Inhalt der Printausgabe

Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 18

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

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Brüssel, Büro

Fotzenfritz ist wieder da. Von den Untoten auferstanden. Friedrich Merz, Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland. Der Mann, der mithilft, beim weltgrößten »Vermögensverwalter« fünf oder sechs Mill- oder Billionen Euro zu verwalten. Geld, das zu einem ansehnlichen Teil auch aus Cum-Ex-Geschäften stammt, mit denen die deutschen Steuerzahler gemolken wurden.

Erst vor einigen Tagen hat mein alter Kumpel Oettinger wieder versucht, Merz als nächsten Kanzlerkandidaten der Union ins Gespräch zu bringen. Eine Idee, die auch über eine charmante Seite verfügt – immerhin würde ein Rechtsruck der mittlerweile als kommunistisch geltenden Merkel-CDU den lustigen und unterhaltsamen Todeskampf der SPD verlängern. Und außerdem wäre Friedrich Merz nach Birne (»Helmut Kohl«) der zweite Kanzler, dem TITANIC seinen Spitznamen verliehen hat.

Leipzig, Messe

Der 35. Chaos Communication Congress in Leipzig steht passenderweise unter dem Titel »Refreshing Memories«. Und garantiert angenehme Arbeitszeiten. Nachdem Büroleiter Hoffmann gegen Mitternacht 4500 Nerds und Geeks eine Stunde lang die theoretischen Strukturen der EU erläutert hat, darf ich noch einige praktische Erfahrungen beisteuern und die Hacker mit Bildern von Elmar Brocken (72) und Jo Leinen (185) gruseln.

Brocken hat übrigens, trotz fast vierzigjähriger Erfahrung im Parlament, zu Redaktionsschluss noch keinen sicheren Listenplatz zur EU-Wahl im Mai.

→ Sachdienliche Hinweise aus dem Netz

Die PARTEI Eichstätt: #Broxit Thomas Langer: man hätte ihm zeit geben sollen, sein talent zu entfalten.

Bevor ich meinen Vortrag beginne, frage ich die Nerds, ob noch jemand den Ehrennamen kennt, den Merz vor fast 20 Jahren von TITANIC erhalten hat. Fünf, sechs Leute rufen sofort »Fotzenfritz«. Das ist korrekt. Angesichts der Vielzahl fragender Blicke erläutere ich den übrigen kurz, wie es dazu kam:

Leipzig, 35C3: For the lulz.

Im Frühjahr 2000 wurden einige deutsche Politiker von dem Bedürfnis überwältigt, der Öffentlichkeit zu gestehen, dass sie trotz aller konservativen Behäbigkeit einst eine aufregende, revolutionäre Phase durchgemacht hätten. Friedrich Merz zog nach und beichtete, er sei einmal mit langen Haaren und ohne Helm mit dem Mofa verwegen durchs Sauerland gebrettert. Leider fand die »Zeit« ein paar Klassenkameraden, die sich ebenfalls an die gemeinsame Jugendzeit erinnerten. Aber etwas differenzierter.

→ Sachdienlicher Hinweis der »Zeit«

»Schulterlange Haare? Merz? Nie im Leben!« meint Ernst Ferdinand, der gemeinsam mit Merz das Briloner Gymnasium besuchte. »Unser Kumpel hatte schon immer die Frisur, die er heutzutage trägt. Dafür hätte der alte Merz schon gesorgt, dass die Haare nicht zu lang wurden!« Die wilden Rasereien mit dem Motorrad, von der (sic!) Merz berichtete, habe es ebenfalls nicht gegeben. »Uli hatte zeitweise ein Zündapp-Mofa, ich irgendein französisches Fabrikat, Friedrich hatte gar keines. An die Pommesbude auf dem Marktplatz, an der Friedrich Merz angefangen haben will zu rauchen und Bier zu trinken, erinnert sich sein alter Freund folgendermaßen: »In Brilon hat es noch nie eine Pommesbude auf dem Marktplatz gegeben, es sei denn vielleicht zur Michaeliskirmes – für drei Tage im Jahr.«

Ich nahm das damals zum Anlass, die legendären Reportagenfälscher Gärtner/Nagel um eine Investigativrecherche in Merz’ Heimat zu bitten; und ohne dass die beiden ihren Schreibtisch für einen bemerkenswerten Zeitraum verlassen hätten, wurde mir bald darauf eine solche präsentiert. Den verwegensten Satz nahm ich heraus und setzte ihn als Überschrift darüber: »Sie nannten ihn Fotzen-Fritz«.

Der nächste Kanzler? Mit diesem schwer übersetzbaren ­Spitznamen wohl kaum: Merz in TITANIC 4/2000

Einige Jahre später saßen wir abends bei ein paar Bieren in der TITANIC-Redaktion herum, warteten auf die letzten Texte, die noch Korrektur gelesen werden mussten, und vertrieben uns die Zeit mit einem kleinen Wettbewerb: Internetadressen aufzurufen, die möglichst ins Leere führen sollten. Wenn ich mich recht erinnere, begann Benjamin Schiffner mit www.penisbruch.de – und verlor, denn dahinter verbarg sich die Seite eines Schachvereins. Ich zog nach und tippte im sicheren Gefühl der Überlegenheit www.fotzenfritz.de ein. Sie können sich meine sehr, sehr große Überraschung vorstellen, als sich ohne Umschweife die Homepage von Friedrich Merz öffnete. Offenbar hatte ein fachkundiger TITANIC-Leser – und das war im Jahr 2000 noch ein wenig aufwendiger – die Seite gesichert und zu seinem persönlichen Vergnügen eine Weiterleitung eingerichtet.

Nachdem wir diesen nützlichen Service öffentlich gemacht hatten, erhöhten sich die Besucherzahlen auf Merz’ Seite auffällig. So auffällig, dass irgendwann ein Anwalt forderte, den kleinen Spaß zu beenden. Was wir allerdings nicht so schnell taten, als dass es die Verbreitung des Spitznamens verhindern hätte können; vertraulichen Informationen aus dem Büro eines Bundestagsabgeordneten zufolge wurde der Sauerländer bereits fraktionsübergreifend »Fotzenfritz« gerufen – hinter seinem Rücken natürlich, Merz ist groß.

Eine Woche später wurde ich per Mail darüber informiert, dass, wenn es mal schnell gehen müsste, man auch über die URL www.fotzenfritz.tk auf Merzens Seite käme. Selbstverständlich gab ich diese Information an die TITANIC-Leser weiter, Tokelau liefert nicht aus. Ich schließe die kleine Geschichtsstunde mit der Bitte an Deutschlands Hacker, den Spitznamen nie, niemals zu vergessen und parat zu haben, falls Merz noch einmal aus der Kiste springen sollte.

Als ich 50 Minuten später von der Bühne gehe, ruft mir aus der ersten Reihe ein Nerd zu, wenn es mal schnell gehen müsse, komme man ab sofort auch über fotzenfritz.online auf Merzens Seite.

→ Sachdienliche Hinweise aus dem Netz

CryptoPunkrock: POLITISCHES Wissen des Tages www.fotzenfritz.com und www.fotzen-fritz.de führen direkt zur offiziellen Internetseite von Friedrich Merz (CDU), jüngst CDU-Partei-Chef-Kandidat.

Die PARTEI: fotzen-fritz.tk geht auch

Marc von Beichmann: Vergiss nicht fotzenfritz.icu

PHP And Cigars: Warum kommt bei Google nicht sofort die Homepage von Friedrich Merz, wenn man »Fotzen-Fritz« eingibt?

Armenien, Eriwan

Ministerpräsident Nikol Paschinjan ist in der wohl demokratischsten Wahl im gesamten Kaukasus mit gut 70 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Der unsympathische Vertreter der ehemaligen Regierungspartei Armen Ashotyan, den wir in Eriwan ebenfalls getroffen haben (TITANIC 10/2018), kritisiert, der Sieg habe schon vorher festgestanden, weil Paschinjan die Wahl »in einer postrevolutionären Euphorie abgehalten« habe. Smiley!

Brüssel, Place Luxembourg

Gesprächsthema ist heute wieder einmal der bekannteste Luxemburger der Welt, Jean-Claude Juncker, der gerade bei einem Gipfeltreffen vor laufenden Kameras der Protokollchefin der EU mal ordentlich die Frisur gerichtet hatte.

Juncker verwechselt seine (betrunkene) Protokollchefin mit dem (jungen) Friedrich Merz

Eine Praktikantin aus Luxemburg gesteht uns, dass die Kommissionspräsidentschaft Junckers ihrem ganzen Land entsetzlich peinlich sei. Und zwar nicht, wie ich ihr gegenüber vermute, weil Juncker als Finanzminister Hunderten von Unternehmen – unter anderem Amazon, IKEA, E.ON und der Deutschen Bank – geholfen hat, Milliarden Euro an Steuern zu vermeiden, sondern ganz schlicht, weil er Alkoholiker ist. Während die Praktikantin die Happy Hour nutzt (jedes zweite große Bier ist umsonst), google ich unauffällig die Worte »Saufnase Juncker« und bin überrascht von der Qualität der Treffer. Als ich etwas später den Assistenten eines Luxemburger Abgeordneten treffe, frage ich noch einmal nach. »Ja, natürlich«, nickt der Luxemburger, »Junckers Alkoholismus ist in Luxemburg allgemein bekannt. Er war 18 Jahre lang Regierungschef und hat in den letzten Jahren praktisch nichts mehr getan. Viele Leute haben ihn trotzdem gewählt, weil er wie ein netter älterer Herr aussieht. Aber die meisten waren froh, als wir ihn dann nach Europa abschieben konnten …«

→ Sachdienlicher Hinweis des »Independent«

»Jean-Claude Juncker waves off speculation over drinking – while ›drinking four glasses of champagne‹ President of European Commission has been accused of drinking ›cognac for breakfast‹ in the past«

Sachdienlicher Hinweis der »Presse«

Der heute 63-jährige Juncker ist kein Abstinenzler. Spekulationen darüber, dass er alkoholkrank sei, wies er verärgert zurück: »Glauben Sie, dass ich noch im Amt wäre, wenn ich Cognac zum Frühstück nähme? Das macht mich wirklich traurig, und es hat dazu geführt, dass meine Frau mich fragt, ob ich sie anlüge, weil ich zu Hause nicht trinke.«

Sachdienlicher Hinweis des »Spiegel«

Doch das sehen viele, die ihn in Brüssel über Jahre beobachtet und begleitet haben, deutlich anders. Teilnehmer der Euro-Gruppen-Besprechungen erinnern sich an Sitzungen, die Juncker »etwas erratisch« geleitet habe, andere wollen eine Alkoholfahne gerochen haben. In Luxemburg zucken politische Weggefährten bei diesem Thema nur die Achseln – die Trinkfreude ihres fast zwei Dekaden lang amtierenden Regierungschefs sei »ein offenes Geheimnis«.

Schon zum Mittagessen genehmige er sich mitunter zwei Gin Tonic und ein Bier. Das habe ihn aber in seiner Amtsführung bislang nicht beeinträchtigt, schieben die Weggefährten schnell hinterher. Der Journalist Pascal Steinwachs schrieb im »Lëtzebuerger Journal«, schelmische Zungen behaupteten, Juncker habe tatsächlich kein Problem mit Alkohol, nur ohne.

Sachdienlicher Hinweis der »Kronen-Zeitung«

Zur Sprache kam ein besonders skurriler Auftritt Junckers während eines EU-Gipfels in der lettischen Hauptstadt Riga im Mai des Vorjahres. Damals begrüßte der Luxemburger den ungarischen Ministerpräsidenten mit den Worten: »Hallo, Diktator!«

Das sorgte für verdutzte Gesichter unter den anwesenden Politikern und Delegierten. Auch wenn sowohl Orbán als auch Juncker betonten, dass sie sich seit geraumer Zeit auf diese Art und Weise begrüßten: Das und ähnliche »Späße« des 61jährigen werten viele Beobachter oftmals als Zeichen einer Alkoholisierung Junckers.

Zu sehen war auch, wie Juncker den österreichischen EU-Kommissar Johannes Hahn an dessen Krawatte zu sich zog. Andere Staats- und Regierungschefs bekamen freundliche Schläge auf Schulter, Rücken oder sogar angedeutete Ohrfeigen verpasst.

→ Sachdienlicher Hinweis von Telepolis

Von Juncker sind nämlich inzwischen mehrere Videoaufnahmen aufgetaucht, auf denen unter anderem zu sehen ist, wie er es kaum schafft, ein paar Treppenstufen auf ein Podium hochzusteigen; wie er wankt und von Donald Tusk, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und dem Staatspräsidenten der Ukraine beim Aufstellen für die Gruppenfotos dezent mit den Armen hinter seinem Rücken gestützt wird. Rutte sagte dem flämischen Sender VRT, »soviel er wisse«, leide Juncker »seit geraumer Zeit an einem Rückenproblem«.

Im Juni hatte Juncker dem irischen Parlament nach sichtbaren Schwierigkeiten beim Treppensteigen gesagt, das komme von Problemen mit dem Ischiasnerv, die er seit einem Autounfall habe. Der britischen Boulevardzeitung »Sun« sagte er darüber hinaus, es wäre ihm lieber, wenn er stattdessen betrunken wäre.

Für diese Erklärung sprechen Fotos, die Juncker zeigen, wie er bereits bei seiner Ankunft in einem Rollstuhl zu einem Hintereingang gefahren wird. Dagegen spricht, dass es ältere Aufnahmen von ihm gibt, in denen er ein eher übermütiges Verhalten an den Tag legt, das sich nur schwer mit einem Rückenleiden, aber leicht mit Trunkenheit erklären lässt. Der britische Komiker John Cleese hatte ihm deshalb bereits vorher den Spitznamen »Jean-Claude Drunker« verpasst.

Europäische Regierungschefs beim Versuch, Juncker brachial zu stürzen
Pardon: zu stützen.

 


Achtung, Durchsage: Dieser Bericht wurde aus Mitteln des Europäischen Parlamentes finanziert und zeigt möglicherweise ein Zerrbild desselben.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sie, Bernd Irrgang (73),

sind nicht nur Vorsitzender des Bundes der Fußgänger (!), sondern laut »Welt« auch verärgert. Nun sind wir es gewohnt, dass Menschen Ihrer Alterskohorte im Prinzip ständig verärgert sind, schließlich haben sie ja sonst nichts mehr zu tun. Konkret machen Sie »sich Sorgen um die Zukunft des Gehwegs«.

Das ist ja allerhand! Wer, wenn schon nicht der Russe, ist aber der böse Feind, der dem Gehweg an den Kragen und Sie und Ihresgleichen daran hindern will, quer gegen jegliche Richtung vom Orthopädie-Fachgeschäft zum auf dem Radweg parkenden SUV zu torkeln?

Genau: Die Radfahrer sind’s, die, so haben Sie sorgfältig nachgerechnet, »90 Prozent der Regeln ignorieren«.

Nun, solange sie die eine Regel (von den vielen hundert oder tausend) befolgen, nämlich niemals rückwärts einparkend einen spielenden Greis zu Tode zu erschrecken – solange ist die friedliche Koexistenz im Biotop öffentlicher Fortbewegungsraum doch gesichert, oder?

Geht selten irre: Titanic

 Yeaahheeahheeaah, H. P. Baxxter!

Yeaahheeahheeaah, H. P. Baxxter!

Sie kritisieren, dass heutiger Musik der Tiefgang fehle: »Das geht rein und wieder raus. Man hört was, und dann ist es wieder weg.«

Ja, und? Ist doch prima! Wir alten Hitparadenhasen würden uns ein Ohr ausreißen, wenn wir damit Ihre tiefgründigen Kompositionen endlich mal aus dem Kopf bekommen würden!

Always hardcore: Titanic

 Was genau hast Du vor, Fuzetea,

wenn Du uns per Werbung anbietest: »Eistee, wie Du ihn noch nie probiert hast«? Wir jedenfalls bestehen darauf, falls die zuckerklebrige Plörre schon in uns hinein muss, sie wie eh und je oral zu probieren.

Die anderen Methoden überlassen wir den Perversen Deiner Werbeabteilung. Titanic

 Guten Appetit, Christian Lindner!

Sie wurden von den deutschen Innungsbäckern zum »Brotbotschafter 2019« gewählt – völlig zu Recht! Schließlich setzen Sie sich innig dafür ein, dass Menschen am besten gleich mehrere Brotjobs verrichten, um ihr täglich Brot zu verdienen.

Freut sich schon auf die Sorte »Lindner-Knusperle, ultrahart«: Titanic

 Sehr geehrte Anja Delastik!

Sie haben für das Leitmedium Gmx.de eine Kolumne verfasst, und zwar zu dem Thema: »Warum man nicht zu allem eine Meinung haben muss.« Womit Sie sich eine Aufnahme in die Hall of Fame der Meta-Ironie mehr als verdient haben.

Meint: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Die Not des Genies

Manche Menschen sind mit so vielen Talenten gesegnet, sie bräuchten eigentlich zwei, drei oder mehr Leben, um genügend Zeit für die Ausgestaltung all ihrer Ideen zu haben. Die Fülle meiner Veranlagungen ist sogar derart üppig – nicht einmal die hundertfache Lebensdauer würde mir genügen! So betrachte ich mich nicht nur als leidlich begnadeten Maler, Dichter und Quatschkopf, vor allem glänze ich im Nichtstun, Prokrastinieren, Abbrechen, Vertrösten, Zeitvergeuden, Faulenzen, Durchlavieren, Verkalkulieren, Neubeginnen, Hinhalten, Ablenkenlassen, Verzögern … Bedauerlich an dieser Multibegabung ist – wie bei Leonardo da Vinci oder Robert Gernhardt, so auch bei mir –, dass keine der zahlreichen Fähigkeiten zu voller Blüte gelangt, auf keinem Gebiet Spitzenleistungen erzielt werden, das Werk insgesamt fragmentarisch bleibt. Und zu allem Übel stehen verschiedene Aufgaben sich gegenseitig im Weg. Heute z.B. weiß ich schon wieder nicht, was ich zuerst vor mir herschieben soll, und schreibe zur Entschlussvermeidung diesen Text. Auf diese Weise schaffe ich wieder mal nicht gar nichts!

Valentin Witt

 Anrüchig

Ob es wirklich etwas nützte, als neulich die notleidenden deutschen Käsereien an die Bundesregierung einen offenen Brie schickten?

Theobald Fuchs

 Also wirklich

Man kann sich als Diktator für sein grausames Regime doch nicht mit den Regisseuren entschuldigen, die tolle Dokus darüber machen.

Teja Fischer

 Auge um Auge

Jahrelang habe ich online Ballerspiele gezockt. Dabei gab es nicht Besseres, als aus einem Feuergefecht knapp als Sieger hervorzugehen. Nach etlichen Stunden des Zockens langweilen mich Ballerspiele mittlerweile. Um weiterhin den Kick zu bekommen, habe ich stattdessen angefangen, Gesellschaftsspiele zu spielen. Das Leid in den Augen des Gegenübers zu sehen, während man ihm alles nimmt, das können Computerspiele einfach nicht bieten.

Karl Franz

 Mützenwetter

Die kompetente, sonst sehr nette und gesprächige Friseurin, die mir meine Haare schneidet, schlug mir heute einen neuen Schnitt vor. Ich antwortete scherzeshalber: »Ja okay, im Moment ist ja eh Mützenwetter.« Darauf schwiegen wir uns 15 lange Minuten an, während sie mir böse dreinschauend die Haare schnitt.

Till Dejon

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 19.06.:

    Die FAZ gratuliert Bernd Eilert zum 70. Geburtstag.

Titanic unterwegs
23.06.2019 München, Vereinsheim Katharina Greve
25.06.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
27.06.2019 Kassel, CARICATURA-Bar Moritz Hürtgen und Leo Riegel
28.06.2019 Chemnitz, Tietz Max Goldt