Aus Gründen mal wieder bei den „lieben“ Kollegen nachgeschlagen, und ach, es lohnte nicht. Fleischhauer über Trump: „In den Zeitungen steht, was für eine Gefahr für den Weltfrieden ein Wahlsieg des amerikanischen Milliardärs bedeuten würde. Man kann dort jeden Tag lesen, wie engstirnig, rückschrittlich und bigott seine Vorstellungen seien. Ich verstehe die Kritik nicht ganz. Ich habe beim Lesen nämlich eine Entdeckung gemacht: Vieles, was Trump fordert, findet sich so oder so ähnlich auch bei der Linkspartei und ihren publizistischen Bannerträgern.“ Jasper über die AfD als „Dämon“: „Die Extremismusforschung hat es seit Jahren mit einem Phänomen zu tun, das ihr die einfache Zuordnung rechtsradikaler Einstellungen erschwert … – abgesehen davon, ist ,Diktaturanfälligkeit’ auch ein Merkmal für Linksextremisten.“

Und schließlich aber Diez auf „Spon“, der zwar nicht das beste Foto, aber die beste Meinung hat: „Wir müssen mal wieder über Talkshows reden. Denn was da seit Monaten passiert, fühlt sich langsam an wie eine Art stiller Putsch von Redakteuren, die offensichtlich im ganzen Quoten-Quatsch ihren Kopf verloren haben“ und nämlich ständig die AfD einladen. „Wie ist es sonst zu erklären, daß zum Beispiel bei einem Thema wie Integration bei Anne Will ausgerechnet Frauke Petry sitzt? Da könnte man genauso einen Pyromanen in eine Streichholzfabrik einladen“ oder einen CDU-Politiker zur griechischen Schuldenkrise? „Es ist klar, was Frauke Petry sagen wird, es ist nicht konstruktiv, es ist polemisch, es vergiftet das Klima, es macht die Diskussion kaputt – und vor allem, es wurde schon 1000mal gesagt, von ihr und ihren AfD-Kollegen. Denn sie sitzen ja schon überall, in den Parlamentssesseln der deutschen Talkshowrepublik, im von ihnen so gehaßten öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das ihnen wieder und wieder die Möglichkeit gibt, ihre Vorurteile auszubreiten.“

„Was vernünftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist vernünftig.“ Hegel, 1820

Gut gebrüllt, aber kurz gesprungen, denn Fernsehen, Verzeihung, ist ein rechtes Ding, in dem alles sowieso schon 1000 und 100 000mal gesagt worden ist, und im Talkfernsehen ist „Meinungsbildung“ auch dann eine Täuschung, wenn links von Petry was auch immer verhandelt wird. „Wie das Palaver uns regiert“ untertitelte 2004 Walter van Rossum sein Buch „Meine Abende mit Sabine Christiansen“, in dem er dargelegte, wie bei Dame Christiansen das Neoliberaldeutschland heutigen Zuschnitts propagandistische Vorbereitung fand: „Leitmotivisch geht es jeden Sonntag darum, Deutschland erst in Gefahr zu wiegen, um es anschließend zu retten“, und wer eine Talkshow sieht, ob als „politisch“ ausgewiesen oder nicht, der will keine Aufklärung, der will Unterhaltung, denn Aufklärung ist anstrengend, und am Montag muß man wieder ins Büro.

„Die Talk-Republik, geboren 1990 als Nach-Wende-Erfindung im Gedanken an den dauernd tagenden Großen Runden Tisch, ist an ihr Ende gekommen – es ist Zeit für eine neue Diskurs-Republik Deutschland“ (Diez), weil das Talkwesen im öffentlich-rechtliche Fernsehen den „gesellschaftlichen Rechtsrutsch“ begleite und dadurch befördere. Aber das ist ja nun einmal die Aufgabe von Fernsehen als Institution: begleiten und befördern, affirmieren durch abbilden, denn Fernsehen, die Blödmaschine, ist nicht Diskurs, sondern die Nachricht selbst: daß alles in der Ordnung sei. Frauke Petry kann eine Diskussion gar nicht kaputt machen, die sich ohnehin bloß simuliert, sie kann sie allenfalls karikieren, und patriotische Auftritte wie der des Pg. Höcke geistern dann als „bizarr“ durch dieselben Medien, die von Bizarrerien doch nicht genug kriegen können.

Die Diskurs-Republik-Deutschland errichten hieße: den Talkshow-Irrsinn beenden. Den Krimi-Irrsinn beenden. Den Quiz-, Pilcher-, Sport- und Show-Irrsinn beenden. Das alles aber hieße, das Fernsehen beenden. Und damit aber, traun, die Republik.

Jetzt ist die neue Zentrale des Bundesnachrichtendiensts endlich fertig, und da freue ich mich natürlich, daß hier die sog. Berliner Republik, dieser locus amoenus aus Leichtigkeit, Buntheit und Grazie, so schön ins Sinnbild gefunden hat. „Ein Monster von Symmetrie und Strenge, schier endlos in seiner Gleichförmigkeit“, fand die Süddeutsche, „ein gewaltiger Bau, der mit Waben eines Überwachungsbienenstaats mehr gemeinsam hat, als der Normalsterbliche erträumen würde“, staunte die Frankfurter Allgemeine, und auch der lokale Tagesspiegel jammerte: „Es ist schon ein Jammer, daß die beiden fabelhaften monumentalen Innenhöfe der Öffentlichkeit niemals zugänglich sein werden.“

Das aber waren das Reichssicherheitshauptamt und die Neue Reichskanzlei auch nicht, wie es sein mag, daß eben dieser scheinbare Widerspruch aus Riesengröße und Abwesenheit genau das illustriert, was er illustrieren soll: die Macht. Und mochten Zeitgenossen mit einer Ader für politische Metaphorik quengeln, ein Geheimdienst dürfe sich nicht im geographischen Abseits befinden, denn gerade ein Geheimdienst gehöre doch vor unser aller Augen: jetzt haben sie ihn, als Klotz inmitten ihrer geliebten Hauptstadt, eine Zentrale in der Zentrale, und darin dann freilich noch mal eine: „Exakt in der Mitte des symmetrischen Ensembles“, applaudierte der Tagesspiegel, habe der Präsident sein Büro, „die Residenz eines Sonnenkönigs. Dazu eine Raustrete mit Blick auf die Panke – vielleicht muß man in solch verantwortungsvollem Amt bisweilen zur Zigarette greifen.“ Ganz unbeobachtet auf der Raustrete (auch noch nicht gehört).

„Nicht gesucht hat den Platz, wen er findet.“ Kracauer, 1926

„Sockel und Erdgeschoß sind wiederum mit feinem Zwiefaltener Travertin verkleidet. Der Sockel selbst ist nach Art eines flachen Reliefs durchgebildet“ (ebd.) – daß die Bonner Republik, die im vielzitierten Kanzlerbungalow ihr Sinnbild sehen wollte, so licht und artig gar nicht war, ist ja richtig; aber immerhin gab es doch, und sei’s auch nur unter den Intellektuellen, die Sehnsucht nach einem Selbstverständnis, das ein anderes sein sollte als das, das die Welt zu fürchten gelernt hatte. Das neue Selbstverständnis scheint jetzt eines zu sein, das seiner demokratisch-transparenten Pflicht Genüge zu tun glaubt, indem es vom Bauhaus den rechten Winkel nimmt. Der Rest ist Größe, Kälte, Symmetrie: Imperium. „Kaum ein Ministerium, das nicht dem Dogma des rechten Winkels huldigt … Es wird gerastert, was Stein, Stahl und Beton hergeben. So als würde sich nur dadurch politische Bedeutung symbolisieren lassen“ (SZ). Aber diese Bedeutung gibt es ja, die Kollegin sieht es selbst: „Spätestens im 30 Meter hohen Atrium schrumpft jeder zu einem winzigen Rechteck. In dieser aseptischen Ruhmeshalle fügt sich jede Linie, jede Lampe, jede Fliese, jedes Oberlicht ins Raster.“

Die reine Gewalt, „Quadrat ohne Erbarmen“ (Siegfried Kracauer): nun sitzt sie mitten im Land. In einem Land, in dem, von der „frühkindlichen Bildung“ an und über Bologna hinaus, alles ins Raster muß und wo sie alle diese gerasterte Sprache sprechen, von der hier immer wieder die Rede ist, und das Frauen, in einer Mischung aus Phrasentaubheit, Nazideutsch und Herablassung, deshalb fortwährend Mädel nennt („... und [Julia] Roberts ist darin [im Film ,Money Monster’] das Mädel, das am Ende die Verantwortung trägt“, SZ, 13.5.). Ein Land, in dem das größte öffentliche (und freilich: nichtöffentliche) Gebäude jetzt der Geheimdienst ist: beim nächsten Stasi-Film denken wir dran.

Es gibt keine guten Erkältungen. Es gibt allenfalls lästige und nicht so lästige. (Ich weiß wieder mal, wovon ich spreche.)

Papst Franzl ist ein Mann, den man mitunter zitieren kann, ohne daß es in spöttischer Absicht geschieht. Daß diese Wirtschaft töte, war ein Satz von erfreulicher Deutlichkeit, und daß daraus nichts folgte, muß nicht gegen den Satz sprechen. Franzls Karlspreis- und Europa-Ruckrede vom Freitag indes ist die Folgenlosigkeit bereits auf eine Weise eingeschrieben, daß die Lektüre im Wortlaut zu einem halb ermüdenden, halb deprimierenden Unterfangen wird. Es geht darin weniger um erste Welt und dritte Welt und was die eine für die andere kann, sondern geradezu käßmannsch um Integration, Synthese, Brückenbau und Dialog – „Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog“ –, und wer den Bischof von Rom je für einen Klartextredner, einen Mann „brutal deutlicher Worte“ (Süddeutsche) hielt, der lese, was geschrieben steht (und danke mir fürs Exzerpieren):

„Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit? … Die Pläne der Gründerväter, jener Herolde des Friedens und Propheten der Zukunft, sind nicht überholt: Heute mehr denn je regen sie an, Brücken zu bauen und Mauern einzureißen … Die Wurzeln unserer Völker, die Wurzeln Europas festigten sich im Laufe seiner Geschichte. Dabei lernte es, die verschiedensten Kulturen, ohne sichtliche Verbindung untereinander, in immer neuen Synthesen zu integrieren … Es geht um eine Solidarität, die nie mit Almosen verwechselt werden darf, sondern als Schaffung von Möglichkeiten zu sehen ist, damit alle Bewohner unserer – und vieler anderer – Städte ihr Leben in Würde entfalten können … Das Gesicht Europas unterscheidet sich nämlich nicht dadurch, daß es sich anderen widersetzt, sondern daß es die Züge verschiedener Kulturen eingeprägt trägt und die Schönheit, die aus der Überwindung der Beziehungslosigkeit kommt.“ Usw. Es wird schon so was sein.

„Sich nicht auch auf den Frühkommunisten Jesus Christus berufen zu haben: womöglich eine der dümmsten programmatischen Fehlleistungen der sozialistischen Klassiker. Was für ein Predecessor!“ Piwitt, 2001

Aber immerhin geht es irgendwann auch um die „Suche nach neuen Wirtschaftsmodellen, die in höherem Maße inklusiv und gerecht sind. Sie sollen nicht darauf ausgerichtet sein, nur einigen wenigen zu dienen, sondern vielmehr dem Wohl jedes Menschen und der Gesellschaft. Und das verlangt den Übergang von einer ,verflüssigten’ Wirtschaft zu einer sozialen Wirtschaft. Ich denke zum Beispiel an die soziale Marktwirtschaft“, dieses hochsolidarische Vorbild, das sein soziales Netz, hapert’s an der Rendite, zur Hängematte erklärt und seine Hartz IV-Almosen wirklich nur für jene Millionen vorsieht, die bei allen von BDI und Regierung geschaffenen Möglichkeiten, sich in Würde vernutzen zu lassen, nicht und nicht zu brauchen sind. Und gottlob und im statistischen Mittel elf Jahre früher sterben als die, denen diese Wirtschaft dient und dienen wird, allen römischen Predigten zum Trotz und längst nicht nur in Deutschland: „Der französische Präsident geht ein Schlüsselprojekt seiner Amtszeit an: die Arbeitsmarktreform. Kündigungen sollen erleichtert und die 35-Stunden-Woche aufgeweicht werden“ (Der Bayernkurier unter der Überschrift „Hartz für Hollande“). Da geht es hin, und nur dahin.

„Ich träume von einem Europa, wo die jungen Menschen die reine Luft der Ehrlichkeit atmen“, und davon träume ich auch, und deshalb sei der legendäre Armenpapst zum vielleicht letzten Mal zustimmend zitiert: Diese Wirtschaft tötet. Daß sie aber über Gebühr sozial sein könnte (noch auch nur will), ist, ganz unchristlich, gelogen.

Meine Lieblingshaßvokabeln sind ja bekannt, und ich hoffe, es ist nachvollziehbar, wenn ich sie mir hier sparen will; es geht ja schließlich massiv weiter.

„Welche Maschine macht den perfekten Espresso?“ will FAZ.net von mir wissen, das „perfekte Dinner“ gibt es auf Vox auch schon eine Zeitlang, „die perfekte Pizza“ kreierte Galileo bereits im Februar; und bin ich noch bereit zu glauben, es gebe beim Basketball den „perfekten Wurf“ (von Dirk Nowitzki nämlich), glaube ich an www.perfekte-kreuzfahrten.de schon wieder gar nicht, es sei denn, sie finden in einem Roman von Frank Schulz statt.

Daß wir in einer Leistungsgesellschaft lebten, sei nun mal „ein Fakt“, hat W. Kretzschmann in meiner Morgenzeitung gesagt, und die Erkenntnis, daß zu einer solchen das Beiwort perfekt perfekt paßt, wird niemanden erschüttern. Spannend wird es, wenn solche gewissermaßen systemischen Vokabeln in die Gebrauchsrede eingehen, also augen- und ohrenfällig wird, was Kraus ohnehin vermutete: daß die Leute nicht die Sprache sprechen, sondern andersherum.

Denn ein Autor, eine Autorin von z.B. Kinderbüchern würde doch sicher den Teufel tun, bewußt Vokabeln aus der Privatfernseh- und Verwertungssprache zu verwenden; das setzt aber voraus, daß diese Wahl noch besteht, und wenn ich, umständehalber von Kleinkinderbüchern umgeben, das beurteilen soll, tut sie das nicht mehr. Eine Kuh will Ferien machen und sucht einen Platz dafür, „da fiel ihr Blick plötzlich … auf das perfekte Urlaubsziel!“ Im ursprünglich australischen „Tagebuch eines Wombats“ findet selbiges erst „das perfekte Staubbad“, dann „die perfekte Kratzstelle“ – das ist, ob in Australien oder hier, die Sprache der Werbung, die sich körper- bzw. hirnfressend ihre Wirte gesucht hat; und daß diese Klempererschen Niedrigdosen irgendwann ihre Wirkung entfalten, bestätigt sich spätestens bei der nächstbesten Fußballübertragung, wo sich Matthias „Opdi“ Opdenhövels (ARD) berufstypische Neigung zur Affirmation nicht mal mehr durch Jasagen äußert, sondern durch stures „absolut, absolut!“. (Auch hier sei Ko-Kommentator Mehmet Scholl gepriesen: Er phrast nicht. Er stammelt manchmal, sucht nach Worten; aber das ist allemal und absolut besser, als sie immer schon bereit zu haben.)

„Nur, was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen für verständlich; nur das in Wahrheit Entfremdete, das vom Kommerz geprägte Wort berührt sie als vertraut. Weniges trägt so sehr zur Demoralisierung der Intellektuellen bei.“ Adorno, 1945

Die Automatensprache von Sportreportern ist leicht abzutun; aber das sind Leute mit Abitur, und das Schlimme ist nicht, daß sie so reden, sondern daß im Fortgang alle so reden; daß es aus ihnen herausredet; daß selbst studierte Menschen (und solche, die berufsmäßig mit Sprache arbeiten) nicht darüber nachdenken, was sie sagen, kein Gefühl mehr dafür besitzen, wie die Phrase Wirklichkeit formt, und nicht zum Besseren. „Oliver Kahn: Du mußt permanent in Topform sein“ (Gala) bzw. „Oliver Kahn: Du mußt loslassen können“ (Bunte), und ob ich das alles muß, wäre ja eigentlich meine Angelegenheit; wie die Verwandlung von Heideggers „man“ ins viel aggressivere, ungleich suggestivere „du“ die Diagnose bestätigt, wonach Phrase und (hier: kapitalistische) Parole eins sind. Und natürlich ist diese Form des unbedingt unfreundschaftlichen Geduzes längst bei den Reportern angekommen, die sie gern multiplizieren: Ja, nach so einem Gegentor, da mußt du stark sein, mußt du alles geben …

So spricht es aus Idioten. Und was immer hier spricht: es hat nichts Menschliches.

Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können es nicht mehr hören, ich kann es nicht mehr hören, und der SZ-Vorsitzende Kister kann es, ausweislich seines wöchentlichen „Abonnentenbriefs“, auch nicht mehr hören, „das Großgewese um den, wie ich irgendwann früher mal geschrieben habe, jungbärtigen Fernsehkomödianten Böhmermann“. Ein bißchen mehr Gewese muß zum Abschluß aber sein: „Zwar finde ich Gedichte mit rassistischen Untertönen, unabhängig davon, wie viele Meter Ebene sie überklettern, nicht witzig. Allerdings würde ich trotzdem selbst für die Meinungsfreiheit von Kai Diekmann, dem ehemaligen Bild-Chefredakteur, notfalls ins Gefängnis, und sei es ein türkisches, gehen“.

Das möchte ich sehen; wie sie doch eher für eine Meinungsfreiheit sind, die absolut nichts kosten darf. Denn das aktuelle Ressentiment der „Meta-Ebene“ gegenüber, die sie in puncto „Schmähgedicht“ entweder leugnen oder, wie Kisters Kollege Georgi in der FAZ, als zeitgenössische Eierkopf- und PC-Scheiße verhöhnen: „Die Welt ist neuerdings so voller Meta-Ebenen und doppelter Böden, daß man schon gar nicht mehr weiß, wo man noch hintreten soll, ohne gleich wieder mit Karacho durch die nächste Decke zu krachen“, zielt direkt auf jene Kritik, die sich nicht simuliert, sondern dialektisch in Bewegung bleibt; und der Kritiker, der Methode mitverhandelt und also im Wortsinn aufs Ganze geht, muß unseren frommen Meinungsaufsagern einfach als Schmutzfink gelten, dem Gedankenfreiheit zu geben sie sich dann so generös wie dümmlichst herablassen.

„Die Misere der Böhmermann-Tage“, schwätzt Kister weiter, „hängt leider auch damit zusammen, daß in diesem Land fast jeder witzig sein will“, so wie Kister mit seinen Metern Ebene; und wieder die reine Denunziation, die ein Rede- und Rezeptionsweisen verhandelndes Kabinettstück zu einem Blondinenwitz herablügt. „Es scheint mir vielmehr eine Tatsache zu sein, daß vor allem im Netz, aber auch im Fernsehen und, horribile dictu, auch in vielen Zeitschriften und Zeitungen Ironie – oder eine Flüssigkeit, die viele für Ironie halten – in einer Weise ausgegossen wird, daß man meinen könnte, sie sei eine Art Dünger für jene sumpfigen Wiesen des glucksenden Flachsinns, auf denen ... vier Dutzend Humorexperten unter der Aufsicht von Plasberg, Schäuble und Frau Käßmann Ringelreihen tanzen.“ Ringelreihen tanzen auf den sumpfigen, gleichwohl mit ironischer Flüssigkeit gedüngten Wiesen des Flachsinns: so, horribile dictu, denken und schreiben liberale deutsche Chefredakteure, die wie der Reaktionär Peter Hahne einen „Zustand der alles überwuchernden Witzigkeit“ beklagen, um damit eine Kritik zu verunglimpfen, für die ihnen der Arsch in der Hose fehlte, wenn sie ihnen nicht ohnehin als intellektualistisch (und also jüdisch) verdächtig wäre.

„Die Nüance erzeugt Wut.“ Thomas Mann, 1933

„Neulich sah man zum Beispiel den Dresdner Pegidistenhäuptling Bachmann, der vor Gericht eine dunkle Sonnenbrille trug, die so aussah, als sei sie einer jener Balken über den Augen, mit denen auf Fotos gelegentlich Leute unkenntlich gemacht werden. Bachmann hielt das ganz sicher für wahnsinnig witzig“, so wie Böhmermann, versteht sich, das mit dem Ziegenficker für wahnsinnig witzig hielt. Nazis quasi beide; das fand, im Tagesspiegel, auch Dieter Nuhr, der es (samt Publikum) bekanntlich nötig hat und als Kritiksimulant den Metakritiker schon aus Selbstschutz anschwärzen muß: „Der Begriff Ziegenficker … ist übrigens einem Türken gegenüber nicht nur eine Beleidigung und eine Verletzung der Menschenwürde, sondern auch rassistisch, ein bisschen nazimäßig, ein unter Ultrarechten übliches Schimpfwort für Menschen aus dem islamischen Kulturbereich, daß auch in rechten Kameradschaften gut angekommen sein dürfte.“ Und schämt sich lesbar nicht.

„Es gibt keine Erbärmlichkeit, zu der das deutsche Talent sich nicht hergiebt“, schrieb Thomas Mann am 21.7.1934 ins Tagebuch. Und, acht Tage später: „Die Ehre der Sprache, des Denkens, des Schreibens ist geschändet. Der Gedanke selbst wird einem verekelt durch die, die heute laut denken und noch dazu handeln dürfen.“

Den jungbärtigen Kollegen B. hätte er damit nicht gemeint.

Seit ich nicht mehr in Frankfurt lebe und allenfalls zweimal im Jahr in Frankfurter Frühstückscafés zu sitzen komme, nehme ich die Frankfurter Rundschau ja nicht mehr wahr; aber da sich am Freitag, nachdem die Kanzlerin das Verfahren gegen Böhmermann eröffnet hatte, alle (bis auf Springer) so sagenhaft einig waren: daß dies nämlich richtig sei, geradezu „alternativlos“ (FAZ, ohne Ironie), denn „vor dem Rechtsstaat muß sich niemand fürchten“ (ebd.), denn „so ist es Recht“ (Prantl) und eine „Lektion in Rechtsstaatlichkeit“ (Spiegel online), suchte ich Halt und Rat bei der ältesten Tante des bundesdeutschen Linksliberalismus:

„Mit ihrer Entscheidung, die Strafverfolgung im Fall Böhmermann zuzulassen, haben die Bundesregierung und die Kanzlerin zwar dem Verlangen Erdogans stattgegeben, aber nachgegeben – wie einige Medien sofort behaupteten – haben sie damit keineswegs … Natürlich wird ein Rechtsstaatsverächter vom Schlage Erdogans, für den die Vorstellung einer unabhängigen Justiz so unzumutbar ist wie eine freie Meinungsäußerung, die Entscheidung als Erfolg für sich verbuchen … Ein Gericht wird nun beurteilen müssen, ob es sich bei Böhmermanns Satire um eine von der Meinungs- und Kunstfreiheit nicht gedeckte Schmähkritik gehandelt hat.“

Also noch einmal dasselbe in Rundschau-Grün, auch wenn „Politik-Autor Christian Bommarius“ not amused war, wegen Böhmermann, nicht Erdogan: „Hat Böhmermann also erreicht, was er wollte? Wenn sein Ziel gewesen ist, mit seinem Schmähgedicht Erdogan zu reizen, die Bundesregierung in eine unangenehme Lage zu bringen und seinen Namen populär zu machen, dann hat er es erreicht. Sollte seine Absicht hingegen gewesen sein, eine Debatte über die repressive Politik Erdogans, über die Not der Flüchtlinge in der Türkei, über die Bedeutung der Menschenrechte in Gang zu setzen, dann hat er es dramatisch verfehlt. Aus der Mediendemokratie droht eine Gelächterdemokratie zu werden. Der Diskurs hat ausgedient, es zählt die schärfste Pointe.“ Dramatischer, denunziatorischer Quatsch, der lieber Böhmermann zum Comedyclown degradiert, als den Diskurs anzuerkennen, der sich noch in Merkels bemüht antirepressiver Erklärung wiederfand; wie ja auch der gelernte Amtsrichter und Bildungsbürger Prantl „diese Satire Böhmermanns“ ex cathedra für „mißglückt“ hielt und seine Kollegin Luisa Seeling lediglich „krude sexuelle Anspielungen“ lesen wollte. Aber da über Geschmack nicht gestritten werden kann, ist es gut, daß sich die Angelegenheit nach oben delegieren läßt, an den so herrlich neutralen General Dr. von Rechtsstaat nämlich, der ja nicht nur Recht, sondern auch Staat ist. Das hat man hierzulande gern.

„Man muß sich nur wehren / und die Fragen stell’n / die die andern stören“ Grips-Theater, 1973

Einen ganz ähnlichen Prozeß hat TITANIC vor zwanzig Jahren gegen den Lügner Engholm haushoch verloren, und auch wenn das bis an die Grenze des Ruins teuer war, gehört es doch zur satirischen Bemühung, sich Gegner zu verschaffen, zumal stärkere. Das ZDF, dessen „Qualitätsanspruch“ Böhmermann doch eigentlich verletzt hat, hat ihm jetzt juristische Rückendeckung „durch alle Instanzen“ zugesichert, und was ihm schon geglückt ist, ist die Abschaffung des Paragraphen 103, der, nebenbei, mit dem Ermächtigungsvorbehalt genau jene Gewaltenteilung verletzt, die der Rechtsstaat dem Erdogan doch unter die Nase reiben will.

Da müßte sich auch Böhmermanns Anwalt freuen; statt dessen ist er beleidigt. Gerade weil die Entscheidung Merkels nicht alternativlos, sondern bloß Politik war – wo sie den Paragraphen schon abschaffen will, hätte sie das per Nicht-Ermächtigung vorwegnehmen können, eine Einmischung ist es so oder so, und die Privatklage Erdogans ist in jedem Fall anhängig –, ist die weinerliche Haltung nicht zu verstehen, die die „absolute Wirkungslosigkeit von Satire“ (Martin Sonneborn) als wünschenswert vorauszusetzen scheint und gleich jammert, wenn sich eine deutsche Regierung, wie nach dem „Extra 3“-Filmchen, nicht sofort schützend vor „ihre“ Künstler stellt. 

Die Entscheidung Merkels „so traurig und so unendlich dumm“ (Kalkofe)? Nein: Das ist der dunkle Grund, auf den Satire angewiesen ist. Alles andere ist dann wirklich Comedy in harmony. Springer hat’s verstanden.

Jan Böhmermanns vielbeachtetes Schmähgedicht ist, laut Hilmar Klute, dem Humorexperten der Süddeutschen, ein „Triumph der Satire“. Das gibt zu denken. Denn natürlich braucht Satire die Dummen und die Dummheit, andernfalls sie gar nicht nötig wäre; wenn aber nun die Dummen so heftig applaudieren?

„Ausgerechnet Jan Böhmermann hat nun etwas zustande gebracht, von dem die Pleistozän-Brettlmännchen von ,Satire-Gipfel’ und ,Anstalt’ mit ihren läppischen Pointen nur träumen können: die Politik so weit zu bringen, daß sie wegen eines Satirebeitrags in den diplomatischen Gang schalten muß …, daß die Bundeskanzlerin höchstpersönlich zum Lüften kam und durch das offene Fenster ihr ,Das ist bewußt verletzend’ rief. Einem ARD-Satire-Gipfelstürmer und einem ZDF-Anstaltsclown dürften bei diesem Merkel-Satz die Gesichtszüge entgleisen … Jan Böhmermann wollte den Humorkonsens verletzten und den Deutschen zeigen: Seht her, Freunde, aus diesem Stoff ist der Humor, den ihr seit Jahren beklatscht; ich hab nur ein bißchen Kontrastmittel drangemacht, damit ihr das besser sehen könnt.“

Von dem sinnlosen „ausgerechnet“ abgesehen (und kann man ein Kontrastmittel „dranmachen“?): Die braven Brettlmännchen machen seit Jahrzehnten Ziegenfickerwitze, und Böhmermann hat ihnen das um die Ohren gehauen? Aber die Brettlmännchen machen doch von ihrem „moralischen Feldherrnhügel“ aus schlechte Wortspiele, um „stubenfliegenhaft Politiker zu ärgern“? „Dagegen sind die alten Disco-Sketche von und mit Ilja Richter Feuerwerke kabarettistischer Unterhaltungskunst“ – es geht, wie stets, da einiges durcheinander, und der wilde Haß, den einer auf die „deutsche Satire im gebührenfinanzierten Fernsehen“ hat, wirkt, 30 Jahre nach Henscheids Hüsch-Erledigung, seinerseits wie Kabarett und so überholt wie der Rekurs auf den deutschen Doyen der TV-Dekonstruktionskomik Harald Schmidt, dessen legitimer Erbe Böhmermann sei, dieweil auch dieser „[k]einen Begriff von moralischer Wahrhaftigkeit“ habe.

„Gute Ansichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.“ Kraus, 1919

Auch das ist Blödsinn, denn ganz offenkundig hat Böhmermann, wie unstubenfliegenhaft auch immer, die Politik geärgert (wie das sein Stinkefinger-Coup schon getan hatte), die sich erstens genötigt sah, einen ausländischen Potentaten in Schutz zu nehmen, und zweitens zusehen muß, wie ihr supertolerantes Je-suis-Charlie-Deutschland spätestens dann den Staatsanwalt schickt, wenn es einen Witz nicht versteht. Gerade gemessen an den Standards Schmidts war Böhmermann hier sogar ganz klassischer, moralischer Satiriker, indem er u.a. den staatsfrommen Beamtensender ZDF vorführte, und daß ihm das gelungen ist, mag ihn tatsächlich über Klutes „Kabarett- und Comedy-Zombie-Kultur“ hinausheben. Daß der aber den Aufklärer B. viel weniger scharf sehen will als den Dekonstrukteur, nährt freilich den Verdacht, daß Klutes sich als ästhetischer Vorbehalt gebender Abscheu vor der „Volksaufklärungsinstanz“ Kabarett als „Gewerkschaftertagung von 1976“ ein ganz ordinärer vor so zombiehaften Dingen wie Gewerkschaften und Aufklärung ist.

Harald Schmidt, dessen Verdienste ums Komische unbestritten seien, ist privat ein katholischer Unternehmer, der vermutlich dieselbe CDU wählt, die sich an ihm nie gestört hat. Mit Dekonstruktion, die alles lustvoll in Zeichen, Referenz und Zwinker auflöst, kann Politik nämlich gut leben; mindestens jene, mit der auch Klute so gut leben kann. Weshalb Jan Böhmermann, der schon im Fall Varoufakis gezeigt hat, daß er es nicht kann, diesen Fan nicht verdient hat.

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Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone" (signiert)
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Katharina Greve: "Hotel Hades"
Darauf hat die Unterwelt gewartet: die schönsten Totenorte der griechische Mythologie als Schauplätze in einer Graphic Novel. Katharina Greve, Freizeitdenkerin und TITANIC-Hellseherin vom Dienst, schickt drei ermordete Berliner auf die Reise in den Hades, wo es so jenseitlich-phantastisch wie weltlich-bürokratisch zugeht. "Selten war der Tod so absurd und amüsant", urteilte der Tagesspiegel, und der Berliner Tip nannte "Hotel Hades" "eine der wichtigen Berliner Veröffentlichungen der Saison". Die perfekte Prämie für das letzte Hemd.Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser" + 15 Postkarten + 1 Feuerzeug
TITANIC-Postkarten -- die schönste Art, einem ganz speziellen Menschen zu sagen: "Hallo." Mit diesem Abo erhalten Sie nicht weniger als 15 wahllos aus der Ramschkiste gezogene TITANIC- und PARTEI-Karten, über die man immer und immer wieder lachen kann. Damit nicht genug: Das Original-TITANIC-Kult-Feuerzeug gibt es als kostenlose Gratisprämie obendrauf! (Ach ja, und diesen Ziegelwagner-Roman da kriegen Sie auch noch.)
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Schmitt, Tietze, Zippert (Hrsg.): Promi-Massaker: Die endgültige People-BibelPromis sind wie Omis, nur mit besserer PR? Von wegen! Sie sind Vollpfosten, Spackos, Troglodyten, Piesepampel, Gammelfleisch, Psychopathen und Arschgranaten, und als solche behandelt sie TITANIC seit über 30 Jahren. Die wichtigsten Abrechnungen finden Sie in diesem Buch.Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 04.05.:

    Oliver Maria Schmitt erklärt bei Zapp (NDR) ungeschnitten die Uneigentlichkeit satirischer Sprechakte.

  • 30.04.:

    In der FAS berichtet Oliver Maria Schmitt, wie er sich in Südafrika erfolgreich abschoß.

  • 28.04.:

    Martin Sonneborn hält im voll besetzten Europaparlament eine Rede mit dem Titel "Schmutziges Türken-Bashing".

  • 27.04.:

    Vote-Befehl: Wählen Sie Katharina Greve und ihr Projekt "Das Hochhaus" in der Publikumskategorie des Max-und-Moritz-Preises.

  • 19.04.:

    MDR Sputnik berichtet über "Allein unter Veganern" von Mark-Stefan Tietze.

Titanic unterwegs
27.05.2016 Berlin, Heimathafen Neukölln
  Max Goldt
27.05.2016 Pirna, Tom Pauls Theater
  Heiko Werning, Michael Bittner, Peter Ufer
31.05.2016 Düsseldorf, Zakk
  Max Goldt
01.06.2016 München, Volkstheater
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Deutsche Bahn!

Nach der Verwüstung einer Deiner Züge im Anschluß an ein Fußballspiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV soll bei Dir nun also aufgerüstet werden. Ganze Urinalwaggons »dort, wo üblicherweise Fahrräder oder Kinderwagen abgestellt werden«, einzig für den Einsatz bei Fußballspielen, seien nun in Planung, da die herkömmlichen Züge nicht auf den exzessiven Bierkonsum der Ultragruppen und dessen Folgen ausgelegt seien. Etwas erstaunt hat uns diese Meldung allerdings schon. Rollende Klowagen? Mit Pissoirs statt Sitzreihen? Steht dieses Angebot bei Dir, liebe Bahn, nicht ohnehin schon seit Jahren im Portfolio unter dem Namen »Regional-Expreß«?

Läuft bei dir! Titanic

 Und worum es Ihnen, Alexander-Klaus Stecher,

als Moderator der TV-Sendung »Alles Liebe V.I.P.« in Wahrheit geht, ahnt – zwinkerzwonker – bestimmt mal wieder nur Titanic

 Schwierig, schwierig, Amazon Deutschland!

Du verhökerst mitnichten nur leichte Schmöker, sondern auch Bücher aus der Rubrik »Schwierige Themen«. Das ist löblich! Aber warum gibt es bei Dir – von Drogen über Tod bis Sex – lediglich »Schwierige Themen für Kinder« und »Schwierige Themen für Jugendliche«?

Wo bleibt denn da die Buchsparte »Schwierige Themen für Erwachsene«? Über Angelegenheiten wie Agrarsubventionen, Kannibalismus, brutale Arbeitsbedingungen im Onlinehandel oder, ganz kraß: Gewerkschaften?

Fragen sich Deine Freunde leichter Kost von Titanic

 Sie, PR-Berater Klaus Kocks,

kritisierten im Tagesspiegel-Interview den soeben wegen zu offenherziger Äußerungen als BER-Pressesprecher entlassenen Kollegen Abbou: »Er ist nicht etwa Opfer seiner Ehrlichkeit geworden, sondern Opfer seiner Eitelkeit, denn er weiß offensichtlich nicht, welche Rolle ein Pressesprecher in einem Unternehmen hat.« Und Sie empfehlen als leuchtendes Beispiel: »Schauen Sie sich den Bahnsprecher Oliver Schumacher an, der hat auch viel Scheiße zu verkaufen und macht das sehr gut.« Womit Sie uns dankbarerweise einen so eitlen wie ehrlichen Einblick in das geben, was in Ihrer Branche und damit nicht zuletzt auch in Ihrem Kopf vorgeht.

Kauft Ihnen auch weiterhin nichts ab: Titanic

 Hallöchen, SPD Thüringen!

Da haben wir aber neulich nicht schlecht über Dich gestaunt, als Du den ehemaligen AfD-Kameraden Oskar Helmerich in Deinen Fraktionen im Erfurter Stadtrat und im Thüringer Landtag aufgenommen hast. Noch mehr staunten wir dann über eine ganz spezielle Passage im gleichen Medienbericht, in welchem man doch tatsächlich folgendes lesen kann: »Aber vielleicht gucken alle Beteiligten jetzt erst mal in ihr frisch verfaßtes SPD-Strategiepapier. Darin steht: Wenn eine Entscheidung mit Mehrheit getroffen ist, dann wird das Abstimmungsergebnis von der unterlegenen Minderheit akzeptiert.« O toll, Ihr Sozialdemokraten! Jetzt hat es nur ein bißchen mehr als 150 Jahre gebraucht, um die Demokratie zu verstehen. Dann könnt ihr ja jetzt endlich auch mal klären, was sozial bedeutet.

Vorwärts! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Menüfinger, der

Mittels ihres Menüfingers zeigen Menschen beim Bestellen auf das von ihnen gewählte Gericht in der Speisekarte – gerade so, als wäre der Kellner nicht in der Lage, die eigenen Produkte nur anhand des gesprochenen Wortes zu identifizieren.

Robert von Cube

 Gestern abend

bin ich lange Zeit sehr deprimiert gewesen. Der Grund dafür gehört nicht unbedingt hierher. Jedenfalls habe ich mich später noch mit einem sehr schönen Gedanken getröstet. Aber eigentlich, merke ich gerade, möchte ich auch diesen Gedanken ganz gerne für mich behalten. Tut mir leid.

Dominik Bauer

 Ausstattung

Ich finde, daß die Grundsätze der Humanität unabdingbar verlangen, keinen Flüchtling abzuschieben, ohne ihn zuvor mit hochwertigem Zahnersatz zu versorgen, auch über die Kassenleistung hinaus. Die Kosten dafür sollte der Staat tragen.

Dr. med. dent. Uwe Geishendorf

 Wundermittel Analyse

Von allen Wissenschaften scheint mir die Seelenkunde doch die erstaunlichste zu sein. So berichtete mir neulich ein befreundeter Psychologe von einem Fall, bei dem ein neurotischer Patient stark darunter litt, daß er sein Umfeld regelmäßig durch zwanghafte Schuldzuweisungen vergraulte. Es sei ihm gleich entschieden besser gegangen, als sich in der Analyse herausstellte, daß wohl seine Eltern dafür verantwortlich zu machen sind.

Fabian Lichter

 Hardliner

Seitdem ich in die tiefste bayerische Provinz gezogen bin, habe ich sowohl zu freilaufenden Kötern im Park als auch zu herumlungernden Jugendlichen eine klare Meinung: a) einschläfern lassen! Und b) für die Hunde Leinenzwang.

Daniel Sibbe