Newsticker

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Liste trauriger Dinge

  • eine Spende für eine marode Kinderkrebsklinik in Höhe von 500 000 Euro, die aber aufgrund eines Zahlendrehers auf einem Konto von Ex-UEFA-Boss Michel Platini landet, der den Fehler nicht weiter bemerkt
  • arsenverseuchtes Mineralwasser, angereichert mit sieben lebenswichtigen Vitaminen 
  • Jobanzeigen für Social-Media-Redakteure, die Bewerbern eine "steile Lernkurve" versprechen
  • Menschen, die vollgepumpt mit Aufputschmitteln die ARD-Serie "In aller Freundschaft" schauen
  • eine nicht bestandene Bachelor-Prüfung an der "Deutsche Pop"-Akademie
  • Vollkornfischstäbchen
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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Safe Space

Da ich selbst mitunter stur bin, finde ich es gar nicht schlimm, wenn der Freund und Kollege stur ist und mir trotz der Verabredung, that we agree to differ, den Link schickt, unter dem wieder wer (diesmal Svenja Flaßpöhler in der Taz) „moralischen Totalitarismus“ in der Linken beklagt; und ich mache dann stiekum die Rechnung auf: Gut, da haben wir jetzt Leute von links, die sind schnell beleidigt und wollen über gewisse Dinge nicht mehr reden, Frauenbeauftrage, Veganer, Aktivist*innen und so. Andererseits haben wir 91 AfD-Bundestagsabgeordnete und vielleicht die halbe Polizei und Bundeswehr plus die hunderttausend Herren und Damen in den Kommentarspalten, die wollen über gewisse Dinge ebenfalls nicht mehr reden oder nur so wie ein Beamter des Berliner LKA, der, lese ich im Morgenblatt, seinem Chef (!) textete, er möge „sich von Merkel & Co und ihren scheiß Gut-Menschen“ fernhalten, und die Nachricht mit „88“ unterschrieb: „Aus dem Dienst entfernt hat man ihn bis heute nicht.“ Wie zwei Neuköllner Nazis, die Linke bedrohen und deren Autos in Brand setzen, seit zehn Jahren frei herumlaufen, aber ein Linker, der sich mit dem Zündholz revanchiert hat, „noch in derselben Nacht“ im Kahn landete. „Der Verdächtige soll früher als Rechtsextremismusexperte für die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus gearbeitet haben.“ Da ist schnelles Eingreifen unserer demokratischen Polizei natürlich Pflicht.

Weil sich immer alles fügt, berichtet das Feuilleton am selben Tag aus Harvard, wo Studenten und Studentinnen gegen einen Juraprofessor protestieren, weil er zu den Verteidigern Harvey Weinsteins gehören wird: „Manche sagten, dies löse Traumata in ihnen aus. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört. Der Dekan des Harvard College, Rakesh Kurana, schrieb in einer E-Mail an die Studenten, dass er deren Sorgen sehr ernst nehme. Auf Gebäuden der Universität tauchten Graffiti auf. ,Down with Sullivan’, nieder mit Sullivan, las sich eins. ,Whose side are you on?’, ein anderes: Auf welcher Seite stehst du? Kurana kündigte an, er werde ,das Klima’ … untersuchen.“ Svenja Flaßpöhler wird es freuen, die natürlich ebenfalls die Studentin im Portfolio hatte, die aus Angst vor traumatisierenden Informationen auf Triggerwarnungen besteht.

„Alle, alle, alle ham sie recht, / und den andern, andern, andern geht es schlecht, /
und so ist das ganze Menschengeschlecht / seit Jahrtausenden im Recht“ Konst. Wecker, 1989

Nun ist das mit dem Auf- und Gegenrechnen so eine Sache, denn tausend Nazis machen ja hundert junge Deppen nicht klüger, die zwar in Harvard, aber beschränkt genug sind, um die simpelsten Prinzipien eines Rechtsstaats nicht zu kennen. Bevor wir aber totalitär nennen, was erst einmal nur dumm ist, sei Dekan Kurana gefragt, warum er, statt lächerliche, halluzinierte Sorgen ernst zu nehmen, dem elitären Nachwuchs nicht erklärt, dass jeder Angeklagte das Recht auf Verteidigung hat. Sagen würde Kurana dann zwar nicht, aber doch denken, dass seine Studenten Kunden sind, äußerst solvente Kunden, und dass die Kundin Königin ist, und wenn die Kundin sagt, ihr ist das Kleid zu blau, und das Kleid ist grün, dann gibt ihr der Verkäufer recht. Der vielbesungene Safe Space, dessen Idiotie Menschen von Geist nicht bestreiten werden, wäre also nichts genuin und exklusiv Linkes, sondern bloß die Konsequenz der Verbraucherdemokratie, die tatsächliche Mitwirkungsrechte zum Recht auf Online-Rezension gedimmt hat, mithin zum unbehelligten Recht auf krähen, stänkern und denunzieren.

Wer Lessenich gelesen hat und die sog. freie Gesellschaft für eine hält, die auf dem Recht ihrer Mitglieder beruht, unbehelligt zu bleiben (und andere zu behelligen), wird den Safe Space sowieso für deutlich größer halten müssen, als Flaßpöhler und Robert Pfaller glauben. Dass die Linke, deren Weg ja die Wahrheit und das Licht ist, eine natürliche Freundin des offenen Diskurses sein müsste, ist spätestens zur Zeit der K-Gruppen nicht mehr wahr gewesen, und wenn mein Trigger-Alarm von Thea Dorn ausgelöst wird, auf die Flaßpöhler sich beruft, dann weil, bitte sehr, mit den Rechten ruhig die reden sollen, die sich etwas davon versprechen.

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Powersätze für die Powerhitze

  • "Ist euch auch so warm."
  • "Kalte Getränke taugen übrigens nicht zur Abkühlung, im Gegenteil."
  • "Heiß, ne?"
  • "In heißen Ländern trinkt man ja warmen Tee."
  • "Die Deutschen können auch nur über das Wetter meckern!"
  • "Boah, seid ihr schwerhörig? Wenn ihr abkühlen wollt, ist Eis überhaupt nicht geeignet, und ihr steht immer noch darum an!"
  • "Hundert Kugeln Zimteis in der Tüte bitte."
  • "Was gegen Kälte schützt, schützt auch gegen Hitze."
  • "Hoffentlich ist es im Bus nicht so heiß!"
  • "In anderen Ländern sind solche Temperaturen Alltag."
  • "Warum ist das denn hier so heiß?"
  • "Es ist übrigens Sommer, nur mal so!"
  • "Viel trinken ist wichtig."
  • "In anderen Ländern ist es noch viel heißer."
  • "Am besten gar nicht bewegen."
  • "Endlich haben wir den Sommer aus meiner Kindheit wieder, an den ich mich, romantisch verklärt, falsch erinnere."
  • "Es ist echt so fucking heiß!"
  • "Bei dem Wetter muss man echt ins Schwimmbad."
  • "Auf anderen Planeten zerfällt man bei einem Sonnenstrahl zu Staub."
  • "Bei dem Wetter ist das Schwimmbad echt viel zu voll."
  • "Ich kann gar nicht so viel duschen, wie ich schwitzen möchte."
  • "Ist das hier so heiß, oder bin ich das?"
  • "Heiß ich, genau!"
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Aus Eugen Egners Püppchenstudio



Es geht immer besser


 

Auf vielfachen Wunsch zum neunten Mal:

Not und Rat in dunkler Zeit (1. Teil)

Es fing an an zur Zeit der Mondprojektionen. Für diejenigen, die zu jung sind, um sich daran erinnern zu können, möchte ich dankenswerterweise hinzufügen, daß die Zeit der Mondprojektionen auch die Zeit der Diskussionen über Glühbirnen war. Oder der Diskussionen unter Glühbirnen, denn nicht wenige Menschen gebrauchten damals, dem neuen Sprachgebrauch entsprechend, die uns heute unsachlich anmutende Formulierung "das Gespräch der Glühbirnen, als es dunkel war". Schon damals konnte sich niemand etwas darunter vorstellen, deshalb wurde zur endgültigen Klärung des Begriffs sowie der Folgen ein Rechtsanwalt hinzugezogen. Am Rande sei noch angemerkt, daß die Zeit, um die es hier geht, auch die Zeit der ungezügelten Rechtsanwaltsvermehrung war. Nun ist hiermit also erschöpfend dargelegt worden, wann es anfing. "Und dann?" werden diejenigen fragen, die zu jung sind, um sich daran erinnern zu können. Dann ging es weiter, antworte ich. Entgleiste jugendliche Güterballons tauchten im Scheinwerferlicht auf. Ihr Anführer trat vor und verlangte mit dampfendem Atem, einen Anwalt zu sprechen. In einer Zeit der ungezügelten Rechtsanwaltsvermehrung schien es ganz selbst verständlich, daß es auch einen für die Belange entgleister jugendlicher Güterballons geben mußte. Der einzige Anwalt auf dem ganzen verdammten Projektionsmond war aber der, den man zur weiter oben erwähnten Begriffsklärung hinzugezogen hatte. Und der war deshalb nichts weniger als entzückt, sondern nichts mehr als entsetzt. Nun auch noch entgleiste jugendliche Güterballons vertreten zu müssen, war einfach zu viel für ihn. Nachts lief er in seinem engen Badezimmer auf und ab, immer wieder denselben Satz wiederholend: "Ich wiederhole: Es ist alles viel zu viel!" Daran werden sich einige der jüngeren Leute gewiß noch erinnern (Es gibt aus jüngerer Zeit auch ein Bild mit dem Titel: "Jüngere Leute tauchen im Scheinwerferlicht auf und erinnern sich", Maler unbekannt). An diesem Punkt wußte sich der Anwalt nicht mehr allein zu helfen.

Fortsetzung folgt

Grundlage der ungezügelten Rechtsanwaltsvermehrung

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TITANIC hilft: Wohnungsangebote aus der Redaktion

Park View 480, Frankfurt-Westend

Loft, 340 qm, 25. Stock, rund um die Uhr videoüberwacht (Livestream) von Vermieter A. Golz; vermietet wird an: alleinstehende Person mit mind. 12 Katzen, Klamotten verboten. 430 Euro monatl. warm, 900 Euro monatl. kalt (Klimaanlage).

Uriges, kleines Apartment, Offenbach

Leo F., studierend (das Leben), sucht (Geld) für sein Mikroapartment (Klo auf halber Treppe) Studenten (Uni) mit interessanten Hobbys (Bowls, E-Scooter, Jobs) als Inspiration für saftige Kolumnen, auf keinen Fall gemeinsames Kochen, bitte auch nicht zum Übernachten, 100 Euro pro Woche, es ist letztlich auch Werbung für euch.

"Le Besenkammerl", Brüssel, Europa

Nettes 12qm-Zimmer mit Gemeinschaftsbad zwei Straßen weiter. TV-Anschluss mögl. 1200 Euro monatl., Miete garantiert die Existenz eines dt. Magazins. Vermieter: M. Sonneborn.

 

Zum Steuerchausseechâteau 34c, 

"Es ist ein Palast", schwärmt Redaktionsassistent und Abrechnungsheini M. Post über das mallorquinische Objekt, zu dem er kürzlich "gekommen" ist und das er jetzt schnell, "heute noch", verkaufen muss. Große Flügeltüren, Fensterfronten wohin das Auge reicht, Marmorböden, Diamantenkronleuchter, herrliche Figuren aus purem Gold. Okay, krass, scheiße, es ist wirklich ein Palast und da kommen auch schon die Bullen.

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Das neue Heft ist da!

Die Grünen – was macht sie bloß so sexy? Wird auch Ihnen wohlig warm ums Herz, wenn Sie sich eine Zukunft unter Kanzler Habeck vorstellen? Und wie um Himmels Willen halten wir die Erderwärmung mit derart heißem Personal auf? Erfahren Sie alles in der Juliausgabe der TITANIC!

Begutachten Sie brisantes Material über den radikalen Flügel der Grünen, lesen Sie alles Wissenswerte über Sonnenmilch, lauschen Sie den mitreißendsten commencement speeches deutscher Politiker und lernen Sie die Kunst des Walfangs nach traditionell japanischer Art.

Außerdem im Heft: ein Lagebericht aus der österreichischen Hauptstadt, Neues von Katz+Goldt, das große Porträt zur Generation Obersmart, die Intimschatulle von Heinz Strunk und, und, und.

Das neue Heft gibt es ab jetzt am Kiosk, im Online-Shop (Print oder PDF), in der App oder im Abo.

Für bewusste Konsumenten gilt: Jetzt Goldmitglied werden!

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 16.07.:

    Die "Welt" berichtet über Martin Sonneborn und seine Rede gegen Ursula von der Leyen.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«