Fakt: Innerhalb weniger Tage wurde in den französischen Alpen eine Straße für den Abtransport der Germanwings-Trümmer angelegt.

Frage: Können sich die Verantwortlichen bitte als nächstes um den Berliner Flughafen kümmern?

  • Badeunfall
  • Autounfall
  • Haushaltsunfall
  • Fahrradunfall
  • Herzinfarkt während eines Schlaganfalls
  • Schlaganfall infolge eines Herzinfarkts
  • Selbstmord (3x)
  • Von Verfassungsschützern unter den Tisch getrunken (und dann von einer Eisenbahnbrücke gefallen)
  • Beim Aktenschreddern mit in den Schredder gezogen
  • Noch ein Selbstmord

Steht jetzt eine ordentliche Spritpreiserhöhung ins Haus? Soll ich besser noch mal volltanken?
Nein, der Jemen verfügt gar nicht über Erdöl. Selbst der Grundwasserspiegel ist schon auf dreißig Meter abgesunken, in Zukunft rechnet man wegen der Überbevölkerung sogar mit einer Absenkung auf 200 bis 300 Meter. Da werden sicher bald die Kamele die Herrschaft übernehmen, die sind ja genügsamer.

Kann ich denn da jetzt noch günstig Urlaub machen, oder sollte ich momentan davon Abstand nehmen? Gibt es eine offizielle Reisewarnung?
Ach was, im Jemen werden regelmäßig Touristen entführt, das kostet den Staat einen Haufen Lösegeld (steuerfrei, versteht sich). Da ist es günstiger, wenn Sie da jetzt hinfahren und beim Altstadt-Bummel in Aden erschossen werden. Ihre Krankenkasse wird Sie davor warnen – wegen der Überführungskosten. Aber wahrscheinlich werden Sie eh ins Meer geworfen und dann irgendwo in Indien aufgedunsen und gepökelt an Land gespült und an einen Agenten von Gunther von Hagens verkauft.

Wie wird das ganze denn jetzt weitergehen da unten?
Gute Frage! Die Saudis werden erstmal einmarschieren und die Hitzköpfe wieder in Nord- und Südjemen trennen, den alten Präsidenten oder sonst eine korrupte Marionette einsetzen und hoffen, daß dort mal für fünf Jahre Ruhe herrscht, bis der IS oder Al Qaida wieder alles aufmischt. Also abwarten und Tee trinken.

Ein Gastbeitrag von Matthias "Castorp" Matussek

Fasten: ein Wort, das vielen leicht über die Lippen geht. Aber was bedeutet das eigentlich? Das bedeutet, daß man eine ganze Zeitlang nichts ißt. „Wie, man muß doch aber etwas essen?“ hörte ich von Unwissenden, die von meinen Plänen erfuhren. „Ich nicht“, sprach ich zu ihnen und machte mich auf in eine Anstalt Klinik im zauberhaften Überlingen am Bodensee.

Mir geht es beim Fasten um mehr als um Gewichtsverlust. Mein Anliegen ist ganzheitlicher Natur. Ich möchte Körper und Hirn gleichermaßen entschlacken. Gerade zu letzterem riet man mir in letzter Zeit auch vermehrt. „Du gehörst echt mal in so eine spezielle Einrichtung!“ Gesagt, getan – hier bin ich!

Eine ungewohnte Ruhe erwartet einen am Bodensee, dem schwäbischen Meer, diesem gnädigen Auffangbecken für gestrandete Journalisten mit Jesuiten-Knacks. Ruhe – diese herrliche Ruhe. Endlich hört man sich selbst wieder reden. Bezaubernd.

Der Tag beginnt mit einem Einlauf. Loslassen. Viel zu selten kommt man im hektischen Alltagstreiben heute noch zu dieser fast religiösen Prozedur. So wie ich beim Gebet, im Zwiegespräch mit Gott, mich meiner Sorgen entledigen kann, so entweicht nun der ganze Kladderadatsch, all das Gerümpel und Gedöns aus dem Restaurant Borchardt, unter biblischem Donnern, mitsamt all meiner Altlasten aus meinem Körper. Ich gebe sie hiermit frei.

Anschließend, gelöst und mit einbalsamiertem Schließmuskel, geht es zur Liegekur. Die Entspannung versetzt einen in fast tranceartige Zustände, und dennoch sehe ich klar wie nie. Bald ist Ostern. Das größte Fest im christlichen Kalender. Mir wird bewußt, wie viel ich doch mit ihm gemeinsam habe, mit Jesus. Aber auch mit Thomas Mann.

Und während ich so daliege, in meinem Frottee-Bademantel auf der von der Redaktion bezahlten Luxus-Liege, beginne ich zu beten. Für all jene, denen es nicht so gut geht wie mir. Ich bin bei euch. Dann muß ich auch gleich wieder damit aufhören, es gibt Brot. Wie früher, bei Jesus!

  • Bei "Amsterdam" als erstes an "Stromausfall" denken
  • Wilde Sexspielchen mit Amanda Knox (mit Safeword)
  • Tim Wiese provozieren
  • Aus dem Pressekodex ein paar Papierflieger bauen und sie Kai Diekmann auf den Schreibtisch werfen (ohne Safeword)
  • Alexander Dobrindt sympathisch finden
  • Klimaskeptikern den Unterschied zwischen "Klima" und "Wetter" erklären

Seit Jahren warte ich darauf, daß mich mal einer fragt, welchen Witz ich im nachhinein lieber nicht gemacht hätte, damit ich nämlich antworten kann: Den mit Petra Schürmann, deren Tochter ein geisterfahrender Selbstmörder getötet hatte und die an diesem Tod im Wortsinn kaputtgegangen ist.

„Es gibt das immer wieder“, sagte der von der Morgenzeitung zur Stellungnahme herbeigerufene Suizidexperte, nachdem ein lebensmüder Copilot sich und das mit 149 Menschen besetzte Verkehrsflugzeug, in dem er saß, gegen einen Berg gelenkt hatte, „etwa bei Geisterfahrern, die in suizidaler Absicht bewußt und wahllos in ein entgegenkommendes Auto fahren. Solche Fälle gibt es vermehrt seit 20 bis 30 Jahren. Vielleicht hat es gesellschaftliche Gründe, daß es weniger Respekt vor dem Leben anderer gibt, vielleicht hat es auch mit Kränkungen und Rachegelüsten zu tun. Aber das ist alles wirklich nur reine Spekulation.“
Die hatte auch Theodor W. Adorno schon angestellt, der als guter (und sei’s negativer) Dialektiker wußte, daß „Individualität“ in der totalen Marktgesellschaft eine mindestens traurige, schlimmstenfalls aggressive Lüge ist: „Person, als Absolutes, negiert die Allgemeinheit, die aus ihr herausgelesen werden soll, und schafft der Willkür ihren fadenscheinigen Rechtstitel. Ihr Charisma ist erborgt von der Unwiderstehlichkeit des Allgemeinen, während sie, irre geworden an dessen Legitimität, in der Not des Gedankens sich auf sich zurückzieht. Ihr Prinzip, das unerschütterlicher Einheit, wie es ihre Selbstheit ausmacht, wiederholt trotzig im Subjekt die Herrschaft … Vollendete Ichschwäche, der Übergang der Subjekte in passives und atomistisches, reflexähnliches Verhalten, ist zugleich das Gericht, welches die Person sich verdiente, in der das ökonomische Prinzip der Aneignung anthropologisch geworden war.“

„Unterm Strich zähl’ ich.“ Postbank, 2008ff.

Die Beispiele für die asozialen Egokrüppel, die, am allwaltenden ökonomischen Prinzip irre geworden, trotzig (und systemisch korrekt) ihre rücksichtslose Selbstheit ausspielen, sind derart Legion, daß das tägliche Rabaukentum hier nicht abermals exemplifiziert, sondern lediglich auf weiterführende Literatur verwiesen sei (Gärtner/Roth, Benehmt Euch! Ein Pamphlet, Köln 2013), und so spekulativ das alles freilich bleiben muß, so schwer fällt es doch, dieses neuerliche Beispiel barbarischer Egozentrik nicht als genauso emblematisch aufzufassen wie den Fall des Fahrzeuglenkers, der neulich den Notarztwagen angezeigt hat, weil er, der Lenker, ihm, dem Notarzt, hatte ausweichen müssen. Kurios allerdings, daß über diesen dialektisch-ironischen Umweg die nationale, obszön vereinnahmende Geste der ubiquitären Trauerbeflaggung plötzlich völlig einleuchtet: Denn das Kollektiv, das hier um seine Söhne und Töchter trauert, wäre ja dasselbe, in dem die ewige Rede vom Individuum und dessen unbedingt primärem Glück all jene zu individuellen Spitzenleistungen aufstachelt, „denen schon gar nichts mehr übrigbleibt als das begriffslose Diesda ihres Daseins“ (Adorno). Das sie dann ggf. so begriffslos beenden, wie sie es im Zweifel geführt haben.

Derzeit gibt es viele medienethische und -rechtliche Debatten um die Veröffentlichung von Namen und Fotografien. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Medien sind dazu da, der Öffentlichkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Nämlich zu dem Recht, über alles aufgeklärt zu werden, was wir Reporter und Redakteure für wichtig halten. Das gilt vor allem bei Katastrophen und Unfällen, deren Wiederholung vermieden werden soll. Deswegen veröffentlichen wir das Foto dieses Hündchens namens Andreas „Lumpi“ Lumpitz, auch wenn das ein ungewöhnlicher Name für einen Hund und ein ziemlich albernes Foto ist.

Denn Lumpi steht unter dem dringenden Verdacht, absichtlich einen riesigen Haufen in unserem Hof gelandet zu haben. Es hätte jeden Hof, jeden von uns, gar unsere Kinder treffen können. Zur Erklärung gehört in diesem Fall nicht ein technisches Versagen, das wäre einfacher. Im Zentrum der Erklärung steht das möglicherweise irregeleitete Gehirn dieses Köters. Wir müssen uns mit ihm beschäftigen, wir müssen ihn ansehen, wir dürfen ihn sehen.

Dabei halten wir uns an internationale journalistische Regeln. Auch renommierte Medien, die von besonnenen Köpfen, denen das Wort „Auflage“ fremd ist, geleitet werden, haben dieses Bild gezeigt: die New York Doggie Review, die BBC (British Barking Corporation), der Sheep Guardian.

Uns ist durchaus bewußt, daß durch diese Veröffentlichung womöglich Angehörige Lumpis in Mitleidenschaft gezogen werden, ihre Hütten belagert oder sie gar mit der Zeitung geschlagen werden (dann hoffentlich mit unserer, jetzt hier abonnieren). Aber das ist uns letztlich egal – hätten sie halt mal die dumme Töle nicht in unseren guten Hof kacken lassen.

Sehen Sie das auch so – oder anders? Dann kommentieren Sie jetzt bitte diesen Artikel. Aber um Himmels willen nicht hier, denn in Wirklichkeit interessiert uns Ihre Meinung einen Scheißdreck genau der Größe, die Lumpi uns hinterlassen hat. Wir geben solche Erklärungen ja nur ab, weil unsere Auflagen sinken und wir seit der „Lügenpresse“-Sache echt Angst haben, daß wir auch den letzten Rest an Relevanz verlieren. Bitte mögen Sie uns! Bitte!

Tim Wolff
Chefredakteur TITANIC

 

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Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone" (signiert)
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Wiglaf Droste: "Der Ohrfeige nach"
"Ein Jahr ohne neues Drostebuch ist ein verlorenes Jahr", lautet eine alte Indianerweisheit, die "Häuptling eigener Herd" (= W. Droste) seit gut zwei Jahrzehnten beherzigt. In dieser Geschichten- und Glossensammlung nimmt uns der gemütliche Wüterich mit auf eine Reise zu abgedroschenen Phrasen ("jmd. mit auf die Reise nehmen"), schändlichen Servicewüstensöhnen und den allerletzten Medien- und Werbeauswüchsen. Merke: Der Großstadtalltag im 21. Jahrhundert ist schwer erträglich – mit Wiglaf Droste als Gefährte aber wenigstens unterhaltsam.Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundgeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Katz+Goldt: "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin"
Sie füllen monatlich zuverlässig die lustigsten Seiten der TITANIC und sind der Geheimtip unter den Nachwuchs-Duos: Katz & Goldt schießen seit den späten Neunzigern die Amazon-Charts hinauf. Ihr neuer Comic-Prachtband heißt "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin", und es handelt sich hierbei um genau den Comic-Prachtband, den Sie sich lieber allerschnellstens ins Regal stellen sollten, ehe er in ein paar Monaten ruckzuck Mainstream und total Prenzlauer Berg ist. Wählen Sie dieses Abo und markieren Sie damit die Jungkünstler Stephan Katz und Max Goldt mit "Gefällt mir" – bevor es cool ist. 
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser" + 15 Postkarten + 1 Feuerzeug
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Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 23.03.:

    Auch der Tagesspiegel schreibt über den Facebook-PARTEI-Blockupy-Skandal.

  • 22.03.:

    Wie Die PARTEI Hessen einmal wegen eines Facebook-Postings geblockt wurde, erzählt "HR online".

  • 13.03.:

    Mark-Stefan Tietze untersucht in der Taz die akute Grippewelle.

  • 10.03.:

    Hans Traxler erhält den Wilhelm-Busch-Preis 2015.

  • 10.03.:

    Martin Sonneborn im RP-Interview.

Titanic unterwegs
04.04.2015 Alf, Haus Waldfrieden
  Pit Knorr, Oliver Maria Schmitt, Hans Zippert
07.04.2015 Zürich, Kaufleuten
  Max Goldt
07.04.2015 Frankfurt am Main, Club Voltaire
  TITANIC-Royale
08.04.2015 Bern, Schlachthaus
  Max Goldt
Briefe an die Leser

 Hallo »Graf«! Hören Sie?

Sie hatten ja letztens angekündigt, sich ins Privatleben zurückzuziehen, und unserer Hoffnung Ausdruck gegeben, Sie würden dann »sicher in ein großes Loch fallen«. Wie ist es denn da unten so? Hallo? Hören Sie uns? – Nein? Wir Sie auch nicht!

Das ist schön.

Finden die Heiligen auf der Titanic

 Schriftstellerin Yasmina Reza!

Als Kind waren Sie eine Außenseiterin und hatten keine Freunde, wie Sie der SZ verrieten. Diese unglückliche Kindheit sei heute ein unschätzbarer Vorteil, denn »man führt ein schöneres Leben, wenn man keine glückliche Kindheit hatte. Weil man sich immer danach zurücksehnen würde«. Das ist doch mal eine interessante Lebensweisheit! Und wie haben Sie nun selbst Ihre Kinder aufgezogen? »Indem ich sehr darauf geachtet habe, meinen Kindern nicht das anzutun, was mich als Kind unglücklich gemacht hat.« Wie nun, Frau Reza? Sollen Ihre Kinder kein schönes Leben als Erwachsene haben? Ewig sich nach ihrer glücklichen Kindheit sehnen und daran zugrundegehen? Wie kann eine Mutter ihren Kindern nur so etwas antun!

Unglückliche Grüße der Götter des Gemetzels auf der Titanic

 Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln!

Sie haben sich nach dem Frühjahrstreffen der Deutschen Bischofskonferenz im Kölner Domradio beschwert, daß es »noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar gewesen« wäre, »daß Bischöfe, manchmal sogar während der Beratungen, auf ihrem Handy rumsurfen«.

Man brauche aber, so Sie weiter, »nach wie vor das Gespräch von Mensch zu Mensch« und vor allem natürlich »eine gute Kommunikation mit Gott, der, salopp gesagt, immer on ist«.

So wird es sein, Woelki, aber haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, daß ER auch einen unfehlbaren Spam-Filter und eine ebensolche Ignore-Liste Sein eigen nennt und Ihnen deshalb noch nie geantwortet hat?

Saloppe Grüße: Titanic

 Werter Joachim Gauck!

Bei der Trauerfeier für Ihren Amtsvorgänger Richard von Weizsäcker verkündeten Sie u.a. folgendes: »Im Grundgesetz ist nicht vorgeschrieben, daß ein Bundespräsident eine moralische Instanz zu sein hat. Es ist auch nicht vorgeschrieben, daß er intelligent sein, der sittlichen Vernunft folgen und auch noch durch gute Reden überzeugen können soll.«

Ach, Gauck! Können Sie denn nicht einmal bei einem solchen Anlaß über etwas anderes reden als sich selbst?

Fragt pietätvoll: Titanic

 Donnerwetter, Sigmar Gabriel!

Weshalb Sie sich plötzlich so vehement für das Freihandelsabkommen TTIP einsetzen, erklärten Sie in der Bild: »Es gibt viele Barrieren gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Zölle und Doppelregulierungen machen den Handel unnötig teuer. Allein die deutsche Autoindustrie muß jedes Jahr eine Milliarde Euro ausgeben, um Autos aus Deutschland in die USA exportieren zu können.« Das schwere Schicksal des Autos exportierenden Kleinunternehmers hat also Ihr sozialdemokratisches Herz erweicht! Wäre es da nicht glaubhafter gewesen, Sie hätten einfach bekannt, daß Sie gerne Genmais, Chlorhühnchen und geklonte Rinder fressen?

Stating the obvious: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Vom Schreibanlaß

Das ist natürlich noch kein Anlaß für eine Geschichte, daß man nach schwerster Trinkerei in einem Hotel davon geträumt hat, man sei nachts aufgestanden, aus dem Zimmer getreten und sodann vollkommen verloren gewesen, weil hinter einem die Zimmertür ins Schloß gefallen sei und man auch schon gar nicht mehr gewußt habe, welche Tür die richtige sein möge, und also einfach auf Verdacht mal an vielen verschiedenen Türen erfolglos geklopft habe; dabei mußte man doch so dringend mal pinkeln und habe das dann kurzerhand auf dem Hoteldach erledigt, dabei mit einer Hand die Notausgangstür offen haltend, während man barfuß auf nassem Kies sich erleichtert und alsdann den Entschluß gefaßt habe, trotz aller Scham jetzt zum Nachtportier zu schleichen, um eine Ersatzschlüsselkarte zu erbitten; sich also traumwandlerisch mit dem Aufzug nach unten begeben habe, direkt gegenüber der Rezeption jedoch aus lauter Panik im offenen Aufzug stehen geblieben und zur Beruhigung erst mal wieder nach oben gefahren sei, um schließlich festzustellen, daß es wohl doch keinen anderen Ausweg gebe, und man also kurz nach dieser ersten Erscheinung ein zweites Mal vor dem Nachtportier gestanden sei, der nach knapper Erklärung ohne Probleme eine neue Schlüsselkarte ausgestellt habe. Natürlich ist das auch dann noch kein Anlaß für eine Geschichte, wenn man kopfschwer aufschreckend im Hotelbett erwacht und die Bilder dieses Traums noch sehr real vor Augen hat. Ein Schreibanlaß ergibt sich allerdings zweifellos, wenn man nach langem Duschen und Herumstolpern sowie dem Zusammenklauben von Kleidung, Necessaire, Taschen und allerlei Dingen beim Verlassen des Zimmers zur Kenntnis nehmen muß, daß auf dem kleinen Schreibtisch neben der Schlüsselkarte noch eine Ersatzschlüsselkarte liegt.

Peter P. Neuhaus

 Mehr Auswahl

Für mich fehlt bei der automatischen Telefonansage der Arbeitsagentur, die je nach Anliegen zur Eingabe einer bestimmten Ziffer auffordert, eine ganz wesentliche Option: Wenn Sie absolut keinen Bock auf jegliche Form von Arbeit haben, dann drücken Sie: sich.

Thorsten Mausehund

 Mit dem Raucherbein

Nicht, daß ich besonders abergläubisch wäre, aber im Fußballstadion pflegen mein Sitznachbar und ich seit Jahren ein spezielles Ritual. Zigaretten immer nur bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft anzünden, ansonsten bringt der Glimmstengel Unglück. Neulich dann aber der Fehler, schon beim ersten Zug bemerke ich meinen Fauxpas. Na ja, wird ja wohl nicht gerade jetzt schiefgehen, denke ich noch, schon bekommen wir den Ausgleich. Meine Entschuldigung auf den strafenden Blick meines Nachbarn folgt spontan: »Sorry, das Tor geht auf meine Kippe.«

Christoph Koblenz

 Nervenkitzel im digitalen Zeitalter

Unausgeloggt vom Online-Banking direkt auf Facebook gehen.

Tim Wolff

 Das Verbrechen

Mir klaut einer beim Discounter den Pfandbon, als dieser vom Automaten ausgegeben wird. Der Dieb läuft zur Kasse, drängelt sich vor und will ihn einlösen. Ich rufe: »Hilfe, der hat mir den Pfandbon gestohlen!« Die Kassiererin reagiert geistesgegenwärtig und verweigert die Auszahlung. Der Täter flüchtet ohne Beute.

Robert Rescue