Die Freier- und Hansestadt Hamburg hat eine neue Touristenattraktion: Die Elfi von der Reeperbahn (39 Euro). Nur ein paar schmuddelige Ecken weiter ist gestern die "Elphi" von der Hafencity (789 000 000 Euro plus XXX) mit einer Aufführung von Gunter Gabriels "Hey Beust, ich brauch mehr Geld" feierlich eingeweiht worden. Bereits Ende Oktober letzten Jahres hatte der Bausündenkonzern Hochtief den Klotz nach 9½ Wochen Jahren Bauzeit der "grünen Metropole am Wasser" (rosarote VR-Brille – erhältlich im Elbphilharmonie-Shop – nicht vergessen!) offiziell ans Bein gebunden. Beim Wahrwerden dieses am Elbufer errichteten, untenrum immerfeuchten Architektentraums aus strammen Schenkelberechnungen, nacktem Beton und mundgeblasenen Glasfronten wurden keine Mehrkosten und Mühen gescheut. 

Trotz aller Vorfreude auf die bevorstehende Eröffnung hatte es in letzter Zeit beim Rein-Raus im Volksparkhaus der Elbphilharmonie immer wieder Ärger um die Bezahlung gegeben. Viele Kunden hatten sehr zur Verwunderung des osteuropäischen Betreiberclans die entgegen ihrer sonstigen Vorlieben viel zu engen Schlitze zum Einführen ihrer gut bestückten... ähem... Kreditkarten an den Kassenautomaten bemängelt. 

Beim gestrigen Festakt im Großen Saal wurden von Titularorganistin (hihi, Organistin!) Iveta Apkalna alle Register gezogen und der Idee der Elbphilharmonie als – laut SPD-Bürgermeister Olaf Scholz – "Freudenhaus für alle" Rechnung getragen, auf Wunsch mit ausgewiesenen Spesensätzen für das Finanzamt. Dank tausender Pfeifen, darunter viel Polit- und HSV-Prominenz, wurde georgelt, was die Bälger hergaben (Küssen wie üblich gegen Aufpreis). Die Elbphilharmonie soll aber nicht nur ein Hort für alle Liebhaber klassischer Spielarten sein. Im hauseigenen Studio können sich wie bereits im November und Dezember 2016 bei einer Soundinstallation von Brian Eno bis zu 170 Gäste gleichzeitig selber geißeln. 

Da die Elbphilharmonie in den oberen zehntausend Etagen auch eine staatlich subventionierte Luxusabsteige für VW-Betriebsräte und Ergo-Versicherungsvertreter beherbergt, hofft Enno Isermann, Pressesprecher der Kulturbehörde, daß die "Elphi" als neues Aushängeschild der Stadt eine ähnliche Anziehungskraft entwickeln wird wie sein Lieblingsclub ("Und ich meine jetzt nicht den FC. St. Pauli, zwinkerzwonker"). Er spricht sich für eine gewinnbringende Co-Existenz beider Etablissements aus. Denn: "Sparen wollen wir doch schließlich alle."

Der alte Mentz wagt sich in ein weiteres neues Jahr: Für die Januarausgabe verweigert er die Lektüre des neuen Suter, schaut "Willkommen bei den Hartmanns", liest die deutsche Ausgabe von Charlie Hebdo und treibt noch allerhand mehr.

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Ein hartes Einsteigen von Cornelius W. M. Oettle

Die FIFA hat sich entschieden: Sie erhöht die Anzahl der an der Fußballweltmeisterschaft 2026 teilnehmenden Mannschaften auf mehr als bisher. Jeder Mensch gesunden Verstandes unterstützt das. Die meisten deutschen Fußballer und Fans folglich nicht. Sie unterstellen dem Weltfußballverband Geldgeilheit. Ein haltloser Vorwurf, den spätestens Aufklärer Franz Beckenbauer entkräftet hat, als er darlegte, daß etliche Funktionäre ehrenamtlich schuften. Der wahre Grund ihres Degouts ist freilich ein anderer: Fußballer fürchten nichts so sehr wie die Niederlage. Und klar: Wenn fortan mehr Teams bei einer WM mitkicken, bedeutet das auch: mehr Widersacher der eigenen Truppe – und damit mehr Spiele, bei denen man sich eine Schlappe einfangen kann.

Der essentielle Gedanke des Sports, der des Dabeiseins nämlich, ist längst aus den Köpfen der machtbesessenen Rundlederfreunde gestrichen. Es zermürbt die Anhänger der deutschen Elf der Gedanke, bei einer Weltmeisterschaft könnte ein Kontrahent auflaufen, der ihre Jungs auf dem Feld so richtig aufmischt. Während man 2014 beim Turnier in Rio permanent auf Witzgegner wie Portugal (4:0) und Brasilien (7:1) traf, und sich nach den Triumphen über derlei Fußballzwerge auch noch aufs Unverschämteste mit dem Titel brüstete, begegnet "Die Mannschaft" (Schon dieser arrogante Name – als gäbe es keine anderen!) im Jahre 2026 voraussichtlich jenen ernstzunehmenden Konkurrenten, die man bislang aus Feigheit von der Teilnahme ausschloß. Gegen Gabun etwa konnte das deutsche Team noch nie gewinnen.

Die Entscheidung der Herren um den brillanten Vordenker Gianni Infantino, der es wie kein anderer versteht, den in Ungnade gefallenen Sepp Blatter zu ersetzen, ist die einzig richtige. Auf der Erdkugel existieren eben mehr als 32 Nationen, mehr als 200 sogar. Wenn die Welt(!)meisterschaft in Zukunft nicht zur Narrenposse verkommen und weiterhin todernst genommen werden will, müssen auch alle Länder antreten. Nicht länger dürfen sie bei dubiosen, von der Öffentlichkeit unbeachteten Hinterzimmermachenschaften (sogenannten "Qualifikationsgruppen") abgewatscht werden. Selbst die Niederlande sollen ihre Chance bekommen.

tl;dr
Die FIFA hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, 48 Mannschaften an der Fußballweltmeisterschaft 2026 teilnehmen zu lassen. TITANIC-Kolumnist Cornelius W. M. Oettle hat vom Weltfußballverband bereits Freikarten fürs Finale geschenkt bekommen.

Nach den Anschlägen von Nizza und Berlin erfreuen sich Lkw bei Terroristen immer größerer Popularität. Bei folgenden Herstellern und Typen gilt höchste Alarmbereitschaft:

  • Bodyscania
  • Meiller-Umkipper
  • Dattelschlepper
  • Maghrebus-Deutz
  • Gefährderguttransporter
  • Ausdemveco!
  • Gigahardliner
  • MuselMAN
  • alle Modelle mit Kalifatschreiber
  • Mario-Barth-Tourtruck

Der ehemalige Bundesherzog Roman Präsident ist tot. Wie sein Hausarzt mitteilte, sei der Tod ruckartig eingetreten. Als leidenschaftlicher Ruckbyspieler und Ruck'n'Roll-Fan galt der Politiker und Verfassungsrichter, der im englischsprachigen Ausland zunächst als "rookie" abgetan wurde, als nahbares Ruckgrat der Gesellschaft. Auf seiner Beerdigung soll ein Schwarm Tauben mit einem lauten Ruckedigu freigelassen werden, außerdem wird Herzog auf eigenen Wunsch zusammen mit seinem Lieblingsrucksack beigesetzt werden.

Im Januar 2007 stellte Steve Jobs in San Francisco das erste I-Phone vor. Das Blitzlicht der eingebauten Zwei-Megapixel-Digitalkamera wurde damals noch durch das Entzünden von separat erhältlichem Magnesiumpulver (iMag) erzeugt, was nicht ungefährlich war und häufig zu Explosionen und Verletzungen führte. Die konkurrierenden Entwickler des Samsung Galaxy Note 7 vermochten bis heute nicht, eine Lösung für dieses Problem zu finden.

I-Phone 2
Wurde nie produziert, da gerade noch rechtzeitig auffiel, daß es schon anno 2008 alles hätte leisten können, was das aktuelle Gerät (iPhone 7) auch kann. Man entschied sich, die Smartphones fortan immer nur marginal zu verbessern, um sehr viel Geld zu verdienen.

I-Phone 3G
Das iPhone 3G ermöglichte mobiles Surfen im Internet. Das Ende zwischenmenschlicher Kommunikation im öffentlichen Raum war eingeläutet.

I-Phone 3GS
Das "S" steht für "Speed", was auf die enorme Geschwindigkeit referiert, mit der sich der Akku entlädt.

I-Phone 4
Mit dem iPhone 4 erwachte auch Siri zum Leben, die superätzende Besserwisserin, mit deren Hilfe die Firma Apple Stimmprofile der Nutzer erstellt und simuliert, um anschließend Scherzanrufe zu tätigen: "Hallo Schatz, es ist vorbei, mach dir keine Sorgen wegen der Kinder, die habe ich ertränkt." Die bis heute am häufigsten an die Spracherkennungssoftware gestellten Fragen lauten übrigens "Was ist der Sinn des Lebens?", "Wo ist mein I-Phone?" und auf Platz 1: "Ob du behindert bist?"

I-Phone 5
Nach Jobs' Hinschied im Jahre 2011 gingen den Entwicklern die pfiffigen Einfälle aus. Das I-Phone 5 konnte im Grunde gar nichts.

I-Phone 5s
Das erste iPhone mit Fingerabdruck-Scanner! Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, interessierten sich auch für: Wanzen, George Orwell, Glaswände. 

I-Phone 5c
Wofür nun wieder das "c" steht, weiß wirklich niemand. Vielleicht für "color", weil das Taschentelefon in verschiedenen Farbvarianten ausgeliefert wurde. Vielleicht aber auch für "Chlamydien", weil sich Tim Cook 2013 welche eingefangen hatte.

I-Phone 6
Dieses völlig uninspirierte Stück Elektroschrott hatte keinerlei Innovationen zu bieten. Historiker werden den Beginn des Niedergangs des Konzerns auf den Erscheinungstag des iPhone 6 datieren.

I-Phone 6s
Hätten sich diese Apfelärsche vielleicht irgendwann mal auf einen Buchstaben einigen können? 3G, 5c, 6s – was soll das? Da kriegt man doch große Lust, den Typen von Apple mal ein paar Spider-Apps zu verpassen, und zwar welche fürs Gesicht.

I-Phone 6 Plus, I-Phone SE, I-Phone 7, I-Phone 7 Plus und der ganze andere Plunder:
Diese Produkte konnte sich bislang keiner unserer Redakteure leisten. Eine Besprechung selbiger folgt zum zwanzigjährigen Jubiläum.

  • Die Einführung der Dreiprozenthürde im Bund
  • Posten in der Wirtschaft
  • Mövenpick-Hotels für alle (Privatpatienten)
  • Künftig soll die Partei nicht nur von Ärzten und Apothekern gewählt werden, die einen Mercedes oder BMW fahren, sondern auch von Ärzten und Apothekern, die einen Porsche oder Ferrari fahren
  • Die FDP-Spitze will mal wieder von richtigen Politikern angepimmelt werden – und nicht nur von Polit-C-Promis wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber
  • Im nächsten Bundestag sollen wieder mehr karrieregeile Arschkriecher sitzen
  • Die FDP muß Nr. 1 in Grabschskandalen bleiben (Lebt Brüderle noch?)
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Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Oliver Maria Schmitt: "Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen durch die Hölle und zurück"
TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 03.01.:

    Das Dänische Fernsehen hat (neben Böhmermann und FAZ) auch TITANIC besucht und auf eine Spendenaktion für die Deutsche Bank begleitet.

  • 01.01.:

    PARTEI-Chef Martin Sonneborn spricht mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über den Weg zur Macht.

  • 29.12.:

    Die Berliner Morgenpost nähert sich einem erfolgreichen TITANIC-Cartoon.

  • 27.12.:

    Meedia dokumentiert, was Facebook-Nutzer über einen Cartoon aus der TITANIC-Dezemberausgabe denken.

  • 22.12.:

    Bei der Taz stellt Fabian Lichter Benimmregeln für den Handwerkerbesuch auf.

Titanic unterwegs
19.02.2017 Kassel, Caricatura-Galerie
  Beste Bilder – Die Cartoons des Jahres 2016
12.03.2017 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  »Sternstunden«

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Briefe an die Leser

 Immer und immer wieder, Wolf Biermann,

fragen beziehungsweise sprechsingen oder schreiben Sie (80): »Das kann doch nicht alles gewesen sein?« Und wir antworten: »Doch. Kann es.«

Uns reicht’s in Ihrem Fall schon seit 1976. Titanic

 Grünen-Politikerin Brigitte Lösch!

Dich doch.

Lolz: Titanic

 Du, Firma Dayclox,

bietest eine kleine Digitaluhr zum Aufstellen an: Auf dem Display werden Datum, Wochentag und Uhrzeit angezeigt. Sonst nichts. So weit, so handelsüblich. Wäre da nicht die Produktbezeichnung. Denn demnach handelt es sich keineswegs um eine Allerweltsuhr, sondern um eine »Alzheimeruhr« für ältere Menschen. Was wiederum den stolzen Preis von 65 Euro erklärt. Und uns jedoch mit der Frage zurückläßt, ob diese Verkaufsstrategie nicht irgendwie für jede Uhr und jeden Kalender gerechtfertigt wäre.

Will wissen, wann dem Kapitalismus die Stunde schlägt: Titanic

 Schauspieler Michael Fassbender!

Der Hochglanzillustrierten GQ verrieten Sie, daß sich jeder Mensch auf die beiden Typen »Macher« oder »Schwätzer« reduzieren läßt, wobei Sie sich mitunter zu letzteren zählen: »Ich erwische mich manchmal dabei, daß ich viel rede und wenig mache, und ich mag mich dann nicht besonders.« Den Grund, der Menschen in ihrem Handeln bremst, sehen Sie in der »Angst, sich hinzustellen und sich zum Affen zu machen«.

Da müssen wir Ihnen widersprechen. Wie Ihr GQ-Interview expressis verbis zeigt, kann man sich auch als nicht besonders gemochter Schwätzer ungebremst lächerlich machen.

Erwischt von Titanic

 SAP-Gründer Hasso Plattner!

SAP-Gründer Hasso Plattner!

Seit Sie in Ihrer Software-Klitsche nur noch im Aufsichtsrat sitzen, widmen Sie sich mit um so größerer Hingabe dem Mäzenatentum. Ihr neuestes Geschenk an die Stadt Potsdam ist das Museum Barberini, Nachbau des im 2. Weltkrieg zerstörten Palastes Barberini, ursprünglich Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Daß Sie eine Schwäche für solche Bauten haben, zeigte ja bereits Ihre mehrstellige Millionenspende für den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses, heute Sitz des Landtages. Mit Ihrer – steuerlich sicher recht vorteilhaften – Stiftung haben Sie also maßgeblich dazu beigetragen, die Potsdamer Innenstadt von diesem schrecklichen Kriegsmakel zu befreien und im Sinne der guten alten Geschichtsklitterung in die gute alte Zeit zurückzuversetzen. Glückwunsch! Aber was ist ein Museum ohne Inhalt? Auch der findet sich in den Taschen Ihrer Spendierhose: Über die Jahre haben sich im Hause Plattner der ein oder andere Monet, Renoir, Richter und Kippenberger angesammelt, die nun mal endlich professionell abgestaubt und ausgestellt werden sollen. Und was ist Ihnen dabei besonders wichtig? Laut der Homepage des Museums: »Das Original erleben, die Begeisterung teilen.«

Darauf, Plattner, muß man erst mal kommen! Originale erleben – in einer monströsen Architekturfälschung!

Sorgt sich um Ihre Aura in Zeiten ihrer digitalen Reproduzierbarkeit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Das Netflixbarometer informiert:

Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von Fernsehserien: Bingen am Rhein.

Florian Kölsch

 Mißverständnis

Meine Freundin fragte mich kürzlich, was wohl meine größte Schwäche sei. Ich antwortete darauf, das sei wohl die Tatsache, daß ich zwar die Semantik einer Frage korrekt deuten könne, nicht aber die implizite Seite einer Frage. Ob ich denn ein Beispiel dafür nennen könnte, wollte sie wissen. Meine Antwort: ja.

Ernst Jordan

 Etikette

In Zeiten wie diesen sollte die einem geplanten Anschlag vorausgeschickte Bombendrohung als Zeugnis von Anstand und guten Umgangsformen gewertet werden.

Sebastian Klug

 Krahahahaha!

Daß Krähen noch intelligenter sind als allgemein angenommen, wurde mir neulich klar. Wie viele wissen, läßt das Vogeltier, schlau wie es ist, Nüsse auf harten Untergrund fallen, um sie so zu knacken. Als ich neulich an der Ampel stand und nur knapp von einer solchen Walnuß verfehlt wurde, dachte ich, das sei Zufall. Erst Stunden später fiel mir ein, daß es sich um den subtilsten Spott seit langem über meine Kahlköpfigkeit handelte.

Leo Riegel

 Witze im Weltraum

Irgendwie scheint sich bisher noch niemand darum gekümmert zu haben, denn die Genres der Fäkal- sowie der Kellnerwitze sind noch nicht im Zeitalter der Raumfahrt angekommen. Mal sehen, ob ich das ändern kann. Also: In der internationalen Raumstation schwebt neben dem einzigen Gast über Tisch 3 ein Teller. Sagt der Gast: Herr Ober, in meiner Suppe verglüht ein schwarzes Loch. Sagt der Ober: Nein, das ist nur etwas, was aus meinem Kotbeutel entwischt ist.

Theobald Fuchs