Newsticker

Nur diese Kategorie anzeigen:Heftinhalte Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Das neue Heft ist da!

 

Was nun, Wessi? Die westdeutsche Mittelschicht fürchtet sich vor Energiepreisen, vor der Rezession 2023 und davor, demnächst so zu werden wie die da drüben. Steht bald das ganze Land blank da?  

AUSSERDEM IM NOVEMBERHEFT: Wie eine deutsche Mobilmachung ablaufen würde. Alle Highlights aus 80 Jahren Günter Wallraff. Survival Guide für den deutschen Black-out. Pro-Atomkraft-Stimmungsmache. Suppenanschlag auf Ernst Kahl. Neues von Katz & Goldt und vom „So einfach ist das!“-Mann. Nur im Novemberheft!  Die endgültige Teilungsmobilmachung Deutschlands! Jetzt am Kiosk, im Onlineshop (Print oder PDF oder in der App) – oder am besten: mit Prämie im Abo!  

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Fragen und Antworten zur geplanten Cannabis-Legalisierung

Die Ampelkoalition hat Eckpunkte für eine Cannabis-Legalisierung beschlossen. Was dürfte sich bald ändern?
Die wichtigste Neuerung: Cannabis soll rechtlich nicht mehr als Betäubungsmittel gelten. Weiterhin als Betäubungsmittel gelten allerdings Reden von Karl Lauterbach.  

Wo wird man zukünftig legales Cannabis kaufen können? Dafür sind "lizenzierte Fachgeschäfte" vorgesehen, die allerdings lustige Wortspiel-Namen tragen müssen, wie etwa "Hanf-guck-in-die-Luft", "Cannabistro" oder "Die Ganja Panscher".  

Gesundheitsminister Lauterbach war früher gegen eine Cannabis-Freigabe. Was hat ihn umgestimmt?
Eine gemeinsame, nächtliche Sitzung mit Robert Habeck und einer Bong.  

Zukünftig soll man bis zu 30 Gramm von sogenanntem „Genusscannabis“ legal besitzen dürfen. Aber was genau ist „Genusscannabis“?
Darunter versteht man Cannabis, dessen Konsum man genießt. Es ist klar abzugrenzen von Formen wie "Strapazencannabis", "Pflichtcannabis" oder "Arbeitscannabis", die zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit verwendet werden.  

Es gibt auch Kritik am Vorhaben der Cannabis-Legalisierung, etwa aus Bayern. Warum?
Hier ist die Befürchtung groß, dass Marihuana altbewährte Suchtmittel wie Weizenbier, Enzian-Schnaps oder CSU-Mitgliedschaft verdrängen könnte. Mediziner:innen sind sich aber einig, dass Cannabis das Gehirn keinesfalls mehr schädigen kann, als die zuvor genannten Süchte.  

Wenn Cannabis dann legal ist, heißt das, dass ich es auch selbst mal probieren darf?
Ach, tun Sie doch nicht so scheinheilig! Sie sind doch schon längst regelmäßiger Kiffer und wahrscheinlich sogar jetzt gerade high.  

Erwischt! Ich hol mir mal was Süßes…

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Was sonst noch war

+++ Wer nicht die Wahl hat, hat die Qual: Das EU-Parlament hat Ungarn den Status einer vollwertigen Demokratie abgesprochen. Zugleich zeigte es sich über die Zustände in Repressitalien, den Knieniederlanden oder der Tschechischen Bananenrepublik besorgt und warnte vor einer Zunahme autokroatischer Strukturen, damit Europa nicht zu einem zweiten Vereinigten Unrechtsstaaten von Amerika verkommt +++ Berechtigte Frage: Der Baustoffhersteller "HeidelbergCement" will stärker auf umweltfreundliche Materialien setzen und hat angekündigt, künftig "Heidelberg Materials" zu heißen. Was sprach gegen "HeidelbeerCement"? +++ Meisterhafte Rhetorik: Nach dem Corona-"Wumms" 2020 hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Energiekrise den "Doppel-Wumms" ausgerufen. Weitere Superlative wird es seitens der Regierung aber nicht geben. Zum Erreichen seines Saisonziels hat sich der FC Bayern München bereits die Rechte am "Triple-Wumms" gesichert +++ Nahkampf: Nach der von Präsident Putin angekündigten Teilmobilmachung Ende September ist es russlandweit zu zahlreichen Brandanschlägen auf Rekrutierungseinrichtungen des Militärs gekommen. Friendly fire? +++ Umvolkung: Rund 115 000 Wählerinnen und Wähler, die 2017 noch CDU, FDP und SPD gewählt hatten, sind bei der diesjährigen Landtagswahl in Niedersachsen zur AfD gewandert. In rechten Kreisen spricht man bereits begeistert vom "großen Austausch" +++ Heiß begehrt: Dass die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien stattfinden, ist nur konsequent. Schließlich sind alle Bemühungen des Olympic Council of Asia (OCA), ein alternatives Austragungsland zu finden, im Sande verlaufen +++ Ursache und Wirkung: Recherchen des Politmagazins Monitor haben gezeigt, dass die Behauptung von CDU-Chef Friedrich Merz, Ukrainer würden zwischen ihrer Heimat und Deutschland hin- und herpendeln, um Sozialleistungen zu kassieren ("Sozialtourismus"), zuvor von prorussischen und rechtsextremen Medien verbreitet wurden. Es hätte allerdings auch niemanden verwundert, wenn es genau andersherum gewesen wäre +++ Dickes Ding: Bei der alljährlichen "Fat Bear"-Wahl in Alaska zur Krönung des Bären, der sich die meisten Fettreserven für den Winter angefuttert hat, soll es bei der Online-Abstimmung einen massiven Betrugsversuch gegeben haben. Offenbar waren die Sicherheitseinstellungen zu lachs +++ KlimaAKtiWistin: Weil sie sich in einem TV-Interview für einen Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke während der Energiekrise ausgesprochen hat, erhält Greta Thunberg Zuspruch von CDU und FDP. Noch ist allerdings unklar, ob sie auch an den von der Jungen Union und den Jungen Liberalen organisierten "Nowadays for Nuclear Power"-Demos teilnehmen wird +++

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

WhatsApp total gestört

Am gestrigen Dienstag war der Messengerdienst WhatsApp weltweit für rund zwei Stunden gestört oder ganz ausgefallen. Dank bester Kontakte zu Mutterkonzern Meta kennt TITANIC die nicht durchgekommenen Nachrichten. Eine Auswahl:  

"Wann kommt den nun endlich der Faschismus? Ich dachte ihr seid da die Steigbügelhalter! Für dein gutes Aussehen habe ich dich sicher nicht geheiratet!"
- Franka Lehfeldt an Christian Lindner  

"Wie kriege ich gute PR?", "Was macht man in der Opposition?", "Jobs im Lobbyismus Gehalt", "Warum funktioniert Google nicht?"
- Friedrich Merz  

"Hey Süße, hast du heute Abend schon was vor? Ich dachte wir gehen zusammen was trinken, ganz privat, nur du, ich und dein Ehemann/Verlobter/Freund."
- Wolfang Kubicki via Broadcast an alle weiblichen Abgeordneten des Bundestages  

"Hast du noch'n Fuchs da?"
- Selenskyj an Olaf Scholz  

"Moin Ehring, altes Haus. Hast du gesehen, was heute wieder im Postillon stand? Ich schick dir einen Screenshot. Könnt mich wegschmeißen vor lachen. Einfach genial, wie die immer wieder mit den selben drei Witzen durchkommen. Und mit die meine ich uns, hehe. Na ja, liebe Grüße, dein Oli."
- Oliver Welke an Christian Ehring  

"Ciao Giorgia, darf ich mal deine Meloni sehen? xD Spaß rechts ran lol ich meine bei Seite. Lass ma nachher telen wegen Faschismus 2.0 usw pls. LG Alice"
- Alice Weidel an Giorgia Meloni  

"Michael! Die Weltrevolution steht kurz bevor, aber die Herrschaften des Satanas bieten aktuell ihr letztes Aufgebot auf. Nur du kannst uns helfen, am besten mit einer weiteren Spende an roflcopter@gmx.de. Bleib stark, Sieg Heil und für Liebe, dein Q!"
- Fundraising Team der CDU Sachsen an Michael Wendler  

"*zupft an seinem Ärmel* hewwo *wird rot* Ich weiß, ich bin nicht so cool und so hübsch wie du aber... *kratzt sich nervös am Hinterkopf* hättest du Lust, mal mit mir ins Kino zu gehen? uwu Meine Frau muss es ja nicht wissen hihi" "Hallo, antwortest du mal?" "Dumme Bitch, dich will doch eh keiner" "Ok, sorry, tut mir leid, war ein bisschen zu sehr auf Koks. Aber wehe du erzählst hiervon was, ich klag dich kaputt!"
- Til Schweiger an Shirin David

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Nichts läge uns ferner, als über Ihren Steuerhinterziehungsprozess zu scherzen, der für Sie mit drei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe geendet hat. Etwas ganz anderes möchten wir ansprechen, nämlich Ihre Einlassung am zweiten von insgesamt vier Verhandlungstagen, während der Sie laut Handelsblatt »lang und breit über die Vorzüge« von Ingwer palaverten, »aber auch über Knoblauch, Kardamom oder Rosmarin«, bis Sie schließlich einsahen: »Ich könnte stundenlang über Gewürze reden, aber das ist wohl der falsche Zeitpunkt.«

Und ob das der falsche Zeitpunkt war! Mensch, Schuhbeck, die gute alte Gewürz-Verteidigung, die hebt man sich doch für ganz zum Schluss auf, die pfeffert man dem Gericht (!) nach den Kreuzkümmelverhören prisenweise entgegen. Wozu zahlen Sie denn gleich zwei Anwälten gesalzene Stundensätze? Bleibt zu hoffen, dass Sie bei der Revision die Safranfäden in der Hand behalten!

Die Gewürzmühlen der Justiz mahlen langsam, weiß Titanic

 Nichts für ungut, Tasmanischer Tiger!

Nachdem wir Menschen Dich vor circa 100 Jahren absichtlich ein bisschen ausgerottet haben, um unsere Schafe zu schützen, machen wir den Fehltritt jetzt sofort wieder gut, versprochen! Du hast uns glücklicherweise etwas in Alkohol eingelegtes Erbgut zurückgelassen, und das dröseln wir nun auf, lassen Dich dann von einer Dickschwänzigen Schmalfußbeutelmaus in Melbourne austragen, wildern Dich in Australien aus und fangen dann ziemlich sicher an, Dich wieder abzuknallen, wie wir es mit den mühsam wiederangesiedelten Wölfen ja auch machen. Irgendjemand muss ja auch an die Schafe denken.

Aber trotzdem alles wieder vergeben und vergessen, gell?

Finden zumindest Deine dünnschwänzigen Breitfußjournalist/innen von der Titanic

 Sicher, Matthew Healy,

dass Sie, Sänger der britischen Band The 1975, die Dinge einigermaßen korrekt zusammenkriegen? Der Süddeutschen Zeitung sagten Sie einerseits: »Ich habe ›Krieg und Frieden‹ gelesen, weil ich die Person sein wollte, die ›Krieg und Frieden‹ gelesen hat.« Und andererseits: »Wir sind vielleicht die journalistischste Band da draußen.« Kein Journalist und keine Journalistin da draußen hat »Krieg und Frieden« gelesen, wollten mal gesagt haben:

Ihre Bücherwürmer von der Titanic

 Helfen Sie uns weiter, Innenministerin Nancy Faeser!

Auf Ihrem Twitter-Kanal haben Sie angemerkt, wir seien alle gemeinsam in der Verantwortung, »illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen«. Das wirft bei uns einige Fragen auf: Zunächst ist uns unklar, wie genau Sie sich vorstellen, dass Bürgerinnen und Bürger illegale Einreisen stoppen. Etwa mit der Flinte, wie es einst Ihre Bundestagskollegin von Storch forderte? Das können Sie als selbsternannte Antifaschistin ja sicher nicht gemeint haben, oder? Außerdem ist uns der Zusammenhang zwischen dem Stoppen illegaler Einreisen und der Hilfe für notleidende Menschen schleierhaft.

Außer natürlich Sie meinen damit, dass die von Ihrem Amtsvorgänger und der EU vorangetriebene Kriminalisierung von Flucht gestoppt werden müsse, damit Menschen, die dringend unsere Unterstützung brauchen, geholfen wird.

Kann sich Ihre Aussage nicht anders erklären: Titanic

 Stillgestanden, »Spiegel«!

»Macht sich in den USA Kriegsmüdigkeit breit?« fragst Du in einer Artikelüberschrift. Ja, wo kämen wir hin, wenn die USA die Ukraine nur nüchtern-rational, aus Verantwortungsbewusstsein oder gar zögerlich mit Kriegsgerät unterstützten und nicht euphorisch und mit Schaum vor dem Mund, wie es sich für eine anständige Kriegspartei gehört?

Spiegel-müde grüßt Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Schwimmbäder

Eine chlorreiche Erfindung.

Alice Brücher-Herpel

 Auf dem Markt

– Oh, Ihr Doldenblütler verkauft sich aber gut!
– Ja, das ist unser Bestsellerie!

Cornelius W.M. Oettle

 Heimatgrüße

Neulich hatte ich einen Flyer im Briefkasten: »Neu: Dezember Special! Alle Champions-League-Spiele auf 15 Flatscreens!!!« Traurig, zu welchen Methoden Mutter greift, damit ich öfter zu Besuch komme.

Leo Riegel

 Vom Kunstfreund

Erst neulich war es, als ich, anlässlich des Besuchs einer Vernissage zeitgenössischer Kunst, während der Eröffnungsrede den Sinn des alten Sprichworts erfasste: Ein paar tausend Worte sagen eben doch mehr als nur ein Bild.

Theobald Fuchs

 Sprichwörter im Zoonosen-Zeitalter

Wer nichts wird, wird Fehlwirt.

Julia Mateus

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 26.10.:

    Chefredakteurin Julia Mateus spricht über ihren neuen Posten im Deutschlandfunk, definiert für die Berliner-Zeitung ein letztes Mal den Satirebegriff und gibt Auskunft über ihre Ziele bei WDR5 (Audio). 

  • 26.10.:

    Julia Mateus erklärt dem Tagesspiegel, was Satire darf, schildert bei kress.de ihre Arbeitsweise als Chefredakteurin und berichtet der jungen Welt ein allerletztes Mal, was Satire darf. 

  • 26.10.:

    Ex-Chef-Schinder Moritz Hürtgen wird von Knut Cordsen für die Hessenschau über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" interviewt (Video) und liest auf der TAZ-Bühne der Buchmesse Frankfurt aus seiner viel gelobten Schauergeschichte vor (Video). 

  • 19.10.:

    Stefan Gärtner bespricht in der Buchmessenbeilage der Jungen Welt Moritz Hürtgens Roman "Der Boulevard des Schreckens".

  • 12.10.: Der Tagesspiegel informiert über den anstehenden Chefredaktionswechsel bei TITANIC.
Titanic unterwegs
04.12.2022 Enkenbach-Alsenborn, Klangwerkstatt Thomas Gsella mit den Untieren
06.12.2022 Kassel, Staatstheater Hauck & Bauer mit Kristof Magnusson
06.12.2022 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Nikolaus-Lesung
08.12.2022 Köln, Senftöpfchentheater Moritz Hürtgen