Der Artikel, der von einer Erzieherin handelt, die "in ihrer Freizeit Pornos dreht" und davon, "wie weit sich der Arbeitgeber ins Privatleben einmischen" darf: Mußte der unbedingt von Elke Spanner allein geschrieben werden; hätten da nicht noch die Kollegen Maximilian Popp und Wolfgang Bücker assistieren dürfen? Hätte noch "spannender" gefunden:

Titanic

Diesen Monat in TITANIC: ISIS kommt nach Deutschland. Informationen für Landärzte. Die generalüberholte Bundeswehr. Neues vom Tod. Psycho-Experimente im Netz. Traumjob Hundefänger. Der große Test "Welcher Terrortyp bist du?" Und: Bastian-Schweinsteiger-Starschnitt!

Die August-TITANIC – jetzt am Kiosk, im Online-Shop und als günstiges PDF und – jetzt neu! – als App. Wärmste Empfehlung: Jetzt Abonnement abschließen und nichts davon merken, daß die Abopreise bald angepaßt werden.

Wie bereits Anfang des Monats bekanntgeworden ist, eignet sich das Standardgewehr der Deutschen Wehrmacht, Heckler & Kochs G36, nur unzureichend für den Kampfeinsatz. TITANIC hat das Mörderteil nun einem kritischen Test unterzogen

Treffsicherheit: Erst einmal muß man abdrücken, nämlich einen Haufen Kohle an den Schwarzmarkthändler, um in den Besitz der "Kanone" (John Wayne) zu gelangen. Im Einsatz zeigt das Gerät dann rasch Schwächen: Die Präzision der Büchse nimmt schon nach dem 200. Headshot in Folge ab, kleine Ziele wie z.B. Kinder können so mühelos entkommen. Erst nach einem kräftigen Schluck Zielwasser ist die Schußgenauigkeit wieder gewährleistet, prost!

Stabilität: Robustheit und tadellose Verarbeitung des Schießeisens sind im Feld das A und O. Das G36 macht zunächst einen soliden Eindruck, doch im Dauerbetrieb entstehen an der Mündung häßliche Macken und Kratzer durch das Öffnen der Bierflaschen. Hier muß dringend nachgebessert werden, z.B. durch einen Flaschenöffner am Lauf. Versucht man mit dem Schaft eine Nuß aufzuklopfen, löst sich oft unwillkürlich ein Schuß, hochwertige Mechanik sieht anders aus.

Handling: Das G36 liegt gut in der Hand und wird auch bei langem Töten nicht zu schwer. Allerdings glüht die Waffe nach kurzer Zeit in der Wüstensonne derart, daß man ein Spiegelei darauf braten möchte, was den Konflikt nicht nur unnötig in die Länge zieht, sondern auf Dauer auch schlecht für die Gesundheit ist (Salmonellen, Cholesterin, Bleivergiftung).

Fazit: Die Kritiker des G36 übertreiben mit Sicherheit, für das Ottonormalkanonenfutter reicht es als Bewaffnung vollkommen aus (Psychofaktor!). Für Elitekämpfer gilt allerdings: Zu viele Heckler & Köche verderben den Menschenfleischbrei, hier sollte sich jeder nach der für ihn passenden Bewaffnung selbst umsehen (z.B. MAC-10, AK-47, Samuraischwert).

  • "Ja ja, die Israelis kommen noch mit der größten Schweinerei ungestraft davon – ob 1972 in München oder heute im Gazastreifen."
  • "Die Großkonzerne stecken dahinter, googeln Sie es einfach!"
  • "Pssst, was nur wenige wissen: Ken Jebsen stand mal auf der Payroll von Mainstream-Medien wie dem RBB, dem gleichgeschalteten Kasper darf man nichts glauben!"
  • "Wäre ich Putin, ich würde genau so handeln."
  • "Ha, Sie sind so naiv! Auch diese Demos hier werden von Monsanto gesteuert..."
  • "911: neun minus eins minus eins ist sieben. MH317: ohne M, H und die 3 ebenfalls sieben. MH17, auch hier steht am Ende: sieben (beide Flugzeuge vom Typ Boeing 777!). Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776: zweimal die sieben, und eins und sechs macht zusammen wieder sieben (also 777) – ZUFALL?!"
  • "Entschuldigung, wo ist die Leinwand, auf der Fußball gezeigt wird?"
  • "Guten Tag, Goldstein von der Jüdischen Allge...– aaaahhh! Hilfe! Polizei! Auaaa! So helft doch, sie gehen auf mich los! Mein Bein! Ahhhh!"
  • "Alle Chemtrails führen nach Washington, D.C.!"
  • "Nach dem ersten Sprecher genießen wir jetzt gemeinsam die schöne Musik vom Harald, einem Friedenskämpfer und Weggefährten der allerersten Stunde, da kommt auch er schon mit seiner Gitarre..."

Es scheint bewiesen: Rußland hat indirekt irgendetwas mit dem MH17-Abschuß zu tun und muß bestraft werden. Deutsche Politiker streiten daher: Wie kann man Putins Reich nur schaden, ohne daß es uns was kostet? Ein Boykott oder eine Absage der WM in Moskau kostet uns eventuell den Titel. Wirtschaftssanktionen lassen möglicherweise die Gaspreise oder sogar -herde explodieren. Russische Bankkonten einzufrieren kostet Platz im Tiefkühlfach, zudem viel Energie und beschwört vielleicht einen neuen eiskalten Krieg herauf. Ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen dagegen kostet unter Umständen Sympathien, insbesondere bei Diplomaten, während ein blitzartiger Einmarsch in Rußland mit brutalen Strafaktionen unter der Zivilbevölkerung derzeit von der Bundeswehr logistisch nicht zu bewältigen ist. Einig ist man sich nur, nach Rußland keine preisgünstigen Waffen mehr exportieren zu wollen, an denen man sowieso nichts verdient (z.B. Boden-Luft-Raketen).

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  • Dopaminmangel
  • Hyperaktivität
  • Wachstumsstörung
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  • Nichtraucherlunge
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  • Langeweile
  • Juckreiz
  • THC-bedingte Psychose
  • Ritalin-Überdosis

Heute: Winfried Rätselmüller (55)

Sehr geehrte Redaktion! Ihre sprachkritischen Einlassungen lese ich (55, pensionierter Rentner a.D. mit Germanismus-Studium) stets mit einem schmunzelnden Auge. Leider endet Ihr Mut, Roß und Reiter zu benennen, spätestens dort, wo persönliche Vorteile berührt werden. Ich spreche von der "Journalisten-BahnCard" (sic!). Die kriegen Sie wohl ermäßigt? Wie sonst ist es zu erklären, daß der Unsitte des falschen Sprechens von Englisch seitens der DB-Durchsagen in Ihrem Magazin kaum je Kritik angedeiht?

Wenn den "dier Pässendschas" das "Ärreifing" in der "näckst Schdäjschen" angekündigt wird, etwa in "Wörrtsbörg, Börrlinn, Fränkförrt Slash Mäjn", dann rollt es jedem sprachempfindlichen Menschen den Magen auf. Eine Schande für Deutschland! Minderbemittelte Durchsage-Tiere, die aus oft nur einsprachigen (!) Großfamilien stammen, in denen vermutlich Dialekt (!!) "gesprochen" wird oder, sehr viel wahrscheinlicher, eine primitive Grunzsprache aus Unmutslauten, debilem Röhren und nonverbalen Äußerungen (häusl. Gewalt) – – und solche Kauderwelsch-Kriminelle werden dann auf unsere Ohren losgelassen! "Pisa" läßt grüßen. 100 000 Stunden Nachsitzen scheinen mir für solche "Geistesriesen" noch eine milde Strafe. Angemessener wäre Kielholen am eigenen Zug, 1x pro Aussprachefehler.

Am wütendsten auflachen muß ich freilich über: "Senk jo vor träwelling". Liebe Redaktion, das ist doch eine Steilvorlage! Aber da trauen sich die Herren Satiriker natürlich nicht ran (Ausnahme: Wiglaf Droste). Ob derlei tolpatschige Anbetung des Götzen "Weltläufigkeit" überhaupt zielführend ist, steht in einem anderen Stern. (Notabene: Nein, gegen Ausländer habe ich nichts. Die meisten von diesen sind nämlich reizende Leutchen, die mir höflich die Einkaufstasche aufhalten oder die Tür raufbringen.) So lange aber dieser Mißstand fortbesteht, bleibt mir nur, mich vor Fremdscham durch das geschlossene Waggonfenster zu werfen, wenn im Zuge wieder "Uncle Sam" gehuldigt wird. Der Tod möge mir leicht werden. Vielleicht wird er nicht umsonst gewesen sein.

 

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TITANIC jetzt als PDF TITANIC jetzt als PDF Sie glauben, das gute alte Handwerk sei ausgestorben? Weit gefehlt! Das ist Alexander Golz, Webmaster der TITANIC. Jeden Monat zimmert er aus Blut, Schweiß und Pixeln neue PDFs und wartet gespannt auf den Moment, in welchem er Ihr Exemplar mit einer Gravur zu einem zertifizierten Unikat veredeln darf. Er ist nur glücklich, wenn Sie glücklich sind! Und so einfach können Sie ihm Ihr Glück mitteilen: Bestellen Sie ein PDF! Hey, du! Du bist jung, gelangweilt und unterhaltungssüchtig, aber seit kino.to gesperrt wurde, setzt dein Beamer Spinnweben an? Dann haben wir was für dich! TITANIC gibt es jeden Monat neben der ­klassischen Holzvariante als digitale 720p-Kopie für dein exquisites Multimedia-Erlebnis! Einfach kaufen, runterladen, genießen. Hey du! Du bist genervt von konfektionierter Massenware? Du hast genug von reißenden Seiten und plötzlichen Knitterattacken? Du willst deine Lieblingszeitschrift auch auf deinem Lieblingspapier lesen? Dafür mußt du dich nicht schämen! Denn TITANIC gibt es nicht nur als gedrucktes Heft, sondern auch als PDF! Jetzt kannst du dir ein maßgeschneidertes Heft auf dem Material deiner Wahl printen! Ob auf Bütten-, Geschenk-, Eß- oder Klop­apier, dicken Kartonagen oder hauchzarter Chiffonseide – du hast die Wahl! Immer am ersten Dienstag im Monat: Die TITANIC-Club-Voltaire-Lesung
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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
28.07.2014 Frankfurt, Günthersburgpark
  Hans Zippert
29.07.2014 Frankfurt, Günthersburgpark
  Thomas Gsella
10.08.2014 Radio, WDR 5
  Pit Knorr präsentiert seine Favoriten
14.08.2014 Frankfurt, Caricatura Museum
  »Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule«
Briefe an die Leser

 Gerhart Baum (81, FDP)!

Im Interview mit Stern.de wußten Sie dies: »Die FDP hat noch Chancen auf einen Neuanfang, aber nur, wenn sich dieser in politischen Inhalten und glaubwürdigen Personen darstellt.« Mit anderen Worten: Sie rechnen wohl auch nicht mehr damit, was?

Völlig unglaubwürdige, inhaltsleere Grüße von Titanic

 Hobby-Filmrezensenten im Internet!

Es kann durchaus sein, daß ein Film, mit dem sich ein Regisseur X »auf dem Regiestuhl zurückmeldet« ein »bildgewaltiges Epos« ist, das durch ein raffiniert konstruiertes Drehbuch »zu überzeugen weiß«, mittels »subtiler Kameraarbeit brilliert« und obendrein mit einem »hochkarätigen Cast aufwartet«. Eines kann ein Film aber nicht: Er kann nicht einer der besten Filme sein, »die je das Licht der Leinwand erblickt haben«, denn was wird im dunklen Saal auf die Leinwand projiziert? Genau.

Wenn Ihr also Eure Phrasen vor der Niederschrift in Zukunft etwas genauer prüft, dann kommt vielleicht doch noch irgendwann eine Kritik zustande, die mit »fundiertem Sachverstand zu beeindrucken versteht«.

Das hofft jedenfalls: Titanic

 Bosnischer Möchtegernmacker Saša Stanišić!

»Ich gebrauche sie für das, was ich tue … Sie ist für mich in ihrer Flexibilität und Schönheit zum Teil zu einer Spielgefährtin geworden, die ich, ja, ähm, sehr gerne benutze.« So, Saša Stanišić, äußerten Sie sich bei der Annahme Ihres Leipziger Buchpreises über Ihre Gespielin, die Sie als die deutsche Sprache zwangsouteten. Nun wissen wir zwar, was da drunten am Balkan für rauhe Sitten herrschen, wundern uns aber ein wenig, wie Sie es mit Ihrer besitzergreifenden Handhabe zartfühlender Wesenheiten so weit im ernsthaften Literaturbetrieb schaffen konnten. Zwischenzeitlich fürchteten wir sogar, Sie könnten Ihre Spielgefährtin in einer Nacht- und Nebelaktion in einem schwarzen Van nach Bosnien entführen – sowas kommt ja immerhin vor, und zwar gar nicht selten! Und was, Stanišić, täten dann wir? Aber dann riefen wir uns wieder Ihr Erscheinungsbild ins Gedächtnis – die lieben Rehäuglein, den kreuzbraven Seitenscheitel, die zart beflaumten Wänglein –, und da waren wir sofort beruhigt bzw. war alles wieder gut. Denn als die einzigen Spielgefährtinnen, die Sie allem Augenschein nach zu »benutzen« imstande sind, erweisen sich letztlich die tranigen Schwiegermütter, die Ihre Bücher kaufen. Und diese Ladies, Stanišić, können Sie unseretwegen gerne alle haben! Greifen Sie zu, es gehört alles Ihnen.

Wahre Liebe kennt keine Besitzansprüche: Titanic

 Unbekannte Demonstrantin!

Anfang Mai setzten Sie sich mit 150 anderen in München für die Legalisierung von Cannabis ein. Auf Ihrem Plakat stand: »MARIHUANA IST KEINE DROGE !!! ES RETTET LEBEN UND IST NEBENBEI DIE HEILUNG GEGEN KREBS !!!!« Heilung gegen Krebs? Auf jeden Fall tut Marihuana Ihrem Deutsch nicht gut.

Ansonsten auf Ihrer Seite: Titanic

 Dalai Lama, Eure Heiligkeit!

Sie, geistliches Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, werden jetzt 79 Jahre alt, legen aber keinen Wert auf Geburtstagsfeiern: »Sie gefallen mir ebensowenig wie formelle Anlässe und Zeremonien. Für mich ist Schlaf wichtiger als Geburtstagsfeiern.« Hey, Lama, das eine tun und das andere nicht lassen! Schon mal was von Kindergeburtstag gehört? Um drei Uhr nachmittags geht’s los, und nach ein paar Stunden Schabernack und Schnitzeljagd liegen Sie spätestens um sieben in der Lotosstellung.

Erleuchtete Lebenshilfe von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Beobachtung in der Bahn

Wer mit dem Regionalexpreß unterwegs ist, für Umstehende gut hörbar telefoniert und dem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung mitteilt, die anderen Fahrgäste seien ganz sicher alle »Dorftrottel«, »Provinzdeppen« und »Hinterwäldler«, wirkt glaubwürdiger, wenn er nicht in Frankenthal zusteigt, in Graben-Neudorf wieder raus muß und die ganze Zeit nur Pfälzisch spricht.

Dimitri Taube

 Klassisch

Weil ich nun weiß, daß meine Zimmerpflanze Beethoven liebt, traue ich mich nicht mehr, vor ihr zu furzen.

Teja Fischer

 Aus Mangel an Beweisen

»Mit dem Ding können Sie sechzehn Stunden aufzeichnen! In HD!« pries der Moderator des Shopping-Senders eine moderne Cockpitkamera an. »Wenn Sie zum Beispiel auf dem Weg in den Urlaub ein paar spektakuläre Serpentinen entlang fahren, müssen Sie sich natürlich auf die Straße konzentrieren und werden ganz neidisch auf Ihre Familie, die nach Herzenslust aus dem Fenster gucken kann. Aber mit dem Ding können Sie sich später alles ganz in Ruhe ansehen! Das Ding ist echt der Wahnsinn!« – »Er nennt es immer nur Ding«, sagte mein Freund. »Natürlich kann das Ding direkt mit dem Laptop verbunden werden«, fuhr der Moderator fort, »so können Sie Ihren Freunden und Bekannten sofort Ihr Urlaubsvideo schicken.« Ich stellte mir vor, wie sich meine Freunde und Bekannten ein Video meiner sechsstündigen Serpentinenfahrt ansehen. »Und«, war der Moderator nun gar nicht mehr zu bremsen, »das Ding funktioniert bei einem Diebstahl auch als Überwachungsgerät und als Beweismittel!« – »Wenn das Auto geklaut wird«, wandte mein Freund ein, »ist das Ding aber auch weg.«

Bianca Stücker

 Ein Humanist

Mein Nachbar ist ein rechter Witzbold. Immer, wenn ich ihn im Café nebenan treffe und nach dem Befinden frage, sagt er, es gehe gut und er werde gleich den Hund exekutieren, was bei den anderen Gästen ungläubiges Entsetzen auslöst, mich aber kaltläßt. Wozu humanistische Bildung, wenn man nur einen einzigen müden Kalauer daraus ziehen kann?

Tibor Rácskai

 Bild Dir Dein Bild

Schlechte Nachrichten über noch schlechtere Politik versauen mir ständig den Tag. Da ist es wohltuend und aufheiternd, sich ein eigenes Bild zu machen. So stelle ich mir z.B. gerne vor, wie wohl ein »übergelaufener Polizist« aussieht bzw. was aus ihm rausläuft. Oder auch, wie sich eine »Schießerei mit Toten« so abspielen mag.

Tina Wirtz