.P. Baxxter). TITANIC deckt weitere Schwindler im deutschen Musikbusiness auf, die gar nicht wissen, wovon sie eigentlich singen:

  • Helene Fischer ("Atemlos durch die Nacht") leidet überhaupt nicht an Kurzatmigkeit. In den nächtelangen Vertragsverhandlungen hat sie oft den längeren Atem
  • Die Fantastischen Vier ("MfG") verwenden Abkürzungen i. R. d. falsch
  • Marius Müller-Westernhagens ("Johnnie Walker") schnodderige Reibeisenstimme ist nicht dem Whisky geschuldet, sondern lediglich einem Mangel an Gesangstalent
  • Namika ("Lieblingsmensch") ist bekennende Misanthropin
  • Nena ("99 Luftballons") leidet an Dyskalkulie
  • Die Sportfreunde Stiller ("'54, '74, '90, 2006", "'54, '74, '90, 2019", "'72, '80, '96, 2008") haben tatsächlich keine Ahnung vom Fußball
  • Helge Schneider ("Katzeklo") beherbergt Haie, Gazellen, Heringe, Supermäuse und Meisenmänner, verfügt aber über keine einzige Toilette
  • Kollegah ("Alphagentik") ist nicht Begründer einer neuen, sondern nur Anhänger einer alten Rassenlehre
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ZDF verbannt Höcke aus Talkshows

Für die Ankündigung von ZDF-Chefredakteur Peter Frey, Thüringens AfD-Führer Björn Höcke aus den Talkshows zu verbannen, hat der Sender heftige Kritik geerntet. "Das ist ein Fehler, der Zuschauer wird hier mal wieder brutal entmündigt – und gerade jetzt sollten wir keinen Bürger mit seinen Ängsten alleine lassen", schrieb Frank Plasberg ins Gästebuch von "Hart aber fair". Dieter Nuhr teilte mit: "Jahaaa, das ZDF! Das Gleiche sollte sich der Sender mal mit Greta Thunberg trauen – aber dazu hat Herr Frey garantiert nicht den Mut." Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff ärgerte sich ebenfalls über Freys Ankündigung: "Ich finde es schade, wie man hier mit einem Menschen umgeht. Und das alles nur wegen ein paar Jugendsünden. Ganz schwach, liebes ZDF!" Haseloffs CDU-Kollege Robert Möritz will sich aus Solidarität mit Höcke ein Tattoo stechen lassen. Doch es gab auch Lob für das Vorgehen des ZDF. "Ich sehe Herrn Höcke schon sehr häufig, deshalb bin ich wirklich froh, sein Gesicht nicht auch noch im ZDF sehen zu müssen", ließ Alexander Gauland wissen. Höcke selbst wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Sein Sprecher erklärte, die Entscheidung des ZDF habe den AfD-Mann "stark emotionalisiert".

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Weihnachten wird golden!

Mit den neuen Abo-Paketen TITANIC-Weihnachtsgold und TITANIC-Weihnachtsblattgold (für 6,66 Euro monatl., inklusive TITANIC-Print-Abo). Jetzt ordern und im Jahresabo monatlich 33 Cent für den Klingelbeutel sparen! Halleluja!

 

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Zalando-Gründungsinvestoren kaufen immer mehr Immobilien

Nachdem die Samwer-Brüder u.a. mit Zalando Milliardenumsätze gemacht haben, investieren sie jetzt vermehrt in Betongold. Angefangen hat es vor ein paar Jahren mit Mini-Appartements ("Schuhkartons"). Interessenten, denen diese zu klein sind, dürfen nun auch in Quartiere der Größe XL in einem der bundesweit errichteten sonnengelben Wohnblocks einziehen (Bonitätsprüfung vorausgesetzt). Die Domizile können auch als WGs genutzt werden. "Gelebte Feedbackkultur" soll darin u.a. dafür sorgen, dass der Duschvorhang bestimmungsgemäß genutzt wird und Toilettenzeiten nicht überschritten werden. "Zu ihrem eigenen Vorteil und im Sinne der ehrlichen Mieter" verpflichten die Zalando-Brüder alle, ihren Mitbewohnern Sternbewertungen an der Kühlschranktür zu hinterlassen. Wer als "Low Performer" eingestuft wird, muss seine Kartons wieder packen. Dafür sei das Klima zwischen verbleibenden Mietern danach umso besser. Ansonsten sei natürlich entscheidend, dass zwischen ihnen grundsätzlich die Chemie stimme. Dies finde man in einem standardisierten mehrstündigen Casting leicht heraus. Wer nicht "passt", könne danach problemlos vollgeschwitzt zusammengefaltet und zurückgeschickt werden. Dies passiert etwa jedem zweiten Mietanwärter.

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Die Reisen der Greta Thunberg

Ob per Segelboot, in einem E-Auto oder auf dem ICE-Kurzflor-Teppich. Jede Art zu reisen, sorgt im Falle Greta Thunbergs für überfüllte Kommentarspalten. Da werden auch folgende Transportmittel keine Ausnahme bilden:

 

in einem Ballon:

"Ich sag nur 700 Quadratmeter Werbefläche … Alles nur heiße Luft und Greta Thunfisch mal wieder total abgehoben. Klar, dass die Milliardärsfreundin gerne von oben auf uns herabblickt."

mit dem Fahrrad:

"Nee, ist klar: Fahrrad = Fahrradkette = Fahrradkette ölen = Öl = fossiler Brennstoff. Verlogenes Miststück! Oder will sich die Göre jetzt schon bei dem einzigen Linksgrünversifften mit Restverstand anbiedern: Boris Palmer?"

zu Fuß:

"Wie soll sie denn bitteschön zu Fuß von Schweden aus die nächste UN-Klimakonferenz in Glasgow erreichen? Kann die heilige Greta jetzt etwa schon übers Wasser laufen, oder wie?"

auf Pegasus:

"Diese Ökofaschisten glauben wohl, wir fallen auf jede noch so billige Fotomontage von ihnen rein. Das ist doch nur eine Phantasiegestalt, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Und dieser komische geflügelte Gaul erst recht!"

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt
29.02.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«
01.03.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«