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Zum Tode von Peter Higgs

Der Physiknobelpreisträger Peter Higgs ist im Alter von 94 Jahren an Schluckauf ("Higgs-Syndrom") gestorben. Die Anteilchennahme in allen Teilchen der Welt ist masse-haft, am Forschungszentrum Cern in der Schweiz beschleunigte sich die Anzahl der Beileidsbekundungen bosonders rasant. Higgs’ Anteilchen an der Teilchenforschung war geradezu elementar. Zuletzt hatte er sich auf sein Altenteilchen im Edinburgher Stadtteilchen Stockbridge zurückgezogen, wo er oft und gerne sein Lieblingsdessert, die berühmten Higgs-Teilchen, genoss.  Die Summe seiner eigenen Teilchen (natürlich ebenfalls Higgs-Teilchen) wird am kommenden Bosontag in Ebenda beigesetzt.  

Rest in pieces, Mr. Higgs.

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Platz 1 - die Spitzenkolumne #4

 

Liebe Leser***innen,

wie finden Sie eigentlich Geld? Ich bin da neutral, aber hier geht es auch nicht so sehr um Gefühle, wir sind ja nicht bei "Feel the News", sondern bei "Platz 1 – die Spitzenkolumne". Außerdem werde ich ab sofort immer mit drei Sternchen gendern, weil man die Verbote anderer Bundesländer ausgleichen muss und sowieso gilt, dass mehr mehr ist – wie bei Geld.

Apropos Feminismus: Die Forbes-Liste mit den reichsten Menschen der Welt ist raus und so langsam girlbossen wir uns da rein, auch Frauen profitieren immer öfter davon, dass Geld und damit – im good old Kapitalismus – Ressourcen, sagen wir mal: "random" verteilt sind. Taylor Swift ist zum Beispiel erstmals auch auf der Liste, aber eben nicht ganz oben, und daher hier nicht weiter relevant.

Zusammen besitzen die Reichsten 14,2 Billionen US-Dollar – mehr denn je! Es gab noch nie mehr Milliardäre! Und sie haben jedes Jahr mehr Geld, diese ***! Schön, dass man das immer auf Listen festhält, die sind ja nicht gerade unnützlich… Jedenfalls heißt der mit den meisten Moneten Bernard Arnault und er zieht die Kohle aus Louis Vuitton, Tiffany, Sephora und anderem Zeug, das er für uns süßen Gendersternchen bereitstellt.

Die reichste Frau ist Françoise Bettencourt-Meyers ("L’Oréal") und man möchte doch wirklich lieber einer Frau Kohle für dumme Produkte rüberwachsen lassen, die es nur gibt, weil man Frauen die ganze Zeit erzählt, sie seien wertlos. Dank "L’Oréal" können wir wertvoll wie Françoise sein, nur halt arm.

Der reichste Promi ist George Lucas, der seinen letzten Film vor 20 Jahren gemacht hat, am meisten Zaster-Zuwachs hat Zuckerberg bekommen – und das mit einem Produkt, das vor allem für "Anstupsen" bekannt ist. Der reichste Deutsche ist Klaus-Michael Kühne, das Brain hinter Kühne+Nagel.

Wenn man die Liste vor sich sieht, merkt man mal wieder regelrecht körperlich, wie viel Sinn das System macht, in dem wir leben, und wie sehr diese Leute ihren Reichtum verdient haben. In einem Lied, das gerade sämtliche Charts stürmt, singt der Typ immer wieder "don't take these beautiful things that I’ve got". Könnte von unseren Richies sein. Sorgen müssen sie sich jedenfalls nicht machen.

Und ich? Ich habe diese Woche einen ganz persönlichen Erfahrungs-Platz-1 erlebt – bei der Suche nach einer Fahrt von Köln nach Berlin erspähte ich das knackige Ticketangebot von 258 Euro – für eine Strecke. Und genau deswegen sind die Amis reich und wir nicht.

:-***

Platz 1 – die Spitzenkolumne von Paula „the one“ Irmschler erscheint ab jetzt jeden Samstag in voller Länge nur auf www.titanic-magazin.de.

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Gefickt wird immer

Jede Woche packen Zeit und Spiegel neue Bumsartikel hinter die Paywall, die erklären, was man heutzutage beim Lieben alles falsch machen kann. Sparen Sie Zeit und Geld und finden Sie mit Hilfe des endgültigen Beziehungsformen-Überblicks ein für alle Mal heraus, warum Sie unglücklich sind.

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Tradwife, Tradlife

Immer mehr junge Frauen, aber zu m Teil auch Endezwanzigjährige, wenden sich von der Karriereleiter ab und einem anderen Gegenstand aus Holz zu – dem Kochlöffel.

Eine davon ist Lara (24). Sie liebt das Leben als traditionelle Hausfrau und Mutter. Das heißt: kochen, putzen, Kinder aufziehen, mit ihrem Rhönrad Akrobatik-Übungen machen und sich für ihren Ehemann aufopfern. Es gibt nur ein Problem: Sie hat noch keinen Ehemann. Doch das hält sie nicht davon ab, ihren Traum zu verfolgen.

TITANIC hat sie einen Tag bei ihrem Leben als Tradwife begleitet – nur im Aprilheft: Jetzt an jedem Bahnhofskiosk, im Onlineshop als Print, PDF, in der App oder am besten: im Abo!

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gruselig, »FAZ«!

Man sagt ja, dass Print tot sei. Du scheinst das zwar zu bestätigen, aber zu Deinem Vorteil zu nutzen, um, glaubt man Deiner Schlagzeile »Schäuble nennt weitere Details zur CDU-Spendenaffäre«, brisante Informationen direkt aus der Gruft zu erhalten! Zu so viel journalistischer Einsatzbereitschaft gratuliert todernst

Deine Titanic

 Good Lord, Russell Brand!

Good Lord, Russell Brand!

Nach Ausflügen in den Buddhismus, in die Transzendentale Meditation und ins Schwurbelmilieu machen Sie seit einer Weile einen auf Christ. Auf Ihrem Youtube-Kanal zeigen Sie sich mit Kreuz und Bibel, beten den Rosenkranz und salbadern über Ihre neuesten spirituellen Epiphanien. Jetzt haben Sie sich sogar in der Themse taufen lassen!

»Sterben und wiedergeboren werden … eine Gelegenheit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen«, das erhofften Sie sich von dem Akt laut einer Videobotschaft auf X. Falls Sie mit »the past« auf die gegen Sie erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs anspielen, dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie: Um sich von derartigen Assoziationen zu lösen, ist die christliche Kirche ein denkbar schlechter Verein.

Mit allen Wassern gewaschen: Titanic

 Reih Dich ein, Kollegin Yasmin Fahimi!

Reih Dich ein, Kollegin Yasmin Fahimi!

Als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes hast Du zum Tag der Arbeit naturgemäß bessere Bedingungen für Beschäftigte gefordert und die Tarifflucht vieler Arbeitgeber/innen missbilligt.

Dass Du bei der zentralen DGB-Kundgebung in Hannover die historische Bedeutung der Gewerkschaften nicht gerade kleinreden würdest, war uns klar. Dass Du jedoch richtig pathetischen Unfug zum Besten gabst, indem Du zum Beispiel sagtest: »Tarifverträge machen Beschäftigte zu freien Menschen in der Arbeitswelt« – das verblüfft uns dann doch ein wenig.

Selbstverständlich sind Tarifverträge besser als keine Tarifverträge, aber machen sie frei? Sind es nicht eher Massenentlassungen und betriebsbedingte Kündigungen, die unfreie Beschäftigte in der Arbeitswelt zu freien Menschen machen? Und wäre es nicht Deine Pflicht als Gewerkschaftsvorsitzende, diese Freiheit durch Arbeitskämpfe und Tarifverträge so lange zu beschneiden, bis die Revolution die Werktätigen tatsächlich befreit?

Es lebe in der Zwischenzeit natürlich dennoch die Arbeitereinheitsfront, singt Dir Titanic

 Grüezi, Berner Kantonalbank!

Du verfügst über eine Bilanzsumme von 39,9 Milliarden Franken und investierst einen Teil davon in eine Werbeagentur, die sich für Dich Ein-Wort-Slogans wie »Wohlatility« oder »Globewürdigkeit« ausdenkt.

Dabei handelt es sich wohl um den Versuch, den Jargon der internationalen Finanzwelt mit positiv besetzten und vertrauenerweckenden Begriffen zu verknüpfen. Aber warum hier aufhören? Es warten doch noch so viele mögliche Wortspiele! Wie wäre es zum Beispiel mit »Kumpeliance«, »Nett worth« oder »Boniständigkeit«?

Rechnung ist unterwegs von Deiner Titanic

 Vermeintlich smooth, Vichy,

bewirbst Du Deine Feuchtigkeitscreme mit dem Slogan »I got 100 problems, but dry skin ain’t one«. Dass Du »99 problems«, wie im Originalsong von Jay-Z, vermutlich nicht sagen durftest: geschenkt. Wir fragen uns allerdings: Wenn man inklusive trockener Haut 101 Probleme hat, sollte man dann wirklich an dieser Stelle ansetzen?

Grübelt spröde

Deine Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Verrücktes Kapitalismus-Experiment

Was würde wohl passieren, müssten alle Soldaten ihre Munition selbst bezahlen?

Katharina Greve

 Frage an die bovine Orthopädie

Haben Buckelrinder überhaupt eine Chance, je die Haltungsform »Premium« zu erreichen?

Torsten Gaitzsch

 Vorschlag

Beinpresse als anderer Ausdruck für Fußballzeitschriften.

Karl Franz

 Morgengrauensport

Mitten in der Nacht, halb drei vor der Szenekneipe in München: Ein volltrunkener Totalspack wankt hinter seiner Suffbraut her aus der Fußballzeige-Gaststätte, beide laut auf bairisch aufeinander einbrüllend. Draußen, zwischen dem halben Dutzend Rauchern, hievt sie ihren Quellkörper mit einer trägen Drehung herum, verlagert die Schwere auf den hinteren Krautstampfer und zimmert ihrem imbezilen Begleiter mit Effet eine knallharte Linke flach auf die Fresse. Public Watsching in Bayern eben.

Theobald Fuchs

 Neuer Schüttelreim

Soeben in fünf Minuten erzwungener Wartezeit vor dem Limette-Minze-Mandarine-Aufguss die ausführliche Saunaordnung meines Stadtteilschwimmbades an der Wand studiert. In dem peniblen Regelwerk unter anderem erfahren, dass in den Räumlichkeiten neben Wäschewaschen und anzüglichen Bemerkungen auch Kratzen und »Schweißschaben« verboten sind, was immer das sein mag. Sofort Gedichtidee gehabt: »Wer denkt sich ein Wort aus wie Schweißschaben? / Das waren bestimmt diese« – na, ihr könnt es euch ja denken.

Mark-Stefan Tietze

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
14.06.2024 München, Volkstheater Moritz Hürtgen mit Ella C. Werner und Dax Werner
15.06.2024 Kremmen, Tiefste Provinz Max Goldt
18.06.2024 Düsseldorf, Goethe-Museum Hans Traxler: »Traxler zeichnet Goethe«
21.06.2024 Husum, Speicher Max Goldt