Inhalt der Printausgabe

Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 10

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

Brüssel, Place Luxembourg

Jeden Donnerstag ab 18 Uhr wird vor dem Parlament das Wochenende eingeleitet. Spezielle Verkehrsschilder werden aufgeklappt, die den üblichen Brüsseler Verkehr fernhalten, danach bevölkern bis tief in die Nacht hinein Tausende von Praktikanten, Assistenten, Lobbyisten, Büroleitern und angehenden Praktikantinnen aus ganz Europa die Place Lux, nehmen teuren Wein oder hochpreisige Longdrinks, Bier aus Plastikbechern oder versorgen sich in umliegenden kleinen Läden mit günstigerem Dosenbier. Ins Gespräch kommt man schnell. Ein Assistent aus Luxemburg erzählt uns, daß die Kommissionspräsidentschaft Junckers seinem ganzen Land entsetzlich peinlich sei. Und zwar nicht, wie ich ihm gegenüber vermute, weil Juncker Unternehmen geholfen hat, Milliarden Euro an Steuern zu vermeiden, sondern ganz schlicht, weil er Alkoholiker sei. Während der Luxemburger uns zuprostet, google ich unauffällig die Worte »Saufnase Juncker« und bin überrascht von der Qualität der Treffer.


Anmerkung aus dem Netz

Pascal Krian Mir fehlt ein Update zum Brocken (169 Kilo?). Ich habe den vor kurzem gesehen – den gibt es ja wirklich!


Ein ehemaliger Büroleiter von Elmar Brocken (170 Kilo CDU) berichtet, daß er sich vom ersten Tag seiner Tätigkeit an jeden Morgen gefragt habe, ob er nicht lieber kündigen solle, bis er nach einem knappen Jahr schließlich gegangen sei. Im Laufe des Tages würde die Stimme des ostwestfälischen Cholerikers, der auch gerne mal mit Schuhen nach seinen Praktikanten wirft, beim Schimpfen in immer höhere Sphären wandern, und ab dem Spätnachmittag sei praktisch nur noch zu erahnen, was der Mann eigentlich will.

Was die Polen eigentlich wollen, macht uns ein polnischer Assistent deutlich: In Anbetracht der Verhältnisse derzeit würden viele seiner Landsleute einen erneuten Einmarsch der Deutschen frenetisch begrüßen. Hoffmann und ich enthalten uns erst einmal konkreter Zusagen. Zwei Abgeordnete der Ukip-Partei dagegen wissen nicht, was sie wirklich wollen: Die EU-Posten sind so gut dotiert, daß viele der britischen EU-Kritiker gegen den »Brexit« stimmen.

Dann treten ein paar Studenten aus NRW auf uns zu, bitten um ein Gruppenfoto. Feixend teilen sie uns mit, daß sie mit einer Reisegruppe in Brüssel sind, um einen CDU-Abgeordneten zu besuchen. Die Hälfte ihrer Gruppe sei tatsächlich zumindest halbwegs politikinteressiert, die andere Hälfte wollte einfach billig nach Brüssel. Ein Preis, den dann alle zu zahlen hatten, war die Teilnahme an einem 20minütigen Vortrag des CDU-Parlamentariers Axel Voss. Der Vortrag sei aber gar doch gar nicht so langweilig gewesen wie befürchtet, weil Voss zehn Minuten lang relativ unmotiviert und emotionslos über AfD, PKK und Front National schwadroniert habe, danach aber ansatzlos begonnen habe, über die Faulheit des Abgeordneten Sonneborn zu schimpfen.

Place Lux: Junge Europäer reichern sich mit Glyphosat an

Wieso eigentlich Faulheit? Zumindest bis zur Brexit-Abstimmung hatte es doch selbst in der Kommission interne Anweisungen gegeben, sämtliche Projekte zu stoppen, die Wasser auf die Mühlen der Europakritiker hätten sein können – also alle. Darüber hinaus lag und liegt wohl auch immer noch die komplette Umweltpolitik auf Eis, weil Juncker sich für Umwelt nicht interessiert. Jedenfalls nicht für niederprozentige.

Brüssel, Café Karsmakers

Am nächsten Vormittag analysieren Hoffmann und ich die Situation. Im ersten Jahr des Mandats hatte ich nachweislich zwei Minuten gearbeitet, je 60 Sekunden bei der Befragung der EU-Kommissare Oettinger und Navracsics. Wenn ich diesen Schnitt halten wollte, war also langsam mal wieder ein Einsatz fällig.

Auf meine Bitte hin meldet Hoffmann für die Aussprache am Dienstag abend (»Ausführungen von einer Minute zu Fragen politischer Bedeutung«) eine One-Minute-Speech an. Aber worüber soll ich sprechen? Ich habe zwar noch ein Werk meines depressiven Redenschreibers liegen. Leider jedoch ist es zeitgebunden und wird erst im kommenden Februar wieder aktuell.


Sachdienliche Ergänzung aus dem Aktenordner »Reden (I)«

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, vorab einen herzlichen Dank, daß Sie heute hier erschienen sind. Es soll nicht zu Ihrem Schaden sein: Im Anschluß an diese Sitzung wird unter allen Anwesenden ein exklusiver Reisegutschein im Wert von 100 Euro verlost.

(Den Gutschein hochhalten)

Und auch ein Wort an die, die nicht hier erschienen sind: Meine knappe Redezeit verbietet es, Sie alle namentlich aufzurufen. Aber: Ihr steht auf meiner Liste, Arschlöcher!

Heute, liebe Mit-Europäer, auf den Tag vor acht Jahren, am 16. Februar 2007, starb Tanja. Tanja war das letzte Walroß in einem deutschen Tierpark. Sie starb im Zoo von Hannover, so, wie viele Europäer und Europäerinnen: einsam im Kreise ihrer Pfleger. Gerade einmal 33 Jahre wurde sie alt.

Das alles wissen Sie natürlich selbst. Warum ich es trotzdem erwähne? Weil mir scheint, daß sich Europa heute in einer ganz ähnlichen Situation befindet wie das Walroß Anja. Wir, liebe Kollegen, spielen dabei die Rolle der Pfleger; das Europäische Parlament ist der Zoo, und Brüssel ist Hannover. Der 16. Februar aber ist und bleibt der 16. Februar.

Daran können wir nichts ändern. Aber: Wir können die Geschichte des 16. Februar ändern. Aus einer Geschichte der Unfreiheit können wir eine Geschichte der Freiheit machen. Hier und heute. Denn ein Walroß gehört nicht in den Zoo, schon gar nicht den von Hannover!

Ich fordere Sie daher auf, mit mir Ihre rechte Hand zu heben, wenn Sie der sofortigen Auflösung des Europäischen Parlaments und der Befreiung Europas zustimmen!

Ich denke, dieses Ergebnis spricht für sich.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen viel Glück gleich noch!

(Mit dem Gutschein wedeln)


Die Süddeutsche, die ich nur noch des Sportteils wegen bei mir trage, hilft aus: Verwundert lese ich, daß der türkische Präsident Erdoğan die Kommission aufgefordert hat, ein EU-gefördertes Musikprojekt der Dresdner Sinfoniker zu zensieren. Die Abteilung von Kommissar Navrascisc ging offenbar sofort in die Knie und distanzierte sich, und erst der Dresdner Intendant brachte den Skandal in die Öffentlichkeit. Eigentlich ein gutes Thema, um Merkel zu ärgern …

Brüssel, Parlament

Meine Redezeit ist bewilligt worden, allerdings erst für kurz nach 22 Uhr. Hoffmann organisiert einen Besprechungsraum, ein MacBook, eine Leinwand, ein Sky-Signal, ein paar Dosen belgisches Bier und ein »Sitzung, bitte nicht stören!«-Schild, dann überbrücken wir die Zeit mit einer Partie Champions League. Gibt es eigentlich keine Nachtzulage für MEPs?

Die Aussprache zieht sich, es ist bereits kurz vor 23 Uhr, als ich den Plenarsaal betrete. Der Saal ist leer bis auf vielleicht ein Dutzend Abgeordnete, die noch auf ihre jeweilige Redezeit warten und sich bis dahin überwiegend digital die Zeit vertreiben. Ich erkenne David McAllister, und auch mein Lieblingsnachbar, der alte Monarchist Korwin-Mikke ist da, hellwach sitzt er allein in unserer Reihe und feilt an einer Rede zum Thema »Gleichstellung der Frau im digitalen Zeitalter«.

Korwin-Mikke wird zuerst aufgerufen. Für einen erklärten Gegner des Frauenwahlrechts zeigt er sich heute recht liberal: »Also beim Tennis zum Beispiel, da spielen die Männer ja mehr Sätze als die Frauen, fünf und drei, und beim Laufen laufen die Frauen auch nicht so viele Kilometer wie die Männer, und das heißt ja im Grunde, daß es da Unterschiede gibt …« Dann äußert er sich noch kritisch zum Verhalten Merkels in der Causa Böhmermann und beschließt seine Ausführungen routiniert: »Abgesehen davon glaube ich, daß die Europäische Union zerstört werden muß, vielen Dank!«

Waldorf und Statler im Parlament: Ausführungen von minderer polit. Bedeutung

Während der Pole sich wieder setzt, grinst er mir verschwörerisch zu. Nachdem ich meine eigenen Ausführungen beendet habe, zwinkere ich zurück. Ein bißchen, denke ich, wirken wir wahrscheinlich wie Waldorf & Statler, nur daß wir weniger Applaus bekommen: nach meiner Rede von links und rechts jeweils einen einzelnen Klatscher.*


Sachdienlicher Hinweis der FAZ

In einer kurzen Rede mit satirischen Untertönen hat der EU-Parlamentarier Martin Sonneborn Kritik an der Zensur der türkischen Regierung geübt. Die Rede im Wortlaut:

»Der ›Irre vom Bosporus‹ wie wir den Irren vom Bosporus, Erdoğan, im EU-Parlament liebevoll nennen, hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat er durch seinen Botschafter die EU-Kommission angewiesen, die Förderung für ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker einzustellen, das sich mit dem türkischen Genozid an den Armeniern beschäftigt. Die Kommission hat daraufhin das Orchester aufgefordert, entsprechende Textstellen abzumildern und das Wort ›Genozid‹ zu vermeiden.

Als Mitglied des Kulturausschusses möchte ich einen Vorschlag zur Güte machen: Ich empfehle den Dresdner Sinfonikern dringend, das Wort ›Genozid‹ zu streichen – und durch den Begriff ›Völkermord‹ zu ersetzen.

Ich bin Deutscher, und mit Völkermord kennen wir uns aus.

Allerdings konstatiere ich mit einer gewissen Verblüffung, daß uns die Türkei hier allmählich den Rang abläuft. Deshalb möchte ich die türkische Regierung warnen, den hundertjährigen Rhythmus, in dem sie offensichtlich Genozide zu begehen gedenkt – derzeit genügt ein Blick auf die Lage der Kurden – nicht zu beschleunigen. Sonst müssen wir darüber nachdenken, die Drecksarbeit mit unseren Flüchtlingen jemand anderem zu übertragen. Nichts für ungut. Derzeit keine Türkei-Urlaube geplant.«

Sachdienlicher Hinweis von The European

TE: Sie stehen für Politainment. Wie viel hiervon verträgt das EU-Parlament?
MS: Das Parlament selbst hat damit wenig Probleme. Jo Leinen, ein etwa 163 Jahre alter Sozialdemokrat, hat kürzlich im Interview gesagt, er würde mich gar nicht wahrnehmen, möglicherweise würde ich auf einer anderen Wahrnehmungsebene arbeiten als er. Gut erkannt. Die Ein-Minuten-Rede, die ich kürzlich gegen Erdoğan gehalten habe, wurde im Netz auf verschiedenen Portalen über 3,5 Millionen Mal abgerufen. Zum Vergleich, das letzte Video meines geschätzten CDU-Kollegen Herbert Reul** hatte 36 Aufrufe. Und drei von den 36 waren mein Büroleiter und ich.

Erfurt

6. Bundesparteitag der Partei Die PARTEI in Erfurt! Mit 86 Prozent wird der Bundesvorstand wiedergewählt, und während nach den Abweichlern gefahndet wird, nutze ich die Gelegenheit, den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow auf dem Balkon seiner Staatskanzlei zu empfangen. Eine Einladung war von beiden Seiten ausgesprochen worden, immerhin verbindet uns einiges: Ramelow wurde nach Osten abgeschoben, ich nach Westen. Beide gehören wir obskuren Protestparteien an, die schleichend hier wie da die Macht übernehmen. Leider ist meine Anzughose relativ feucht, nachdem ein PARTEI-Freund mir sein komplettes Pilsner Urquell darüber geschüttet hatte, statt es einfach zu trinken, aber das fällt gar nicht weiter auf, in Thüringen hat man derzeit andere Probleme. Zu gut erinnere ich mich noch an zwei ältere Herren, die mir bei Entnazifizierungsversuchen separat voneinander in einer TITANIC-Telefonaktion und bei einem Dreh für die »Heute-Show« auf die Frage »Wie lange währte das 1000jährige Reich?« geantwortet hatten: »Das ist doch ’ne Fangfrage, oder? Na, 1000 Jahre!«

MEP, Volk (i.e. Ed), Ministerpräsident (v.l.n.r.); Foto: Christian Jaeger

Das Treffen selbst wird nett, sobald die Kameras ausgeschaltet sind, und Ramelow beantwortet die Frage, ob er als Juniorpartner in einer Koalition zur Verfügung stehe, positiv. Dann gehen wir auf den Balkon, damit 46 Jahre nach dem historischen Treffen von Stoph und Brandt mal wieder zwei Willys nach Erfurt hinunter winken können. Und weil ein Fotograf den schönen Moment festhält, kann die Bild-Zeitung am nächsten Tag wahrheitswidrig berichten, daß »MP Bodo Ramelow und ›Partei‹-Chef Martin Sonneborn dem Volk zuwinken«. Die Wirklichkeit ist nicht ganz so spektakulär, auf dem Platz vor der Staatskanzlei jubelt kein Volk, sondern lediglich Ed aus Bremen (»Martin! Ich hab’ ein Kind von dir!«) mit zwei eindrucksvollen Fahnen: einer geliehenen PARTEI-Fahne und seiner eigenen (zwei Flaschen Pfeffi).


 

* Der Stern macht daraus freundlicherweise: »Applaus von links bis rechts…«

** Herbert Reul ist Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im EP und ein bißchen doof.

 

Achtung, Durchsage: Dieser Bericht wurde aus Mitteln des Europäischen Parlamentes finanziert und zeigt möglicherweise ein Zerrbild desselben.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ganz schön unentspannt, Giorgia Meloni!

Ganz schön unentspannt, Giorgia Meloni!

Nachdem Sie eine Klage wegen Rufschädigung eingereicht haben, wird nun voraussichtlich ein Prozess gegen den britischen Rockstar Brian Molko eingeleitet. Dieser hatte Sie bei einem Konzert seiner Band Placebo in Turin als Nazi und Faschistin bezeichnet.

Wir finden, da könnten Sie sich mal etwas lockermachen. Wer soll denn bitte noch durchblicken, ob Sie gerade »Post-«, »Proto-« oder »Feelgood-« als Präfix vor »Faschistin« bevorzugen? Und: Wegen solcher Empflichkeiten gleich vor Gericht zu gehen, kostet die Justiz so viel wertvolle Zeit. Die könnte sie doch auch nutzen, um Seenotretter/innen dingfest zu machen oder kritische Presse auszuschalten. Haben Sie darüber schon mal nachgedacht, Sie Snowflake?

Schlägt ganz gelassen vor: Titanic

 Chillax, Friedrich Merz!

Sie sind Gegner der Cannabislegalisierung, insbesondere sorgen Sie sich um den Kinder- und Jugendschutz. Dennoch gaben Sie zu Protokoll, Sie hätten »einmal während der Schulzeit mal einen Zug dran getan«.

Das sollte Ihnen zu denken geben. Nicht wegen etwaiger Spätfolgen, sondern: Wenn ein Erzkonservativer aus dem Sauerland, der fürs Kiffen die Formulierung »einen Zug dran tun« wählt, schon in der Schulzeit – und trotz sehr wahrscheinlichem Mangel an coolen Freund/innen – an Gras kam, muss dann nicht so ziemlich jedes andere System besseren Jugendschutz garantieren?

Sinniert

Ihre Titanic

 Recht haben Sie, Uli Wickert (81)!

Recht haben Sie, Uli Wickert (81)!

Die Frage, weshalb Joe Biden in seinem hohen Alter noch mal für das Präsidentenamt kandidiert, anstatt sich zur Ruhe zu setzen, kommentieren Sie so: »Warum muss man eigentlich loslassen? Wenn man etwas gerne macht, wenn man für etwas lebt, dann macht man halt weiter, soweit man kann. Ich schreibe meine Bücher, weil es mir Spaß macht und weil ich nicht Golf spielen kann. Und irgendwie muss ich mich ja beschäftigen.«

Daran haben wir, Wickert, natürlich nicht gedacht, dass der sogenannte mächtigste Mann der Welt womöglich einfach keine Lust hat, aufzuhören, auch wenn er vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe ist. Dass ihn das Regieren schlicht bockt und ihm obendrein ein Hobby fehlt. Ja, warum sollte man einem alten Mann diese kleine Freude nehmen wollen!

Greifen Sie hin und wieder doch lieber zum Golfschläger statt zum Mikrofon, rät Titanic

 Vielen Dank, Claudia Schiffer!

Vielen Dank, Claudia Schiffer!

Die Bunte zitiert Sie mit der Aussage: »Um zu überleben, muss man gesund sein, und wenn man am gesündesten ist, sieht man einfach auch am jüngsten aus!« Gut, dass Sie diese Erkenntnis an uns weitergeben!

Geht jetzt zur Sicherheit bei jeder neuen Falte, Cellulitedelle und grauen Strähne zum Arzt:

Ihre greise Redaktion der Titanic

 Prophetisch, »Antenne Thüringen«?

Oder wie sollen wir den Song verstehen, den Du direkt nach der von Dir live übertragenen Diskussion zwischen Mario Voigt und Björn Höcke eingespielt hast? Zwar hat der Thüringer CDU-Fraktionschef Höckes Angebot einer Zusammenarbeit nach der Wahl ausgeschlagen. Aber es wettet ja so manche/r darauf, dass die Union je nach Wahlergebnis doch noch machthungrig einknickt. Du jedenfalls lässt im Anschluss den Musiker Cyril mit seinem Remake des Siebziger-Lieds »Stumblin’ in« zu Wort kommen: »Our love is alive / I’ve fallen for you / Whatever you do / Cause, baby, you’ve shown me so many things that I never knew / Whatever it takes / Baby, I’ll do it for you / Whatever you need / Baby, you got it from me.« Wenn das nicht mal eine Hymne auf eine blau-schwarze Koalition ist!

Hätte sich dann doch eher »Highway to Hell« gewünscht: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gebt ihnen einen Lebenszyklus!

Künstliche Pflanzen täuschen mir immer gekonnter Natürlichkeit vor. Was ihnen da aber noch fehlt, ist die Fähigkeit zu verwelken. Mein Vorschlag: Plastikpflanzen in verschiedenen Welkstadien, damit man sich das Naserümpfen der Gäste erspart und weiterhin nur dafür belächelt wird, dass man alle seine Zöglinge sterben lässt.

Michael Höfler

 Im Institut für Virologie

Jeder Gang macht krank.

Daniel Sibbe

 Back to Metal

Wer billig kauft, kauft dreimal: Gerade ist mir beim zweiten Sparschäler innerhalb von 14 Tagen die bewegliche Klinge aus ihrer Plastikaufhängung gebrochen. Wer Sparschäler aus Kunststoff kauft, spart also am falschen Ende, nämlich am oberen!

Mark-Stefan Tietze

 Tödliche Pilzgerichte (1/1)

Gefühlte Champignons.

Lukas Haberland

 Altersspezifisch

Ich gehöre noch zu einer Generation, deren Sätze zu häufig mit »Ich gehöre noch zu einer Generation« anfangen.

Andreas Maier

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
23.05.2024 Bielefeld, Theaterlabor Max Goldt
24.05.2024 Dresden, Buchladen Tante Leuk Thomas Gsella
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler: »Die Dünen der Dänen«