Newsticker

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Falsche Propheten

Um das derzeitige Versammlungsverbot zu umgehen, hatten Coronaleugner*innen in Nürnberg am Sonntag zu einer als Gottesdienst getarnten Kundgebung unter freiem Himmel aufgerufen. Die Kirche klärt auf ... hihi, nur Spaß! Die Kirche warnt. Bei diesen vermeintlichen Bibelerzählungen ist Skepsis angesagt:

  • Die Erschaffung Covids aus Adams Grippe
  • Die Vertreibung aus dem Einkaufsparadies
  • Moses empfängt die 10 Verbote
  • Der nach 15 Kilometer beendete Auszug aus Ägypten
  • Die von der Polizei aufgelöste Hochzeit zu Kana
  • Die Abspeisung der 5000 Gastronomen
  • Das Gleichnis vom verlorenen Schlafschaf
  • Impftod und Auferstehung Jesu Christi
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TITANIC-Liveticker vom CDU-Parteitag

+++ 14:46 Es gibt nur Sieger +++

Die Messe im Konrad-Adenauer-Haus ist längst gelesen. Es läuft Musik vom Safri Duo, der Kanzler spricht. Laschets letztes Geschenk an Nordrhein-Westfalen: Das große Abschiedsimpfen im Impfzentrum Hambacher Forst. Der Überraschungssieg Laschets gleicht einer tektonischen Verschiebung in der Bundespolitik, Olaf Scholz' Hufflepuff-Bonus damit egalisiert. Ein weiterer Sieger dieses Parteitags ist Paul Ziemiak. Er moderierte die ganze Nummer überraschend souverän. Hört Thomas Helmer nicht beim Doppelpass auf auf?

Damit schließen wir den Liveticker. Kurze Stilkritik: Dramaturgisch wäre es viel klüger, die skurrilen Bewerbungsvideos und irrelevanten Interviews vor der entscheidenden Wahl wegzufrühstücken. So wurden alle Trailermomente in den ersten 90 Minuten verheizt – Schade! Idee für das nächste Mal: Die Delegierten sitzen wie bei der Casting-Show "The Voice of Germany" mit dem Rücken zur Bühne und buzzern erst, wenn ein Bewerber was zur Clan-Kriminalität sagt. Die größte Gewinnerin bei all dem, bitte erlauben Sie uns noch diese Bemerkung, ist natürlich die Digitalisierung. Bis zum nächsten historischen Parteitag in 16 Jahren! tb, dw

+++ 14:31 Adams wählt sich noch mal ein +++

Nein, doch nicht. pi

+++ 14:20 Politikwissenschaftliche Einordnung +++

In seiner Rede wird es wichtigste Aufgabe für Laschet sein, eine versöhnliche Geste Richtung Bild-Redaktion zu senden. Chefreporter Schuler dreht in den sozialen Medien gerade komplett frei, auch Robin Alexander von der Welt twitterte heute Nachmittag schon von der nächsten "Dolchstoßlegende". Hintergrund: Viele Delegierte, die sich fest vorgenommen hatten, Merz zu wählen, verunsicherte Spahns überraschende Wortmeldung so sehr, dass sie beim Televoting auf der Maus ausrutschten. dw

+++ 13:42 Insiderkreise werden nervös +++

Nach wie vor ist nicht klar, ob Armin Laschet für heute überhaupt eine Sieger-Rede vorbereitet hat: Bei Markus Lanz ging er der Frage nach seinem Skript mehrfach aus dem Weg, reagierte nervös und flatterig. Restzweifel: Kann so einer wirklich Parteivorsitz? Oder sind die Berliner Schuhe für den kleinen Aachener doch eine Nummer zu groß? Gleich wissen wir mehr. dw

+++ 13:25 Wie geht es weiter für Friedrich Merz? +++

Laut führenden Mitarbeitern des Axel-Springer-Konzerns bekommt er eine eigene Show bei Bild-TV ("Hart und Merzlich"). Vertraute berichten hingegen, dass Merz ein Comeback als Hologramm plant – wann immer ein Nachfolger für Armin Laschet gesucht wird. mh

+++ 13:07 Politik, Politik +++

Das Restprogramm erinnert an Kalle Rummenigges Gedicht damals für Franz Beckenbauer. Stimmung wie beim Bayernbankett nach einem ereignislosen 2:1 gegen Spartak Moskau. Die Luft ist raus. Stellvertreter*innen durchwinken und durchregieren. Als Thomas Strobl irgendwann vorhin über Standup-Paddling sprach, war das bereits ein untrügliches Zeichen, dass hier bald Schluss ist. Leichte Restaufregung bleibt jedoch noch wegen Laschets Auftritt bald. Julia Klöckner wird auf ihr Kleid angesprochen, verweist auf "Inhalte", ja ja. pi, dw

+++ 13:00 Auftritt Merkel +++

Angela Merkel betritt (ohne Begleitschutz) das Gelände des Bundeswehr-Übungsplatzes Stern-Buchholz in der Nähe des Siebendörfer Moors. Hier hätte der Parteitag stattgefunden, wenn er nicht coronabedingt ins Netz verlagert worden wäre. "Na, wo ist denn die ganze Rasselbande?" fragt sich die Kanzlerin stirnrunzelnd. tog

+++ 12:25 Korrektur +++

Der "Preis für innovative Parteiarbeit" geht dieses Jahr NICHT an Rezo! tog

+++ 12:03 Merz ergreift das Wort +++

Friedrich Merz richtet letzte Worte an die Gruppe "Wir Frauen für Merz": "We love you. You're very special. Go home." tog

+++ 11:51 Democracy healing +++

Laschet wird nach Meinung vieler Experten gut mit Joe Biden klarkommen. Ntv meldet derweil, dass Merz die Stimme von Herrn Adams noch einmal auszählen lassen will. tb, dw

+++ 11:46 EIL +++

Tilman Kuban auf 180, streamt gerade live auf dem Weg zum Konrad-Adenauer-Haus. Man hört Scheiben zu Bruch gehen. dw

+++ 11:35 Gemischte Gefühle +++

AKK zu Tränen gerührt, auch Laschet kämpft mit seinen Gefühlen. Merz abgewichst wie eh und je. Parallel dazu macht die Junge Union in den sozialen Medien mobil. Prognose: Hier ist noch gar nichts entschieden. tb, dw

+++ 11:28 Laschet macht's! +++

Nach überwältigendem Wahlsieg Laschets: "Jetzt wird in Europa Oecher Platt gesprochen!" tb

+++ 11:25 Grußwort von Tichanowskaja +++

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hält eine bewegende Rede. Schade, dass sie dreimal durch die Zwischenfrage unterbrochen wird, ob es denn nun Lukaschenko oder Lukaschenka heiße. tog

+++ 11:17 Whatsapp down +++

Der Messengerservice liegt lahm. Ein Raunen geht durch die Gruppen, Familienchats sind außer Rand und Band, die Server sind überfordert mit der Flut an Spruchbildern. pi

+++ 11:14 Audiopulsschlag kündigt Entscheidung an +++

Kopf an Kopf-Rennen zwischen Merz und Laschet, es geht in die zweite Runde. Der JFK aus Königswinter ist draußen, nimmt es mit Fassung. Er ist gerade mal 55, seine Zeit kommt noch. Die große Frage: Wohin tendieren seine Fans? Gemäßigt oder blitzradikalisiert? Jetzt erstmal wieder eine vorproduzierte MAZ, irgendwas mit Europa. tb, dw

+++ 11:05 Raucherpause +++

Die Dramaturgie dieses Parteitags wirkt aus der Zeit gefallen: Wie sie das einfach in 90 Minuten durchgepeitscht haben als wärs Aue vs. Greuther Fürth. Jetzt wird Sendezeit gefüllt, es ist die Stunde der provinziellen No-Names. Das Ziel ist klar: Die Landesverbände befrieden. Vom Gefühl her müsste gleich Boss Hoss spielen, danach Backstage-Interviews mit Uschi Glas. tb, dw

+++ 11:00 Überraschungsauftritt +++

Beim digitalen Buffet sieht man doch noch den zuletzt in Ungnade gefallenen Philipp Amthor: als menschliche Sushi-Platte ("Nantaimori"). tog

+++ 10:46 Wortmeldungen +++

Für die Moderation der Wortmeldungen hat man sich bei der CDU die Dienste von Brigitte Büscher von Hart aber fair sichern können. Jetzt darf auch Jens Spahn, jedoch nur über seine Webcam aus Münster. Die Videoaussprache läuft zäher als der Distanzunterricht in NRW. Dann wird ein Herr Adams zugeschaltet, quälend lange tut sich jedoch nichts. Oder haben sie ihm das Mikro abgestellt? Was weiß Adams? tb, dw

+++ 10:45 Zwischenfazit +++

Es klingelt zum Ende der digitalen Doppelstunde. Drei anständige Referate, kaum Glanzpunkte. Erwartungsgemäß wird dem Altkanzler gedankt. Laschet orientiert sich in Habitus und Gestus am Karneval im Dreiländereck. Laschet optisch präsidial, kurzatmig in der Ausführung, inhaltlich evangelischer Kirchentag. Merz weckt Sehnsucht nach einem Pinocchiobecher in der Bonner Fußgängerzone im Frühling 1994. Röttgen kommt sehr über die Optik. Jetzt das heimliche Highlight des Parteitags: Die Delegierten dürfen Fragen stellen, direkt bei Herrn Adams streikt das Logitech Headset. tb, dw

+++ 10:36 Technische Schwierigkeiten +++

Aus dem Konrad-Adenauer-Haus wird berichtet, dass der Livestream ab und zu laggt, weil Paul Ziemiak auf seinem Zweit-Tablet parallel Call of Duty: Mobile zockt. dw

+++ 10:29 Auftritt Röttgen +++

Lässiger Einstieg: Norbert Röttgen öffnet eine Bierflasche an der Tischkante und zaubert eine perfekte Schaumkrone ins Glas. Als sein neues Ring-Light für einige Sekunden ausfällt (Wackelkontakt?), sieht bzw. hört man erstmals sein wahres Ich: "Motherfuck-fuck-fucking-megafuck!" Doch Röttgen nimmt wieder Fahrt auf, redet seine Konkurrenten argumentativ und rhetorisch an die Wand. Immer wieder unterbricht er seine Rede, um sich für die neuen Abos auf seinem Twitch-Kanal zu bedanken. "Danke GamingJoe und Zockerbabe für das Prime-Abo im 4. Monat. Ihr seid mega!" Clever: Röttgen adressiert als bisher einziger die neuen Bundesländer. Trotzdem: Man hat sich ein bisschen mehr erhofft. Das ist Katrin Göring-Eckardt-Level. tb, tog, lr, dw

+++ 10:27 Kurzes Durcheinander +++

Überraschend bringt sich plötzlich Nordrhein-Westfalens Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ins Spiel: "Ich setze darauf, dass ich in der ganzen Aufregung mit Röttgen verwechselt werde." tog

+++ 10:20 Merz ist fertig +++

Merz Rede war, wie erwartet, ganz viel alte Bundesrepublik, er sprach viel übers "Fordern". Vom Feeling her als ob Manuel Andrack bei Late Night Berlin sitzt. Nach Merkel-Raute bringt Laschet den Finger. Bisher kein Signature Move bei Merz, er muss jetzt liefern. Merz nach seiner Rede zu den Kolleg*innen vom Spiegel: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich ausgerechnet kommenden Montag, 250 Jahre nach Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Kanzler gekrönt werden soll, aber möglich wär's." tb, dw

+++ 10:14 Merz überraschend progressiv +++

Bei einem richtigen Präsenzparteitag gäbe es jetzt fünf Minuten Beifall, im CDU-Stream werden als Ersatz gerade unzählige Herz-Emojis geschickt: Friedrich Merz lobt die Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn und bezeichnet ihn als "wunderbaren Schwulen". mh, lr

+++ 10:10 Merz zieht Bilanz +++

Merz ist immer noch mächtig angepowert von seinem Treffen mit CureVac-Gründer Ingmar Hoerr bei Markus Lanz diese Woche. Aber auch verdächtig gut frisiert. Bislang fehlt aber noch was fürs Herz, hier liegt Laschet nach Punkten vorn. Doch endlich geht es um Inhalte: Merz will Pfandflaschensammler besteuern. Außerdem soll Schleswig-Holstein alle Windräder abmontieren, bevor er er nach den Bundestagswahlen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen aufnimmt. "Eine Kröte, die Habeck schlucken muss und eine wichtiges Symbol, um die CDU zu einen." Aus Wirtschaftskreisen wurde indes Kritik an der Kandidatur von Friedrich Merz laut: Sein ehrenamtliches Engagement als Parteivorsitzender und Bundeskanzler könnte demnach zu Interessenkonflikten mit seiner Haupttätigkeit als Lobbyist führen. lr, dw

+++ 10:02 Schlag auf Schlag +++

Jetzt Merz im Imagefilm. Sympathisch, volksnah, bescheiden. Verzicht auf die Comeback-Karte nach 20 Jahren Sabbatical. tb, dw, 

+++ 10:00 Ein Mann weiß um seine Wirkung +++

Laschet lehnt neben dem Pult. Blitzumfrage bei Bergmännern: Laschet klar vorn. tb, pi, dw

+++ 09:54 Laschet legt los +++

Laschet kommt mit eleganten Trippelschritten zum Rednerpult wie einst President Obama aus der Air Force One. Inhaltlich geht es direkt in die "Herzkammer der Demokratie". So geht Transatlantik. Als hätte er nie etwas anderes gemacht, keine Spur mehr vom orientierungslosen Armin diese Woche noch bei Lanz. "Mein Vater war Bergmann", liest er von seinem Zettel ab. Springt hier nochmal einer per Anhalter auf den Schulzzug? tb, dw

+++ 09:50 Das Prozedere +++

Die Wahl des Vorstands der Europäischen Volkspartei erfolgt nach einem traditionellen Ritus: Die in Frage Kommenden müssen sich mit Ahornsirup übergießen und sich in Kellogg's Choco Krispies wälzen. Wer nach fünf Minuten die meisten Krispies an sich kleben hat, muss es machen. tog

+++ 09:40 Starke Bilder, große Emotionen +++

Die Kollegen von Florida TV läuten mit einem cineastischen Einspieler Tag 2 ein. Um 9:37 die ersten Archivbilder vom Einheitskanzler.  #WegenMorgen
Bisher Unklarheit, welcher der Kandidaten den Auftakt macht. Das dürfte die erbitterte Rivalität zwischen Aachen und Brilon im Sauerland weiter anheizen. tb, dw

+++ 9:30 Bedeutung +++

Der digitale CDU-Parteitag ist nicht nur das größte E-Sports-Event nach der Gamescom, sondern für viele auch der erste Super Bowl der Demokratie in diesem Super-Wahljahr. dw

+++ 09:25 Startschwierigkeiten an Tag 2 +++

Merkwürdiger Parteitag bisher: "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen lief noch kein einziges Mal. Dabei hatte Paul Ziemiak sich den Song extra noch am Freitagmorgen von Youtube gerippt. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch. Armin Laschet hinhegen meldet sich per SMS: Er braucht noch einen Moment, sucht gerade noch die Treiber-CD für seine Webcam und muss Söhnchen Joe noch die TKKG-Kassette zum Einschlafen anmachen. Dann soll es aber bald losgehen. dw

+++ 09:00 Zusammenfassung Tag 1: Was bisher geschah +++

  • Auftakt nach Maß beim Online-Parteitag: Gerade einmal 144 CDU-Delegierte verpassten die erste Abstimmung zum Tagungspräsidium. 14,5% aller Delegierten haben es nicht geschafft, sich rechtzeitig einzuloggen. Das verspricht noch einmal extra Spannung heute bei der Wahl zum Vorsitzenden. 
  • Erste Enttäuschung des Abends: Annegret Kramp-Karrenbauer hält ihre Rede nicht in ihrer Rolle als "Putzfrau Gretel vom Landtag" - und das so kurz vor dem erneut abgesagten Karneval!
  • Während des Gedenkens an die Verstorbenen ruft ein Störenfried, der aussieht wie Holger Stahlknecht, dazwischen: "Hey, ich lebe noch!"
  • Einer der Stargäste des ersten Tages: Der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands, Volker Bouffier. Mit der autoritären Altmeister-Aura verabschiedete der hessische Gandalf und Merkel-Spezi die Noch-Vorsitzende AKK in den wohlverdienten Ruhestand. Als Geschenk gab es das Originalmanuskript einer Heiner Geißler-Rede aus dem Jahr 1985: Mehr Emotion geht nicht.

Die CDU wird heute auf ihrem Internet-Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen. Im Rennen sind die Männer Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Wer wird es schaffen? Bleiben Sie informiert, hier im Liveticker. 

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Büro, Büro

Nach einer hitzigen Diskussion über Nahrungszubereitung.

Hintner: "Fickt euch, ihr Gourmet-Köche!"

Riegel: "Hey, kein Grund, ausfällig zu werden."

Hintner: "Na gut, Entschuldigung … Fickt euch NICHT, ihr Gourmet-Köche!"

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Impfbenachrichtigungen scheitern an Datenschutz

In Niedersachsen ist man mit den Altenheimen so langsam durch. Nun sollen auch jene Ü80-Jährigen geimpft werden, die noch zuhause bei Mutti leben. Diese postalisch zu erreichen ist allerdings schwierig: Aus Datenschutzgründen kann leider nicht auf das Melderegister zugegriffen werden, um Alter und Anschrift zu erfassen, das darf nur das Finanzamt. Deshalb werden laut einer Stellungnahme des Landes Niedersachsen unter anderem "statistische Daten zum Schätzalter auf Vornamensbasis herangezogen" – von Norddeutsch auf Deutsch übersetzt heißt das: wer als Niedersachse einen altbackenen Namen wie zum Beispiel Sigmar oder Gabriel trägt, bekommt einen handschriftlichen Brief von Ministerpräsident Stephan-Peter Weil (82 (dem Namen nach)). So können voraussichtlich zwar leider nur 210 000 der 500 000 in Niedersachen lebenden Uraltsenioren informiert werden, was aber kein Problem darstellt: Die anderen leben in dieser Zeit wahrscheinlich ohnehin einfach ab. Immerhin ist das Ganze laut eigener Auskunft des Landes nicht allzu teuer: "Die Kosten für die Aussendung des Schreibens belaufen sich auf rund 28 000 Euro zuzüglich Porto".

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Friseure gegen Fußballer

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZDF) kritisiert in einem offenen Brief an DFB-Präsident Fritz Keller, dass Bundesligaprofis in letzter Zeit mit "einrasierten Scheiteln, auf wenige Millimeter getrimmtem Nacken- und Schläfenhaar und sauberen Konturen" den Rasen betreten – dabei sind die Friseursalons seit 16. Dezember geschlossen. Der Verband fordert nun vom DFB ein Zeichen der Solidarität gegen Schwarzarbeit. Vorstellbar wäre eine zehnminütige Quasselminute vor dem Spiel, in der gemeinsam über die Leute aus der Nachbarschaft gelästert wird, oder eine Geldstrafe für gestylte Profifußballer in Höhe von 100 Friseurjahresgehältern. Vorbildlich hingegen verhält sich in dieser Causa der Bundestrainer: Jogi Löw war seit dem Gewinn der WM 2014 nicht mehr beim Friseur.

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Endlich: Die Deutschen sterben aus

Das hat es seit 2011 nicht gegeben: Die Bevölkerung der Bundesrepublik ist im vergangenen Jahr nicht gewachsen! Diese Meldung schenkt vielen Menschen Kraft in schweren Zeiten, zarte Hoffnung auf ein baldiges Ende von Deutschland keimt auf. Verantwortlich dafür ist neben der typisch deutschen Bettträgheit und libidoschwächenden TV-Sendungen wie "Markus Lanz" unter anderem das Freizeitvirus Corona. Dieses ist Fluch und Segen: Einerseits wandern wegen der Pandemie leider weniger Menschen zu, andererseits sterben alte Nazi-Opas. So wird der langersehnte Untergang der Kartoffelgesichter verlangsamt und beschleunigt zugleich. Überdies richten sich die Blicke auf einen Faktor, der die Extinktion der Deutschen schlagartig vorantreiben könnte: Donald Trump war in letzter Zeit nicht gut auf das Land seiner Vorfahren zu sprechen, noch ein paar Tage lang hat er Zugriff auf Atomwaffen.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hallöchen, »Tagesspiegel«!

Du erfreust Deine Kundschaft neuerdings mit Berichten über den Aufenthaltsort von Erdbewohnern. Zum Beispiel so: »Musk ist wieder in Berlin, er war am Montag am BER gelandet.« Und weiter: »Der Privatjet von Musk, in Austin (Texas) gestartet, war am Montag um 9:42 Uhr am BER gelandet.« Tolle Nachricht. Falls das bei Dir, Tagesspiegel, zum neuen Standard werden sollte, folgende Info, sogar honorarfrei für Dich:

Es ist und bleibt in Frankfurt Deine Titanic

 Sie, Laura Karasek,

»leben gern exzessiv – ohne Handbremse!« Sie seien rastlos und leidenschaftlich, teilten Sie Bild in einem Interview mit, um dann Erstaunliches zu offenbaren: »Ich schreibe manchmal bis fünf Uhr, gehe selten früh ins Bett, mache Sport, lese viele Bücher.«

Und wir fragen uns nun: Ist das, Frau Karasek, schon die Postcorona-Definition von exzessivem Leben? Müssen wir zukünftig mit Statements rechnen wie: »Wollust? Super, ich stricke total gerne …« oder: »Komasaufen? Find ich mega, aber bitte ohne Alkohol«?

Ist noch nicht ganz in der neuen Zeit angekommen: Titanic

 Nur interessehalber, Hochschule Bochum:

Die von Dir auf interamt.de, dem Stellenportal des öffentlichen Dienstes ausgeschriebene Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für das Projekt »Möbilität für Subsahara-Afrika« – ist die am IKEA-Lehrstuhl von Prof. Kvistbro angelagert? Titanic

 Aber heda, ZDF/SWR!

»Wissen aktuell: Der Kopf isst mit!« heißt die Sendung; »Ess Dich gesund!« steht auf der Tafel, die auf dem fürs TV-Programm bereitgestellten Foto im Wochenmarktgemüse steckt.

Bleibt also bei Pommes: Titanic

 Zu Ihrer Verteidigung, Keanu Reeves,

Zu Ihrer Verteidigung, Keanu Reeves,

der Sie trotz Pandemie auf einer Party in Potsdam waren, erklärte der Chef des »Studio Babelsberg«, es habe sich bei dieser ausgelassenen Feier samt DJ und Alkohol lediglich um eine Filmszene des neuen Matrix-Streifens gehandelt. Und in der Matrix gibt es ja, so spinnen wir diese Argumentation mal fort, kein Coronavirus.

Unserer Ansicht nach brauchen Sie sich aber so oder so keinen Kopf zu machen: Laut der Verordnung Brandenburgs sind derartige Veranstaltungen mit Anmeldung, Hygienekonzept und bis zu 50 Personen erlaubt, sofern sie keinen »Unterhaltungscharakter« besitzen. Und den haben Filme mit Ihnen ja nun wirklich nicht!

Diese Wahrheitspille wurde verabreicht von: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Sordidum Disputatio

Im Zeit-Magazin fand ich einmal die Nummer einer Erotik-Hotline. Diese Illustrierte lesen meines Wissens lediglich Bildungsbürgeridioten und Liebhaber von Werbeinseraten für Uhren ab 1000 Euro. Man muss nur einmal die Zeit-Kontaktanzeigen studieren: »Emeritierter Professor, Opernliebhaber, Freund von Chopin und Zuckmayer, sucht ...« usw. Gerne stelle ich mir vor, wer einen da am anderen Ende der Hotline erwartet: »Hallöchen, mein Orpheus! Ich bin's, Eurydike. Möchtest du wissen, wie ich aussehe? Meine Nase ist gemeißelt aus feinstem Marmor. Meine Beine sind so lang wie die der Goldenen Madonna aus dem Essener Domschatz.« »Weiter. Mehr!« schnurrt der angesexte Anrufer. »Und dann mein Hinterteil ... Sag, Adonis, kennst du den ›Akt von hinten‹ von Modigliani?« »Natürlich kenne ich den, ich bin emeritierter Professor für Kunstgeschichte!« »Und meine Brüste! So riesig, so überproportional wie die der Venusfigurine.« »Welche Venusfigurine? Es gibt mehrere!« keucht der sabbernde Trottel. »Die von Willendorf natürlich«, pariert »Eurydike« und haucht noch ca. 30 Minuten versaute Sachen auf Latein, um den Dirty Talk (»sordidum disputatio«) zu vervollkommnen und den einsamen Zeit-Abonnenten monetär abzumelken. Kommen tun die Anrufer dabei nie, aber Freude haben sie trotzdem.

Ella Carina Werner

 Jubiläum

Unser Bonsai-Verein wird nächsten Monat stolze 50 Jahre alt. Keine Frage, dass wir das richtig klein feiern!

Jochen Schubert

 Dauerbaustelle und Kakerlaken

Wenn das Leben eine Reise ist, möchte ich vom Veranstalter mein Geld zurück.

Dominik Mauer

 Geschäftsidee

Hätte ich einen Hutladen, ich würde ihn »Ladenhüte« nennen.

Miriam Wurster

 Ungemütlich

Unser gemeinsamer Jubel darüber, dass meine Freundin innerhalb kurzer Zeit mehrere lukrative Werbefotoshootingangebote von Unternehmen wie XXXLutz, Roller und Ikea erhalten hatte, wich, als ich vor Freude unbedacht ausrief, sie habe einfach so ein richtiges Möbelgesicht.

Cornelius W.M. Oettle

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
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20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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