Newsticker

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Die Botschaften von Krefeld

Grund für den Brand im Zoo Krefeld sollen sogenannte Himmelslaternen gewesen sein, die mit Neujahrswünschen beschriftet wurden. Das stand auf den Laternen: 

  • "Einfach ein ruhiges Jahr ohne Zwischenfälle"
  • "Monkey Island durchspielen"
  • "Friede für Mensch und Tier"
  • "Hoffentlich haben wir wieder mehr Zeit für schöne Sachen (z.B. Zoo)"
  • "Ich möchte dieses Jahr für Schlagzeilen sorgen"
  • "Keine Waldbrände in Australien mehr"
  • "Ich wünsche mir ein affengeiles 2020"

 

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Die Höhepunkte der Neujahrsansprache von Angela Merkel

  • Als sie einen Böller zum Kameramann wirft
  • Als sie ihre Kanzlerkandidatur verkündet
  • Als sie zwischendurch einnickt
  • Als sie Robert Habeck einen Heiratsantrag macht
  • Als sie den Zuschauern frohe Ostern wünscht
  • Als sie sich für Tom Buhrow entschuldigt
  • Als sie das Jahr 2019 für ungültig erklärt
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Böllerverbot spaltet Rechte

Die AfD verliert an Mobilisierungspotential. Grund dafür könnte auch die Diskussion um das diesjährige Böllerverbot sein. Mehr als 30 Städte hätten für dieses Jahr bereits Verbote erlassen. Forscher der Universität Tübingen konnten nun nachweisen, dass die Debatte das Milieu der rechtsradikalen Partei haargenau in der Mitte spaltet. Der eine Teil, den die Wissenschaftler als "tendenziell stramme deutsche Kerle" charakterisieren, positioniert sich dabei konsequent pro Böllerei. Der andere Teil jedoch, in dem sich tendenziell mehr Frauen befinden, fürchtet wie jedes Jahr um seine verängstigten Hunde und spricht sich vehement für das Verbot der Silvesterknallerei aus. Von den Wissenschaftlern wird er unter "deutschtümelnde Tierrechtsschrate" subsumiert. In der Folge kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen und mehreren Anzeigen wegen Körperverletzung, den AfD-Mitgliedern hingegen ginge es allen gut, meldete ein Forscher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

 

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Was 2019 sonst noch war (6)

November

TITANIC Nature: Klimawandel beeinflusst Vogelwelt

Der Klimawandel bedroht den Bestand vieler Vogelarten. Welche Vögel haben trotzdem noch gute Überlebenschancen, welche eher nicht?

Gute Chancen:

  • Schmutzgeier
  • Wellenläufer
  • Eissturmvogel
  • Rauchschwalbe (Regenwald)
  • Mauersegler (USA/Mexiko)
  • Braunkehlchen (Sächsische Schweiz)
  • Kohlemeise (Bochum)
  • Wüstengimpel
  • Steinadler
  • Brachvogel (Essen)
  • Bruchwasserläufer 

Schlechte Chancen:

  • Uferschnepfe
  • Polarmöwe
  • Bienenfresser
  • Hohltaube

Lügenpresse

In Bielefeld haben am Jahrestag der Reichspogromnacht rund 14000 Menschen gegen einen Neo-Nazi-Aufmarsch demonstriert. Rechte Verschwörungstheoretiker wiegeln ab: "Das gibt’s doch gar nicht!"

Dezember

Weggepustet

Nach jahrzehntelangen Anti-Rauch-Kampagnen ist die Zahl männlicher Raucher laut WHO-Schätzungen weltweit von rund 1,4 Milliarden im Jahr 2000 auf gut 1,3 Milliarden im Jahr 2018 zurückgegangen: 60 Millionen mit Krebs und 40 Millionen aufgrund von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Madrid – TITANIC veröffentlicht exklusiv die wichtigsten Passagen aus der Abschlusserklärung

  • "... Außerdem nehmen wir uns für die Zukunft vor, wissenschaftlich umfassend zu untersuchen, was dieses CO2 eigentlich sein soll."
  • "Die vielen jungen demonstrierenden Klimaaktivsten haben auch uns sehr bewegt. Langsam wird es wohl wirklich Zeit, sich Alternativen zu überlegen. Zu diesen Besserwissern."
  • "Leider trug das Wetter nicht zu einer produktiven Atmosphäre bei.  Es war viel zu warm für Dezember."
  • "Wir verabschieden uns hiermit herzlich von den Niederlanden und den Malediven, die leider bei der nächsten Klimakonferenz nicht kommen können."
  • "Bäume sind schon schön!"
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Was 2019 sonst noch war (5)

September


TITANIC Interview: Das neue "Zeit"-Ressort "Streit"

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat im September ein neues Ressort mit dem Namen "Streit" eingeführt. Es sollte "Themen und Impulse aus allen Teilen des Blattes aufgreifen". Geführt wird es von den Redakteuren Charlotte Parnack (36) und Jochen Bittner (45). Wie hat sich das Ressort aus Sicht der beiden entwickelt? TITANIC hat beide zum rückblickenden Streitgespräch geladen.

TITANIC: Frau Parnack, Herr Bittner, wie zufrieden sind Sie mit dem neuen "Streit"-Ressort? Wurde schön gestritten?
Bittner: Nun, ich –
Parnack: Ich würde gerne als erstes antworten.
Bittner: Nein, ich bin schließlich der Ressortleiter.
Parnack: Wir beide leiten dieses Ressort.
Bittner: Sie sind doch wohl eher unterstützend für mich tätig. Wie eine Sekretärin.
Parnack: Herrn Bittner, im Gegensatz zu Ihnen bin ich eine junge Frau mit Zukunft. Ihre besten Jahre hingegen sind vorbei.
Bittner: Jetzt geht das wieder los. "Oooh, ich bin eine Frau, seid nett zu mir! Nänänä!"
Parnack: Sie sind einfach nur peinlich.
Bittner: Und Sie nerven.
Parnack: Sie auch.
Bittner: Immerhin habe ich einen Doktortitel.
Parnack: Sie arrogantes Arschloch.
Bittner: Selber.
TITANIC: Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette.
Parnack: Pfff …
Bittner: Jaja …
TITANIC: Über welche Themen soll in Ihrem Ressort denn gestritten werden?
Bittner: Ich denke, dass man gerade in dieser Zeit über alles sprechen und diskutieren muss: Menschen ertrinken lassen, das Existenzrecht Israels, die Parole "Deutschland den Deutschen" – zu allem darf es ein Pro und Kontra geben, solange die "Zeit" daran verdient.
Parnack: Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, Herr Bittner.

Zum 80. Geburtstag: Wenig bekannte Fakten über Günther Fielmann

  • Günther Fielmann eröffnete 1972 in Cuxhaven sein erstes Optikergeschäft als bereits äußerst weitsichtiger Jungunternehmer (+ 7 Dioptrien)
  • Fielmann-Filialen sind insbesondere für ihre ausgezeichnete Akustik bekannt
  • Konsequent: In Augsburg unterhält Fielmann zwei Ladenlokale - eins links und das andere rechts
  • Günther Fielmann bewirtschaftet in Schleswig-Holstein mehrere Biobauernhöfe, wo er ökologisch unbedenkliche Linsen (konvex und konkav) anbauen lässt
  • Im Ausland ist Günther Fielmann auch als "Mister Spex" bekannt
  • 2016 erhielt er das seniorengerechte Große Bundesverdienstkreuz am Brillenband
  • Die besten Ideen für seine Optik-Kette kommen Günther Fielmann nach wie vor auf der Klobrille
  • Günther Fielmanns Unternehmensphilosophie lautete stets: "– Wer das noch lesen kann, ist doof!"

Spitzenpolitiker als Superhelden

Nachdem Boris Johnson sich in einem Interview mit Hulk verglichen hat, fragt TITANIC deutsche Politiker, mit welchem Superhelden sie sich identifizieren.

"Ich sehe mich als Batman. Dieses 'Kämpfen für die Schwachen' kommt zwar fast linksversifft rüber, aber er ist wenigstens Millionär. Mit seiner erfinderischen Bat-Produktpalette hat er durchaus Startupper-Potenzial. Außerdem imponiert es mir, wie er seinen unbezahlten Praktikanten Robin gnadenlos ausbeutet." 
 Christian Lindner, Superkraft: Schleimfontänen

"Das ist doch einfach: Hellboy. Als Finanzminister agiere ich nämlich ebenso mit eiserner Hand. Außerdem ist Hellboy ein Außerirdischer aus einem fernem Universum. So komme ich mir in meiner Partei auch oft vor."
– Olaf Scholz, Superkraft: Schrumpf-Strahl (siehe seine Partei)

"Ich bin ganz klar eine europäische Captain America, also eine Captain Europeica oder Captain Euroica oder so. Doch niemals würde ich behaupten, ich selbst hätte Superkräfte. Deshalb müssen wir ja die EU-Armee aufrüsten bis es qualmt!"
– Ursula von der Leyen, Superkraft: Härte wie Kruppstahl

"Ich lehne das gesamte Superhelden-System mit seiner Superkräfte-Akkumulation in einer Person, als kapitalistischen Leistungstraum ab. Mich interessieren ausschließlich real existierende Superhelden, wie der Held der Arbeit, Alexei Grigorjewitsch Stachanow, der in einem Kohlenbergwerk 102 Tonnen in nur einer Schicht förderte. Das ist doch viel cooler, als fliegen zu können!"
– Katja Kipping, Superkraft: aufständische Masse entrechteter Proletarier

Oktober

Keine Ente

Medienberichten zufolge soll ein Bild aus der Kunstsammlung der Tochter von Walt Disney versteigert werden. Wie das Auktionshaus Christie's in New York mitteilte, könnte das Werk bei der Versteigerung am 13. November bis zu 600 000 Dollar einbringen - das entspricht umgerechnet einem Geldspeicher voller Taler oder einem Glückskreuzer.

Powersätze für den Semesterstart

  • Wie, du hast das alles schon gelesen?
  • Na, wer von Ihnen will das erste Referat nächste Woche halten?
  • Nein, ich kann dir meinen Adorno nicht leihen, du machst da nur wieder Fettflecken drauf, sorry.
  • Überlegen Sie es sich, das Thema ist auch nicht so anspruchsvoll …
  • Mmh, in der Mensa gibt es heute Spaghetti Bologna.
  • Und wir werden auch nicht so streng sein, Sie hatten ja so wenig Zeit.
  • Ich zieh das jetzt durch und mach nach dem Bachelor richtig Kohle!
  • Ich halte jetzt so lange die Luft an, bis jemand dieses verdammte Referat hält!
  • Leihst du mir dieses Semester wieder einen Kuli? Und 'nen Zettel?
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Was 2019 sonst noch war (4)

Juli

Abgefüllt

Beim diesjährigen Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar hat die Polizei insgesamt 16 Bierfässer aus dem Verkehr gezogen. Kurz danach waren alle aber wieder auf freiem Fuß.

Die neuen Betrugsmaschen sind da

Immer mehr Menschen fallen auf das sogenannte "Money Muling" (engl. mule) herein, bei dem sich die Betroffenen sprichwörtlich als Geldesel missbrauchen lassen und u.a. Beihilfe zur Geldwäsche leisten. Die Opferzahlen seien seit Jahresbeginn sprunghaft nach hinten oben ausgeschlagen, gab die Polizei in Krefeld bekannt und warnte vor weiteren tierischen Abzockereien: Ebenso wie beim artenähnlichen Phishing ködern Kriminelle beim "Fishing" ihre Opfer in ein engmaschiges Netz aus Lügen, um sich deren fangfrischen Bestände an Passwörtern und Zugangsdaten zu angeln. Den Geschädigten wird so lange der Geldhahn zugedreht, bis sie wie ein Fisch im Trockenen nach Luft schnappen und letztendlich von weiteren Finanzhaien in der Kreditabteilung ihrer Hausbank komplett ausgenommen werden können. Auch Gauner, die "Moling" betreiben, setzen auf das blinde Vertrauen ihrer Opfer, deren Privatsphäre sie bis tief unter der Oberfläche durchwühlen, um ihre Reputation erpresserisch zu untergraben. Ein Comeback feiert außerdem das weniger subtile "Raving". Mittels Mind Control werden vor allem schwachgeistige Menschen unter permanenter akustischer und synthetischer Einflussnahme in einen Zustand absoluter Willenlosigkeit versetzt. Erst Jahre später bemerken die Leidtragenden, wie von Raben beklaut worden zu sein, z.B. ihrer Jugend.

August

Brennpunkt Schwimmbad

Nach mehreren Freibad-Vorfällen, bei denen Besuchern die Seepferdchen durchgegangen sind, beklagt der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS) eine zunehmende Aggressivität in öffentlichen Badeanstalten. Damit nicht auch noch unsere Badekultur untergeht, rät BDS-Präsident Peter Harzheim allen Störern, die beim Planschen eine Welle machen wollen, zu einem autogenen Schwimmtraining: "Dies umfasst für Provokateure sowohl Kurse im gegenseitigen Kraulen als auch bestimmte Beckenbodenübungen: In eine andere Welt einzutauchen und dort einfach mal Luft abzulassen oder alles herunterzuschlucken sind auf Dauer bewährte Entspannungs- und Ruhetechniken – vor allem für die übrigen Badegäste." Um die Wogen zu glätten, bedarf es durch das Aufsichtspersonal oft aber auch nur eines kleinen Schubsers ins Mütchen kühlende Nass. "Auf diese Weise sind bei den vielen Nichtschwimmern heutzutage die tiefen Wasser unserer Bäder bald schnell wieder still."

Lachhaft

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki ist der größte Spaßvogel im Parlament. Ganze 100 Mal hat das Sitzungsprotokoll in der laufenden Wahlperiode bei Auftritten des FDP-Mannes "Heiterkeit" verzeichnet, wohlgemerkt, ausschließlich "Heiterkeit".

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Was 2019 sonst noch war (3)

Mai

Nur echt mit 88 Zähnen

Gebäck-Fabrikantin Verena Bahlsen hat behauptet, NS-Zwangsarbeiter seien im Unternehmen "genauso bezahlt wie die Deutschen" und "gut behandelt" worden. Mit ihrer Aussage ist Bahlsen vielen Kundenwünschen entgegen gekommen und führt nun auch einen weichen Keks im Sortiment.

Bitte ankreuzen: Was feiern wir eigentlich am "Tag der Arbeit"?

(  ) 1. Mai
(  ) krank
(  ) das neue Polizeigesetz
(  ) die Polizeigewerkschaft
(  ) die Erfindung des Pflastersteins
(  ) Frank Bsirske

Juni

Bei Lidl ausverkauft: Der "Beyond Meat"-Burger im Test

Der vegane Burger der Marke "Beyond Meat" war im Juni bei Lidl in Windeseile ausverkauft. TITANIC konnte sich den beliebten Snack aber rechtzeitig schnappen und testen. Lesen Sie hier, was Sie verpasst haben.

Optik: Der vegane Burger ähnelt der Abbildung auf der Verpackung kein Stück: Es ist ein labbriges, unförmiges Häufchen Elend, das sich da auf unserem Teller breitmacht – wie bei den fleischhaltigen Burgern auch! Großartig!

Geruch: Entsetzlich! Gute Güte! Wie ein toter Fisch in einer Jauchegrube! Uaaarggghhh! Ach, Halt, Moment! Manfred vom Test-Team hat die Klotür offen gelassen. Dagegen kann der Burger jedenfalls nicht anstinken.

Seele: So wie auch das elektrisch betriebene Auto keine Seele besitzt (vgl. Poschardt, Ulf), ist auch der vegane Burger ein geistloses Nahrungsmittel. Dass hierfür kein Ferkel oder Kalb von seiner Mutter getrennt, durch die eigene Scheiße zur Schlachtbank geschleift und bar jeglicher Betäubung gemeuchelt wurde, schmeckt man leider bei jedem Bissen. Grillen und Fleischessen bedeutet eben mehr als einfach nur Nahrungsaufnahme.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt
29.02.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«
01.03.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«