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Falsche Propheten

Um das derzeitige Versammlungsverbot zu umgehen, hatten Coronaleugner*innen in Nürnberg am Sonntag zu einer als Gottesdienst getarnten Kundgebung unter freiem Himmel aufgerufen. Die Kirche klärt auf ... hihi, nur Spaß! Die Kirche warnt. Bei diesen vermeintlichen Bibelerzählungen ist Skepsis angesagt:

  • Die Erschaffung Covids aus Adams Grippe
  • Die Vertreibung aus dem Einkaufsparadies
  • Moses empfängt die 10 Verbote
  • Der nach 15 Kilometer beendete Auszug aus Ägypten
  • Die von der Polizei aufgelöste Hochzeit zu Kana
  • Die Abspeisung der 5000 Gastronomen
  • Das Gleichnis vom verlorenen Schlafschaf
  • Impftod und Auferstehung Jesu Christi
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Dax Werners Debattenrückspiegel: KW 2

Liebe Leser:innen,

es ist vermutlich keine Übertreibung: Die zurückliegende KW 2 gehörte zu den aufregendsten und gleichzeitig mental forderndsten Wochen dieses neuen Jahres. Erst sickerte am Donnerstag durch, dass die da oben wegen der ganz und gar nicht so geilen Infektionszahlen den nächsten Hyper-Mega-Ultra-Lockdown vorbereiten: Fern- und Nahverkehr sollen runtergefahren, Wirtschaft und Unternehmen zu mehr Home-Office genudget werden. Die Lockdown-Stellschrauben werden mal wieder ein paar Millimeter fester gezogen – ein mutiger Schritt, den ich selbstverständlich begrüße. Denn obwohl es natürlich stimmt, dass viele dreiste Angestellte die generösen Home-Office-Modelle zu oft für die Heimbeschulung und Betreuung des Nachwuchses ausnutzten: Bei vielen Arbeitnehmer:innen ist in den letzten neun Monaten der noch viel größere Schlendrian beim Thema Pendeln eingekehrt. Potenziell wertvolle Arbeitszeit im ICE wurde nur noch wenig bis selten für Vor- und Nachbereitung am IBM Thinkpad genutzt. Neue Arbeitsmodelle gemeinsam zu erproben lebt natürlich vom gegenseitigen Vertrauensvorschuss und den – man muss es leider so sagen – hat die Roundabout-2,5k-Brutto-Fraktion im vergangenen halben Jahr fürs Erste verspielt. So kann das absehbar erst mal nichts werden mit der schwarzen Null.

Entsprechend groß waren die Hoffnungen auf einen neuen CDU-Leader aus Brilon im Sauerland: Mit Friedrich Merz ist dieser halbgare Mitte-Merkel-Sozial-Larifari nicht zu machen, so der konservative Tenor entlang des deutschen Bible Belts von Baden-Württemberg bis Sachsen-Anhalt. Und ebenso groß war dann auch die Enttäuschung, dass die 1001 Delegierten, unter schwerstem Hackerbeschuss aus "Osteuropa und Afrika", Armin Laschet zu ihrem neuen Oberhaupt wählten. Denn, auch das gehört zur Wahrheit dazu, für viele Konservative ist Armin Laschet so etwas wie der Kevin Kühnert der CDU: Ein Radikaler, einer, der immer wieder mit dem Sozialismus liebäugelt, ein so gemütlicher wie gemeingefährlicher Träumer aus dem unberechenbaren Extremistenhort mit den drei verhängnsivollen Großbuchstaben: NRW, all caps. In der inoffiziellen Vereinspublikation der Werteunion (die Welt) hieß es entsprechend noch vor ein paar Tagen: "Merz ist der Kandidat der Mitte."

Die Bilder vom durchdigitalisierten Parteitag hatten aber noch eine andere Message im Gepäck: Die Zukunft macht sich mit Riesenschritten auf in die Gegenwart. Für manchen Landesverband vielleicht sogar mit etwas zu großen Schritten. Während der, durch zusammenchoreografierte Livestreams der singenden Delegierten, merkwürdig synthetisch wirkenden Nationalhymne, erzählten die Gesichter der neuen Führungsspitze der Christdemokraten eine ganz eigene Geschichte, irgendwo zwischen "Gottseidank den Sauerland-Trump verhindert" und nackter Angst davor, wie das Merz-Lager den Sieg des angeblichen Partei-Establishments medial wohl verwerten würde. Einen Vorgeschmack gab es gestern schon, als Robin Alexander gleichermaßen erschrocken wie erregt in den Raum stellte, ob sich Jens Spahns Webcam-Fauxpaus (wir berichteten im Live-Ticker) wohl noch zur neuen "Dolchstoßlegende" in der Union auswächst. Lieber Robin, nur ein Wort dazu: Be careful what you wish for.

Klar ist aber auch: Diamanten entstehen unter Druck. Das gilt nicht nur für Berufspolitiker, sondern auch für uns normale Menschen. Und Druck ist aktuell genügend da: Was als dringend notwendiger Patch für das Katastrophenjahr 2020 erwartet wurde (nämlich: das Jahr 2021), entpuppt sich schon in den ersten sechzehn Tagen verbuggter als das Hype-Computerspiel Cyberpunk 2077. Doch Krisensituationen sind selbstredend immer auch Chancen zur Veränderung. So ein katastrophales Jahr lässt sich natürlich nicht einfach nach 14 Tagen wieder im Playstation Store umtauschen, sondern ist jetzt einfach irgendwie erst mal da.

So wie Waldemar Hartmann in Leipzig. Hartmann liefert im bereits fortgeschrittenen Alter zur Überraschung vieler eine leuchtende case study für lebenslanges Lernen und eine tolle Geschichte über den Mut zur Veränderung, auch in schwierigen Zeiten. So unterstützte er den sächsischen Kult-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bei seinem Wahlkampf 2019 (wusste ich zum Beispiel gar nicht!) und ist danach einfach nie wieder nach Bayern zurückgekehrt: "Seit dieser Zeit wohne ich mit meiner Frau in Leipzig. Wir haben die ostdeutsche Seele seitdem kennengelernt. Und vor allem verstehen wir sie von Tag zu Tag mehr. Diese ostdeutsche politische Sehnsucht hatte einen Namen: Friedrich Merz", hieß es gestern in seinem luziden 400-Zeichen-Gastbeitrag über den CDU-Parteitag im Cicero-Magazin. Chancen sehen und verwandeln, so in etwa könnte die hoffnungsvolle Botschaft ausgehen, die von dieser hübschen Anekdote ausgeht. Oder, noch knalliger:

Mehr Waldemar Hartmann wagen.

Bis nächste Woche,

Euer: Dax Werner

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TITANIC-Liveticker vom CDU-Parteitag

+++ 14:46 Es gibt nur Sieger +++

Die Messe im Konrad-Adenauer-Haus ist längst gelesen. Es läuft Musik vom Safri Duo, der Kanzler spricht. Laschets letztes Geschenk an Nordrhein-Westfalen: Das große Abschiedsimpfen im Impfzentrum Hambacher Forst. Der Überraschungssieg Laschets gleicht einer tektonischen Verschiebung in der Bundespolitik, Olaf Scholz' Hufflepuff-Bonus damit egalisiert. Ein weiterer Sieger dieses Parteitags ist Paul Ziemiak. Er moderierte die ganze Nummer überraschend souverän. Hört Thomas Helmer nicht beim Doppelpass auf auf?

Damit schließen wir den Liveticker. Kurze Stilkritik: Dramaturgisch wäre es viel klüger, die skurrilen Bewerbungsvideos und irrelevanten Interviews vor der entscheidenden Wahl wegzufrühstücken. So wurden alle Trailermomente in den ersten 90 Minuten verheizt – Schade! Idee für das nächste Mal: Die Delegierten sitzen wie bei der Casting-Show "The Voice of Germany" mit dem Rücken zur Bühne und buzzern erst, wenn ein Bewerber was zur Clan-Kriminalität sagt. Die größte Gewinnerin bei all dem, bitte erlauben Sie uns noch diese Bemerkung, ist natürlich die Digitalisierung. Bis zum nächsten historischen Parteitag in 16 Jahren! tb, dw

+++ 14:31 Adams wählt sich noch mal ein +++

Nein, doch nicht. pi

+++ 14:20 Politikwissenschaftliche Einordnung +++

In seiner Rede wird es wichtigste Aufgabe für Laschet sein, eine versöhnliche Geste Richtung Bild-Redaktion zu senden. Chefreporter Schuler dreht in den sozialen Medien gerade komplett frei, auch Robin Alexander von der Welt twitterte heute Nachmittag schon von der nächsten "Dolchstoßlegende". Hintergrund: Viele Delegierte, die sich fest vorgenommen hatten, Merz zu wählen, verunsicherte Spahns überraschende Wortmeldung so sehr, dass sie beim Televoting auf der Maus ausrutschten. dw

+++ 13:42 Insiderkreise werden nervös +++

Nach wie vor ist nicht klar, ob Armin Laschet für heute überhaupt eine Sieger-Rede vorbereitet hat: Bei Markus Lanz ging er der Frage nach seinem Skript mehrfach aus dem Weg, reagierte nervös und flatterig. Restzweifel: Kann so einer wirklich Parteivorsitz? Oder sind die Berliner Schuhe für den kleinen Aachener doch eine Nummer zu groß? Gleich wissen wir mehr. dw

+++ 13:25 Wie geht es weiter für Friedrich Merz? +++

Laut führenden Mitarbeitern des Axel-Springer-Konzerns bekommt er eine eigene Show bei Bild-TV ("Hart und Merzlich"). Vertraute berichten hingegen, dass Merz ein Comeback als Hologramm plant – wann immer ein Nachfolger für Armin Laschet gesucht wird. mh

+++ 13:07 Politik, Politik +++

Das Restprogramm erinnert an Kalle Rummenigges Gedicht damals für Franz Beckenbauer. Stimmung wie beim Bayernbankett nach einem ereignislosen 2:1 gegen Spartak Moskau. Die Luft ist raus. Stellvertreter*innen durchwinken und durchregieren. Als Thomas Strobl irgendwann vorhin über Standup-Paddling sprach, war das bereits ein untrügliches Zeichen, dass hier bald Schluss ist. Leichte Restaufregung bleibt jedoch noch wegen Laschets Auftritt bald. Julia Klöckner wird auf ihr Kleid angesprochen, verweist auf "Inhalte", ja ja. pi, dw

+++ 13:00 Auftritt Merkel +++

Angela Merkel betritt (ohne Begleitschutz) das Gelände des Bundeswehr-Übungsplatzes Stern-Buchholz in der Nähe des Siebendörfer Moors. Hier hätte der Parteitag stattgefunden, wenn er nicht coronabedingt ins Netz verlagert worden wäre. "Na, wo ist denn die ganze Rasselbande?" fragt sich die Kanzlerin stirnrunzelnd. tog

+++ 12:25 Korrektur +++

Der "Preis für innovative Parteiarbeit" geht dieses Jahr NICHT an Rezo! tog

+++ 12:03 Merz ergreift das Wort +++

Friedrich Merz richtet letzte Worte an die Gruppe "Wir Frauen für Merz": "We love you. You're very special. Go home." tog

+++ 11:51 Democracy healing +++

Laschet wird nach Meinung vieler Experten gut mit Joe Biden klarkommen. Ntv meldet derweil, dass Merz die Stimme von Herrn Adams noch einmal auszählen lassen will. tb, dw

+++ 11:46 EIL +++

Tilman Kuban auf 180, streamt gerade live auf dem Weg zum Konrad-Adenauer-Haus. Man hört Scheiben zu Bruch gehen. dw

+++ 11:35 Gemischte Gefühle +++

AKK zu Tränen gerührt, auch Laschet kämpft mit seinen Gefühlen. Merz abgewichst wie eh und je. Parallel dazu macht die Junge Union in den sozialen Medien mobil. Prognose: Hier ist noch gar nichts entschieden. tb, dw

+++ 11:28 Laschet macht's! +++

Nach überwältigendem Wahlsieg Laschets: "Jetzt wird in Europa Oecher Platt gesprochen!" tb

+++ 11:25 Grußwort von Tichanowskaja +++

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hält eine bewegende Rede. Schade, dass sie dreimal durch die Zwischenfrage unterbrochen wird, ob es denn nun Lukaschenko oder Lukaschenka heiße. tog

+++ 11:17 Whatsapp down +++

Der Messengerservice liegt lahm. Ein Raunen geht durch die Gruppen, Familienchats sind außer Rand und Band, die Server sind überfordert mit der Flut an Spruchbildern. pi

+++ 11:14 Audiopulsschlag kündigt Entscheidung an +++

Kopf an Kopf-Rennen zwischen Merz und Laschet, es geht in die zweite Runde. Der JFK aus Königswinter ist draußen, nimmt es mit Fassung. Er ist gerade mal 55, seine Zeit kommt noch. Die große Frage: Wohin tendieren seine Fans? Gemäßigt oder blitzradikalisiert? Jetzt erstmal wieder eine vorproduzierte MAZ, irgendwas mit Europa. tb, dw

+++ 11:05 Raucherpause +++

Die Dramaturgie dieses Parteitags wirkt aus der Zeit gefallen: Wie sie das einfach in 90 Minuten durchgepeitscht haben als wärs Aue vs. Greuther Fürth. Jetzt wird Sendezeit gefüllt, es ist die Stunde der provinziellen No-Names. Das Ziel ist klar: Die Landesverbände befrieden. Vom Gefühl her müsste gleich Boss Hoss spielen, danach Backstage-Interviews mit Uschi Glas. tb, dw

+++ 11:00 Überraschungsauftritt +++

Beim digitalen Buffet sieht man doch noch den zuletzt in Ungnade gefallenen Philipp Amthor: als menschliche Sushi-Platte ("Nantaimori"). tog

+++ 10:46 Wortmeldungen +++

Für die Moderation der Wortmeldungen hat man sich bei der CDU die Dienste von Brigitte Büscher von Hart aber fair sichern können. Jetzt darf auch Jens Spahn, jedoch nur über seine Webcam aus Münster. Die Videoaussprache läuft zäher als der Distanzunterricht in NRW. Dann wird ein Herr Adams zugeschaltet, quälend lange tut sich jedoch nichts. Oder haben sie ihm das Mikro abgestellt? Was weiß Adams? tb, dw

+++ 10:45 Zwischenfazit +++

Es klingelt zum Ende der digitalen Doppelstunde. Drei anständige Referate, kaum Glanzpunkte. Erwartungsgemäß wird dem Altkanzler gedankt. Laschet orientiert sich in Habitus und Gestus am Karneval im Dreiländereck. Laschet optisch präsidial, kurzatmig in der Ausführung, inhaltlich evangelischer Kirchentag. Merz weckt Sehnsucht nach einem Pinocchiobecher in der Bonner Fußgängerzone im Frühling 1994. Röttgen kommt sehr über die Optik. Jetzt das heimliche Highlight des Parteitags: Die Delegierten dürfen Fragen stellen, direkt bei Herrn Adams streikt das Logitech Headset. tb, dw

+++ 10:36 Technische Schwierigkeiten +++

Aus dem Konrad-Adenauer-Haus wird berichtet, dass der Livestream ab und zu laggt, weil Paul Ziemiak auf seinem Zweit-Tablet parallel Call of Duty: Mobile zockt. dw

+++ 10:29 Auftritt Röttgen +++

Lässiger Einstieg: Norbert Röttgen öffnet eine Bierflasche an der Tischkante und zaubert eine perfekte Schaumkrone ins Glas. Als sein neues Ring-Light für einige Sekunden ausfällt (Wackelkontakt?), sieht bzw. hört man erstmals sein wahres Ich: "Motherfuck-fuck-fucking-megafuck!" Doch Röttgen nimmt wieder Fahrt auf, redet seine Konkurrenten argumentativ und rhetorisch an die Wand. Immer wieder unterbricht er seine Rede, um sich für die neuen Abos auf seinem Twitch-Kanal zu bedanken. "Danke GamingJoe und Zockerbabe für das Prime-Abo im 4. Monat. Ihr seid mega!" Clever: Röttgen adressiert als bisher einziger die neuen Bundesländer. Trotzdem: Man hat sich ein bisschen mehr erhofft. Das ist Katrin Göring-Eckardt-Level. tb, tog, lr, dw

+++ 10:27 Kurzes Durcheinander +++

Überraschend bringt sich plötzlich Nordrhein-Westfalens Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ins Spiel: "Ich setze darauf, dass ich in der ganzen Aufregung mit Röttgen verwechselt werde." tog

+++ 10:20 Merz ist fertig +++

Merz Rede war, wie erwartet, ganz viel alte Bundesrepublik, er sprach viel übers "Fordern". Vom Feeling her als ob Manuel Andrack bei Late Night Berlin sitzt. Nach Merkel-Raute bringt Laschet den Finger. Bisher kein Signature Move bei Merz, er muss jetzt liefern. Merz nach seiner Rede zu den Kolleg*innen vom Spiegel: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich ausgerechnet kommenden Montag, 250 Jahre nach Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Kanzler gekrönt werden soll, aber möglich wär's." tb, dw

+++ 10:14 Merz überraschend progressiv +++

Bei einem richtigen Präsenzparteitag gäbe es jetzt fünf Minuten Beifall, im CDU-Stream werden als Ersatz gerade unzählige Herz-Emojis geschickt: Friedrich Merz lobt die Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn und bezeichnet ihn als "wunderbaren Schwulen". mh, lr

+++ 10:10 Merz zieht Bilanz +++

Merz ist immer noch mächtig angepowert von seinem Treffen mit CureVac-Gründer Ingmar Hoerr bei Markus Lanz diese Woche. Aber auch verdächtig gut frisiert. Bislang fehlt aber noch was fürs Herz, hier liegt Laschet nach Punkten vorn. Doch endlich geht es um Inhalte: Merz will Pfandflaschensammler besteuern. Außerdem soll Schleswig-Holstein alle Windräder abmontieren, bevor er er nach den Bundestagswahlen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen aufnimmt. "Eine Kröte, die Habeck schlucken muss und eine wichtiges Symbol, um die CDU zu einen." Aus Wirtschaftskreisen wurde indes Kritik an der Kandidatur von Friedrich Merz laut: Sein ehrenamtliches Engagement als Parteivorsitzender und Bundeskanzler könnte demnach zu Interessenkonflikten mit seiner Haupttätigkeit als Lobbyist führen. lr, dw

+++ 10:02 Schlag auf Schlag +++

Jetzt Merz im Imagefilm. Sympathisch, volksnah, bescheiden. Verzicht auf die Comeback-Karte nach 20 Jahren Sabbatical. tb, dw, 

+++ 10:00 Ein Mann weiß um seine Wirkung +++

Laschet lehnt neben dem Pult. Blitzumfrage bei Bergmännern: Laschet klar vorn. tb, pi, dw

+++ 09:54 Laschet legt los +++

Laschet kommt mit eleganten Trippelschritten zum Rednerpult wie einst President Obama aus der Air Force One. Inhaltlich geht es direkt in die "Herzkammer der Demokratie". So geht Transatlantik. Als hätte er nie etwas anderes gemacht, keine Spur mehr vom orientierungslosen Armin diese Woche noch bei Lanz. "Mein Vater war Bergmann", liest er von seinem Zettel ab. Springt hier nochmal einer per Anhalter auf den Schulzzug? tb, dw

+++ 09:50 Das Prozedere +++

Die Wahl des Vorstands der Europäischen Volkspartei erfolgt nach einem traditionellen Ritus: Die in Frage Kommenden müssen sich mit Ahornsirup übergießen und sich in Kellogg's Choco Krispies wälzen. Wer nach fünf Minuten die meisten Krispies an sich kleben hat, muss es machen. tog

+++ 09:40 Starke Bilder, große Emotionen +++

Die Kollegen von Florida TV läuten mit einem cineastischen Einspieler Tag 2 ein. Um 9:37 die ersten Archivbilder vom Einheitskanzler.  #WegenMorgen
Bisher Unklarheit, welcher der Kandidaten den Auftakt macht. Das dürfte die erbitterte Rivalität zwischen Aachen und Brilon im Sauerland weiter anheizen. tb, dw

+++ 9:30 Bedeutung +++

Der digitale CDU-Parteitag ist nicht nur das größte E-Sports-Event nach der Gamescom, sondern für viele auch der erste Super Bowl der Demokratie in diesem Super-Wahljahr. dw

+++ 09:25 Startschwierigkeiten an Tag 2 +++

Merkwürdiger Parteitag bisher: "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen lief noch kein einziges Mal. Dabei hatte Paul Ziemiak sich den Song extra noch am Freitagmorgen von Youtube gerippt. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch. Armin Laschet hinhegen meldet sich per SMS: Er braucht noch einen Moment, sucht gerade noch die Treiber-CD für seine Webcam und muss Söhnchen Joe noch die TKKG-Kassette zum Einschlafen anmachen. Dann soll es aber bald losgehen. dw

+++ 09:00 Zusammenfassung Tag 1: Was bisher geschah +++

  • Auftakt nach Maß beim Online-Parteitag: Gerade einmal 144 CDU-Delegierte verpassten die erste Abstimmung zum Tagungspräsidium. 14,5% aller Delegierten haben es nicht geschafft, sich rechtzeitig einzuloggen. Das verspricht noch einmal extra Spannung heute bei der Wahl zum Vorsitzenden. 
  • Erste Enttäuschung des Abends: Annegret Kramp-Karrenbauer hält ihre Rede nicht in ihrer Rolle als "Putzfrau Gretel vom Landtag" - und das so kurz vor dem erneut abgesagten Karneval!
  • Während des Gedenkens an die Verstorbenen ruft ein Störenfried, der aussieht wie Holger Stahlknecht, dazwischen: "Hey, ich lebe noch!"
  • Einer der Stargäste des ersten Tages: Der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands, Volker Bouffier. Mit der autoritären Altmeister-Aura verabschiedete der hessische Gandalf und Merkel-Spezi die Noch-Vorsitzende AKK in den wohlverdienten Ruhestand. Als Geschenk gab es das Originalmanuskript einer Heiner Geißler-Rede aus dem Jahr 1985: Mehr Emotion geht nicht.

Die CDU wird heute auf ihrem Internet-Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen. Im Rennen sind die Männer Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Wer wird es schaffen? Bleiben Sie informiert, hier im Liveticker. 

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Büro, Büro

Nach einer hitzigen Diskussion über Nahrungszubereitung.

Hintner: "Fickt euch, ihr Gourmet-Köche!"

Riegel: "Hey, kein Grund, ausfällig zu werden."

Hintner: "Na gut, Entschuldigung … Fickt euch NICHT, ihr Gourmet-Köche!"

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Der Polit-Kommentar-Generator zum CDU-Parteitag

Ressortleiter Politik aufgepasst! Sie hätten gerne eine knackige Einschätzung zum neuen CDU-Vorsitzenden, die Sie unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlgewinners "bringen" können? Mit dem Polit-Kommentar-Generator von TITANIC brauchen Sie nur wenige Klicks – egal, ob am Ende Merz, Laschet oder Röttgen das Rennen macht!

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Impfbenachrichtigungen scheitern an Datenschutz

In Niedersachsen ist man mit den Altenheimen so langsam durch. Nun sollen auch jene Ü80-Jährigen geimpft werden, die noch zuhause bei Mutti leben. Diese postalisch zu erreichen ist allerdings schwierig: Aus Datenschutzgründen kann leider nicht auf das Melderegister zugegriffen werden, um Alter und Anschrift zu erfassen, das darf nur das Finanzamt. Deshalb werden laut einer Stellungnahme des Landes Niedersachsen unter anderem "statistische Daten zum Schätzalter auf Vornamensbasis herangezogen" – von Norddeutsch auf Deutsch übersetzt heißt das: wer als Niedersachse einen altbackenen Namen wie zum Beispiel Sigmar oder Gabriel trägt, bekommt einen handschriftlichen Brief von Ministerpräsident Stephan-Peter Weil (82 (dem Namen nach)). So können voraussichtlich zwar leider nur 210 000 der 500 000 in Niedersachen lebenden Uraltsenioren informiert werden, was aber kein Problem darstellt: Die anderen leben in dieser Zeit wahrscheinlich ohnehin einfach ab. Immerhin ist das Ganze laut eigener Auskunft des Landes nicht allzu teuer: "Die Kosten für die Aussendung des Schreibens belaufen sich auf rund 28 000 Euro zuzüglich Porto".

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Als Generalbundesanwalt, Dr. Peter Frank,

sollten Sie sich in Zukunft lieber doch wieder auf Ihre dröge Amtssprache beschränken und bildliche Ausdrücke strikt vermeiden. Denn wenn Sie in einem Interview mit dem SWR behaupten, dass Terroristen nicht vom Himmel fallen, sind Sie ja fast schon selbst ein Fall für den Generalbundesanwalt. Manchmal – Stichwort »11. September« – tun Terroristen nämlich genau dies.

Grüßt ohne Metaphern: Titanic

 Ein paar Gedanken, Ex-Eiskunstläuferin Kati Witt,

mussten wir uns nach einem Ihrer Facebook-Einträge neulich schon über Sie machen. Nicht nur, weil Sie in dem nicht enden wollenden Text extra darauf hinwiesen, keine »Corona-Verleugnerin« oder »Lockdown-Gegnerin« zu sein. Dünnes Eis. Dann schrieben Sie, dass Ihre Trainerin Frau Müller früher aus Solidarität bzw. »Teamwork!« immer mit Ihnen gehungert habe, wenn sie meinte, Sie seien zu dick fürs Eis. Wenn wir es richtig verstanden haben, fordern Sie das jetzt auch von »der Politik«, aber nur im übertragenden Sinne, also zastermäßig.

Mit den Kufen vom Eis haute es uns jedoch bei diesem Satz: »Wenn ich, die wirklich das Glück hat, hier und da einen fröhlichen TV-Auftritt absolvieren zu dürfen, langsam immer mehr den Kopf hängen lasse, mache ich mir ernsthaft Gedanken und Sorgen.« Fernsehauftritte sind für Sie Glück? Quizshows halten Sie für fröhliche Angelegenheiten? Ist Ihre Birne jetzt total vereist?

Vielleicht machen Sie sich doch besser mal Gedanken über einen heißen Grog, empfehlen Ihnen wärmstens Ihre Ernährungsberaterinnen von der Titanic

 Nicht die Bohne, Rowohlt-Verlag,

interessieren uns Kalauer, und für Witze mit Namen und für Alliterationen haben wir bekanntlich auch nichts übrig. Deshalb ist es uns auch komplett egal, ja, wir nehmen es nicht mal ansatzweise zur Kenntnis, dass Du Dein für März als »Spitzentitel« angekündigtes Werk »Die Botschaft der Pflanzen. Was wir von der Natur lernen können und wie sie uns heilt« unbedingt von einem Autor hast anfertigen lassen müssen, der laut Deinen Angaben »Burkhard Bohne« heißt. Schon klar, Rowohlt, Burkhard Bohne, wie Benjamin Blümchen. Oder Arnfried Astel. Wir haben’s kapiert. Sehr, sehr witzig. Aber uns geht’s zum Glück ja nichts an!

Naturgemäß ohne Botschaft: Titanic

 Glückwunsch, Bill Kaulitz,

Glückwunsch, Bill Kaulitz,

zu Ihrer Autobiografie »Career Suicide«! Mit deren Erscheinen haben Sie im Alter von 31 Jahren – ob Sie wollen oder nicht – Ihren Lebensabend eingeläutet. Folgende Tätigkeiten stehen Ihnen somit noch zur Verfügung: Sentimental aus dem Fenster schauen; über die Zeitläufte sinnieren; im Ohrensessel sitzend ein Glas Cognac schwenken; imkern; Leute, die an Ihrem Haus vorbeigehen, böse anstarren; in Talkshows über Social Media und Gendersterchen schimpfen; Pfeife rauchen; im Hunsrück wandern; mit der Armbrust auf leere Erbsendosen schießen.

Jedenfalls nicht: Ihre Karriere als Musiker weiterverfolgen. Und dafür möchten wir uns im Voraus herzlich bedanken.

Ihre Jungspunde von Titanic

 Annalena Baerbock!

»Die CDU hat kein Abo aufs Kanzleramt«, konstatieren Sie im Stern-Interview. Sind Sie sich da auch wirklich sicher? So ein Abo wird, wenn es einmal abgeschlossen wurde, nämlich gerne vergessen und automatisch verlängert. Die letzten Bundestagswahlergebnisse sprechen zumindest dafür. Lassen Sie vorsichtshalber prüfen, ob die Merkel auch fristgerecht gekündigt hat!

Rät Ihr Abo-Service von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kreativ beleidigen

Neues Schimpfwort für Urdeutsche in Jack-Wolfskin-Jacken: Mandarinenpeller!

Alexander Thiemann

 Enjoy the screening!

Den Ausfall der Berlinale in diesem Winter habe ich ganz gut verkraftet. Ich habe ja alles hier daheim: viele schlechte und einige wenige gute Filme (Netflix), das überlegene Gefühl, Filme im Originalton und mit Untertitel sehen zu können (dito Netflix), drinnen stickige Luft und wenig Sonnenlicht, draußen Kälte und ungeräumte Gehwege, Besserwissergetue aus der Reihe hinter mir (wegen dünner Wände zum Nachbarn), schlechtes überteuertes Essen aus Einmalverpackungen. Sogar auf den obligatorisch einsetzenden Harndrang zehn Minuten nach Beginn des Films kann ich mich verlassen, und den Weg zum Klo lege ich natürlich im Dunkeln zurück, durch einen mit aufgereihten Amazon-Kartons gelegten Parcours von nachgeahmten Kinohipster-Käsemauken.

Tina Manske

 Redensarten und woher sie kommen

»Einen Zahn zulegen«: Wenn eine Person »kein D-Zug ist«, obwohl sie »die Düse machen« oder »Rennwasser trinken« soll – dann fragen wir uns auch heute noch ganz unwillkürlich, ob besagte Person nicht »einen Zahn zulegen« könnte. Diese Redensart geht zurück auf die Erfindung der beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg. Kurz nach seiner Erfindung kam Gutenberg mit der Produktion kaum nach; Martin Luther schrieb seine beliebten antisemitischen Pamphlete schneller, als sie gedruckt werden konnten. Gingen den Setzern wichtige Buchstaben aus, wurden sie deshalb oft nicht aufwendig nachgegossen, sondern durch einen der stets reich vorhandenen Lehrlingszähne ausgetauscht (ihnen hatte man zuvor »die Fresse poliert«, wie eine andere Wendung aus jener Zeit lautet). Obwohl das Schriftbild durch den Zahn deutlich litt, beschleunigte der in den Setzkasten »zugelegte« Zahn die Produktion erheblich und half den Setzern bei der Aggressionsabfuhr. Wenn Sie also heute jemandem auf die Sprünge helfen wollen, sollten sie ihm zunächst ordentlich aufs Maul geben – vielleicht legt er ja auf diese Weise selbst einen Zahn zu. Oder mehrere!

Leo Fischer

 Zeitumstellung

Jedes Jahr im Frühling, kurz nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, dringen überall aus der Umgebung vertraute Geräusche und Gerüche in Ohr und Nase. Und man weiß: Es ist wieder angekärchert!

Markus Berger

 Pee-Bottle

Aus Insiderkreisen weiß ich, was für Polizisten auf Demos das Schlimmste ist: stundenlang nicht auf Klo können. Da stehen sie, Reih in Reih, mit ihren Schlagstöcken, Visieren und Wasserwerfern, und gucken gequält. Klar, dass man da mal aggressiv wird. In Polizisten-Foren wird geraten, die Stunden vorher nichts zu trinken, das ist aber schwer: Wie auf den morgendlichen Mutmach-Korn verzichten? Praktikabler: Viele Einsatzkräfte gestehen in Foren, sich eine Urinflasche bzw. Pee-Bottle oder auch »Uriwell, die Notfall-Toilette« unterzuschnallen. Deshalb Tipp für Protestler: einfach die eigenen Demosprüche daran anpassen und Kennerschaft beweisen. »Bullenschweine, lauft jetzt schnell / sonst klau’n wir euer Uriwell!« oder irgendwas mit »Trottel / Pee-Bottle«. Reimtechnisch und metrisch noch nicht perfekt, aber in der Sache clever.

Ella Carina Werner

Vermischtes

Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Martin Sonneborn & Benjamin Schiffner: "Quatsch und mehr" (signiert)
Das hat der Menschheit noch gefehlt: ein einziges Buch mit sämtlichem Quatsch der Geschichte – oder zumindest aus 15 Jahren "Partner TITANIC", der beliebt-kultigen TITANIC-Nonsensrubrik. Fotorätsel, Pflegehinweise, Antwort ohne Frage, unberühmte letzte Worte, Kochen mit Tieren, Kerzen-Fakten, Ediotiral, Tinas Strumpfband und tausend weitere schöne Rubriken – erstmals versammelt auf nicht weniger als 256 vielfarbigen Seiten.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
20.03.2021 Frankfurt, Mousonturm Oliver Maria Schmitt & Jürgen Kuttner (Livestream)
25.03.2021 Kiel, Kulturforum Max Goldt
04.04.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hauck & Bauer: »Cartoons«