Newsticker

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Inflation besiegt!

Es ist erreicht! Reichskanzler Olaf Scholz zwingt Finanzminister Lindner dazu, künftig alles in Reichsmark zu berechnen. Das Juliheft verrät, wie er das geschafft hat! Außerdem: Die NATO-Beitritts-Broschüre für Finnland und Schweden, ein Investigativ-Trip im Technomuseum und explosiver Gossip über Putins Töchter. 

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Eklat bei CDU-Nachwuchs in Kassel

Die Junge Union Hessen hat bei ihrer Landestagung durch das Abspielen eines anrüchigen Ballermannhits für Wirbel gesorgt. In einem Ausschnitt, der vielfach auf Twitter geteilt wurde, ist zu sehen, wie sich der CDU-Spross zur Vulgär-Lyrik von "Meine Puffmutter heißt Layla – schöner, jünger, geiler!" auf der Bühne grölend die Kante gibt. Der Fauxpas hat nicht nur bei der Landesvorsitzenden der hessischen Jusos, die den jungen Wilden unter den Christdemokraten ein sexistisches Frauenbild angedeihen lässt, blankes Entsetzen hervorgerufen. Während die 67jährige Layla B., kinderlose und amourösen Abenteuern nicht abgeneigte Managerin des Erotik-Palace-Clubs auf St. Pauli, die feierwütigen Misfits bereits wegen Altersdiskriminierung angezeigt hat, wirft die Liga deutscher Sangria-Trinker (LdST) der Bagage vor, "den vordergründig unpolitischen Mallorca-Sauf-und-Vögel-Tourismus in Misskredit zu bringen und für parteiinterne Zwecke zu instrumentalisieren." Hilfe bekommen die Abgeordneten von morgen ausgerechnet aus dem liberalen Lager. Wolfgang Kubicki, MdB, erinnert das Gebaren an seine eigenen frühen Jahre beim FDP-Nachwuchs: "Die sind so jung, dass sie bislang noch mit niemandem koalieren konnten und ordentlich Dampf auf der Leitung haben, hehehe!", raunzt der völlig besoffene Lebemann, der sich im Zuge einer Live-Schalte ebenfalls aus dem Erotik-Palace gemeldet hat. Von der Jungen Union sind derweil in den sozialen Medien bloß halbherzige Stellungnahmen zu hören. Das Motto 50% Politik und 50% Feiern sei bei Tagungen bereits seit Jahrzehnten bewährt. Davon, dass man in London mit einem Verhältnis von 20 zu 80 weitaus weniger Aufsehen erregt hat, haben die Honks aus Hessen wohl noch nie was gehört. Anfänger!

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Fabian Lichters Economy Class

Heiß, heiß, kochend heiß  

Selbst schuld, wer bei über 30 Grad noch nach den trending topics auf Twitter schielt, das mag schon sein. Wer es dennoch wagt, der wird wie erwartet von penetrant-fürsorglichen Hitze-Warn-Twitterern überrollt, die für all diejenigen, die bis jetzt noch nicht dazu gekommen sind, eine Vogeltränke aufzustellen, wohl nichts als tiefste Verachtung übrig haben dürften. Dazu erfährt man, dass der Hashtag Klimahysterie trendet, unter dem gleich nebenan die offensichtlich besonders hitze- und erkenntnisresistenten Exemplare der Gattung Mensch sich damit beruhigen, Geschichten in den Strom zu ballern, denen zufolge es vor zweihundert Jahren auch schon einmal heiß war, in der eigenen Kindheit sowieso und überhaupt war in den Freibädern der 60er-Jahre die Welt ja noch in Ordnung. Axiome wie diese und ein paar hinübergerettete Fotos von Titelseiten zu Rekordtemperaturen von vor ein paar Jahrzehnten reichen ihnen völlig aus, um den aktuellen Stand in Sachen Klimaforschung mal eben gekonnt beiseitezutrollen. Und auch wenn die Dinge bei allem Hitzeflimmern zu verschwimmen drohen: Twitterer, die die Tatsache, in einer Dachgeschosswohnung zu wohnen bereits angstlüstern in Content zu verwandeln gelernt haben und den Waldbrand nebenan wie selbstverständlich dafür nutzen, ihre nichtsnutzige Expertise an die Leser respektive Kundschaft zu bringen, sind vielleicht ein weiteres trauriges Produkt der Aufmerksamkeitsökonomie, lästig, wie es einst die Bienen waren, an die sich doch gerade die meist älteren und erklärten Antihysteriker wiederum noch erinnern dürften, aber nun einmal nötig, um unser aller Feed des Lebens weiter zu bestäuben. Hysterisch, besser gesagt panisch agieren dann jedoch vor allem diejenigen, die immer größere Energie dafür aufwenden müssen, das Offensichtliche noch zu verdrängen und zu leugnen und die auf ihre ganz eigene Art heißlaufen, dass man beinahe Mitleid mit ihnen bekommen könnte, stünden sie nicht so bewundernswert stabil und selbstsicher über den Gesetzen von Natur und Wissenschaft. 

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Warnung vor Schulschließungen

Angesichts vermehrter psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie warnen Ärzte vor erneuten Schulschließungen im Herbst. "Wie sollen sich Heranwachsende später einmal in unserer Leistungsgesellschaft zurechtfinden können, wenn sie zuvor nicht hinreichend durch Ausgrenzung und Mobbing darauf vorbereitet wurden?" gab Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), zu bedenken. Versagens- und Prüfungsängste vor Matheklausuren und ein Felgaufschwung am Reck seien immer noch die besten Lehrmeister, seinen Platz im Leben zu finden. "Sie glauben gar nicht, welch heilsamen Lerneffekt so eine Klausur-Sechs im Deutsch-Grundkurs hat, um Gymnasiasten aus bildungsfernen Familien wieder zu erden", betonte Fischbach. Gerade für Schülerinnen und Schüler aus prekären Lebensverhältnissen hob der BVKJ-Präsident die Wichtigkeit hervor, Bildungseinrichtungen unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen offen zu halten: "Angesichts der vielen fehlenden Schulsozialarbeitern wird die junge Generation im Laufe ihrer Schulzeit dadurch auf die Erkenntnis konditioniert, dass eh keiner da ist, der ihnen zu helfen bereit wäre. Und etwas besseres kann unserem klammen Sozialstaat doch gar nicht passieren."

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BDI-Präsident fordert 42-Stunden-Woche

Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), hat sich dafür ausgesprochen, die Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden zu erhöhen. "Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer länger arbeiten muss, hat weniger Zeit, sich mit Dummheiten zu beschäftigen, beispielsweise mit Statements von BDI-Präsidenten. Außerdem wird man von zu viel Freizeit sowieso nur depressiv - überall Corona, Krieg, Lanz und SPD. Da ist es doch besser, man bekommt von alledem nichts mit", teilte Russwurm mit. "Und bitte bedenken Sie: Wenn Sie mehr Freizeit haben, besteht ständig die Gefahr, dass Sie Ihrem Partner, Ihren Nachbarn und Ihren Schwiegereltern über den Weg laufen."
Zugleich ließ der BDI-Chef wissen, dass er Kritik an seinem Vorschlag verstehen könne. Nach seiner Äußerung sei er darauf hingewiesen worden, dass in manchen Berufen heute schon viele Menschen zwangsläufig 42 Stunden in der Woche arbeiten müssen - manche sogar noch mehr, weil es anders nicht funktioniert. "Für die wäre meine Forderung also eine Verbesserung. Das ist selbstverständlich nicht meine Absicht gewesen. Da habe ich mich offenbar ein bisschen missverständlich ausgedrückt. Ich bitte um Verzeihung", so Russwurm. In solchen Fällen rate er zu 62-, 92- oder auch mal zu 172-Stunden-Wochen.

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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Rätselhaft, Alpro!

Auf Deinem neuen Haferdrink steht geheimniskrämerisch flüsternd »Shhh… This is not molk«, wobei das »o« in »molk« durch einen Tropfen weißer Flüssigkeit, vermutlich das beworbene Produkt, ersetzt wurde. Dabei ist die große Frage für uns weniger, ob es sich bei dem vorliegenden Getränk um Molk handelt, sondern eher, was denn Molk bitte schön sein soll.

Nun könnten wir Dein Getränk, Alpro, eigentlich beruhigt zu uns nehmen, da es ja explizit versichert, keine Molk zu sein. Aber ist das nicht genau das, was Molk von sich behaupten würde?

Verbarrikadieren zur Sicherheit den Kühlschrank:

Deine Milchmädchen von der Titanic

 Ganz schlimm, Toni Kroos,

fanden Sie ja das Interview des ZDF-Reporters Nils Kaben nach dem Fußball-Champions-League-Finale mit Ihnen. Erst waren Ihnen »zwei so Scheißfragen« zum Spiel nicht genehm. Schon aus dem Bild gehopst, brüllten Sie dem Reporter auch noch zu: »Du stellst erst drei negative Fragen, da weißt du schon, dass du aus Deutschland kommst.«

Wir begehren nun nicht nur zu erfahren, welche von den insgesamt ungefähr sechseinhalb Fragen an Sie denn die drei negativen Fragen waren. Und welche wiederum davon die zwei Scheißfragen. Wir wüssten auch gern, ob Ihnen das Herkunftsland des Reporters nicht schon bei den auf Deutsch vorgetragenen Erkundigungen ein wenig deutsch vorkam. Aber Sonnenliege-Reservierungs-Handtuch drüber!

Fraglos ist doch viel wichtiger: Was ist das eigentlich für eine Scheißfrisur, die Sie tragen und in der Sie bei der Fragerei rumgestrichen haben?

Es bittet um eine positive Antwort, Ihre in allen Stilfragen stets auskunftsbereite Titanic

 Ihr, Busreiseanbieter Avanti und Sulli’s Reisen,

hattet beide dieselbe schöne Idee für einen Werbeslogan: »Die Welt ist viel zu schön, um darüber hinwegzufliegen.«

Und Ihr habt ja so recht! Die wahre Schönheit dieser Welt lässt sich doch erst richtig erschließen, wenn man im Autobahnstau eingekesselt ist, wenn man die Mittagshitze zwischen Sanifair und Burgerking genießt, wenn die Bordanlage irgendwelche lokalen Schlagersender durch den Bus plärrt.

Da kann man mal den Geruch von Ammoniak und Erbrochenem aus der Toilette richtig tief einsaugen und die Aussicht auf die Designeroutlets, Snowdomes und vorstädtischen Industriegebiete auf sich wirken lassen!

Hupt zum Abschied dezent: Titanic

 Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen!

Wenige Tage vor der Einführung des Tankrabatts zitierte der Spiegel Deinen Chef Wolfgang Schuldzinski (Grüße an den Weltgeist!) wie folgt: »Weil am 1. Juni Engpässe drohen, sollte niemand seinen Tank davor fast komplett leer fahren.«

Ach, wirklich, den Kraftstoff besser nicht restlos aufbrauchen, ja? Wenn wir solche »Tipps« hören, glauben wir bisweilen fast, der Sprit sei knapp, weil manche das Zeug saufen! Aber gut, dann versuchen wir uns jetzt eben auch mal als Verbraucherschützer mit ähnlich qualifizierten Hinweisen. Erstens: Vor dem Autofahren am besten einsteigen! Zweitens: Den Motor nicht laufen lassen, wenn man duschen geht! Und drittens wie gesagt: Besser Bier denn Benzin schlucken!

So machen’s jedenfalls die Schuldzinskis von Titanic

 Oppositionsführer Friedrich Merz,

Oppositionsführer Friedrich Merz,

auf die Frage, ob ein 66jähriger Mann denn die richtige Person für die Modernisierung der CDU sei, antworten Sie rätselhaft: »Ich kann möglicherweise Dinge bewegen, ohne dabei gleich den Verdacht zu erwecken, nur im eigenen Interesse zu handeln.«

Was meinen Sie denn damit, Merz? Dass Sie ohnehin nicht mehr so lange »haben«? Dass Sie in Ihrer Parteikarriere nebenbei genug gescheffelt haben und die eigenen Interessen somit schon befriedigt sind, Stichwort »gehobener Mittelstand«? Und welche Dinge wollen Sie überhaupt bewegen und wohin? Ihren Privatflieger vors Kanzleramt?

Will nicht den Verdacht erwecken, sich ernsthaft für Sie zu interessieren: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Selbstoptimierung

Mit Stolz habe ich festgestellt, dass ich mittlerweile zur Entspannung und Freizeitgestaltung auf Hobbys, Literatur und Kultur verzichten kann und mir ein einfaches Smartphone reicht.

Schmonnie Mücke

 Güteklasse Aaaaaah!

Bei Rückenschmerzen setze ich grundsätzlich nur auf solche aus eigener Fehlhaltung!

Burkard Niehues

 Zottenreißer

Wenn der Vermieter auch Heilpraktiker ist, reicht dann eine Darmsanierung als Kündigungsgrund?

Viola Müter

 Früh übt sich

Im Kindergarten meines Neffen wird jetzt gegendert: Die Jungs werden gehänselt, die Mädchen gegretelt.

Patrick Fischer

 Zeitungsherbst

Eine Meldung, die für ein bisschen Abwechslung in der Schlagzeilenödnis sorgen würde: Leichensammler findet lange vermissten Pilz.

Theobald Fuchs

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 08.06.:

    Christian Y. Schmidt lehrt bei Arte Karambolage Wissenswertes über den Gießkannenhalter auf deutschen Friedhöfen.

  • 19.05.:

    Herausgeberchefin Ella Carina Werner verrät im Fragebogen vom Medium Magazin ihre Zukunftsideen für TITANIC.

  • 11.05.: Der Falter mit einer kleinen Blattkritik zur Maiausgabe
  • 02.03.: TITANIC-Herausgeber Tim Wolff bei Übermedien über Satire in Kriegszeiten
  • 03.02.: Der hr präsentiert den üppigen Humor-und-Satire-Dreiteiler "Radikal Komisch" mit Ella Carina Werner, Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn u. v. v. a. m., mit 100 schönen TITANIC-Titeln – und in Teil 3 tauchen auch noch Hintner, Burmeier, Eilert und Martina Werner auf – live in der ARD-Mediathek.
Titanic unterwegs
17.07.2022 Aschaffenburg, Mainufer Thomas Gsella
25.09.2022 Bernried am Starnberger See, Buchheim Museum Rudi Hurzlmeier: »Das weite Feld der Unvernunft«
25.09.2022 Kassel, Caricatura-Galerie »SYSTEMFEHLER² – Cartoons zum Irrsinn der Welt«
03.10.2022 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule«