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Die neuen Sommermärchen sind da

admin

Folge 1: Rotkäppchen

Es war einmal ein guter Junge, der Josch vom FC Bayern. Er wurde von allen nur Kimmich genannt oder Rotkäppchen, weil er immer eine rote Basecap (vom FC Bayern) über den Kopfhörern trug. Eines Tages begab es sich aber, dass sein Freund und Kamerad, der Tonikroos, sehr krank wurde und bettlägerig ward. Er hatte sich im Abschlusstraining das Kreuzbande gerissen oder das Schambein oder sowas, der Medikus wollte erst noch die Kernspintomographie abwarten vor der PK. Rotkäppchens Trainer, ein gütiger Nagelsmann, füllte einen großen Korb mit allerlei Leckereien, den sollte der Josch dem Tonikroos bringen, weil der Josch immer liefern muss. Im Korb waren Kuchen und alkoholfreier Wein, auch wertvolle Arcneien und Nahrungsergänzungsmittel, die den Tonikroos schnell wieder gesund machen sollten. Der Tonikroos war dem Nagelsmann sehr wichtig, wegen seiner brutalen Qualität und dem tödlichen Pass durch die Schnittstelle. Als der Korb fertig gepackt war und ganz prächtig und lieb ausschaute mit all dem gezuckerten Brote und den Pfeffernüssen und den Proteinshakes, erklärte der Nagelsmann dem Rotkäppchen ganz genau und ultrapräzise den Weg zum Tonikroos, der in einem kleinen Hutzelhäuschen tief im dichten Wald auf Zimmer 327 im Adidas-Homeground in Herzogenaurach lebte. Das Haus und den Wald hatte der DFB extra bauen lassen wegen der geilen Atmosphäre und als Rückzugsoase. Nagelsmann warnte Rotkäppchen eindringlich davor, das dunkle Treppenhaus zu nehmen (statt den kameraüberwachten Aufzug), weil dort der gefräßige, böse Murinjo lauerte mit seinem unersättlichen Hunger auf Titel und polyvalente Rechtsverteidiger. Kimmich war zum Glück hellwach und voll fokussiert, nahm den Lift und brachte Kroos das ganze Zeug, der wurde schnell fit und schoss dann im Finale das entscheidende Tor (90+4) gegen pomadige Portugiesen durch eine herrliche Direktabnahme, Gänsehautmoment. Das Kurfürstentum Hessen-Kassel war wieder Weltmeister und der böse Murinjo fraß aus Wut den gegnerischen Trainerfuchs und ging elendig zugrunde an all den Nägeln in seinem Bauch. Da tritt der Fußball in den Hintergrund.

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