Newsticker

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Heute im Stream: Starbooks Folge 9

Giulia Siegel erklärt uns durch ihr Medium Oliver Nagel, dass "Warmmiete" nicht bedeutet, dass in einer Wohnung "alles inbegriffen" ist. Außerdem: Wer ist Penny McLean, und ist ihr Buch ”Wenn der kosmische Gerichtsvollzieher kommt” wirklich so gut, wie Giulia in ihrem Buch "Engel" behauptet?. Jetzt hier hören! (Spotify, auf anderen Plattformen wie Apple Music einfach nach "TITANIC-Starbooks" suchen)

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

 


 

Die Sammlung Krüger (Teil 1)

Manche meinen, wir befänden uns gar nicht auf einem anderen Planeten, sondern bloß - stark verkleinert - auf dem Kleiderschrank im Schlafzimmer. Für unsere starke Verkleinerung können sie allerdings keine plausible Erklärung anbieten. Wie auch immer, wenn man uns aus der Höhe betrachtet, sehen wir gewiß aus wie geschäftige fremdartige Wesen auf einer Schutthalde. Dieser Eindruck verdankt sich dem vielen Staub, aus dem wir mittels eines Veredelungsverfahrens feinen Zierstaub für Kleinhaushalte bereiten. Es ist einsam hier oben, die Arbeit hart. Niemand ist freiwillig an diesem Ort.
„Was verschlägt Sie denn hierher?“ wurde ich einmal gefragt. „Das war so: ich hatte eine Idee, die sich dann leider als mißgebildet erwies“, begann ich in der für mich typischen Ausführlichkeit, aber man unterbrach mich: „Hören Sie nur, wie der Mond glüht!“ Ich hörte es, doch ich fand, es klang ebenso mißgebildet wie die Idee, von der ich soeben zu sprechen begonnen hatte. Für meine Antwort auf die Frage, was mich hierher verschlagen hätte, interessierte sich offenbar niemand mehr. Die Frage war schon ganz verstaubt. Es ist unbegreiflich, mit welcher Geschwindigkeit der Staub sich hier in dicken Flocken, Knäueln und Ballen ansammelt! Von den Rändern des Planeten (bzw. Schranks) her scheint er sich auszubreiten. Damit er uns nicht innerhalb kürzester Zeit bedeckt, sind wir gehalten, uns bei der ohnehin schon schweren Arbeit so schnell wie möglich zu bewegen. Inoffiziell heißt es sogar, von dem Staub bekomme man auf Dauer „giftige Pilze im Gehirn“.
Nein, schön ist das alles nicht. Und nach Feierabend wird es kaum schöner, denn Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es außer dem täglichen Staubwischen in der Unterkunft nur sehr wenige. Das bei weitem Beste, was wir hier oben an Zerstreuungsangeboten haben, sind die Wochenendpartys bei Charlotte Krüger (Name unkenntlich gemacht). Ihr Mann ist Inhaber der örtlichen Zierstaubfabrik und grundsätzlich nie zu Hause. Die Anhänger der Kleiderschrank-Theorie sind der Meinung, er hätte sich „den Schrank abwärts aus dem Staub gemacht“, offiziell heißt es jedoch, die Geschäfte erforderten seine dauernde Anwesenheit in der Fabrik.

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Steinmeier in Himmelpfort

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch der bundesweit größten Weihnachtspostfiliale im brandenburgischen Himmelpfort einen Besuch abgestattet. Dort wollte er sich versichern, dass sein Wunschzettel an den Weihnachtsmann auch wirklich angekommen ist. Das wünscht sich der Oberwichtel aller Deutschen zum Fest:

  • entspannte Urlaubsreise (im Nachtzug)
  • eine schicke Schlafbrille
  • Ruhepulsmesser
  • Stimmenverzerrer (von monoton auf Barry White)
  • irgendwas gegen Boreout
  • Puzzle "Schloss Bellevue" (100 000 Teile)
  • Neujahrsanprachen-Double
  • Aphrodisiaka (für mehr PR-Geilheit)
  • eine zweite Amtszeit (z.B. von Johannes Gauck oder Christian Wulff)
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Das neue Heft ist da!

Die schockierende Selbstauskunft des neuen Kanzlers schüttelt das politische Berlin durcheinander. Als erste Reaktion fordert die AfD einen Untersuchungsausschuss, Union und Linke möchten sich anschließen. Doch die Ampelparteien machen einfach weiter. "Natürlich holpert zu Beginn eines solchen Dreierbündnisses ein bisschen", sagt Christian Lindner, Annalena Baerbock war bis zum Redaktionsschluss der Januarausgabe nicht zu erreichen.

Außerdem in der neuen TITANIC: Straßenaktion "WISEREOR" – Wiesbaden will an die Mainzer Biontech-Milliarden. Das neue Bundeskabinett im Steckbrief-Check. Große Reportage: Was bewegt Geimpfte? Das deutsche Triage-Team in der Vorstellungsrunde. Das große TITANIC-Expertengespräch für die ideale Silvesterparty. Das erste Blatt des Angela-Merkel-Ruhestandskalenders 2022. Und vieles mehr!

Legen Sie sich TITANIC unter den Baum! Das neue Heft gibt’s am Kiosk, im Webshop (Print oder PDF) oder in der endgültigen App. Noch besser: TITANIC abonnieren – und wertvolle Weihnachtsprämien erhalten!

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Wie reagieren die Jusos?

Dieses Schock-Geständnis des neuen Kanzlers überrascht alle: Opposition, Koalitions- und Ehepartner. Wie damit umgehen? Schadet die Information dem deutschen Ansehen in der Welt? Alle Antworten nur in der neuen TITANIC!

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Fabian Lichters Economy Class

Zum Glück

Um die Weihnachtstage fröhlich gestimmt anzusteuern und den Advent nicht mit Groll ausklingen zu lassen, soll heute nicht gegrantelt, genörgelt oder sonst wie gemäkelt werden, stattdessen folgt eine frohe Kunde: Zu viel Glück ist auch nicht gut! Quelle: Spiegel. Wie gerufen kommt also diese Erkenntnis hereingeflattert und gleich mit ihr der Weltklasse-Terminus toxische Positivität, na klar. Die mache nämlich auf Dauer unglücklich, wie das toxische Dinge gemeinhin so an sich haben. Urheberin des Gedankens: Anna Maas, Autorin von "Die Happiness-Lüge. Wenn positives Denken toxisch wird". Der darauf folgende Podcast wird mit den Worten angeteasert: "Das Streben nach dem Dauerglück wirkt wie ein Produkt des Zeitgeistes: In Ratgebern, Podcasts und auf Social-Media-Profilen predigen Lifecoaches den Weg zu einem besseren Leben und Tausende hören zu, lesen mit, liken und übernehmen die Glaubenssätze. Allein auf Instagram sind Millionen Beiträge mit dem Hashtag #goodvibesonly versehen." So viel zur "Happiness-Lüge" und dem Versuch, den Ratgebermarkt mal wieder von anderer Seite her zu erobern. Ja, doch, alles schon mal gehört. Und jüngst auch das: "Nichts als nur Verzweiflung kann uns retten", zitierte Adorno einst ganz unweihnachtlich in einem Gespräch mit Arnold Gehlen.

Dass Glücklichsein heute nur eine weitere Facette des Funktionierens ist, die gewährleistet sein muss und erarbeitet sein will, spricht sicher nicht gegen das Glück, eher schon gegen das, was unter falschen Vorzeichen daraus werden muss. Ein Zustand, irgendwo zwischen Selbsttechnik, esoterisch verquaster Heilsvorstellung und Achievement, verortet ausgerechnet im Äther der Leistungsgesellschaft. Dabei ist ein solches #goodvibesonly-Glück gleichzeitig eines, an das wohl keiner ernsthaft glauben kann. Wer auch nur vage Erfahrungen mit Glück gemacht hat, weiß schließlich, dass es mit fotografierten Hefezöpfen, einer Gucci-Jacke oder dem für den Sponsor in die Story gestellten Kurztrip in irgendeine Hauptstadt nur sehr wenig zu tun hat. Im Zweifel fordert eine Industrie aber auch keine Bekenntnisse, es langt, wenn mitgemacht wird. Wo der Wettbewerb zu allem noch gute Laune fordert, muss man sich etwaiger "grumpy Vibes" wegen jedenfalls nicht auch noch zusätzlich grämen.

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Kursabsturz wegen "Sex and the City"

Die US-amerikanische Fitnessfirma Peloton ist an der Börse massiv unter Druck geraten, weil sie in der Fernsehserie "Sex and the City" in einem unglücklichen Zusammenhang dargestellt wird. Eine Serienfigur stirbt nämlich nach dem Training auf einem Indoor-Bike von Peloton an einem Herzinfarkt. Aktien der Firma stürzten zeitweise um mehr als 15 Prozent ab. Doch Peloton ist nicht das erste Unternehmen, das wegen einer unerfreulichen Medienpräsenz abgeschmiert ist. Es erwischte auch schon andere Konzerne.

Siemens
Als der Hamburger Kriminalhauptkommissar Nick Tschiller, gespielt von Til Schweiger, im Jahr 2016 in der ARD-Krimireihe "Tatort" 37mal auf einen Kühlschrank schießt, schmiert der Technologiekonzern an der Börse regelrecht ab. Doch der Grund ist nicht etwa der kaputte Kühlschrank, sondern dass das Gerät unmittelbar nach den Schüssen für ein paar Augenblicke zusammen mit Til Schweigers Gesicht in Großaufnahme auf dem Bildschirm zu sehen ist. Viele Zuschauer:innen sind empört und angeekelt. Bitter für Siemens: Ursprünglich war vorgesehen, dass Tschiller auf einen Toaster von Bauknecht schießt.

Allianz
Lange genießt der Versicherungskonzern weltweit großes Ansehen, doch nach der Eröffnung der Allianz-Arena in München gibt es kurzzeitig heftige Irritationen an der Börse. Denn viele Aktionär:innen sind von Aufnahmen erschüttert, auf denen zu sehen ist, wie FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß in der Arena vor dem Logo des Konzerns eine Bratwurst verspeist. Das Urteil nahezu aller Börsen-Experten lautet: Auf den Bildern befindet sich mindestens eine Wurst zu viel!

Coca Cola
An den deutschen Kinofilm "Good Bye, Lenin!" aus dem Jahr 2003 erinnert sich beim US-amerikanischen Getränkehersteller niemand gerne. Der Grund ist der Moment im Film, als Schauspieler Daniel Brühl und ein riesiges Coca-Cola-Banner zusammen im Bild sind. Für die meisten Aktionär:innen ist das unerträglich. Fachleute können jedoch zur Beruhigung der Situation beitragen mit der Feststellung: "Immerhin war’s nicht Jan Josef Liefers."

BMW
Im Sommer 2018 steigt der damalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor einem öffentlichen Termin aus einem Wagen des bayerischen Automobilkonzerns und grinst in mehrere Fernsehkameras. Einige Sekunden dieser Szene laufen anschließend in sämtlichen Nachrichtensendungen der Republik. Die Börsen-Folgen sind verheerend. Doch das Unternehmen hat Glück im Unglück. Insider sind sicher: Der Schaden wäre größer gewesen, wenn das BMW-Logo nicht so klein gezeigt worden wäre – und wenn Scheuer noch etwas in die Fernsehkameras gesagt hätte.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Liebe Alte,

»Drogenhandel und Abzocke von Senioren« titelte kürzlich die Braunschweiger Zeitung. Also, dass Ihr abgezockt werdet, finden wir natürlich echt doof, aber: Wie läuft es denn so mit der Rentenaufbesserung durch den Drogenhandel?

Fragt schon mal prophylaktisch: Titanic

 Sänger Max Mutzke!

Sänger Max Mutzke!

Zum Thema Klimawandel und Verkehr klagten Sie im Interview: »Es gibt bei uns eine Verbindung, da fahr ich 10-12 Minuten mit dem Auto hin. Weil der Ort aber auf dem Berg liegt, fährt der Bus mehrere Stationen an und es dauert fast zwei Stunden. Aber da arbeiten Leute.«

Wir wissen nicht, wie der Berg, auf dem Sie wohnen, beschaffen ist und wer dort die Busrouten plant. Aber mal angenommen, Sie würden wegen der langen Busfahrt den einen oder anderen Auftritt verpassen, wäre das nicht ein weiterer Grund für die »Öffis«?

In diesem Sinne: Go green!

Titanic

 Wie viele Achtundsechziger, Udo Knapp,

bist auch Du, je älter Du wurdest, politisch immer weiter von links nach rechts marschiert: Du warst der letzte Vorsitzende des SDS, anschließend in einem Verein namens »Proletarische Linke«, um dann in den Achtzigern auf dem rechten Flügel der Grünen zu landen und schließlich bei der SPD, und zwar eigentlich nur, damit Du was in den Kolonien werden konntest, am Ende stellvertretender Landrat. Heute kritisierst Du die Gewerkschaften dafür, dass sie nur immer wieder Lohn fordern, wie man das als einer, der nichts gelernt hat bis aufs Lamentieren, halt so macht.

Dieser Weg verbindet Dich mit dem wohl dümmsten deutschen Sänger, Wolf Biermann, weshalb Du dem »alten weisen Mann« (Dein O-Ton) auch neulich so kenntnisfrei wie pathetisch zum Geburtstag gratuliertest: »Biermann hat den größten Teil seines Lebens in zwei furchtbaren deutschen Diktaturen verbracht. In beiden hat er gelitten, aber beide hat er mutig streitend und widerstehend überlebt.«

Wie man nun aber jeder Biermann-Bio entnehmen kann, hat der walrossbärtige Dödelbarde nur acht Jahre unter den Nazis und 23 Jahre in der DDR gelebt; die restlichen 53 jedoch im goldenen Westen (britische Besatzungszone, BRD und Gesamtdeutschland). Daher nun unsere Frage: Bist Du Dir, Udo Knapp, sicher, dass Du auf Deine alten Tage die Bundesrepublik Deutschland, in der Du so schöne Posten innehattest, wirklich als furchtbare Diktatur bezeichnen willst?

Wie meinen? Es stand doch bloß in der Taz, und in keiner richtigen Zeitung? Und rechnen konntest Du noch nie? Na dann, weitermachen, Udo, aber vielleicht demnächst doch ein bisschen, he, he, knapper.

Kurz angebunden: Titanic

 Was ist da los, deutsche Medien?

»Die radikalen Impfgegner vom Alpthal« besuchte der Spiegel und fragte dazu mit brennendem Reporterehrgeiz bereits im Teaser: »Nun verweigerte ein Dorf gar dem Impfbus die Einfahrt. Was ist da los?« Gute Frage. Der auch die Taz nachgeht: »Im Schwarzwaldkreis Rottweil sorgen Impfgegner für gereizte Stimmung. Was ist da los?« Womöglich Ähnliches wie im Nordosten. Die B.Z.: »Was ist da los? Corona-Lage in Brandenburg doppelt so schlimm wie in Berlin«. Aber nicht nur im Zuge der Pandemie verlangt überraschender Tumult nach unverzüglicher Aufklärung: »Was ist da los? Bei Bella Hadid fließen Tränen« (N-TV); »Was ist da los? Anouar wurde bei The Voice disqualifiziert« (Berliner Kurier); »Was ist da los? NFL-Superstar schon wieder verletzt«. Gut, dass Bild sich der Sache annimmt, denn die FAZ ist gerade mit Wichtigerem beschäftigt: »Die neue Apple Watch 7 ist angekündigt, aber Garmin hält sich bei seinem Top-Produkt zurück. Was ist da los?«

Der, die, das, / wer, wie, was / wieso, weshalb warum? / Wer nicht fragt, bleibt dumm – sicherlich. Wer allerdings immer dasselbe fragt, auch.

Überfragt: Titanic

 Sylt Marketing Gesellschaft!

Du machst auf dem Festland mit dem Slogan »Sylt macht sychtig« auf die umrissbekannte Nordseeinsel aufmerksam. Und ja, sie hat noch mehr negative Eigenschaften! Sylt ist syndhaft teuer, das Publikum dort verhält sich dynkelhaft. Ja, die ganze Ynsel ist bei genauerer Betrachtung das reinste Shythole, ein Besuch dort kompletter Unsynn!

Steht fürs nächste Brainstorming gerne bereit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Notgedrungen einfallsreich

Mein Nachbar vergisst seit einigen Jahren regelmäßig seine Bank-Pin. Auf die Karte kann er die Pin natürlich nicht schreiben. Wie er mir vor Kurzem berichtete, hat er eine clevere Lösung für sein Problem gefunden: Um sich die Pin nicht mehr merken zu müssen, aber trotzdem nicht sein Geld zu riskieren, hat er seine Pin einfach auf den einzigen von ihm genutzten Bankautomaten geschrieben.

Karl Franz

 Schicksalhafte Wendung

Brüche im Leben gibt es bei allen Menschen. Öfter ist es so, dass jemand nach überstandener schwerer Krankheit das bisherige Streben nach Geld und Ruhm infrage stellt und beschließt, den sinnentleerten Job im Reisebüro, in der PR-Agentur (sehr viel seltener vielleicht auch im Schlachthof) hinzuschmeißen, um nur noch zu malen, zu töpfern, zu fotografieren, einen Gemüsegarten anzulegen oder zu schreiben. Es erfolgt allerdings nicht zwangsläufig eine Neuausrichtung zum Kontemplativen, Musischen. In meiner Bekanntschaft gibt es einen Fall, in dem der genesene junge Künstler seine Erfüllung als skrupelloser Miethai fand.

Miriam Wurster

 Fünfzehn Zeichen Ruhm

Es hat wohl niemand je den Wunsch, um jeden Preis berühmt zu werden, heftiger kritisiert als meine Urgroßmutter. Ich kann mich gut erinnern, dass mein Vater einmal beim Lesen der Zeitung aufschreckte und Uroma ihn fragte: »Was ist denn?« – »Der Franz ist gestorben. Ich habe gerade seine Todesanzeige gelesen.« Sie schüttelte bloß genervt den Kopf und sagte: »Die Leute machen heutzutage wirklich schon alles, um in die Zeitung zu kommen.«

Jürgen Miedl

 Alles richtich

Jüngst wurde ich darauf angesprochen, dass das Wort »richtig« aus logopädischer Sicht korrekterweise »richtich« ausgesprochen werden muss. Um mir meine Verwunderung darüber gar nicht erst anmerken zu lassen, entgegnete ich nur ein lässiges »selbstverständlig«.

Fabian Lichter

 Trost vom Statistiker

Wenn du wieder einmal frustriert bist und denkst, du bist nur durchschnittlich begabt und mittelmäßig erfolgreich, dann wechsele doch einfach in eine andere Stichprobe!

Theobald Fuchs

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 02.11.:

    "Keinmal um die ganze Welt - Ein Pauschalreiseabend für Zurückgebliebene" - so heißt das WDR-5-Spezial mit Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Hans Zippert.

  • 29.10.:

    Das Bornheimer Wochenblatt berichtet vom TITANIC-Normalitätswettbewerb.

  • 28.09.:

    Oliver Maria Schmitt hat versucht, mit der Kraftradgruppe Frohsinn die Demokratie zu retten – zumindest in der FAS.

  • 28.09.:

    Das "Medienmagazin" vom BR hat mit Martina Werner (und anderen) über Satire, Journalismus und Politik gesprochen.

  • 25.09.:

    TITANIC-Herausgeber Martin Sonneborn spricht mit der Taz über Frauen in der Redaktion und erinnert sich an die beste Zeit für Satire.

Titanic unterwegs
17.01.2022 Mannheim, Alte Feuerwache Max Goldt
21.01.2022 Braunschweig, Staatstheater Max Goldt
26.01.2022 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt
26.01.2022 Hamburg, Polittbüro Thomas Gsella