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Auf Sozialgesetzbuch 12 folgt 14: Hubertus Heil bewahrt Bürger vor Unglückszahl

Das neue und dreizehnte Sozialgesetzbuch soll den Titel "Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch SGB XIV" tragen. Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil will mit dem Auslassen der Nummer – Sie wissen schon – Rücksicht auf den Aberglauben vieler Deutscher nehmen. Geregelt wird darin das soziale Entschädigungsrecht, beispielsweise die Frage, wer für sieben Jahre schlechten Sex aufkommt, wenn sich zwei Personen beim Anstoßen nicht in die Augen schauen oder wer zur Verantwortung gezogen wird, wenn jemand unter einer aufgestellten Leiter hindurchgeht. Zudem soll bei einem zu Boden gefallenen Spiegel fortan nicht die Seele des Spiegelbesitzers, sondern jene des Verursachers brechen. "Wir gehen ja nur auf Nummer sicher – um Himmels Willen, was macht denn diese Katze hier?" sagte Heil auf Nachfrage und spuckte sich dreimal auf die Schulter. Am 3. November hat er übrigens Geburtstag: Wir gratulieren schon mal im Voraus ganz herzlich!

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Yes, We Can

Einer der vielen stillen Untertitel, die diese Kolumne trägt, lautet „Det fiel ma uff“, und am 10. Januar fiel mir aus der People-Spalte dieses entgegen: „Harald Schmidt, 61, TV-Entertainer, lebt kommunikationstechnisch hinterm Mond … Auch seine fünf Kinder halte er von Handy und Internet fern: ,Bevor sie 14 sind, gibt’s kein Smartphone.’“ Und da fiel ma uff, dass ich nur einen Tag zuvor an derselben Stelle etwas ganz Ähnliches gelesen hatte: „Sophie Ellis-Bextor, 39, britische Sängerin, ist allein unter Männern. Auf Instagram verkündete sie die Geburt ihres fünften Sohnes.“ Und außerdem, dass mir neulich untergekommen war, dass Alexa Hennig von Lange, 45, mit Mann und fünf Kindern in (sowieso) Berlin lebt.

Der Einzelfall ist ja immer viel uninteressanter als das Phänomen, und das Rentnerpaar, das vor meinem Fenster eben in grellblauer Expeditionskleidung ins Auto klettert, ist so uninteressant wie das andere Rentnerpaar, das gestern vor meinem Fenster in roter Expeditionskleidung ins Auto geklettert ist. Interessant ist, dass praktisch alle Rentnerpaare, die vor meinem Fenster ins Auto klettern, sich so zurechtmachen (oder eben nicht zurechtmachen), und wie absolut unvorstellbar es für meine Großeltern gewesen wäre, so ins Auto zu steigen, und vor allem in so ein Auto zu steigen. Es können, vermute ich, sehr nette Menschen fünf Kinder haben, genauso wie nicht jeder gleich krank ist, der zwei Hunde besitzt, und ich hab einen Freund, der hat seine drei Kinder aus Versehen (Zwillinge); aber weil alles immer Mitteilung ist, sind fünf Kinder heutzutage entweder Unterschicht (vgl. „Die Wollnys“, RTL2) oder im Gegenteil Status, nämlich Luxus, wie die Kleinbürger in Expeditionsmontur eben immer nur zwei Kinder haben, weil mehr schlicht viel zu teuer ist, beim Wohnen angefangen. Sieben Kinder (v.d. Leyen), das ist Adel (Schloss), für dreie ist man, mindestens in der Stadt, besser besserverdienend, und fünf wäre also die Idealzahl für den Geldadel, die Kulturprominenz, die die „affirmative Kultur“ (Marcuse) auch darin repräsentiert, dass die Kinderschar das Akkumulations- und Klassenprinzip im Fleische akklamiert. Denn Kinder sind die Zukunft, und je mehr Kinder, desto mehr Zukunft, z.B. fürs Personal.

„I’m the end of the line / The end of the family line“ Morrissey, 1991

Dass das Gegenteil wahr ist, werden Ökologinnen gern bestätigen, wie es keinen ökologischen Vorteil gibt, der so groß ist, wie keine Kinder zu haben; der Vorteil wird noch um einiges größer, wenn man in den Wohlstandsregionen keine hat. Andererseits will, wer Kinder hat, nur selten drauf verzichten, und ohne sich nun streiten zu müssen, ob Piwitt recht hat und der Fortpflanzungstrieb bloß ein Sexualtrieb sei, und abseits der Tatsache, dass Familie ideologisch kontaminiert ist und wenig die (zumal weiblichen) Köpfe so mit schauerlichstem Kitsch füllt wie das zeitgenössische Kinderkriegen, will mensch meist, dass etwas von ihm bleibe. Weshalb Künstler und Intellektuelle auf Kinder auch eher verzichten können als die Leute von der Bau- oder Zulassungsstelle.

„He knew that the child was his warrant. He said: If he is not the word of God God never spoke.“ Cormac McCarthy, 2006

Die Ostentation, mit der in Zeiten, da der Planet aus dem letzten Loch pfeift, in den Metropolen nicht mehr über zwei, drei, viele Vietnams, sondern über drei, vier, viele Victors nachgedacht wird, will mir mit der, mit der Geländeporsches durchs Viertel dirigiert werden, allerdings verwandt scheinen, bloß dass „der scheiternde Versuch, eine in heftiger Transformation befindliche Werte- und Weltordnung zu konservieren“, im einen Fall ein ganz offenbarer „Zynismus auf Rädern“ (Johannes Vincent Knecht, Konkret 8/18) ist, im anderen ein ideologisch sehr viel besser kostümierter und zudem einer, der sich am Einzelfall nicht bestätigt. Dass Kinder durchaus ein Zynismus sein können, etwa weil sie, die Frau immer wieder ins Kindbett zwingend, patriarchale Herrschaft festigen, weiß, wer Arno Schmidts „Fouqué“ gelesen hat; persönlich aber ist kein Kind jemals einer, denn für das klassistische Geltungsbedürfnis der revitalisierten, spätneobourgeoisen Großfamilie kann es solange nichts, wie es dieses Bedürfnis nicht reproduziert.

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Georg Riesch, Bürgermeister von Jachenau!

Wegen des süddeutschen "Schneechaos" (Tagesschau, "Bild" et al.) ging Ihr oberbayerisches 858-Seelen-Dörfchen aufgrund einer gesperrten Zufahrtstraße wahlweise als "eingeschneit" (SZ), "fast komplett isoliert" ("Merkur") oder gleich "von der Außenwelt abgeschnitten" (BR) durch diverse Medien. Als dann noch "Spiegel online" über die wundersamerweise funktionierende Telefonleitung bei Ihnen reinschneite, um mal nachzufragen, wie es um Ihre Gemeinde so steht, ließen Sie den offenbar auf eine dramatische Endzeitstory hoffenden Reporter sich allerdings die Zähne ausbeißen. "Bei uns ist ganz normal Winter ... Wir versinken nicht im Schnee."

Naja, aber die gesperrte Straße, das Von-der-Außenwelt-abgeschnitten-Sein? "Wir haben noch eine Mautstraße ... Diese Strecke ist frei für den Notverkehr." – "Das heißt, die Bewohner sind nicht von der Außenwelt abgeschnitten und können aus Jachenau raus?" beginnt es "Spon" schließlich zu dämmern. Antwort: Ja, "wenn man dringend muss." 

Na, aber irgend was muss doch drin sein, Herrgottnochmal! Was ist etwa mit den "Lebensmittellieferungen, von denen die Rede ist, wieso sind Sie auf die angewiesen? Geht Ihnen das Essen aus?" Antwort: "Nein (lacht). Wir haben hier einen Dorfladen, der ein sehr gutes Angebot hat und turnusmäßig beliefert wird." Die Lieferung habe nur in Feuerwehrautos hergebracht werden müssen, weil die Mautstraße zu schmal für einen Lkw sei. Um den Reporter wohl über sein in kurzer Zeit gestorbenes Megainterview über Zivilisationszusammenbruch im Superwinter hinwegzutrösten, antworteten Sie auf die resignierte Frage "Haben Sie das Gefühl, es wird gerade zu viel Bohei um Jachenau gemacht?" schonend, das alles sei natürlich trotzdem "ernst zu nehmen". 

Ob das ausreicht, um zu verhindern, dass der "Spiegel" so etwas beim nächsten mal doch lieber einen Reporter vom Typ Relotius erledigen lässt? Schmilzt jedenfalls dahin vor Ihrer Eiseskälte: 

TITANIC

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

Malen ohne Lampe

 


 

 

 

Langeweile

Im Schlafanzug ging ich zur Wohnung nebenan und klingelte. Als die Nachbarin öffnete und mich erstaunt ansah, sagte ich: „Ich langweile mich.“
„Sie können mit mir fernsehen“, lautete der Vorschlag der Frau. Fernsehen! Was wurde da verhandelt! Man machte viel Aufhebens um die Quadergeburt von Waldbröl, dann war von einer Ratlosigkeitsschleife die Rede, in der der moderne Mensch gefangen sei, und irgendwann trat ein Mann namens Schmidt auf, der machte für sehr viel Geld Gesäßgrimassen. „Schalten Sie das bloß aus!“ verlangte ich, doch die Nachbarin antwortete mit einem schneidenden „Still!“
Ich, dessen Lebensmitteleinkäufe Legende sind, mußte mir weiterhin all diesen Unrat gefallen lassen. Ich wand mich vor Langeweile. Als nächstes kam ein Film mit ausgedachter Handlung. Auch wieder langweilig! Ich konnte nicht an mich halten und redete dazwischen: „Wenn ich einen Film drehen müßte, dann über Menschen, die unsichtbar werden, sobald sie einschlafen. Das wäre etwas ganz Seltenes. Ich überlege, ob diese Menschen nicht auch unsichtbar würden, wenn sie in Ohnmacht fielen. Was wäre bei Vollnarkose? Wie soll man Personen operieren, die unsichtbar sind? ‒ Das wäre ein interessantes Thema!“
Die Nachbarin schlug mit einem Stock nach mir. Als dann im Fernsehen gesungen wurde, versuchte ich verzweifelt, mir die Schallwellen vom Leibe zu halten. Ganz dumpf hörte ich noch, wie die Nachbarin mich geradezu feindselig anherrschte: „Mein Gott, wie kann ein Mensch nur versuchen, sich seinen Schlafanzug in die Ohren zu stopfen!“

(Manuskript bricht vor Langeweile ab.)

 

 


Malen mit Lampe

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Das Lyrik-Eckchen

Allmähliches Herausdeklinieren eines Standpunkts
von Frank Jakubzik

Der Facharzt geht mit seiner Frau
stets abends, 17 Uhr genau,
ein Stück spaziern. Der Facharzt.

Der Facharzt hat auch einen Sohn
und dieses Kind berechtigt schon
zu Hoffnungen. Den Facharzt.

Des Facharzts Blick ist kalt präzis
drum fühlt man sich meist ziemlich mies
im Wartesaal. Des Facharzts.

Dem Facharzt geb ich einen mit
mit starkem Bein und fiesem Tritt
in seinen Arsch. Dem Facharzt.

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Behörden werden modernisiert

Als Reaktion auf den jüngsten Datendiebstahl bei Politikern und Prominenten hat das Bundesinnenministerium den Aufbau eines "Cyber-Abwehrzentrum plus" angekündigt. Auch andere staatliche Behörden sollen nun ein Upgrade bekommen:

  • BAMF XXL
  • Jobcenter all inclusive
  • Robert-Koch-Institut vital
  • Filmförderungsanstalt Extended Version
  • Bundeszentrum für Ernährung mit verbesserter Rezeptur
  • Deutscher Wetterdienst mit Geld-zurück-Garantie
  • Bundesagentur für Arbeit ab 50

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sie, Oliver Bäte,

Ihres Zeichens Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, erklärten im »Zeit«-Interview: »Für mich ist Gerechtigkeit ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.«

Und das, Bäte, ist eben die Crux mit dem Marxismus. Was Gerechtigkeit ist, erfahren Sie und Ihre Millionärsfreunde immer erst nach der Revolution. Dann aber sehr gut verständlich und gewissermaßen am eigenen Leib.

Kann es kaum erwarten: Titanic

 Sorry, Librero Verlag,

aber Deine Bände »Mathematik«/»Kunst«/»Wirtschaft in 30 Sekunden« haben wir im Laden statt zu kaufen einfach schnell weggelesen!

Arbeitet jetzt an einem Geschenkbuch »Sparen in 30 Sekunden«: Titanic

 Schnurrbartträger Hannes Schrader!

Sie sind Redakteur für »Zeit Campus online«, das junge, hippe, aber nicht zu junge und zu hippe Junge-Leute-Ressort von »Zeit online«, zu dessen Anforderungsprofil Sie gerade so schicksalhaft passen wie Ihr Gesicht in Ihr Gesicht.

Neulich schimpften Sie Ihre Altersgenossen einmal kräftig, aber nicht zu kräftig, weil sie es nämlich verdienen. »Die Kürbissuppe ist das suppengewordene Ikea-Wandbild«, schrieben Sie. Ein mutiger, aber nicht zu mutiger Vergleich. Liegt Ihnen! »Sie ist die Times New Roman der Amateurküche«, aha, auch nicht schlecht, »eine Ausrede in Form eines Abendessens.« Lecker! Geht da noch was? »Sie ist das Bananenbrot der Hauptgerichte.« Donnerwetter! »Denn durch die AfD mag in Deutschland der Diskurs verrohen – aber durch Kürbissuppe verroht die deutsche Esskultur.«

Und so etwas lernt man auf einer Journalistenschule, ja? Oder im Debattierclub? An der Supermarktkasse? Schrader, Sie Musterstück eines wandelnden Generationenportraits!

Und natürlich tragen Sie in Ihrem ausgehöhlten Inneren auch eine große »Portion« Melancholie mit sich herum und räumen daher ein: »Zugegeben, auch ich habe Kürbissuppe schon unwidersprochen gegessen. Einmal hätte ich sie sogar fast selbst zubereitet, die Zeit war knapp und der große Suppentopf sauber.« Ist ja nicht wahr! Aber dann? »Doch ich besann mich, schnitt«, wenn schon nichts Lebenswichtiges auf, so immerhin »den Hokkaido in Scheiben, benetzte ihn mit Olivenöl, Zimt, Salz und Pfeffer und schob ihn in den Ofen. Er schmeckte wunderbar, beträufelt mit kühlem Joghurt und ein wenig scharfer Sauce. Leider bin ich die Ausnahme.« Glauben Sie uns: Leider sind Sie gerade das am wenigsten.

Und wir meinen damit nicht den Kürbis. Titanic

 Klopf-klopf, Sting!

Klopf-klopf, Sting!

Wie wir aus dem »Spiegel« erfahren durften, sind Ihnen die Ideen zu Ihren bekanntesten Songs im Hotelzimmer gekommen. In der Langeweile einer Münchner Absteige entstand etwa »Walking Round the Room«, aus dem sich später das Lied »Walking on the Moon« entwickelte. Und ein anderes Mal pfiff Ihnen ein Fensterputzer die Melodie zu »Roxanne« direkt in die Herberge. Die Entstehungsgeschichten Ihrer übrigen Hits kennen wir zwar nicht, aber bei genauerem Blick scheinen die ebenfalls im Hotel entstanden zu sein: Die Idee zu »Don’t Stand so Close to Me« ist doch sicherlich am Frühstücksbuffet oder Pissoir gediehen. Und hier: »Message in a Bottle«, »Six Pack« und »De Do Do Do, De Da Da Da« beschreiben ja eindrücklich die drei Stufen vom Öffnen der Minibar über das Nachschubholen bis hin zum wohlverdienten Delirium.

Auch bei den drei Songs »So Lonely«, »Secret Journey« und »Every Little Thing She Does Is Magic« lässt sich ein kausaler Zusammenhang erkennen, aber diese Zimmertür lassen wir dann doch lieber geschlossen!

Weiterhin gute Reise Titanic

 Nachdem Du, Weltgeist,

es uns schon im Sommer gehörig besorgt hast (vgl. TITANIC 7/18, 8/18), gibst Du Dir zum Jahresende noch einmal richtig Mühe und stupst unsere Nasen sowohl auf den Göttinger Augenarzt Prof. Hoerauf als auch die Lübecker Zahnärztin Dr. Stein-Ziehfreund! Und dass wir in einem Artikel auf Sueddeutsche.de meinten gelesen zu haben, Amazon sei »inzwischen der größte Sklaventreiber der Welt«, wo tatsächlich nur vom größten »Serverbetreiber« die Rede war: das ging doch auf Dein Konto, oder?

Dafür danke und auf ein fruchtbares 2019: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Neuland betreten

Ich fahre zum Shoppen jetzt immer nach Berlin. Dort ist das Internet einfach besser.

Dominik Wachsmann

 Jauch

Günther Jauch ist noch nie mit dem Regionalexpress gefahren, aber er wüsste, wie es geht, und das ist für mich der Zauber, der diesen Mann so besonders macht.

Johannes Floehr

 Neues »Häkchen« auf WhatsApp

»Hat deine Nachricht bereits gelesen, will aber noch nicht, dass du es weißt.«

Teja Fischer

 In unserer hektischen Zeit …

ist es wirklich gut, einfach mal anzuhalten, stehenzubleiben, die Welt Welt sein zu lassen, achtsam in sich hineinzuhorchen und ein paar köstliche Sekunden nur mit sich allein zu genießen – ABER NICHT GENAU IN DER SUPERMARKTTÜR, DU BLÖDE DUMPFKUH!!!

Katharina Greve

 Stimmt!

Ich kann mich noch gut an den Satz aus meiner Jugend erinnern: »Du wirst noch mal an die Worte deiner Mutter denken.« Nur worum es ging, weiß ich leider nicht mehr.

Markus Berger

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.01.2019 Leverkusen, Scala Max Goldt
22.01.2019 Leipzig, Schaubühne Lindenfels Max Goldt
22.01.2019 Mainz, Frankfurter Hof Martin Sonneborn
23.01.2019 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt