Heute: Flakka

Wirtschaftlichkeit: Günstig in der Anschaffung, auch "Fünf-Dollar-Wahnsinn" genannt, z.B. online bei "Flakkando" erhältlich. Aber Vorsicht! Kann Nierenschäden verursachen, Organ dann nur noch unter Wert zu verkaufen.

Inhaltsstoffe: Sehr gesund, weil vitamin-amphetaminreich, Wirkstoff MDPV (Methylendioxypyrovaleron, kurz: "Styropor") hat sich bewährt. Viele aus dem Hause Ecstasy bekannte Komponenten werden in China unter Verwendung von Wasser aus dem gelben Fluß zu dieser sehr viel stärkeren Premiumdroge zusammengerührt.

Handhabung: Auf vielfältige Art und Weise konsumierbar, die Droge kann geraucht, geschnupft, gegessen, inhaliert oder rektal eingenommen werden, weshalb viele Abhängige nackt herumlaufen. Das wegen seiner Form "Kies" genannte Zäpfchen erzeugt einen starken Rückstoß, der den Konsumenten von Null auf Hundert in weniger als zehn Sekunden beschleunigt.

Fun-Faktor: Sehr hoch, Konsumenten berichten, daß Sie sich von einer Herde fliegender Flokatiteppiche mit Tollwut verfolgt fühlten oder von einem Riesenfußpilz mit Schneckenhaus verschlungen zu werden drohten. Die Betroffenen fühlen sich bisweilen auch euphorisch und unbesiegbar, daher der Name, "Flakka", abgeleitet von "Flak" (Zweiter Weltkrieg).

Gesundheitsrisiken: Bisher sind keine Todesfälle bekannt, zudem suchen die Betroffenen oft selbst Polizeistationen oder Krankenhäuser auf, weil sie sich verfolgt fühlen. Ansonsten leiden sie unter hohem Fieber (mehr als 40 Grad im Schattenreich) bzw. Augenflakkan oder stotternder Herzpumpe.

Fazit: Kann man ruhig mal in geselliger Runde probieren, wenn man nicht mehr alle fliegenden Untertassen im Schrank hat.

Wer, vor 70 Jahren, die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Buchenwald erlebte, der mochte der Überzeugung sein, niemals könne vergessen werden, was sich hier zugetragen hatte und wer dafür angetreten war, daß es sich hatte zutragen können. Vergeßlich freilich ist der Mensch; aber daß nach bereits 70 Jahren, einem mittleren Menschenleben also, die Erinnerung ans Was die Erinnerung ans Wer umfänglich hat tilgen dürfen, mag als Höhe- und Endpunkt deutscher sog. Erinnerungskultur gelten. Die ihren Zweck damit vollauf erfüllt hat.

„Ausgerechnet vor den Toren Weimars, der Goethe-Stadt, Hort der deutschen Hochkultur, hatten die Nazis ihr größtes Konzentrationslager errichtet“, moderierte die ZDF-Dame Slomka im Heute-Journal den Bericht über einen (allein das ist schon gut:) „Europäischen Gedenkakt“ an und hatte damit das Attribut „deutsch“ zum ersten und gleichzeitig letzten Mal fallen lassen, im Zusammenhang mit der deutschen Hochkultur nämlich und als Kontrast zu dem, was Barbarei der Nazis war. „Als US-Militärs das Lager in Augenschein nahmen, konnten sie nicht fassen, mit welcher Bestialität sie konfrontiert wurden.“ Wessen Bestialität? Da uns besser nicht mit konfrontieren. „Einer von ihnen, General Eisenhower, erkannte damals schon die Notwendigkeit einer detaillierten Dokumentation, weil er voraussehend ahnte, es würde Menschen geben, die das Geschehene leugnen“, und sei’s gar ohne Absicht, als Sprechpuppen und Aufsagemaschinen der öffentlich-rechtlichen Amtswahrheit, die ergriffen vom Roß tremoliert und den Reiter nicht nennt.

„Vorbei, verweht, nie wieder.“ Tucholsky, 1930

„Und mit jedem Jahr, das vergeht, gibt es weniger Zeitzeugen. Wie künftige Generationen das Erinnern wachhalten, auch darum ging es heute beim Gedenken in Weimar“ (Slomka) und aber auch beispielhaft im Filmtext, in dem wiederum kein einziger deutscher Täter, ja nicht einmal ein (wie bei Kanzlerin Merkel) abstrakt verantwortliches „Deutschland“ vorkam, dafür aber „die mörderische Hölle der Nazi-Barbarei“ sowie die wünschenswert kommune Gratis- und Gretchenfrage: „Wie konnten Menschen das Menschen antun?“ Und Festredner Martin Schulz (Europa) stand nicht an, den Freistellungsauftrag zu erweitern: „Die europäische Einigung ist deshalb eine Antwort auf Auschwitz und Buchenwald. Unsere kollektive europäische Identität erwächst aus dem gemeinsamen Erinnern unseres zuweilen barbarischen Handelns in der Vergangenheit.“ Auschwitz, eine Folge europäischen Handelns, das zuweilen barbarisch war, und die im deutschen KZ Buchenwald von deutschen Schergen in deutschem Auftrag Gequälten und Ermordeten müßten aufstehen und dem Lügner Schulz diese Sauerei, die niemand mehr auch nur bemerkt, um seine treugroßdeutschen Ohren hauen. Deutsche Freiheit, so sieht sie aus. Künftige Generationen, das ahne ich voraussehend, werden nichts anderes mehr kennen.

PS: „Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis geht in diesem Jahr an die ‚Heute-Journal’-Moderatorin Marietta Slomka (45). Die ZDF-Journalistin gebe sich nicht mit Floskeln der Nachrichtensprache zufrieden, hieß es am Mittwoch in der Begründung der Juroren“ (Stern.de). W.z.b.w.

□ Dr. Eckart von Hirschhausen (renommierter Quacksalber)
□ Uli Hoeneß (Crashkurs Wundheilung im Gefängnis)
□ Karl-Theodor zu Guttenberg (darf momentan nur in den USA praktizieren, deshalb kein Thema)
□ Dr. Karl Lauterbach (SPD oder FCB? Die Entscheidung dürfte dem Epidemiologen nicht schwerfallen)
□ Doc Martens (Robustheit als Prävention)
□ Dr. Wolf Singer (Determinist; kann vorausberechnen, wer sich wann verletzen würde, und das dann verhindern)
□ Die Ärzte ("Auf diesem Niveau brauchst du ein ganzes Team von Ärzten", Rummenigge)
□ Dr. Dr. Manfred Lütz (Psychiater und Theologe; könnte Hoeneß therapieren und neuen Bayern-Dusel beantragen)

Die Erfindung der Katze (10 und Schluß)

Philipp beeilte sich, den Auftrag zu erledigen. Als er etwas zu hastig aus der Haustür trat, fiel sie hinter ihm zu.

„Verdammt“, knurrte er, „nun muß ich gleich doch tatsächlich klingeln. Wie unangenehm.“

Er ging zu dem offenbar fabrikneuen Fahrzeug in der Einfahrt. Welches Vertrauen der Pfarrer zu ihm hatte, obwohl er ihn überhaupt nicht kannte! Tatsächlich wäre Philipp nie auf den Gedanken gekommen, jemandem den Wagen zu stehlen. Genau so wenig fühlte er sich versucht, einen Blick in die schwere schwarze Tasche zu werfen, die er vom Rücksitz nahm. Er trug sie zum Haus, nachdem er die Fahrertür wieder abgeschlossen hatte. Dann blieb ihm nichts anderes übrig, als zu läuten.

‚Hoffentlich hört man das auch im Keller‘, dachte er und drückte auf den Klingelknopf. Eine Sekunde lang war ihm plötzlich schwindlig, dann fühlte sich alles wieder vollkommen normal an. Jemand kam zur Tür und öffnete. Eine junge Frau, staubig und mit Wandfarbe bespritzt, sah heraus.

„Hallo“, grüßte sie in etwas leidendem Ton.

„Hallo“, erwiderte Philipp, „Firma Goswin. Ich komme wegen des beschädigten Kabels.“

„Treten Sie näher“, sagte die junge Frau, „tut mir leid, daß Sie warten und zweimal klingeln mußten. Aber ich habe gerade auf der Leiter gestanden und die Decke gerollt, da ist ein Teil von dem alten Putz heruntergekommen. Das nun auch noch! Was schiefgehen kann, geht schief.“

Dein Name verrät, du bist ganz schön naiv. Wenn es darum geht, dich von irgendwelchen Klickfallen hereinlegen zu lassen, bist du stets vorne mit dabei. In diesem Moment blickst du gerade auf einen Bildschirm. Auf dein Smartphone oder dein Tablet oder deinen Laptop, deinen Monitor oder das Display deiner internetfähigen Waschmaschine. Du siehst wirklich phantastisch aus und würdest alles glauben, was dir ein technisches Gerät erzählt. Außerdem hast du eine schiefe Nase (doch, wirklich, schau mal in den Spiegel!). Dein Selbstwertgefühl ist ziemlich niedrig, deswegen interessierst du dich doch überhaupt für irgendeine erfundene Bedeutung hinter deinem Namen. Was soll das überhaupt sein, eine Bedeutung hinter einem Namen, hmm? Wohl nicht so gut nachgedacht vor dem Klicken! Kein Wunder, daß dein Selbstwertgefühl so niedrig ist, da bist du aber auch ein bißchen selbst dran schuld. Na ja, nimm's nicht so schwer, dafür bist du in anderen Bereichen ganz stark! Also in... oder nein... aber doch in hmmmm... nicht? Komm schon, irgendwelche Stärken hat jeder! Na ja, gönn dir demnächst einfach mal wieder was, das baut auf, und mit so einem Namen wie deinem stehen einem doch wirklich viele Türen offen (z.B. Arbeitsamt, Seelsorge, Schuldnerberatung)!

Nach mehreren Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime hat die Bundesregierung nun reagiert. "Wir werden unsere Empörung bis Ende des Monats verlängern – und spätestens 2018 alle Brandanschläge verbieten", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Darüber hinaus plant die Große Koalition, alle Flüchtlinge vorübergehend mit feuerfester Kleidung auszurüsten. Zudem sollen sämtliche Flüchtlinge in Feuerwachen ziehen. Einigen CDU- und SPD-Politikern gehen diese Vorschläge jedoch nicht weit genug. Deshalb fordern sie, daß jeder Flüchtling nach der Ankunft in Deutschland unverzüglich eine Ausbildung als Feuerwehrmann beginnt. Außerdem soll jeder Flüchtling stets einen Feuerlöscher bei sich tragen und mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Einen ganz anderen Weg möchte derweil die CSU gehen. Der neue Slogan der Partei lautet: "Wer nicht darauf brennt, sich zu integrieren, wird schnellstmöglich abgeschoben!"

Er arbeitet
von Gunnar Homann

Er stellt Quinoa ins Regal,
Tamari, Banchi, Nori,
Auf einem klebt das Taj Mahal --
Das ist wohl das Tandoori

Nach hinten kommen Biodips
Nach vorn der Seitansbraten
Dazwischen stehen Algenchips
Der Rest: Abteilung "Saaten"

Zwölf Euro kostet Sojamehl
Für zehn gibt's Veggie-Korma
Er macht sich auf den Weg nach Haus
Und kauft ein Brot bei Norma.

 

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Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
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Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 16.04.:

    Meedia berichtet über ein PARTEI-Empfangskomitee für Geert Wilders in Dresden.

  • 16.04.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über Radiomusik.

  • 14.04.:

    "Sonneborn rettet die EU" – Folge 6 jetzt bei Youtube.

  • 08.04.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über die miesen Tricks der TTIP-Gegner. 

  • 01.04.:

    Über sein zehnjähriges China-Jubiläum und mehr spricht Christian Y. Schmidt mit 21China.

Titanic unterwegs
20.04.2015 Rottweil, Zimmertheater
  Max Goldt
21.04.2015 Freiburg, E-Werk
  Max Goldt
21.04.2015 Bergen-Enkheim, Bibliothek
  Thomas Gsella
22.04.2015 Stuttgart, Wagenhallen
  Max Goldt
Briefe an die Leser

 Na ja, »Gala«!

Du kennst doch die alte Boulevardregel: »Hund beißt Mann« ist keine Schlagzeile, »Mann beißt Hund« dagegen sehr wohl. Überleg also doch noch mal, ob Dein kürzlicher Aufmacher »Lilly Becker: So verführe ich Boris« wirklich die Top-Story war, auf die Deutschland gewartet hat.

Umgekehrt wird ein Scoop draus! Titanic

 Holla, Dietmar Dath!

Nicht schneller Bücher schreiben, als wir sie lesen können!

Japsend: Titanic

 Recht haben Sie, Joseph Schuster,

Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, mit dem, was die Medien so zitierten: »Als Jude nach Israel zu gehen könne viele Gründe haben, etwa, daß die Kinder in einer stärker jüdisch geprägten Umgebung aufwüchsen. Die Angst vor Terroranschlägen dürfe aber kein Grund sein.« Genau; denn erstens fanden die jüngsten Anschläge nicht in Deutschland, sondern in Frankreich und Dänemark statt, und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit solcher Anschläge in Israel doch erheblich größer als in Deutschland.

Meinen jedenfalls die Auswanderungsberater von der Titanic

 Hey, Naomi Klein!

In Ihrem neuen, wiederum hochkontroversen Buch »Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima« geht es auf 704 Seiten um die Entscheidung zwischen Kapitalismus und Klimarettung, also darum, daß sich kapitalistisch das Klima nicht wird bewahren lassen. Das kann man lesen; man kann sich aber auch, unter Umgehung des Kaufpreises von 26,99 Euro, auf die Lektüre des Buchtitels beschränken. Dann weiß man ca. genausoviel und hat anschließend mehr Zeit und Geld für die unredundante Tante Titanic

 Ex-Bundespräsident Christian Wulff (54)!

Ex-Bundespräsident Christian Wulff (54)!

Während einer Lesung sprachen Sie: »Meine Zukunft hat längst begonnen. Es bringt nicht so viel, zu sehr in der Vergangenheit zu verharren.« Weil derart kryptischen Kram kein Mensch versteht, der auch nur halbwegs bei Sinnen ist, sekundierte Ihr Vertrauter, Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU), gegenüber der Welt am Sonntag: »Wulff ist voller Lebenskraft und Tatendurst. Er will sich künftig gern in der Öffentlichkeit engagieren.« Aber was genau, Wulff, schwebt Ihnen vor? Vereinsaborte saubermachen? Zeitungen austragen? Meßdiener? Doch zuallererst entziehen Sie mal Peter Hintze Ihr Vertrauen!

Voller Lebensdurst und Tatkraft: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Nachbarschaftshilfe

In ihrem Dorf, erinnert sich die Großmutter, sei man schon immer bereit gewesen, sich gegenseitig zu helfen. Als der jüdische Viehhändler etwa sein Geld habe eintreiben wollen, obwohl die Kuh, die er dem Nachbarn verkauft hatte, sofort danach krank geworden war, seien alle Bauern des Dorfes diesem sofort zu Hilfe geschritten. Den Viehhändler hätten sie gleich auf dem Feld, auf dem er erschienen sei, in der Furche liegen gelassen. Weil er aber keine Erben gehabt habe, hätte sein Besitz gerecht unter den Höfen im Dorf aufgeteilt werden müssen.

Ludger Fischer

 Opa Fischer berichtet

Oft hört man ja, die ständige anonyme Meckerei im Netz führe zu einer Verwahrlosung der Sitten; die Leute gerieten immer schamloser, brutaler und gröber. Nun hörte ich aber im Schnellrestaurant Schulkinder streiten – und wo wir seinerzeit »Ich kill dich« und »Stirb!« schrieen, um uns dann so fest wie möglich auf die Fresse zu geben, riefen diese immer nur »Ich block dich! Ich block dich!«. Und zwar ganz ohne Schläge. Wie warm wurde es mir da ums Herz! Statt mit Gewalt zu drohen, verlegen die lieben Kleinen ihre Konflikte in die virtuelle Sphäre, ignorieren einander, wo sie keinen Konsens finden, werden pazifiziert und zur Demokratie erzogen gerade durch das ach so böse Internet. Erst später fiel mir ein, daß die Drohung rein phonetisch auch »Ich blogg dich! Ich blogg dich!« geheißen haben könnte, und also schon die Digitalzwerge einander bloggenderweis’ Lügen, Verleumdung und Irrsinn um die Ohren hauen, daß es ein rechtes Grauen ist. Zur Sicherheit habe ich sie dann alle auf Facebook gemeldet. Bloggen geht ja mal gar nicht!!!!111!

Leo Fischer

 Kritik

Im Kaufhaus. Auf der Rolltreppe nebenan fahren mir zwei junge Männer wahrscheinlich arabischer Herkunft entgegen. Sie haben einen dunklen Teint, schwarze Haare, etwas fusselige Bärte und sehen sich unglaublich ähnlich. Mein spontaner Gedanke: »Sind das Zwillinge – oder bin ich einfach nur rassistisch?«

Katharina Greve

 Raute

Seit kurzem twittere ich über die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der Raute. Folgt mir unter ##.

Cornelius Oettle

 Lukrativer Auftrag

Technikfreaks, aufgepaßt! Was ich gerne hätte, wäre ein mittelgroßes schwarzes Schild, das etwa zehn Zentimeter über meinem Kopf schwebt, das allen meinen Bewegungen folgt und immer dann aufleuchtet, wenn mir ein Idiot vors Gesicht kommt, und zwar in gelben Lettern das Wort »Wichser« buchstabierend, wobei allerdings, bei genauerem Nachdenken, die Leuchtschrift eigentlich die ganze Zeit angeschaltet bleiben könnte, und wenn ich noch genauer nachdenke, dann kann ich das Schild ganz weglassen – vielen Dank für Eure Bemühungen, ich bleib bei meinem bewährten stromlosen, altmodischen angewiderten Gesichtsausdruck.

Theobald Fuchs