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All cops are birth attendants

Ungewöhnlicher Einsatz für zwei NRW-Polizisten im sauerländischen Werdohl. Statt sich mit den für die Region üblichen Schützenfestschlägereien, Suizidversuchen und Verdachtsfällen auf Inzest herumzuplagen, vermeldete das Presseportal der Polizeibehörde Märkischer Kreis am 26. Oktober folgendes: "Ein neuer Bulle ist geboren: Zwei Werdohler Polizeibeamte leisteten am Sonntagmorgen Geburtshilfe am Weidezaun. Ein Spaziergänger entdeckte die kalbende Kuh am Rand einer Weide Am Höltchen. Sie hatte offenbar Probleme, ihren Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Der Spaziergänger alarmierte die Polizei." Nachwehen dürften allerdings vorprogrammiert sein. Zwar ist den beiden Einsatzkräften kein Vorwurf zu machen, setzten sie doch während des Geburtsvorgangs in professioneller Weise auf die bewährte "Good cop, bad cop"-Strategie ("Das mit dem Hecheln machst du schon richtig toll!" – "Ganz ehrlich: Ich kann dein Gestöhne nicht mehr länger ertragen! Jetzt hör auf herumzuheulen, du dumme Kuh, und press verdammt nochmal endlich! Los jetzt, Fresse halten und pressen! PRESSEN!!!"). Die Bevölkerung steht dem Bullennachwuchs skeptisch gegenüber, schließlich würden im Sauerland Landärzte, Seelsorger und Sexualtherapeuten weitaus dringender benötigt.

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Gärtners kritisches Abschiedsfrühstück: Versuch über die Müdigkeit

Eigentlich war ein letzter Text längst fertig, vor Wochen schon vorbereitet als augenzwinkernder Abgang. Aber diese Kolumne, seit reichlich sieben (oder, je nach Rechnung, zehn) Jahren verfasst, kommt an ihrem letzten Sonntag dann doch wieder zu sich, denn für sie ist jeder Sonntag Zahltag, und einmal Augenzwinkern bedeutet, die Rechnung einmal nicht fällig zu stellen.

Müde sei er, twitterte der jüdische Hannoveraner Pianist Igor Levit, nachdem Anfang Oktober in Hamburg ein jüdischer Student angegriffen worden war. Er wisse, was jetzt komme: „Gestern: Hamburg. Heute: Phrasen. Nie-wieder-Hashtags. Wie immer. Einfach ermüdend. Ermattend.“ Im Feuilleton der Zeitung, die an dieser Stelle so oft als Morgenblatt firmiert hat, machte sich der Musikkritiker Mauró dann über Levit als engagierten Hansel lustig, der sein lausiges Legato durch autoritäre Twitterei kompensiere und genau wisse, welche Knöpfe er drücken müsse, um sich die Unterstützung des Berliner Moralmilieus, des „neuen Sofa-Richtertums“ zu sichern. Levits Twitterei, sein Engagement wider den Antisemitismus seien halb „lustiges Hobby“, halb Ausdruck einer „Opferanspruchsideologie“ und sowieso Teil eines „diffusen Weltgerichts“, und immerhin waren neun von zehn der (früher hätte man gesagt: waschkörbeweise) in der Münchner Redaktion eintreffenden Publikumsreaktionen der Ansicht, hier habe wer seinem antisemitischen Ressentiment die Zügel schießen lassen: Von der Lobby über die Weltherrschaft bis hin zum von Nazis so genannten „Schuldkult“ sei alles drin, und das stimmte ja auch. Die SZ entschuldigte sich, und Carolin Emcke bekam eine halbe Seite Feuilleton für die solidarische Feststellung, auch sie sei müde: „Rassismus und Antisemitismus werden nicht nur gefühlig empfunden, sie sind strukturelle Diskriminierungen und reale Gefahren … Die Auseinandersetzung mit Auschwitz ist nicht ein einzelner Akt oder ein sich wiederholendes Ritual, sondern eine unabgeschlossene Aufgabe, für uns individuell, aber auch als demokratische Gemeinschaft.“

Was eine gefühlige Empfindsamkeit sei oder ein Ritual, das sich wiederholt, weiß Kollegin Emcke allein, und da würde ich ja nun sagen, dass derlei wiederum mich müde macht, die Auseinandersetzung mit Auschwitz und die Aufgabe, diskriminierende Strukturen aufzubrechen; wo das Unglück schon da beginnt, wo überhaupt jemand als Jude, als Jüdin firmieren muss und nicht einfach als Deutscher oder Französin, als guter Mensch oder Arschloch, als Mann mit Geld oder Frau ohne, als dick, doof oder Typ zum Pferdestehlen. „Typisch Katholik“ oder „typisch Evangele“, das denkt man nicht, aber was typisch jüdisch sei, das wissen alle ganz genau, und so typisch ist es, dass es alle andere Typik überragt. Levit, ein jüdischer Deutscher, so wie ich ein protestantischer Deutscher bin (ohne noch in der Kirche zu sein, aber ist es Levit?); aber für ihn gilt allemal nicht „typisch deutsch“, sondern „typisch jüdisch“ (denn er hat ja seinen Staat anderswo, nicht wahr!), und freilich würde der Musikkritiker Mauró es genauso weit von sich weisen, ein Antisemit zu sein, wie vor Jahren der Karikaturist Mohr: Es ist der kollektive Unterstrom, der beide trägt, und der Strom ist da, auch wenn die Meinung zum Fall Levit/Mauró einmal erfreulich deutlich gewesen ist.

„Wer denkt, ist in aller Kritik nicht wütend: Denken hat die Wut sublimiert. Weil der Denkende es sich nicht antun muss, will er es auch den anderen nicht antun. Das Glück, das im Auge des Denkenden aufgeht, ist das Glück der Menschheit. Die universale Unterdrückungstendenz geht gegen den Gedanken als solchen. Glück ist er, noch wo er das Unglück bestimmt: indem er es ausspricht. Damit allein reicht Glück ins universale Unglück hinein. Wer es sich nicht verkümmern lässt, der hat nicht resigniert.“ Theodor W. Adorno, 1969 

Es gibt ein Kinderbuch, in dem es heißt, man müsse den kleinen Kaninchen alles mindestens tausendmal erklären, bis sie es endlich verstehen, und die 376- oder, je nach Rechnung, 513mal, die es diese Kolumne versucht hat, sind da schon rein rechnerisch zuwenig. Dass mit dem heutigen Sonntag Schluss ist, hat aber nichts mit Resignation oder Müdigkeit zu tun, mindestens nichts mit der eigenen, denn eine Kolumne ist ein Ritual, das sich wiederholt, idealerweise eines, das die ermüdende, ermattende, aus Phrasen gefügte Wirklichkeit in ein Gegenteil übersetzt. Jene ist potentiell so unendlich wie diese, und dass es jetzt, weil auch Frühstückskarten up to date bleiben wollen, endet, ist nicht sowohl Kapitulation als die durchs abermals Dialektische schimmernde Mitteilung, dass es auf den Versuch immerhin angekommen ist.

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Hauptstadt der Bewerbung

Seit dem 28.10. steht es fest: Chemnitz wird Kulturhauptstadt 2025. Was jedoch die meisten nicht wissen: Das ging nur Dank TITANIC und unserer ausgebufften Kampagne von 2018. Hier nun exklusiv noch mal das Material, das die Jury letztendlich (und einzig) überzeugte.

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

Zum Teufel mit der Seuche!
Führende Quacksalber empfehlen Virenabschreckung durch gezielt bedruckten Mund-Nase-Schutz

 


 

In der Ausbildung 
(Neue Version von 2020)

1. Teil

Hinter einem Bügelbrett verbargen wir uns, die Fäuste noch von der Grund­schule her geballt und so müde, daß es in der Zeitung stand. Der Ausbilder, Träger einer Fünfsternenase (ohne Schulterstütze), blies den Schwimm-Mantel auf, klappte mit den Kinnladen und bellte: “Raustreten!” Fast ohne Körperhaltung krochen wir ins Licht, unklare Krautschatten werfend. “Wer will die dumme Sau sein? Freiwillig?” Keiner von uns meldete sich. “Gut”, knurrte der Ausbilder, “dann machen wir etwas anderes: Turnen! Euch werde ich leibesertüchtigen!” Wie zerlebt fühlten wir uns nach dieser Ankündigung. Wir mußten ihn davon abbringen, um jeden Preis.

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Die Lenden des Robert Habeck

Geschmacklos, aber auch supergeil, dachte Robert Habeck neugierig, als er die Stufen in das ungewöhnliche Bürokellergewölbe hinunterstieg. An den Wänden waren echte Fackeln angebracht, die Decken mit frivolen Fresken verziert. Es war Dezember 2018, und Habeck war eingeladen zur Weihnachtsfeier der Social-Media-Agentur Storymachine. Erst hegte Habeck Zweifel, ob er als Politiker in Verantwortung an einem solchen Event überhaupt teilnehmen dürfe. Die Agentur war schließlich von Ex-»Bild«-Chef Kai Diekmann und zwei noch größeren Schwachköpfen gegründet worden. Doch als er die hippen Sex-People sah, die sich ihm auf der Instagram-Seite der Firma präsentierten, waren alle Zweifel wie weggeblasen.

Habeck bekam am Einlass ein seltsames Armband verpasst, eilig stieß er die schwere Tür auf, auf der »storymachine office: coffee meets ideas« stand. Was für Idioten, dachte Habeck luzide, bevor ihn der Anblick überwältigte, der sich ihm nun bot: Der Raum wirkte wie eine Kathedrale, von den Decken hingen Kronjuwelenleuchter, die Schreibtische waren Altäre – und auf jedem einzelnen wurde bereits extrem herumgebumst. Dabei war es erst neun. Mein Gott, was ist das für eine Weihnachtsfeier, dachte Habeck geiernd. Es war wie ein Blick in die Zukunft: Geschlechtergrenzen und -normen existierten hier nicht mehr, es wurde zu zweit, zu dritt, zu fünft gevögelt, alle bedienten per App ein LED-Armband, das signalisierte, ob man sein Einverständnis gab oder nicht. Habeck sah nur grün-schimmernde Armbänder. Wenn das Büro jetzt noch energieeffizient ist, stehe ich hier in der Welt, für die ich schon mein gesamtes politisches Leben lang kämpfe, dachte Robert Habeck plötzlich wie erstarrt. So viel Sex hatte selbst er noch nie auf einmal gesehen. Natürlich wollte er sich sofort mittenrein stürzen, doch war er etwa – gehemmt?

»Spritzalarm!« Plötzlich sprang der Gastgeber mit einer entkorkten Magnumflasche Schaumwein auf Habeck zu. Diekmann sah aus, als wäre er schon seit zwölf Stunden am Spritzen und immer noch nicht leer. »Habeck! Willkommen bei Storymachine, we power your genitals. Was kann ich Ihnen anbieten?« fragte der ehemalige Blattmacher sich entblätternd. »Herr Diekmann, stellen Sie mich doch am besten einfach mal vor!« Habeck war wieder ganz Politprofi. Diekmann nahm Daumen und Zeigepfinger in den Mund und pfiff spitz durchs Pimperoffice. Sofort kam ein junger Style-Nerd, mit nichts als Dr. Martens-Lederschuhen bekleidet, angeflitzt. Ehe Habeck sich’s versah, hakte sich der volljährige Jungspund, der sich als Patrick und volljährig vorstellte, bei ihm unter und zog ihn durchs schier endlos geile Gedränge und Gedengel. Habeck spürte Dutzende gieriger Hände, und als sie vor einem Raum ankamen, der mit »Pitch Paradise« beschriftet war, waren auch Habeck nur noch seine Boots geblieben. Sie traten ein, und gleich küsste Patrick ihn, wie und wo er noch nie geküsst worden war. »Endlich frei«, dachte Habeck, als Patrick ihm mit der Zunge ein Stück Pappe an den Gaumen drückte. »Endlich frei und um die nicht heteronormative Erfahrung bereichert, die mir auf dem Weg ins Kanzleramt noch fehlte«, dachte Robert Habeck, bevor er sich für 48 Stunden vollends in besinnungsloser Lust und bunten Farben verlor.

Hier geht es zu Folge 1 und Folge 2.

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Überlebensmittelknappheit

In den USA herrscht derzeit große Not. Kurz vor der Präsidentenwahl hat Walmart "zur Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden" Waffen und Munition aus den Verkaufsregalen geräumt. Ebenfalls nicht mehr im Angebot sind:

  • Blaue Bohnen
  • Aufschnitt und Hack
  • Schlagobers
  • Knüppelsuppe
  • Kalorienbomben
  • Kanonenfutter
  • Party-Shots
  • Panzerschokolade

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Irgendwie schade, Almut Patt,

CDU-Kandidatin zur OB-Wahl in Chemnitz, dass Sie gegen Herausforderer Schulze von der SPD direkt verloren haben. Wir hätten uns ja so was wie ein Unentschieden gewünscht, ein Remis quasi, eine Stichwahl, so etwas in der Art. Letztlich sind wir aber doch froh, denn schließlich haben Sie verloren.

Schach und Matt: Titanic

 Aufgewacht, Frank-Walter Steinmeier!

Spitznamen aus früheren Zeiten hat nun wirklich jeder. »Mecki« alias Kurt Beck oder »Alec Baldwin« für Klaus Wowereit sind durchaus plausibel, und selbst »Acker« aka Gerhard Schröder können wir irgendwie herleiten. Aber jetzt mussten wir auf Wikipedia lesen, dass Ihre Jugendfreunde Sie einst »Prickel« benamsten, und kommen aus dem Grübeln seither nicht mehr heraus: War es, weil Sie Leckermäulchen gern das beliebte BRD-Brausepulver »Prickel Pit« naschten oder nonstop die süßesten Schaumweine wegschädelten in der endlosen Einsamkeit des Lipperlands?

Hat der Uzname vielleicht eine geheime plattdeutsche Bedeutung, so in Richtung Ödling, Schnarchsack, Statist? Oder lag es vielmehr an Ihrer ehemals erotischen Ausstrahlung oder Ihren nervenzerfetzenden Wortbeiträgen, und sei’s im Lateinunterricht? Ja, handelt es sich gar um ein kryptisches Kofferwort, z.B. aus Prügelknabe und Pickel, oder am Ende schlicht und ergreifend um allergehässigste juvenile Ironie?

Übersprudelnde Grüße Titanic

 So nicht, bumsfidele »Bild«!

Hast wohl gedacht, Du könntest uns mit der Schlagzeile »So verdoppeln und verdreifachen Sie Ihr Kindergeld!« hinter Deine Paywall locken, was? Von wegen! Den Trick kennen wir schon, dauert etwa neun beziehungsweise achtzehn Monate!

Kindsköpfig: Titanic

 Fertiggerichte!

Die Info, dass Ihr zu schlechten Blutwerten, Übergewicht, Heißhunger etc. pp. führt, ist ja schon so alt wie die in Euch verkochten Zutaten. Aber was Rtl.de jetzt zu berichten wusste, schlug uns trotzdem auf den Magen: »Eine neue Studie von Wissenschaftlern der spanischen Universität von Navarra gibt deutliche Hinweise darauf, dass uns der regelmäßige Verzehr von Fertiggerichten schneller alt werden lässt.«

Das also auch noch? Man muss schon zugeben: Ihr lasst in puncto negative Auswirkungen nichts anbrennen. Und da wurde uns endlich klar, warum Ihr Euch in Wahrheit »Fertiggerichte« nennt: Weil Ihr uns komplett fertigmacht!

Ist fertig mit Euch: Titanic

 Als Sie, Friedrich Merz,

Als Sie, Friedrich Merz,

jetzt von der Online-»Bild« in Riesenlettern zitiert wurden mit »Ich lasse mich nicht ZERMÜRBEN«, war unser erster Gedanke: Wie passend – Sie gehen uns schon seit langem gehörig auf den KEKS.

Heute mal kurz und knackig: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Einerseits, andererseits

Einerseits: Ich bin der Größte, die Steuer ist endlich abgeschickt! Andererseits: Wehe, jetzt geht die Welt unter und ich Trottel hab noch die Steuer gemacht!

Felix Scharlau

 Spiritueller Austausch

Vom Kloster Andechs ist zu lesen, dass es sich »speziell auf ausgebrannte Manager spezialisiert, die zurück zu sich selbst finden möchten«. Toll wäre natürlich, wenn im Gegenzug unausgebrannte Mönche an die Börse geschickt würden!

Elias Hauck

 Geschäftsidee zu verschenken

Erfolgreiche Kriminelle müssen bekanntlich mit der Zeit gehen. Ich schlage daher folgendes Konzept vor: Über Zwischenmietportale, möglichst unter falscher Identität, immer wieder Wohnungen in größeren Städten anmieten, diese dann aber ausschließlich dafür nutzen, im großen Stil gegen Geld E-Scooter aufzuladen (»juicen«). Und wenn dann die Jahresendabrechnung des Stromanbieters kommt, sind die E-Juicer-Mietnomaden natürlich längst mir ihren Rollern über alle Berge gesaust. Ja, was macht ihr dann, Airbnb-Abzock-Vermieter?

Julia Mateus

 Hiermit erkläre ich der Bundeswehr den Krieg

Bei den vielen rechtsextremen Netzwerken der Bundeswehr konnte ich ja noch ein Auge zudrücken, aber nach den jüngsten Entwicklungen ist der Laden bei mir echt unten durch: Ich war extra früher aufgestanden, um mir vor Reisebeginn beim einzigen Verkaufsstand im Bahnhof Hof noch ein schönes Schokocroissant zum Frühstück zu kaufen, da informierte mich eine uniformierte Soldatin: »Die machen erst um acht auf.« Also begab ich mich traurig und hungrig in meinen Zug, der schon um 7:57 Uhr loszuckeln sollte. Fünf Minuten vor Abfahrt stieg dann ebenjene Soldatin mit drei dampfend-warmen Backwarentüten und einem herrlich duftenden Kaffee aus dem besagten Geschäft zu.

Cornelius W.M. Oettle

 Naturgesetz

In gewissen Abständen gibt es ein großes Bambussterben, alle Bambusse gehen zur gleichen Zeit ein, denn sie stammen aus der gleichen Züchtung. Bei Kugelschreibern ist es ähnlich, wenn einer leer ist, sind spätestens am nächsten Tag auch alle anderen leer.

Miriam Wurster

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 23.11.:

    Die "Aachener Zeitung" rezensiert Ella Carina Werners Geschichtenband.

  • 13.11.:

    Leo Riegel spricht mit dem Kulturjournal des NDR über Auswirkungen auf die Arbeit von Karikaturisten in Anbetracht der Gewalt gegenüber "Charlie Hebdo".

  • 11.11.:

    Fabian Lichter berichtet in der Taz über den Musiklehrermangel an deutschen Grundschulen.

  • 09.11.:

    Im Arte-Format "Twist" äußert sich u.a. TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen zur ewig attraktiven Frage "Wie frei ist die Kunst?"

  • 31.10.:

    Der Deutsche Literaturfonds lässt den von ihm eh schon fett geförderten Thomas Gsella jetzt auch noch einige seiner Coronagedichte vorlesen.

Titanic unterwegs
10.12.2020 Zürich, Kosmos Max Goldt
24.01.2021 Amberg, Luftmuseum »Luft? – Sehr witzig! Eine Cartoonschau«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hauck & Bauer: »Cartoons«