Newsticker

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

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Ein sehr großer Mann von bürgerlich distinguiertem Aussehen steigt in die Straßenbahn und setzt sich auf einen der wenigen freien Plätze im hinteren Teil des Wagens. Kurz vor der übernächsten Haltestelle beginnt der Mann plötzlich zu stöhnen, steht auf und legt sich der Länge nach in den Gang zwischen den Sitzreihen. Den befremdeten Mitpassagieren erklärt er: "Gleich gibt es eine Karambolage." Im nächsten Moment kracht es, und ein Ruck geht durch die Bahn, die nach einer Vollbremsung unsanft zum Stehen kommt. Es hat tatsächlich einen Zusammenstoß mit einem Lieferwagen gegeben. Schwerelosigkeit ist die Folge, alle möglichen Gegenstände, auch Tiere und Menschen, schweben durch die Luft. Der Fahrer legt an seiner Konsole einen Hebel um, wodurch die Schwerelosigkeit augenblicklich aufgehoben wird. Der prophetische Mann steht auf und klopft sich den Staub von der Kleidung. "Steigen Sie gefälligst aus", verlangt eine resolute ältere Dame von ihm, "Sie bringen Unglück!" Bevor der Beschuldigte vorbringen kann, wie sich alles verhält und woher er im voraus von dem Zusammenstoß wußte, stellt er fest, daß er bei diesem in zwei Teile zerbrochen ist. Nun muß er sowieso aussteigen und sich irgendwo wieder zusammenkleben lassen. Ein zufällig anwesender Geistlicher fragt ihn: "Soll ich den Allmächtigen fragen, ob er etwas für Sie tun kann?" "Danke", erwidert der Angesprochene, "bemühen Sie sich nicht." Der Fahrer öffnet mittels der Fernsteuerung die Tür, und beide Teile des Manns hüpfen hinaus. Er hat Glück, die nächste Klebestelle ist nicht weit von der Haltestelle entfernt.



Aus den
Nachrichten:

Großbritanniern nimmt unbekleidete Kinder und Jugendliche auf!


Beweisphoto

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Reise nach Hamburg (Ganz neue, vom Familienministerium durchgesehene Version)

Wir trieben dahin wie eine Kohlenhalde, bis wir den Haltepunkt der Bahn erreichten. Von hier sollte die Reise ihren Ausgang nehmen, denn meine neue Familie wollte nach Hamburg.

"Hamburg", belehrte uns der Schwiegervater, nachdem wir vor dem Fahrscheinautomaten Aufstellung genommen hatten, "Hamburg ist sozusagen eine großmächtige Stadt, am Nordmeere gelegen. Unsere Rundfahrt führt uns sozusagen von Steuermanns Seenot über Station Teufelsdreck bis Bahnhof Blankensee und zurück zum Pansen."

Nun begab es sich aber, dass der kleine Bildschirm des Automaten nicht Buchstaben und nicht Zahlen anzeigte, sondern amorph vor sich hinwaberte, dass einem beim Zuschauen die Hirnstrommuster zerflossen. Die 480 Teile meiner Verlobten paßten weniger zusammen denn je. Das zweite oder dritte Personen­ding der Familie zog ächzend den Taschenspiegel hervor, hielt ein seitenverkehrtes Pass­photo daneben und versuchte angestrengt, Spiegelbild und Photo in Einklang zu bringen.

Es gab also keine Fahrscheine und infolgedessen auch keine Fahrt. Irgend­wie fuhr dann auf einer geheimen Parallelspur doch noch ein Triebwagen, aber nicht nach Hamburg, sondern ganz einfach immerfort im Kreis herum. Nie­mand be­merkte das, nur ich.

"Trinkgeldbaum, du Schlauberger", giftete mich die Schwiegermuter an, "du meinst wohl, du wärst sozusagen was Besseres als unsere Tochter, was?"
Onkel Bernd sagte kollegial zu mir: "Jetzt pass mal auf."
Ich passte auf. Nichts geschah.

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Außenbild


 

Kaufen Sie bitte nicht mein neues Buch "Gegen Ende" (Fehlstarts und Totgeburten), denn das gibt es überhaupt nicht.


 

Bei Zuwiderhandeln droht der Entzug des Tischbeins.


 

"Ich fürchte nichts Gutes!"



 

Innenbild

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Mein schönster Lebensabend

 


Alles schon irgendwo gelesen!

Ich wachte am Morgen auf, schien demnach also nicht im Schlaf gestorben zu sein. Ich fasse die bisherige Handlung einmal zusammen: Ich war am Morgen aufgewacht.

An dem Morgen, an dem ich aufgewacht war, erhielt ich eine Nachricht. Allwöchentlich kam ein handgeschriebener Brief. Ich konnte nie auch nur ein einziges Wort entziffern. Doch die Nachricht, die ich an diesem Morgen erhalten hatte, bestand aus Druckbuchstaben: "Bitte sofort kommen!"

Im nächsten Moment war ich schon unterwegs. Und es war schier unglaublich, wie unterwegs ich war! Die Straße sah anschließend aus wie nach starkem Frost. Abgesehen von einem Jahr, das ich als Hoteldirektor in den Bergen verbrachte, reiste ich ohne anzuhalten. Als ich endlich am Ziel ankam, wußte niemand, wer ich war und weshalb ich hatte kommen sollen. Resigniert wusch ich mir die Hände. Das Wasser kam mit elektrischer Vibration aus dem Hahn. Ich sagte mir: "Das Genie isst Wasser mit dem Knie." Und dann, als sei das nicht genug, sagte ich: "Jetzt noch ein holzarmes Getränk!"

Beim Einschenken sprach die Barfrau: "Die Karausche überlebt dank Alkohol im Wasser."

Das hatte ich schon irgendwo gelesen. Die Barfrau musste es also auch schon irgendwo gelesen haben. Es ist erfreulich, mit belesenen Menschen zu tun zu haben. 

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Neues Leben mit Schirm  (2. Teil und Schluß)

Der geplante Besuch unterblieb also, ich hätte die Treppe getrost wieder hinab laufen können. Aber ich fand sie nicht mehr! Verschiedene Leute, die ich nach ihr fragte, gaben mir ganz widersprüchliche Auskünfte. Ich drohte zu verzweifeln. Der Schirm beruhigte mich und riet mir, fortan in dem hochgelegenen alten Teil der Stadt zu bleiben. „Mit leeren Händen, ohne alles?“ fragte ich bestürzt. „Du hast immerhin mich“, erwiderte der Schirm. Doch bloß mit einem Taschenschirm und der Kleidung, die ich am Leibe trug, ausgestattet, glaubte ich kein neues Leben in einer fremden Umgebung beginnen zu können. Ich brauchte meine gesamte Habe – doch die mußte ich nun, wie der Schirm mir mitteilte, verloren geben.

Es begann, stark zu regnen. Ein Glück, daß ich den Schirm hatte! Ich spannte ihn auf und stand lange an irgendeiner Straßenecke, mit leerem Blick vor mich hin starrend, immer nur denkend ‚Wie unausdenkbar entsetzlich’, während es ganz dunkel wurde. Der Schirm ermahnte mich, mir eine neue Existenz aufzubauen. „Wie denn?“ fragte ich. Die Antwort lautete, hier sei ein bestimmter Apotheker für die Vermittlung von dergleichen zuständig, zu dem solle ich gehen. Ich machte mich auf den Weg, mein Schirm navigierte. Ein paar Straßen weiter fand ich die verheißene Apotheke. Die Beleuchtung war gelöscht und die Tür abgeschlossen. Ich betätigte die Nachtglocke. Es dauerte, bis ein Licht erschien. Jemand näherte sich mit einer brennenden Kerze. Ein sehr alter Mann, wahrscheinlich der Apotheker, öffnete ein in die Ladentür eingelassenes Fensterchen und fragte: „Suchen Sie eine neue Beschäftigung?“ Als ich bejahte, reichte mir der Mann einen Zettel heraus, auf dem etwas stand. „Fangen Sie gleich damit an“, riet er mir. Bevor ich ihm danken oder eine Frage stellen konnte, hatte er das Fenster wieder geschlossen und den Rückzug angetreten. Auf dem Zettel stand:

Nachts mit erhobenem Zeigefinger an der Bushaltestelle herumlaufen.

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Neues Leben mit Schirm  (1. Teil)

Bitte entschuldigen Sie, daß ich hier noch einmal auf meinen Regenschirm zu sprechen komme. Rückblickend würde ich heute sagen, dass es folgendermaßen war:

Ein Freund hatte mich in seinem PKW zu einer Treppe gefahren, die zu dem hochgelegenen alten Teil unserer Stadt führt, wo ich an jenem Tag aus mir nicht mehr bekannten Gründen einen Menschen aufsuchen wollte, dessen Name mir ebenfalls entfallen ist. Ich kann mich jedoch erinnern, dass es schon Abend war und nach Regen aussah. Noch im Wagen sitzend, sagte ich zu besagtem Freund, dass ich einen Schirm brauchen werde. Ich weiß noch genau, wie überrascht ich war, als mir im nächsten Augenblick zu Bewusstsein kam, was der Freund zu wissen schien: Ich hielt einen Taschenschirm in der rechten Hand. Dort muß er in dieser Sekunde entstanden sein. 

Ich verließ das Fahrzeug und stieg die steile Treppe hinauf. Plötzlich wusste ich nicht mehr, in welcher Straße die Person wohnte, die ich aufzusuchen beabsichtigte. Dies bemerkte ich, als ich, oben angekommen, eine Frau nach dem Weg fragen wollte. "Hier muss irgendwo eine Straße sein", begann ich und blieb stecken, auf den Namen der Straße kam ich nicht. "Hier sind überall Straßen", antwortete die Frau freundlich und ging weiter.

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Interessante Schaltungen (Teil 2)


"Das kann ich nicht allein entscheiden. Ich werde meine Eltern fragen." Die Frau zog ein Mobiltelephon, das es damals noch gar nicht gab, aus der Tasche. Der Radiotechniker und ich sahen staunend zu, wie sie einige winzige Tasten drückte, um dann ein Gespräch zu führen. Aus dem kleinen Fernsprecher war eine leise Stimme zu vernehmen, zu leise für uns, um etwas verstehen zu können. Das Telephonat dauerte nicht lange. Anschließend verkündete die Kundin: "Meine Eltern willigen ein, weil eh alles egal ist."
"Könnte ich mir vielleicht auch die Schaltung Ihres Telephons kopieren?" fragte der Ladeninhaber. Auch das erlaubte ihm die Frau, indem sie hinzufügte: "Bitte reparieren Sie es bei dieser Gelegenheit doch gleich. Es ruft eigenmächtig Menschen an, und außerdem gefällt mir beim Telephieren nicht immer, was meine Gesprächspartner sagen." Der Techniker versprach, er werde es sich ansehen, und die Frau legte das Mobiltelephon neben ihren Spezialschalter und mein Radio. Ohne ein weiteres Wort verließ sie das Geschäft. Nun wandte sich der Mann hinter der Ladentheke endlich meinem Radio zu. Er schloß es an eine Steckdose an und schaltete es ein. Sobald die Röhren warm waren, ertönten die nichtmenschlichen Stimmen. Der Techniker wurde blaß. Es war deutlich erkennbar, daß er jetzt der Aufmunterung bedurfte. "Wenn Sie wollen, können Sie sich gern die Schaltung kopieren", bot ich ihm an.


Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

Vermischtes

Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSerdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn