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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (105)

(Was bisher geschah)

Petra schien auf einer Fortsetzung ihres Disputs nicht zu bestehen, und weil er keine Lust hatte, seine Erinnerungen auf ihre Klassifizierbarkeit als gute oder schlechte zu prüfen, dachte er sich in eine kleine Verachtung hinein, die sich daran entzündete, daß selbst eine Frau ohne Brüste eine bessere Adoles­zenz gehabt haben sollte als er: ein Feuerwerk aus Stelldicheinen und Eng­tanzweltrekorden, dann im Mondschein vom Stufenschwarm defloriert und ein Bündel süßer Er­innerungen für die Ewigkeit. Er dagegen: letzter beim Schwanzvergleich im Landschulheim, zwei Jahre später von Birgit Slomka auf dem Schulfest geohrfeigt. Dann Suff bis zum Abitur und überstürzte Heiraten mit absehba­rem Ergebnis. Er hatte sich angewöhnt, das für romantisch zu halten; gerade ging das aber nicht.

Der Lärm schwoll wieder, Mädchen kreischten, die Party schien in vollem Gang, und zu Kurtchens ehrlichem Mitleid gesellte sich Argwohn, das Gefühl, hier amüsiere sich wer auf seine Kosten.

"Wobei", Petra sah ihn von der Seite an. "Ob ich es noch mal bräuchte, das alles, wüßte ich jetzt auch nicht. Vorbei ist halt schon irgendwie vorbei. Ich meine", sie strich sich Haar hinters Ohr und sah wieder geradeaus, wie um die Gültigkeit ihrer Aussage zu unterstreichen, "wollte man im Ernst noch mal Abitur machen? Oder Führerschein? Noch mal Pickel haben und um zwölf zuhause sein müssen? Vom ewigen Liebeskummer mal zu schwei­gen."

"Sag ich ja", sagte Kurtchen, froh, daß er einverstanden sein durfte. Bis zur nächsten Station schwiegen sie, geradezu traut.

"Stimmt das eigentlich, daß du schon zweimal verheiratet warst?" Jetzt sah sie ihn wieder an, er hatte sie im Augenwinkel, er war ganz starr vor Überraschung; entspannte sich aber, als ihm einfiel, daß das irgendwann sowieso zur Sprache kommen mußte, und warum auch nicht, gab es ihm doch das Air eines Mannes, der das Leben kannte, und verdammt noch mal, er kannte es. Er wandte den Kopf, schmunzelte.

"Gut, was?" Eine vergleichsweise schwache Antwort, gemessen am Ausmaß seiner Lebenserfahrung; aber geschieden zu sein, und sei es doppelt, war nun mal keine Leistung an sich. Immerhin hatte er die Ehen überstanden, vielleicht zählte das.

"Du bist doch noch nicht mal vierzig, oder?"

"Früh gefreit, extrem bereut", erklärte Kurtchen munter. Das war sicheres Terrain und verschaffte ein wenig Abstand, war als Gegenstand aber intim genug, um die Spannung zu halten. "Na ja, so früh war's gar nicht. Es hielt immer nicht lange. Ich weiß auch gar nicht mehr genau, warum ich geheiratet habe."

"Die große Liebe." Petra ließ das Fragezeichen hörbar weg, es wäre auch zu sinnlos gewesen. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (104)

(Was bisher geschah)

Sie erhoben sich, in prekärer Gemeinsamkeit, Kurtchen tat müde; die Bahn entließ Leute, und Kurtchen wunderte sich, warum, sie fuhr doch in die Stadt, wer sollte, vom Lande kommend, hier schon aussteigen wollen; ein Rätsel auch dies.

In ihrem Wagen stand und fläzte lauthals eine Traube junger Menschen, für die der Abend, so schien es, erst begann, und Kurtchen setzte sich extra so, daß er das Treiben im Blick hatte, weniger aus Neugier denn aus Unlust, es im Rücken zu wissen. Petra setzte sich neben ihn und streckte die Beine von sich.

Drüben kreisten eine Sektflasche und eine für Limonade, an der ihr Besit­zer, ein bleicher, schmaler Junge mit Markenjeans und Fußballerfrisur, aber so konzentriert sog, daß Kurtchen ein eigenproduziertes Mischgetränk auf alkoholischer Basis vermutete. Der Junge tat ihm auf der Stelle leid, und in all der Konfusion, durch die Kurtchen sich bewegte wie ein Fisch in Gelee, spürte er Erleichterung und Trost: Wenigstens das hatte er hinter sich. Der Junge hatte die Flasche jetzt auf seinem Oberschenkel geparkt und fingerte auf seinem Telefon herum; sah plötzlich auf zur Nachbarbank, wo ein Al­terskollege sprachähnliche Geräusche machte, von denen der Junge anzu­nehmen schien, daß sie ihm galten; taten sie aber nicht, und wie aus Enttäu­schung nahm er den nächsten großen Schluck und widme­te sich wieder seinem Telefon, cool auf eine Weise, daß seine Anspannung zu greifen war. Denn heute abend galt es, so wie es jedes Wochenende galt, weibermäßig und überhaupt.

"Das letzte", sagte Kurtchen, zu Petra gewandt und momentweise unge­hemmt, "das wirklich allerallerletzte, was man sich wünschen sollte, ist, noch mal sechzehn zu sein."

"Schlechte Erinnerungen?"

"Wie sehen denn gute aus: So?" Er nickte diskret zu der feierbereiten Sekti­on der Anonymen Hormonsklaven hin.

"Das kommt bloß uns so doof vor jetzt", fuhr Petra erwachsen fort. "Viel­leicht ist das sogar die beste Zeit im Leben."

"Die beste Zeit." Er sagte es wie: Am Arsch die Räuber.

"Na ja", sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Noch keine Verantwor­tung, der Kühlschrank immer voll, und kein Kuß ist so aufregend wie der erste. Überhaupt ist alles das erste Mal."

"Nämlich scheiße."

"Also doch schlechte Erinnerungen."

Daß es zu den größten Leistungen eines Menschen gehöre, die entsetzlichen Jahre zwischen zwölf und acht­zehn zu überleben: Kurtchen überlegte, wer das gesagt hatte. Es fiel ihm nicht ein. Er überlegte, ob er, ehrlich solida­risch, den Jungen um einen Schluck aus der Bombe bitten könnte. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (103)

(Was bisher geschah)

Kurtchen zwang sich, nicht schwärzer zu sehen als nötig. Erstens war Schweigen ja bekanntlich Gold, zweitens wurden alle Naslang irgendwelche Leute zusammengehauen, ohne daß er verlangen durfte, daß sich seine Begleiterinnen deswegen empörten, und drittens, dachte er, konnte er die Sauferei auch sein lassen, wenn's dann trotzdem schiefging.

Er setzte sich aufrecht und ließ die Unterarme auf den Schenkeln, mit den Innenseiten nach oben, wie ein fauler Junkie, der keine Lust hat, sich die letzte Spritze selbst zu setzen; atmete schwer ein und wieder aus und merkte, wie er gleichwohl weiter nach einer Erzählung fahndete, aus guter Erziehung oder weil er nicht zu früh aufgeben wollte, diesmal nicht; aber er dachte immer bloß "Bahnhof", und das einzige, was ihm dazu einfiel, war, wie er sich im Hauptbahnhof immer ärgerte, daß die Ankunftspläne auf den Bahnsteigen hingen, wo man doch die Ankunftspläne gerade brauchte, um den Bahnsteig zu erfahren, und es wunderte ihn schon wieder, daß er anscheinend der einzige war, dem das auffiel. Vielleicht sollte er Bahnhofschef werden; so verspätet, wie er insgesamt immer war! Störungen im Betriebsablauf, das war ja praktisch sein täglich Brot! ...konnte das Glück auf Gleis 6 leider nicht warten … wird der Anschluß leider nicht erreicht...

Immerhin drehte Petra jetzt den Kopf und machte, in Kurtchens wehe Spekulationen hinein, endlich Anstalten, auch mal was zu sagen; schließlich hatte sie ihn ja zum Aufbruch gelockt und also auch Verantwortung, was den Fortgang des Abends betraf.

"Ich hatte dich gar nicht als solch einen Schweiger in Erinnerung."

"Als was hattest du mich denn in Erinnerung", fragte Kurtchen, und der Ärger darüber, daß er, Emanzipation hin oder her, anscheinend doch als Unterhalter eingeplant war, war geringer als die Erleichterung darüber, daß er nicht mehr Bahnhof denken mußte.

"Weiß ich gar nicht", sagte Petra, und es klang kokett.

"Soviel Kontakt hatten wir ja bislang auch nicht", legte Kurtchen vor.

"Schade eigentlich", verwandelte Petra sicher, und trotzdem klang es wacklig.

"Jetzt haben wir ihn ja", sagte Kurtchen, reglos plänkelnd. Der Bahnhof hielt den Atem an, sein Inventar – Gleise, Bänke, Aushänge, Müllkübel – schwieg hochgespannt. Keiner rührte sich.

Kurtchen hätte, war ihm klar, jetzt küssen können; küssen müssen. Man merkt so was. Statt dessen sah er auf die Bahnhofsuhr. Er war tatsächlich ratlos. Warum war er ratlos? Er merkte, wie seine Miene einfror, weil sie bloß noch die Stellung hielt. Er war nicht mehr bei sich, spielerte schau. Tat souverän, wie ein Sechzehnjähriger.

Die Gleise sirrten, der Zug kam. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (102)

(Was bisher geschah)

"Den haben sie hier neulich zusammengehauen", sagte Kurtchen, fast schon trotzig. Wenn Liebe Dienstleistung war und zielgruppengerechtes Entertain­ment, dann war darauf gepfiffen. Sie hatten den Grün nun mal zusammengehauen, ob es Petra nun paßte oder nicht.

"Wie, zusammengehauen", fragte Petra, ohne erkennbaren Skandal in der Stimme.

"Raubüberfall", fiel Kurtchen ein, das klang nicht schlecht; und weil Petra nicht reagierte, fügte er hinzu: "Zwar nur ein Fünf­zig-Euro-Raubüberfall, aber ein Raubüberfall. Wenigstens haben sie ihn nicht gezwungen, die Geheimzahl seiner EC-Karte zu verraten. Aber er sah ganz schön ramponiert aus."

"Scheiße", sagte Petra, und es klang wie: Aha. Eine Meldung aus dem Poli­zeibericht. Kurtchen wurde heiß im Kopf, und er fragte sich, ob aus Scham oder Ärger. Er tippte auf Scham, er kannte sich.

Sie hatten den Bahnhof erreicht, und Kurtchen konzentrierte sich willig, den Zugang zum Bahnsteig zu finden, denn vor dem Bahnhof wurde gebaut, was, war nicht zu erkennen, Baugitterzäune sperrten nierenförmig den Vorplatz, man mußte um den Bahnhof halb herum; genügend Zeit zu überlegen, was auf dem Bahnsteig wäre, wenn die Bahn sich Zeit ließe; und dann war ja noch die Fahrt.

Sie erreichten den Bahnsteig, eine Zuganzeige gab es nicht, und Kurtchen mußte auf der Stelle wissen, wann die nächste Bahn fuhr, und schlenderte auf eine Art, daß es aussah, als sei ihm nichts egaler, zum Aushang.

"Zehn Minuten", sagte er, als er, zurückgekehrt, sich neben Petra auf die Bank fallen ließ. Er fühlte sich besser, er hatte gewisserma­ßen vorgelegt: ein Gesprächsversuch, eine nötige Information. Trotzdem war seine Befangenheit nicht verschwun­den, und er stellte sich auch diese Frage noch: was daran der Situation ge­schuldet und was daran er selbst war.

Das ließ sich aber nicht trennen.

Die Situation, dachte es in Kurtchen, was denn für eine Situation. Muß denn immer alles eine Situation sein? Warum saß er ständig in irgendwelchen Situationen herum? Gewiß gab es Menschen, die kannten keine Situationen, für die war alles Ablauf und Gleichmaß und eins nach dem andern; egal, was sie taten, es ging ja weiter. Er aber steckte in Situationen. Er suchte sie nicht; sie fanden ihn. Kurt­chen stellte sich vor, wie er sich morgen eine hal­be Stunde aufs Klo setzen und auskosten würde, daß es sich beim Scheißen um keine Situation handel­te. Er dachte ausdrücklich Scheißen. Ah, wie wür­de er scheißen!

Bis es soweit war, sah Petra, die Arme schwingengleich auf der Rückenleh­ne, schweigend Richtung Gleis, und Kurtchen lehnte sich auf der Bank nach vorne und stützte die Ellbogen auf die Oberschenkel, die Hände verschränkt, und dachte, daß es das jetzt als Foto geben müßte, denn damit wäre alles gesagt. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (101)

(Was bisher geschah)

Kurtchen überlegte ernsthaft, ob er zur Abwechslung nicht sich, sondern Pe­tra dafür hassen könnte, daß sie, vor Müdigkeit, Alkohol oder unvollständi­ger Emanzipation, kein Gespräch in Gang brachte, von ihm aus über Pornos oder den dusseligen Irgendwie-Heiner, Spitzenthemen, zu denen sich garan­tiert was sagen ließe; wenigstens kamen ihnen jetzt zwei Halbwüchsige entgegen, und Kurtchen, Kurtchen hatte es, Ehre sei Gott in der Höh'.

Er wartete, bis die beiden weg waren; sagte dann:

"Kennst du Grün?"

"Wie, die Farbe?"

"Nee, den Doktor. Peter. Peter Grün. Dr. Peter Grün."

Petra schüttelte den Kopf, und Kurtchen wollte schon weiter investigieren, ließ es aber bleiben, weil er sich nicht der Information aussetzen wollte, Pe­tra lese all die Zeitungen nicht, für die Grün über Fußball, Bier und die Feh­ler der Zivilisation schrieb, eine Information, die zu einem späteren Zeit­punkt, nach stattgehabtem Verkehr oder dem Entschluß, gemeinsam auf eine Einbauküche in der Trendfarbe Mauve zu sparen, durchaus verkraftbar gewesen wäre, momentan aber die Verwirrung bloß gesteigert hätte. Das Dumme war, daß jetzt, wo Petra Grün nicht kannte, Grüns Geschichte "im Por­temonnaie waren wasweißich fünfzig Euro, die hätten die Herren kriegen können, bitte, danke, wiedersehn. Ich versteh die Welt nicht. Seh ich denn so faschistisch aus, daß man mich schlagen muß, wo man mich trifft? Seit zwanzig Jahren wohne ich in diesem verranzten Viertel und bin mit jeder ar­men Seele sofort solida­risch. Und wer kriegt auf die Fresse? Ackermann? Nein. Ich" – daß diese Geschichte jedenfalls nicht mehr viel taugte, um so weniger, als Geschichten von gewaltbereiten Halbwüchsigen, die einem im Dunkeln begegnen, nicht zu der Sorte Geschichten gehörte, die man Frauen auf dem nächtlichen Heimweg erzählt.

Kurtchen unterdrückte den Reflex, auf die Uhr zu sehen, er wußte eh, daß er bloß fünf Sekunden hatte, vielleicht zehn, um mit einer soliden Meldung über Peter Grün herauszukommen, einer, deren Nachrichtenwert so hoch wäre, daß persönliche Bekanntschaft keine Rolle spielte.

"Und? Was ist mit dem?" fragte Petra freundlich, wie erleichtert, daß sie nicht mehr schwiegen.

Der steht im Stall und macht muh, dachte Kurtchen automatisch, obwohl Petra den Grün ja nun mal nicht kannte. Vielleicht mußte er, Kurtchen, Mutti mal wieder besuchen; daß er so ein wohlerzoge­ner, mit den Feinheiten des Comments auf geradezu idiosynkratische Weise vertrauter Klempner geworden war, war ja schließlich ihre Schuld. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (100)

(Was bisher geschah)

"Na dann, gute Reise", sagte Gernolf noch und winkte schwach. Es klang nicht höhnisch. Kurtchen hob die rechte Faust in Kopfhöhe, klappte den Daumen ans Ohr und den kleinen Finger zum Mund, was verschwörerischer wirkte, als es gemeint war; Gernolf nickte, als habe er nichts anderes erwartet. Es sah aus wie: Ich hör dann von dir. Du machst das schon.

Aber was?

Kurtchen winkte in den Rest der Runde, machte kehrt und schloß zu Petra auf, die, wie ungeduldig, bereits ein paar Schritte vorausgegangen war. Sie fielen gemeinsam in Schritt, und Kurtchen machte ein aus Stöhnen und Prus­ten unscharf zusammengesetztes Geräusch, das in etwa dem lokalen Kerle naa entsprechen und gewisserma­ßen kopfschüttelnde Befriedigung an­gesichts der abendlichen Gesamtentwicklung anzeigen sollte. Als sei damit alles gesagt, schwieg er dann.

Die Nacht blieb still, die Vorstadt lag im Licht der Straßenbeleuchtung, im Rinnstein schliefen Autos. Kurtchen überlegte, wie es wäre, jetzt allein nach Haus zu laufen, im Kopf ein sanftes Rauschen, zuhause etwas Gras und rei­zend idiotische Dauerwerbesendungen für Schlager-CDs; statt dessen galt es, das Unwahrscheinliche wahrscheinlich zu machen, um die Konsequen­zen per tradierter Semantik realisierter Kommunikation im Sinne eines Ver­haltensmodells passionierter Liebe in aller Universalität anzunehmen und sich in der Komplementärrolle des liebenden Weltbestätigers –

Kurtchen zwang sich, ein paarmal energisch "Gastherme" zu denken, dann ging es wieder.

Sie liefen auf der leeren Straße, nebeneinander, immer noch schweigend, und Kurtchen überlegte, wie es wäre, tatsächlich gar nichts zu sagen, wo es doch ohnehin mit jedem Schritt schwieriger wurde, damit anzufangen; und wo er schon für sich in Anspruch nahm, in den Grenzen des gesellschaftlich Möglichen emanzipiert zu sein, gab es ja auch keinen Grund, den Unterhal­ter auch dann zu spielen, wenn das doch eben jenes Gefälle zwischen Herr und Dame voraussetzte, das für überwunden zu halten doch zur Grundaus­stattung des zeitgenössischen Intellektuellen gehörte, hantiere er zwecks Le­bensunterhalt auch mit Spülknien, Heizkörpern und Schrumpfmuffen – –

es hatte keinen Zweck. Er wollte etwas sagen, er mußte etwas sagen, er wuß­te nichts zu sagen, und mit jedem Meter, den sie gingen, kam er unerbittlich zu sich und schwand die Illusion, er sei sein Gegenteil; spätes­tens am S-Bahnhof, dachte Kurtchen, wäre er wieder vollständig mit sich identisch, und das half ja nun gar nicht. (wird fortgesetzt)

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Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (99)

(Was bisher geschah)

Aus der Geschichte zu lernen hätte also unbedingt bedeutet, sich um Gernolf nicht zu scheren, und obwohl es nicht einmal sicher war, daß der Freund, den man ja auch nicht mit der Kalaschnikow gepudert hatte, von Kurtchens Aufbruch irgendein Aufhebens machen würde, fand Kurtchen sich, nach all der Zeit, noch immer außerstande, einen Egoismus als nötig und moralisch un­anfechtbar zu akzeptieren; das Unheil lag, wie er wußte, schon in der Tatsa­che, daß er das Wort Egoismus überhaupt dachte.

Petra stand so unvermittelt auf, wie es die Bierbank erlaubte, und Kurtchen ertappte sich dabei, wie er hoffte, sie trete bloß aus und lasse ihn fürs erste sitzen; doch Petra blieb stehen und warf sich ihre Tasche um, es stand "Ibe­ria" darauf; und Fred hob den Kopf und nickte leicht, es war hier kein Be­dauern, es war nun mal soweit. Nicht denken, es ist wie immer. Nichts ist einfach wie immer. Es ist immer wieder von neuem wie immer. Kurtchen sah, wie er stand, und er sah, wie er sah, daß sie stand, am anderen Ende des Raumes, sehr blond, sehr fremd, und er erinnerte sich, wie er gedacht hatte, daß es möglich sei, im Prinzip, und wie er aber gewußt hatte, daß es ihm nicht möglich sei, niemals, schon gar nicht durch die Traube derer, die sie umstanden; und wie um sich, ein halbes Leben (und zwei Ehen) später, noch einmal das Ge­genteil zu beweisen, arbeitete er sich aus der Bank und stand und hörte sich sagen:

"Feierabend."

Das konnte freilich vieles heißen, und er sah Petra an und stierte dabei mehr als nötig, Trunkenheit zu simulieren; sie sah zurück, die Linke auf der Flan­ke der Tasche, mit der Rechten eine dunkle Strähne hinters Ohr wischend, das rote T-Shirt sanft gehügelt; und er mochte sich täu­schen, aber sie sah erwartungsvoll aus; und wenn er, der mit Erwartungen nicht umgehen konnte, jetzt rülpste und vielleicht so was sagte wie "Mann" oder "uff", dann war er aus der Sache raus, jedenfalls für heute, aber der Gedanke verließ ihn, wie er gekommen war, durch die Hintertür.

"Wir bleiben noch", sagte da Gernolf. "Wir bleiben doch noch, nein?"

"Wir bleiben noch", sagte Fred, eher resigniert als freudig.

"Aber hallo", sagte Heiner dumm.

Und kaum hatte sich Kurtchen gefragt, was Gernolf neuerdings mit Fred und Heiner hatte und ob und wie das Fickproblem von gestern ausgeräumt wäre, hörte er Petra Abschiedsfloskeln schäkern, überlegte kurz, ob er seinen Aufbruch begründen sollte oder müßte, wußte aber nicht wie und ließ es bleiben, es schien auch keiner zu erwarten, niemand hielt ihn auf, schon das war selt­sam, galten sie bereits als Paar? Und wenn ja, warum?

Er hatte Schiß. (wird fortgesetzt)

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
28.05.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
29.05.2019 Schwäbisch Gmünd, Esperanza Thomas Gsella