Cem Özdemir: "Ach, was den Urlaub angeht, bin ich noch unentschlossen. Das entscheide ich spontan, ganz relaxed. Vielleicht geht's wieder nach Amsterdam, Jamaica, oder Colorado… Ansonsten findet sich sicher auch im Görli immer noch 'ne nette Ecke zum 'Chillen', wenn Sie wissen, was ich meine, hehe, verstehen Sie? Hehe... Aber schreiben Sie das nicht!"

Joachim Gauck: "Ich fahr nach Bautzen. Das ist ein so wahnsinnig geschichtsträchtiger Ort. Wenn man sich ansieht, was dort einmal alles Schreckliches geschehen ist, an Verbrechen, Ungerechtigkeit und Leid, und wie frei und verantwortungsvoll wir hingegen heute leben, einfach geil!"

Ursula von der Leyen: "Ich hab mich bei so einem Portal angemeldet – Feldbett-Surfing. Da kommt man gut rum, lernt Leute kennen, und billig ist das ganze auch noch. So richtig rustikal. Nur ich, mein Rucksack und mein G36."

Oskar Lafontaine: "Wir reisen wie jedes Jahr ins 17. Bundesland, nach Gaza. Mal wieder in der knallenden Sonne liegen und weit weg vom westlichen Trubel entspannen, sich besinnen, einfach authentisch leben. Da gibt es dann auch keine Imperialistenbrause und den ganzen US-Mist."

Andrea Nahles: "Im Urlaub brauche ich vor allem Action und Bewegung. Ein bißchen Nervenkitzel. Da leb ich mich aus, das ist in gewisser Weise mein Gegenprogramm zum ständigen Sitzen und Blödsinnreden im Plenarsaal. Darum gehe ich diesen Sommer mit ein paar Freunden auf große Deutschland-Tour. Wir wollen jeden einzelnen Paternoster fahren!"

Zum Handelsstart reagiert die Börse schockiert: "Irgendwas mit dem sonst so wichtigen griechischen Markt stimmt nicht", teilte der sichtlich entsetzte Dax mit. Auch die Londoner Börse BSE sorgte sich in den frühen Morgenstunden wie wahnsinnig: "Die Handelspreise für Weinharz und Olivenölpansch sind geradezu albern, isn't it?" Und selbst der japanische Nikkei meinte: "Ni hao grexitija godzilla harakiri aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!" +++ Neben den Banken bleiben heute auch die griechischen Supermärkte, Kioske, Harzweinerien und Olivenölpanschereien geschlossen. "Mit welchem Geld sollte da auch bezahlt werden – die Banken sind ja geschlossen", so der irr feixende Spaßminister Varoufakis. +++ Auch Irene F. aus Detmold ist in Panik: "Ist was? Irgendwas ist doch! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!" +++ In einem überraschenden "Schritt" möchte Wolfgang Schäuble nun ein Referundum in Deutschland darüber abhalten, auf welche Art das Ergebnis des griechischen Referendums ignoriert werden soll. Nebenbei soll noch darüber abgestimmt werden, den Olymp in Paralymp umzubennen. "Einfach so", so Schäuble. "Weil ich der einzige bin, bei dem die Leute Behindertenwitze in Ordung finden." +++ Laut dem, was Bild und Welt "Informationen" nennen, steckt der griechische oberste Sowjet Tsipras hinter dem Anschlag in Tunesien. Gemäß dem, was die Springer-Propagandaabteilungen als "Quellen" bezeichnen, will die griechische Regierung mit Terror an konkurrierenden Mittelmeerstränden den Tourismus im eigenen Land fördern +++ Panik auch in den Satire-Onlineredaktionen von "Postillon", Heute-Show und TITANIC: "Schon wieder Griechenwitze? Wie oft denn noch", stöhnt es in den Konferenzen. "Gibt es denn noch unbearbeitete Griechenklischees?" – "Mmmh, irgendwas mit Inseln?" – "Nein! Und nichts mit Tzatziki, bitte" – "Dann bleiben nur Harzwein und Olivenölpansch und der Metaansatz" – "Okay, wenn es sein muß..." 

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Auf die Idee kämen wir gar nicht, das Magazin der Süddeutschen Zeitung sei dazu da, uns für dumm zu verkaufen. Eher schon fürs Gegenteil.

„Geduldiges Papier: In jedem Bücherregal stehen Werke, die der Besitzer nicht gelesen hat. Und auch nie lesen wird. Eine Übersicht der wichtigsten ungelesenen Bestseller“, nämlich – wir nennen sie, aus Gründen, alle –: Darm mit Charme (Giulia Enders), Ich bin dann mal weg (Kerkeling), Fifty Shades of Grey (E.L. James), Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? (Precht), Deutschland schafft sich ab (Sarrazin), The Circle (Eggers), Was ich noch sagen wollte (Helmut Schmidt). Das alles nun wird per Matrix lustig aufbereitet: „So kommt das Buch zum Leser: Gab’s als Aboprämie zur Zeitung dazu“ (Schmidt); „Darum geht es wirklich: Erstsemesterwissen über Kant und Sartre für 14,95 Euro“ (Precht); „Da steht es im Regal: Neben Schirrmachers Payback und dem Leitzordner ,Gebrauchsanleitungen Technik, Kleingeräte’“ (Eggers). Usw. Formal läßt sich dagegen gar nichts einwenden, und eine solche Doppelseite würde auch in einem besseren Satiremagazin nicht unbedingt deplaziert wirken – wenn, ja wenn das nicht alles so unerhört gelogen wär’.

Denn die Annahme: Wir haben den Kram zwar gekauft, aber nicht gelesen (oder nur bis S. 46), ist natürlich eine falsche, wo es sich doch um einen recht präzisen Querschnitt des bürgerlichen (auch des nominell bildungsbürgerlichen) Bücherregals handelt, denn diesen Trivialkanon hat ja nicht die Unterschicht milliardenfach verschlungen, während die Kundschaft des SZ-Magazins die „Ästhetik des Widerstands“ las. Nein: Eben dieses konsumorientierte, freiheitliche, literaturferne Publikum will Text, der übers Stoffliche nicht hinauslangt (Eggers, James); will Spiritualität, Selbstfindung und Lebenshilfe (Kerkeling, Precht) und nicht zu viele Ausländer (Sarrazin); verehrt Helmut Schmidt und goutiert an Fräulein Enders weniger die „junge Frau, die gesteht, regelmäßig zu kacken“ (SZ-Magazin) als, wie Kollege Leo Fischer in einem Beitrag für Konkret 10/2014 aufgefallen ist, die neoliberale Agentin des effizient „pupsfidelen Lebens“ und Autorin einer „zuckersüßen Propagandaschrift des Lohas-Kapitalismus: Lebe gut, um viel arbeiten zu können, arbeite viel, um gut leben zu können … Wer nur das Richtige verzehrt, wer nur auf mich hört, so die implizite These, kann eine genauso darm- und kerngesunde postmoderne Powerfrau werden wie Mutti und ich … Jenes Milieu, das alle Probleme der Welt durch richtigen Konsum, also durch Fressen lösen möchte, pupst begeistert Applaus.“

„Ich wollte Dir nur zeigen, daß das Interesse, das mir die Seele erfüllt, schlecht mit dem Geiste harmonirt, der in dieser Gesellschaft weht; und daß die Beklommenheit, die mich zuweilen ergreift, hieraus sehr gut erklärt werden kann.“ Kleist an Ulrike, 12.11.1799

Von den Unterschichten unterscheidet unser modernes Kompetenzbürgertum neben der Fähigkeit, die Kommentarspalten der FAZ vollzustrunzen: „Ein Gutes hat der Klimawandel: Wenn Bayern zum Dschungel wird und Mitteldeutschland zur Halbwüste, gehen die Flüchtlinge woanders hin!“ allenfalls die Ahnung, daß es für die eigene Borniertheit und Bildungsferne eine Entschuldigung braucht; oder, noch besser, jemanden, der es traditionsgemäß durch ein „Wir waren das nicht!“ salviert.

Ich aber sage euch: Ihr kauft das. Ihr lest das. Ihr seid das.

  • "Ich finde, du bist eine unheimlich spannende Person."
  • "Wow. Einfach nur: wow."
  • "Was das anbelangt, gehen wir beide ja ohnehin d'accord."
  • "Ach, das ist doch nur wieder dieses Gutmenschending."
  • "Wir atmen nun tief in die Schambeingegend hinunter."
  • "Macht doch auch mal was gegen die Islamisten!"
  • "Wir haben das heutzutage einfach auch verlernt …"
  • "Ist da noch frei?"

Vielleicht leben deine Eltern in einem anderen Stadtteil weiter (VIII)

Albert tappte, was seine Heimeinweisung betraf, völlig im dunkeln. Wenn er es recht bedachte, war ihm manches an seinen Eltern immer ein Rätsel gewesen. Obwohl er sich sehr wünschte, sie zu finden, fragte er sich doch, wie sie auf ihn reagieren würden, wenn er sie fände. Der Versuch, sich die Wiedersehensszene vorzustellen, litt unter Alberts Unklarheit darüber, welches Bild er von seinen Eltern hatte. Wie sahen Eltern aus? Wie sahen Menschen im allgemeinen aus? Er hatte schon so viele gesehen, aber jetzt fielen ihm keine passenden ein. Es mußte doch möglich sein, sich an die eigenen Eltern zu erinnern! In dem Heim war offenbar sein Gedächtnis manipuliert worden, dort gab es bekanntlich Mittel und Wege. Ärztliche Behandlungszimmer und große, geflieste Kellerräume, in denen Wannen und furchteinflößende Apparaturen standen, tauchten wie Erinnerungen in Alberts Bewußtsein auf. Um nicht in das Heim zurückkehren zu müssen, war er notfalls bereit zu sterben. Er mußte vorsichtig sein. Wenn jemand Verdacht schöpfte und das Jugendamt informierte, riskierte er, von der Polizei aufgegriffen und wieder inhaftiert zu werden. Da war es schon gut, über diese Tarnung zu verfügen. Im Moment konnte er sich nicht entsinnen, woher er sie hatte, sein Gedächtnis ließ infolge der Aufregung etwas zu wünschen übrig.

Ein jeder schätzt sie, und wo auch immer sie auftreten, zaubern sie ein Lächeln in die Gesichter der Menschen: Polizisten. Polizist sein, das heißt aber auch, ein Leben am Rande der Gesellschaft führen, im ständigen Kampf um Anerkennung und Sicherheit. Denn nur die wenigsten von ihnen können auch wirklich davon leben. Die meisten schlagen sich mit Zweit- und Drittjobs durch das Leben, so daß immer gerade noch genug für das Nötigste da ist. Der berühmte Notgroschen für das Pils zum Frühstück, die Currywurst zum Abendbrot.

Immer mehr Polizisten arbeiten auch nachts, abseits des Reviers, ein Großteil von ihnen als Stripper. Strippen, das heißt schnell verdientes Geld und eine gewisse Linientreue, denn die Uniform ist immerhin dieselbe. Tagsüber die Leute wie erwartet nach allen Regeln der Kunst zu schikanieren und zu strafen und ihnen abends zum verruchten Sound von "Eins, Zwei, Polizei" um die Lenden schlängeln, das ist ein Spagat, an dem nicht wenige zerbrechen und irgendwann einen anderen, einen bürgerlichen Weg einschlagen. "So etwas Schöngeistiges wie der Polizeiberuf ist nun mal eine Leidenschaft, eine Herzensangelegenheit, für die heute kein Platz mehr in unserer Gesellschaft zu sein scheint. Wenn man so will, sind wir Künstler", sagt "Lulu", seinen richtigen Namen möchte Werner W. nicht vollständig in der Presse lesen. Zu tief sitzt die Scham vor der Familie, vor einer Gesellschaft, die immer noch in ihrer heilen "Sonntagabend-Tatort-Traumwelt" lebt, wie W. Witzel es nennt.

Das Leben in der Beamten-Bohème ist ein fortwährender Seiltanz. Ein kräftezehrender Balanceakt zwischen dem schillernden Dasein als gefeiertes Starlet mit Marke und Schußwaffe auf dem Parkett deutscher Innenstädte und dem ständig drohenden Verschlucktwerden vom Dunkel der Gosse. Nur wenigen bleibt das Glück vorbehalten, vom Geheimdienst finanziell gefördert zu werden. Für den Rest bedeutet der Beruf die permanente Selbstaufgabe. Oft endet dies wie bei Lulu im Doppelleben zwischen Blau- und Rotlichtmilieu. Alles aus Liebe zum Dienst.

Schicksale, die unbequeme Fragen aufwerfen. Fragen wie die, was heute noch vom einst so prächtigen Polizeistaat übrig ist. Verhalten wischt sich Lulu eine Träne aus dem Gesicht, bevor er zu seinen Kollegen vom Dezernat auf die Bühne steigt und sich gekonnt an die Stange schmiegt. "Was soll's", sagt er noch mit diesem typischen Lächeln, wie es nur Polizeibeamte zu lächeln wissen, "the show must go on!"

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Oliver Maria Schmitt: "Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen durch die Hölle und zurück"
TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Hauck und Bauer, Hurzlmeier, Rattelschneck: "Hier lacht der Betrachter" (Taschenbuch)
Monat für Monat begeistert die Doppelseite "Hier lacht der Betrachter" Hunderte von TITANIC-Lesern. Diese Prämie versammelt die besten Cartoons zu 800 Themen aus 50 Jahren: Radfahrer, Gesellschaftsspiele, Gurken, Homoeheprobleme, Niels Bohr, demente Deutsche, unaufgeklärte Morde und vieles mehr! Erleben Sie Hauck & Bauers passiv-aggressivste Sprechblasen, Hurzlmeiers verschrumpeltste Geschlechtsteile und Rattelschnecks kaputteste Sätze! Durchgängig schwarz-weiß, durchgängig lustig. Die perfekte Klolektüre!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone" (signiert)
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Katharina Greve: "Hotel Hades"
Darauf hat die Unterwelt gewartet: die schönsten Totenorte der griechische Mythologie als Schauplätze in einer Graphic Novel. Katharina Greve, Freizeitdenkerin und TITANIC-Hellseherin vom Dienst, schickt drei ermordete Berliner auf die Reise in den Hades, wo es so jenseitlich-phantastisch wie weltlich-bürokratisch zugeht. "Selten war der Tod so absurd und amüsant", urteilte der Tagesspiegel, und der Berliner Tip nannte "Hotel Hades" "eine der wichtigen Berliner Veröffentlichungen der Saison". Die perfekte Prämie für das letzte Hemd.Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Katz+Goldt: "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin"
Sie füllen monatlich zuverlässig die lustigsten Seiten der TITANIC und sind der Geheimtip unter den Nachwuchs-Duos: Katz & Goldt schießen seit den späten Neunzigern die Amazon-Charts hinauf. Ihr neuer Comic-Prachtband heißt "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin", und es handelt sich hierbei um genau den Comic-Prachtband, den Sie sich lieber allerschnellstens ins Regal stellen sollten, ehe er in ein paar Monaten ruckzuck Mainstream und total Prenzlauer Berg ist. Wählen Sie dieses Abo und markieren Sie damit die Jungkünstler Stephan Katz und Max Goldt mit "Gefällt mir" – bevor es cool ist. 
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser" + 15 Postkarten + 1 Feuerzeug
TITANIC-Postkarten -- die schönste Art, einem ganz speziellen Menschen zu sagen: "Hallo." Mit diesem Abo erhalten Sie nicht weniger als 15 wahllos aus der Ramschkiste gezogene TITANIC- und PARTEI-Karten, über die man immer und immer wieder lachen kann. Damit nicht genug: Das Original-TITANIC-Kult-Feuerzeug gibt es als kostenlose Gratisprämie obendrauf! (Ach ja, und diesen Ziegelwagner-Roman da kriegen Sie auch noch.)
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Schmitt, Tietze, Zippert (Hrsg.): Promi-Massaker: Die endgültige People-BibelPromis sind wie Omis, nur mit besserer PR? Von wegen! Sie sind Vollpfosten, Spackos, Troglodyten, Piesepampel, Gammelfleisch, Psychopathen und Arschgranaten, und als solche behandelt sie TITANIC seit über 30 Jahren. Die wichtigsten Abrechnungen finden Sie in diesem Buch.Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 25.06.:

    Nils Bremer berichtet im Journal Frankfurt von der ersten Sitzung der "Anwälte der Hölle" mit Leo Fischer und Ana Marija Milkovic.

  • 23.06.:

    Die Verschwörungstheorien der Saison – vorgestellt von Torsten Gaitzsch in der Taz.

  • 20.06.:

    Über ein Konzert der Dead Kennedys berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 18.06.:

    Ein typischer Abend im Leben des kürzlich verstorbenen Harry Rowohlt – nachgezeichnet von Christian Y. Schmidt in der Taz.

  • 16.06.:

    Oliver Maria Schmitt in der Zeit über die Seele des TITANIC-Mitarbeiters Wolfgang Herrndorf.

Titanic unterwegs
08.07.2015 Frankfurt, Günthersburgpark
  Thomas Gsella
11.07.2015 Aschaffenburg, Schönborner Hof
  Thomas Gsella mit Hans Well und den Wellbappn
16.07.2015 Leipzig, Haus des Buches
  Thomas Gsella
17.07.2015 Stuttgart, Lapidarium
  Thomas Gsella
Briefe an die Leser

 Tapfere Frauke Petry (AfD)!

Tapfere Frauke Petry (AfD)!

Linksextremisten hätten Sie in einem Göttinger Restaurant attackiert, alarmierten Sie die Öffentlichkeit und klagten: »Dieser brutale Versuch, die Meinungsfreiheit mit Gewalt einzuschränken, ist niederträchtig.« Nachdem nämlich eine junge Frau Sie gefragt habe, ob Sie Frauke Petry seien, hätten Vermummte das Lokal gestürmt, »Nazis raus!« gerufen, Ihren Tisch umgeworfen und Sie mit Fruchtsaftbeuteln attackiert; Sie selbst seien dabei zu Boden gegangen. Allerdings kamen durch einen Augenzeugenbericht recht bald Zweifel an Ihrer Version der Geschichte auf, und auch die Polizei konnte keinen Rechtsbruch feststellen. Zwar habe es eine Begegnung zwischen Ihnen und einigen Kritikern gegeben, von einem Anschlag mit Saftbeuteln könne jedoch keine Rede sein; vielmehr habe sich einer der ungebetenen Gäste ungeschickt auf den Tisch gestützt, so daß dieser leicht gewackelt habe und ein Saftglas umgekippt sei.

Frau Petry! Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, Sie seien mit diesem eher niedlichen Konfliktverlauf unzufrieden und hätten sich eine gerichtsmedizinisch interessantere Eskalation der Lage gewünscht. Aber ist nicht genau das wiederum ein Beweis für die Gemeinheit der Linksextremisten? Nicht einmal den Märtyrertod oder wenigstens eine, hihi, saftige Körperverletzung gönnen die Ihnen, von der Einschränkung Ihrer Meinungsfreiheit ganz zu schweigen!

Und das bedauert (außer Ihnen) niemand mehr als: Titanic

 Hmm, Gloria von Thurn und Taxis!

Für Katholiken ist also, wie Sie in der Welt erläutern, »auf diesem langen, steinigen Weg durchs Leben« die Kirche »quasi ihr ADAC. Ihr Pannendienst«. Wenn Sie das so gemeint haben, daß die Katholische Kirche ein Verein voller falscher Engel ist, die den Gläubigen zu überzogenen Mitgliedsbeiträgen minderwertigen Tand andrehen und einzig auf ihren eigenen finanziellen Vorteil bedacht sind, dann will nie wieder glauben, daß Sie so dumm sind, wie Sie immer aus der Brokatwäsche gucken: Titanic

 Michail Gorbatschow!

Besser eine späte Einsicht als gar keine! Und so haben Sie gegenüber der russischen Tageszeitung Komsomolskaja Prawda eingeräumt, daß das, was Sie da vor mittlerweile 30 Jahren als Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU angeleiert haben, nicht nur »nüchtern betrachtet kein großer Erfolg gewesen« sei, sondern sogar ein »Fehler«: »Die Maßnahme hätte Schritt für Schritt und nicht so radikal eingeführt werden müssen. Man muß so was allmählich machen. Nicht wie mit der Axt auf den Kopf.« Der von Ihnen verantwortete Beschluß habe nämlich fatale Folgen gehabt: »Reihenweise schlossen Geschäfte, und wir hatten extreme Verluste im Staatshaushalt.«

Weil man aber auf einer Einsicht nicht stehen kann, Gorbatschow, sollten Sie jetzt, wo Sie einmal dabei sind, auch noch zugeben, daß all das nicht nur auf Ihr Anti-Alkohol-Gesetz von 1985 zutrifft, sondern auf die spätere Perestroika natürlich auch.

Na sdorowje! Titanic

 Barbara Schöneberger!

Angesichts der für Mitte Juli geplanten feierlichen Enthüllung Ihrer Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin gäbe es von Ihrer Seite bestimmt gewohnt viel zu erzählen. Uns allerdings würde lediglich interessieren, wie es sich so anfühlt, wenn man plötzlich dem erstarrten, speckig glänzenden Angesicht seines seelenlosen Doppelgängers gegenübersteht. Aber leider kann Ihr wächsernes Ebenbild ja nicht sprechen!

Sympathisiert eindeutig mit dem Lookalike: Ihr Witzfigurenkabinett von Titanic

 Immerhin, Wirtschaftsjournalist Rainer Hank (»FAZ«)!

Einen wahren Satz haben wir in Ihrem mitleiderregend unoriginellen Schnarchbuch »Links, wo das Herz schlägt – Inventur einer politischen Idee« dann doch noch gefunden: »Heute, wo ich kein Linker mehr bin, ist die Linke intellektuell stärker geworden.« 

Dankt für die Ehrlichkeit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Smalltalk-Handwerk

Gelernt ist gelernt. Wie etwa, wenn meine Friseurmeisterin einer Kundin auf die Aussage »Daß es im Süden immer warm ist, ist auch nur ein Klischee!« dieses erwidert: »Stimmt, bei den heutigen Zeiten.«

Jan Küthe

 Eine Frage des Stils

Lange habe ich zu ergründen versucht, warum es bisher noch keine Frau länger als bis zum nächsten Morgen bei mir ausgehalten hat. Nachdem ich – 1,88 m, durchtrainiert und gut situiert – als passionierter Hobbykoch, verständnisvoller Zuhörer und eloquenter Gesprächspartner mit vielseitigen kulturellen Interessen, als ebenso einfühlsamer wie ausdauernder Liebhaber und treuer Begleiter in allen Lebenslagen mittlerweile ausschließe, daß es an mir selbst liegt, kann als Ursache nur noch eines in Betracht kommen: die Abtörnfarbe an meinen Wänden.

Daniel Sibbe

 Schockdiagnose

Von Minute zu Minute fiel mir das Atmen durch die Nase schwerer. War eine Erkältung im Anflug? Sollte ich das erste Mal in meinem Leben Heuschnupfen haben? Kurze Zeit später dann aber die Erleichterung: Meine Brille war lediglich nach unten gerutscht.

Vivien Tharun

 Fallhöhe

»Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen«, sagt man. Aber, wie ich seit der plötzlichen Entlassung eines hochqualifizierten Mitarbeiters weiß: aus allen Wolken schon.

Uwe Geishendorf

 Der Stoff, aus dem die Träume sind

Um meine Karriere zum gefeierten Literaten voranzutreiben, habe ich mich zu einem radialen… pardon… radikalen Weg entschlossen. Denn wieschon… wiesch… wie schon die Werke von Hemingway, Bukowski und Fallala… hoppla, hihihi… Fallada zeigen: Die besten Geschichten schreibt immer noch der Leser die Leber selbst.

Daniel Sibbe (1,4 ‰)