Johann Lafer, Sternekoch!

Gegen Sie wird in diesen Wochen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ermittelt. Wahrscheinlich aber zu Unrecht. Schaut man nämlich in Ihre unentwegt listig funkelnden Fernsehkochäuglein hinein, weiß man sofort: Sie können einfach kein Filou sein, es wäre ja viel zu offensichtlich, zu blöd. Schaut man andererseits in Ihre letzten Interviews, geben Sie dort Hinweise, die für jeden Fahnder ein gefundenes Fressen sein müßten. Der Seite Buchgourmet.com antworteten Sie z.B. auf die Frage, wie viele Kochbücher Sie mittlerweile verfaßt hätten: »Interessante Frage, weil ich darüber kein Buch führe, wahrscheinlich werden es alles in allem über 65 sein.«

Haha! Ist es denn möglich, Lafer, daß Sie auch über andere Dinge wie Einnahmen und Sozialabgaben kein Buch führen? Sich dort lieber mit ungefähren Angaben wie »wahrscheinlich«, »alles in allem« und »interessant« behelfen? Während Sie über Ihre Erfolgszahlen und -zusammenhänge ansonsten sehr genau Bescheid wissen: »Mein Klassiker ist ›Lafers große Kochschule‹. Davon wurden über 250 000 Exemplare verkauft. Auch ›Der große Lafer‹ kommt aktuell auf über 150 000, was bei einem Preis von ca. 40 Euro eine enorm hohe Auflage ist.«

Und für Sie sicher »alles in allem« einiges abwirft. Fast wie ein gerichtsverwertbares Geständnis klingt es dann, wenn die Seite Geschmacksverstärker.com Sie fragt »Gibt es etwas, was Sie schon immer essen wollten, aber nie probiert haben?«, und Sie augenzwinkernd antworten: »Ich habe in meinem Leben fast ›alles‹ probiert!«

Fast »alles«, Lafer? Halblegal, illegal, unter der Hand und auch durch die Nase, so wie der Kollege Witzigmann? Wenn das so ist: Probieren Sie’s zur Abwechslung mal mit Steuern zahlen!

Mahlzeit. Bzw.: Henkersmahlzeit! Ihre Titanic

Ganz schlimm, Umweltmagazin »Zeo2«,

ist zweifelsfrei auch der globale Textilienhandel, wie Du Deiner besserverdienenden Vollwert-Bionade-Klientel wieder einmal in Erinnerung rufst. Schlechte Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt, Umweltbelastungen allerorten, und überhaupt, dieser ständige Drang zu mehr Konsum! Folgerichtig plädierst Du für ein neues Prêt-à-porter der Bescheidenheit: »In der perfekten Modeprotest-Minimalgarderobe finden sich Basics, Lieblingsstücke und Unterwäsche. Jahreszeiten sind bedacht, auch Übergangskleidung ist dabei. Der Trick, das zeigen alle bisherigen Erfahrungen, ist, die liebsten Klamotten neu und individueller zu kombinieren. Sie begegnen so dem Modediktat mit kreativer Selbstbestimmung.« Ein Wahnsinnstrick! Basics, Lieblingsstücke und Unterwäsche in kreativer, selbstbestimmter Kombination passend zu den Jahreszeiten – das ist Modeprotest ganz nach unserem Geschmack. Einzig: Der aufrüttelnde Text erscheint unter dem Titel »Das 50-Teile-Manifest« und versteht sich als »Plädoyer, mit 50 Kleidungsstücken auszukommen«. Gerne zögen wir mit, allein: Wo sollen wir so schnell all die Klamotten herbekommen?

Too sexy for our shirts: Titanic

Daß Du, »Pizzeria Vis-a-Vis« in Berne (Wesermarsch),

einerseits offensichtlich eine Pizzeria bist, andererseits aber so heißt, wie Du nun mal heißt, und drittens schwerpunktmäßig »Asiatische Spezialitäten« als Teil Deines weltoffen-bunten Berner Angebotsallerleidreiklangs bewirbst, finden wir durchaus gastrologisch. Worin aber konkret Deine eigenwillige Pizzaconnection besteht – Cozze Chop Suey au vin? – wollen letztlich gar nicht wissen

die Trennkostverächter von der Titanic

Du aber, Unbekannte,

erzähltest Deinen Mitspeisenden am Restaurantnebentisch von einer demnächst in Begleitung Deines Liebsten startenden Urlaubsreise nach Mallorca im allgemeinen sowie von Deiner Mallorca betreffenden Neugier im besonderen, handelte es sich doch um Deinen allerersten Aufenthalt daselbst. Auf die Frage, ob Du denn als Reisevorbereitung bereits einen Reiseführer erworben, wenn nicht gar studiert habest, gabst Du die richtungweisende Antwort: »So was brauchen wir nicht, das machen wir alles selber. Wir haben ein Navi.«

Gute »Reise« wünscht: Titanic

Taz.de!

Das Symbolfoto zu Deinen Stellenausschreibungen zeigt ein gutes Dutzend Streichhölzer mit blauen Zündköpfen und ein langes mit rotem Zündkopf, das dazwischen hervorragt. Was willst Du damit sagen? Daß Dein neuer »Chef vom Dienst« ein rotangelaufener Hitzkopf sein soll, der aus der Masse heraussticht? Oder reicht Dir ein gewöhnlicher entzündeter Holzkopf, solange er nur für Dich brennt?

Und wäre bei den Arbeitsbedingungen (»Taz-Haustarif«, »halbe Stelle«, »regelmäßige Sonntagsdienste obligatorisch«) ein kurzes Streichholz nicht passender gewesen?

Flammende Grüße: Titanic

Hallowed be thy name, Bruce Dickinson!

Sie, stimmgewaltiger Sänger der Altmetaller Iron Maiden, haben einen Appell zur Rettung des traditionellen Pubs in Großbritannien gestartet. Beim Britischen Bierfestival in London riefen Sie zur »Gegenwehr« auf und meldeten der Nachrichtenagentur AFP, aus den typischen Pubs dürften keine »Bars im amerikanischen Stil« mit »lauter ›Umpah-Umpah-Umpah-Musik‹ werden«.

Sondern, wie wir annehmen, doch wahrscheinlich besser mit ohrenbetäubender »Tschak-Piff-Tschaktschak-Piff-Tschak-Piff-Tschaktschak-Piff-, Schrebbel-Schrebbel-Schrebbel-Quiiiiiiieeeeeek- und Eeeeeeeaaaaaaooooouuuuwww-Musik«, right?

Darauf erst einmal ein Guinness mit Pommesgabel: Titanic

Junge Männer, Alter!

63 Prozent von Euch lebten 2008 noch im elterlichen Haushalt, sagt das Statistische Bundesamt. Da ging es Euch doch gut! Warum seid Ihr nicht dort geblieben? Warum mußtet Ihr in die Wohnungen unter, über und neben uns ziehen und uns mit Partys, Bumsmusik und Müll im Hausflur auf die Nerven gehen? Können Eure Mütter nicht kochen?

Antwort schriftlich (wg. Ohropax) an Titanic

Verehrter Dr. Josef Pilz!

Sie wirken als Dermatologe in München, was uns sowieso schon ausnehmend gut gefällt. Jüngst haben Sie aber auch noch dem juckreizerregenden Magazin Focus zu den Gefahren einer bestimmten Chemikalie in Henna-Tattoos erklärt: »PPD ist ein höchst allergener Stoff, der bei empfindlichen Menschen eine Allergie auslösen kann.« Und wissen Sie was, Herr Dr. Pilz? Von unserer Seite erneut kein Widerspruch! Allergene Stoffe können Allergien auslösen, das ist ja auch ihr Job.

Immunstark wie selten: Titanic

Wochenblatt »Zeit«, Du altes Ferkel!

»Außen Porno, innen prüde«, titeltest Du vor kurzem als Aufmacher, und das war ja wohl voll gelogen. Denn wir wissen doch beide: Du bist und bleibst von innen wie außen einfach nur total ungeil.

Sells Sex: Titanic

Yeah, Steve Ballmer!

Kaum sind Sie, ein Al Bundy auf Speed (»Developers! Developers! Developers!«), als letztes Urbetongestein von Microsoft mit 20 Milliarden Dollar auf dem Konto endlich abgetreten, da haben Sie sich bei der Basketballtruppe der L.A. Clippers eingekauft und standen wieder auf der großen Tanzbärenbühne: »Nichts stellt sich uns in den Weg! Boom! Wir werden Hardcore sein! Hardcore! Hardcore! Wir sind die Hardcore-Clippers!« schrien Sie wie immer im hemdsärmelig-achselfeuchten Gebrauchtwagendealer-Stil während Ihrer Antrittsbrüllerei.

Hoffentlich trifft Sie bald ein harter Ball: Titanic

Ha, Annette Dittert!

Als ARD-Korrespondentin berichteten Sie vom Nato-Gipfeltreffen in Newport, Wales, auf dem Obama, Cameron, Hollande und Merkel demonstrativ den ukrainischen Schokoladen-, Fernseh- und Rüstungsoligarchen Poroschenko in ihre Mitte nahmen und Putin einen ganz, ganz bösen Mann hießen. Wenn diese Schmierenkomödie in die Geschichte eingehen wird, dann nur wegen Ihres unsterblichen Schlußsatzes, Frau Dittert, in der Tagesschau: »Sicher aber ist bereits jetzt: Die in der Vergangenheit als verstaubt oder antiquiert geltende Nato ist hier zu neuem Leben erwacht.« Wir versuchen mal, diese genial tagesschaukompatible Formulierung in normales Deutsch zu übersetzen: Die Nato, die seit 25 Jahren mangels Feind klinisch tot ist, ist soeben aus dem Koma erwacht. Streng genommen müßte die Nato Putin zu ihrem Ehren-Generalsekretär ernennen. Ohne die Putinschen Reflexe auf die unablässigen Provokationen und nichtendenwollenden Nato-Osterweiterungen könnte die Nato nicht mal mehr ein Fitzelchen von einer Existenzberechtigung vorweisen und wäre mittlerweile in den Zustand der blaugrünschimmelnden Verwesung übergegangen.

Na, Frau Dittert, kommt’s hin? Titanic

Lob, Lady Bitch Ray,

spenden wir Menschen wie Ihnen eher selten. Sollte es in den nächsten zwölf Monaten freilich so angenehm ruhig um Sie bleiben, wie es in den letzten zwölf Monaten war, wären wir zu einer Ausnahme bereit.

Also lassen Sie nichts von sich hören! Titanic

O là là, Ex-Première Dame Valérie Trierweiler!

»Ein elektromagnetisches Feld« baute sich also auf, wenn Sie und François Hollande sich trafen, schreiben Sie in Ihrer Biographieschmonzette, und von Ihrem »amour fou« noch schmalziger als einem »überschäumendem Fluß, der alles mitgerissen« habe. Und als François trotzdem mit dem Motorroller fremdficken fährt, dann diese abgeschmackte Szene: »Ich stürze ins Badezimmer, hole den kleinen Plastikbeutel mit den Schlaftabletten, François ist mir gefolgt, versucht den Beutel zu greifen, ich renne ins Schlafzimmer, der Beutel zerreißt, die Pillen verstreuen sich auf dem Boden. Mir gelingt es, einige Tabletten zu schlucken, ich fürchte den Sturm, der über mich fegen wird, will die Stunden, die folgen, nicht erleben. Ich verliere das Bewußtsein…«

Excusez-nous, Madame, aber das ist ein gallischer Schmonzettenfilm von 1974! Wie hat selbst ein gelackter Franzosenstenz wie Hollande es bloß so lange mit einer antiken Dramaqueen wie Ihnen ausgehalten? Weil er selbst eine ist?

Vive les Froschfresser! Titanic

For Christ’s Sake, BBC-Journalisten!

Daß Ihr Euren eigenen Streikbeschluß als »Breaking News« annonciert, sei Euch unbenommen. Daß Ihr die entsprechende Kurzmeldung aber mit der Ankündigung »More to follow« ergänzt, finden dann doch etwas inkonsequent:

Eure Streikposten von Titanic

Geht’s Ihnen gut, Frau Lewitscharoff?

Vor ein paar Monaten fielen Sie schon mit dieser bedenklichen Gefühlsäußerung über durch künstliche Befruchtung gezeugte Kinder als »Halbwesen« auf. Nun erfahren wir, daß Sie bei der Kafka-Woche in Berlin erneut spirituell-religiös leicht irritiert behauptet haben, bei Franz Kafka sei für Sie unentwegt eine »metaphysische Hintergrundstrahlung« spürbar.

Sibylle, bevor Sie auch daran irre zu werden drohen und wir mit Ihnen: Diese metaphysische Hintergrundstrahlung nennt man Humor. Und den hat man entweder, oder man hat ihn nicht.

Finden Sie sich einfach mal ab, rät Titanic

Yo, Joseph »Joschka« Fischer!

»Man kann sich in der Geschichte das Timing in der Regel nicht aussuchen. Die entscheidende Frage ist daher die nach den Konsequenzen, die aus eingetretenen Ereignissen gezogen werden«, so Sie in einem abermaligen Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung; es geht um, na klar, Putin und die Ukraine, um Ägypten, den Irak usw.

Aber wo Sie doch zu allem und jedem eine Meinung haben und diese gravitätisch und ganz Minister a.D. verkünden – warum äußern Sie sich eigentlich nicht zum Streit um den Personenbeförderungsdienst Uber, der kürzlich auch in Deutschland ins Geschäft eingetreten ist? Kein Wort der Solidarität mit Ihren alten Taxifahrerkollegen?

Aber das würde vermutlich nicht zum selbstausgesuchten Timing von »Fischer, dem Turnschuh-Fischer, dem blitzschnell zum Dreireiher- und Siegelring-Fischer mutierten Suppenkasper-Fischer«, wie Rainald Goetz das einmal nannte, passen.

Mit Verlaub: Titanic

Sie wiederum, Prof. Dr. Bernd Lucke,

flöteten während Ihres Wehrdienstes im Stabsmusikkorps der Bundeswehr in Siegburg quer. Vielleicht sehen Sie ja deswegen so aus, als ob Ihnen jemand die Luft aus der Rübe gelassen hat. Doch anschließend studierten Sie in Bonn neben Ihrer vermaledeiten Volkswirtschaftslehre auch Neuere Geschichte und Philosophie. Das sind beides Fächer, die Verstand und ein Mindestmaß an Reflexionsvermögen erfordern, die wir Ihnen so nicht zugetraut hätten. Beinahe hätten wir unsere Meinung über Sie schon revidiert und die Zielscheiben mit Ihrem Konterfei in den Redaktionsräumen abmontiert, doch dann posaunten Sie nach der Landtagswahl in Sachsen in die Mikrophone: »Wir wissen, daß es Bürger gibt, die sind schwach und die bedürfen der Hilfe durch den Sozialstaat, aber wir wollen auch wirklich nur den Schwachen helfen. Wir wollen nicht denjenigen helfen, die faul und träge geworden sind.« Da waren wir von Ihren helfenden Händen dann doch ein bißchen enttäuscht. Denn sind nicht gerade die Faul- und Träggewordenen die sozial Schwachen? Und lehren uns nicht just Neuere Geschichte und Philosophie, daß denen nicht zu helfen auch nichts hilft?

Also weggetreten, Sie AfD-Flöte, sonst wird Ihnen helfen: Titanic

Über Euch, Salafisten,

und Eure »Sharia-Police« wäre eigentlich schon alles mehr oder in den meisten Fällen eher weniger Nötige gesagt. Es bleibt nur eine Frage: Warum konzentriert Ihr Eure Bemühungen, Eure Glaubensbrüder von allerhand sündigen Verlockungen und Ausschweifungen abzuhalten, ausgerechnet auf – Wuppertal? Was weiß Euer Prophet, was wir nicht wissen?

Bittet um Erleuchtung: Titanic

Aber wo, Taylor Swift,

wir gerade dabei sind: Es spricht für Ihre Ernsthaftigkeit als Künstlerin, daß Sie, obwohl kommerziell zuletzt sehr erfolgreich, etwas Neues ausprobieren wollen. Diese Entscheidung ist angesichts des Genres, in dem Sie tätig sind, verständlich – der Country-Musik nämlich, die, obwohl sie alles andere als neu ist, immer noch darauf wartet, ihr Spektrum durch Spielarten wie Cool Country, Latin Country, Acid Country oder gar Free Country zu erweitern.

Wir bezweifeln aber, daß Ihr Popalbum der Schritt in die richtige Richtung ist. Denn mag die erste Single daraus, »Shake It Off«, sich auch »anhören wie nichts, das ich bisher gemacht habe« (so Sie zu USA Today) – die größte und treueste Gruppe unter Ihren Fans, die einsamen Sattel- und Asphaltcowboys, die macht und hört das nur allzuoft.

Schüttelt sich ein bißchen: Titanic

Lieber Volker Weidermann!

Gleich sechs Bücher deutschsprachiger Debütanten mußten Sie für Ihre Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf einen Happs lesen und auf einer halben Seite wegrezensieren. Und Rezensieren, das scheint für Sie vor allem eine Frage des Glaubens zu sein: »Aber die Panik und die Lebensangst von Ada werden durch diesen Spott nicht kleiner. Sie sind ja da und groß, und man glaubt Ada und dem Roman jede einzelne Furcht.« Und gleich noch mal: »Und dann macht es aber beim Lesen fast gar nichts, daß das alles so große Klischees sind, die er da erzählt. Weil man den Leuten, die er beschreibt, alles glaubt, überhaupt erst mal ihr Leben glaubt und ihre Lebendigkeit.« Daraus könnte man nun den Schluß ziehen, Sie, Weidermann, seien beim Lesen einfach besonders leichtgläubig. Das stimmt aber nicht, hinter Ihren Urteilen steht eine wohldurchdachte Poetik: »Hanns Zischler, der große Schauspieler, der Übersetzer und Regisseur und Weltgelehrte«, der schreibt nämlich »schön und leicht und weise«, und »das ist ja die große Kunst, und davon wissen Debütanten im Debütantenalter oft noch nichts: daß sie nicht alles mit Bedeutung aufplustern müssen und großen Wörtern.« Mit großen Wörtern wie, beispielsweise, »groß«? Das manche, die keineswegs mehr im Debütantenalter stecken, auf einer halben Seite ungefähr 74mal verwenden müssen?

Großgrüße von Titanic

Und, FDP-Spitzenkandidat Uwe Barth,

einen Unterschied haben Sie dann doch übersehen, als Sie vor der Landtagswahl in Thüringen plakatierten: »Wir sind dann mal weg – wie die Landärzte«.

Die Landärzte wird man nämlich vermissen.

Schätzen jedenfalls die Schadensgutachter auf der Titanic

Sie hingegen, Thomas de Maizière,

stellten Ihre Tauglichkeit als Bundesinnenminister gerade wieder einmal unter Beweis, als Sie sich gegen die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen aus dem Irak aussprachen und dies recht fein begründeten: »Es wäre ein unerträglicher Triumph für die Terroristen. Den Satz, daß die Jesiden oder die Christen im Irak keine Zukunft haben, will ich nicht akzeptieren.«

Genau, de Maizière, man kennt das ja: Die Welt wurde nur deshalb vom Nationalsozialismus befreit, weil sich so viele Länder weigerten, verfolgte Juden aus Europa aufzunehmen. War es das, was Sie sagen wollten?

Dann dankt für die Aufklärung. Nicht: Titanic

Wow, »Hamburger Abendblatt«!

Deine Überschrift »Die Krankheit hinter den Ice Bucket Challenges« war ein richtig guter Teaser! Welches Leiden wohl Sigmar Gabriel, Johannes B. Kerner, Helene Fischer und all die anderen Eiskübelkipper verbinden könnte, rätselten wir und klickten uns ganz gegen jede Vernunft und Gewohnheit in den Artikel. »Irgendwann ist auch das Sprechen nicht mehr möglich« lasen wir da mit wachsender Begeisterung, sowie: »Eine Heilung gibt es nicht, nur Medikamente, die den Verlauf hinauszögern können.« Für eine Sekunde blickten wir voller Zuversicht in die Zukunft. Doch bei weiterer Lektüre kam dann das böse Erwachen wie eine Ladung Eiswasser ins Gesicht: Die Eiskübelkipper haben die Krankheit gar nicht selbst!

Mal ehrlich, Hamburger Abendblatt: Was sollte der Quatsch?

So aufgebracht wie nachtragend: Titanic

Das habt Ihr jetzt davon, Kühe!

Im April hat eine von Euch bei Braunau drei Rentner hinterrücks angegriffen, im Mai wurde ein Bauer im Burgenland verletzt, im Juli habt Ihr eine deutsche Wanderin und einen Landwirt totgetrampelt, ein paar Tage später einen Hundebesitzer brutal mißhandelt. Im August wurden zwei Bauern in Österreich und Bayern niedergemetzelt, und im September hat ein Rindvieh mitten in München eine Joggerin aufgespießt, bevor es von der Polizei gestellt werden konnte. Was soll das? Habt Ihr vergessen, daß Ihr Eure Existenz der Milchschnitte und dem Big Mac verdankt? Wollt Ihr Ärger? Den könnt Ihr haben. Aldi hat auf Eure Aggression reagiert und den Preis für ein halbes Pfund Butter von 0,99 Euro auf 0,85 Euro gesenkt! Ihr werdet im Winter Euren Mist fressen müssen, weil sich der Zukauf von teurem Futter für die Bauern nicht mehr lohnt. Na, wie schmeckt das? Hört auf, uns umzubringen, sonst werden wir noch Veganer!

Meint es ernst: Titanic

Grüß Dich, ISIS!

Du bist ein Unternehmen für Softwareentwicklung aus den USA und benanntest Dich kürzlich von »ISIS« in »Softcard« um, weil Du nach Angabe Deines Chefs Michael Abbott kein Interesse daran hast, mit den mordenden Terrorbuben von ISIS bzw. IS aus Syrien und Irak verwechselt zu werden. Leider hast Du, Softcard (ehem. ISIS), schon wieder nicht mitgedacht und mußt Dich sicher bald noch mal umbenennen. Denn was bleibt Dir bitte anderes übrig, wenn demnächst die »Soldiers Of Fundamentalist Terror Committing Abduction, Rape & Decapitation« (kurz: SOFTCARD) in Nahost alles verwüsten und in die Luft jagen?

Gewarnt hat Dich jedenfalls: Titanic

Na, Helene Fischer!

Nachdem wir gelesen haben, daß Sie einen Behinderten ausgelacht haben sollen, dieser Sie laut oe24.at »wegen Diskriminierung verklagt« habe und deswegen angeblich sogar Europol nach Ihnen gefahndet hat, nach dieser Nachricht also haben wir uns gefragt: Hätten Sie Ihren Streit mit Florian Silbereisen nicht auch privat klären können?

Spastische Grüße von Titanic

Präsident Putin!

Ein »neues Reich« möchten Sie, berichtet uns die Zeit und begrüßt, daß der Westen dagegen aufrüstet. Im Stern werden wir sogar darüber informiert, wie Sie »mit einem brutalen Feldzug ein neues Imperium schaffen« wollen. Aber, werter Super-Zar und Neo-Stalin, stimmt denn, was unsere linksliberalen Wochenblätter aus Hamburg da schreiben? Sind Sie, was Ihren Feldzug in der Ukraine angeht, wirklich brutal? Oder ist dieser Konflikt mit seinen ganzen Abstimmungen, verirrten Soldaten, versteckten Waffenlieferungen und Friedensangeboten gerade für eine Landnahme nicht eher zaghaft, wankelmütig, nachgerade effeminiert, man möchte fast sagen: tuntig? Aber hallo, Memme!

Doch jetzt, da Ihr Ruf bereits ruiniert ist, müssen Sie sich nicht mehr anstellen wie ein zartes Mägdelein, das vor dem Bad scheu einen Zeh ins Wasser steckt. Nehmen Sie die Ukraine gefälligst wie ein Mann!

Und sei es nur, damit unsere darbende Qualitätspresse wenigstens einmal wieder richtigliegt.

Spassiba: Titanic

Unerhört, Volker Kauder (CDU)!

Als über die Wuppertaler Scharia-Polizei berichtet wurde, forderten Sie laut Welt am Sonntag sogleich »ein Verbot der vermeintlichen islamischen Tugendwächter«. Aber wieso eigentlich, Kauder? Die wollen doch das gleiche wie Sie – u.a. keine Drogen, keine Prostitution, keine Pornographie.

Fordert deshalb auch Ihr Verbot: Titanic

Huhu, Ursula von der Leyen!

Eben noch forderten Sie als deutsche Kriegsministerin in der Zeit, bei Waffenlieferungen in Krisengebiete wie den Nordirak »Tabus beiseitezulegen«, und ließen sich in Heldenpose auf einem Luftwaffenstützpunkt fotografieren. Als jedoch Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel laut Süddeutscher Zeitung spottete, selbst im Kopierraum des Ministeriums würden Sie noch in die Ferne schauen und sich fotografieren lassen, sagten Sie im ZDF nur schmallippig: »Wenn er auf diese Ebene geht, dann wird das seinen Grund haben.« Kein Wort über einen Einmarsch bei Gabriel zu Hause, null Maschinengewehre für seine gequälten Untergebenen im Wirtschaftsministerium, nicht mal ein Schokoriegelembargo verhängten Sie über den Vizekanzler! Wenn das die neue deutsche Außen- und Sicherheitspolitik sein soll, ist doch sehr enttäuscht: Titanic

Arme Alice Schwarzer!

Bei Maischberger sagten Sie betreffs Ihrer Steuerhinterziehung zutiefst geknickt: »Ich bereue, ich bereue sehr.« Aber dann wollten Sie sich auch nur zu gerne »wieder relevanteren Themen zuwenden«. Nur, Frau Schwarzer, was sollte es für relevantere Themen geben?

Denn wer regiert die Welt, die Männer oder die Frauen?

Immer das Schwarzgeld, sagt Ihnen: Titanic

Huuuiiiii, Stefan Mross!

Vor knapp einem Jahr hast Du in Deiner ARD-Liveshow »Immer wieder sonntags« auf der Bühne die Fassung verloren, als für Dich in der letzten Sendung der Staffel ein meterlanges Transparent mit der Aufschrift »Lieber Stefan! Danke für den Sommer« entrollt wurde. »Da sind doch tatsächlich meine Gefühle mit mir Achterbahn gefahren«, gabst Du anschließend zu Protokoll, und fast hätten wir Dich danach für immer vergessen. Doch kürzlich mußtest Du in ebenjener Sendung nach dem Genuß von zu scharfer Chilisoße Deine Moderation abbrechen und bist hinter der Bühne zusammengeklappt. Nach kurzem Check im Krankenhaus konntest Du Entwarnung geben: »Mir geht es schon wieder besser! Mein Kreislauf fuhr Achterbahn.« Jetzt sind wir natürlich gespannt, was nach Gefühlen und Kreislauf als nächstes bei Dir Achterbahn fahren wird. Deine Rhetorik wird es wohl nicht sein – die überschlägt sich ja nun nicht gerade so, daß einem schwindelig wird.

Kurve kriegen, raten Dir deshalb Deine Coasterfriends von Titanic

Tja, Obama, was nun?

Wie stehen Sie nun da als halbwegs zivilisierter Mensch mit diesem verdammten islamistischen Islam an den Hacken? Und würden Sie eigentlich besser dastehen, wenn Sie bin Laden vor drei Jahren persönlich den Kopf abgeschnitten hätten vor laufenden Weltkameras mit einem winzig kleinen, extra stumpfen Kartoffelschälmesser?

Fragt nicht sich, aber Sie: Titanic

Werbeagenturbesitzer Holger Zastrow (FDP)!

Wenn, wie Sie am Abend Ihres Rauswurfs aus dem sächsischen Landtag treffend analysierten, die Marke FDP nunmehr »schwerbeschädigt« ist, können Sie ja immerhin auf kommodere Parkmöglichkeiten hoffen.

Freuen sich mit Ihnen die Inklusionsbeauftragten auf der Titanic

 

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Sie leben am Rande der Gesellschaft, dem Goldrande nämlich: als Cartoonisten der FAZ. Aber zum Glück zeichnen sie auch für vernünftige Publikationen wie Sonja, der einzigen Zeitschrift, die Frauen ernst nimmt. Wer aber lieber einmal die Woche auf die gut hauckbauersche Art lachen will, ohne sich die doofe FAZ kaufen zu müssen, ist mit diesem superhübschen Wochenkalender mehr als gut bedient (supergut).Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Stefan Gärtner: "Angéla – Lehrjahre einer Liebeshungrigen: Ein erotisch-historischer Schelminnenroman"
Sie wollten schon immer wissen, wie ein naives Mädchen vom Lande (Transelbanien) es bis ganz nach oben schafft (Sex)? Sie interessieren sich für Politik, Adel, Rokoko und den neuesten Klatsch des 18. Jahrhunderts? Sie wollen Bücher lesen, in denen Frauen Fellatio spenden und dabei Vergleiche mit einem "Tier, das Pflanzensaft aus einem Stengel trinkt", aushalten müssen? Dann greifen Sie zu, Sie historisch interessiertes Ferkel!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gutschein über 30€ in Katz+Goldts Rumpfkluft-ShopHey, du! Du trägst seit zwanzig Jahren die Kleider deines blöden Vetters auf, weil du zu geizig, schüchtern oder faul bist, eines dieser urbanen "Modegeschäfte" zu betreten? Dann ist dieser 30-€-Gutschein für den Rumpfkluft-Shop genau das Richtige! Wähle aus der aktuellen Kollektion des Comicduos Katz & Goldt dein Wunschmotiv aus und zahle am Ende kaum mehr als 'nen Appel und ein Ei (Gegenwert). Denn: Pilze sind Jazz!Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Oliver Maria Schmitt: "Anarchoshnitzel schrieen sie"Der Erfolgsautor und Ebenezer Scrooge der Zeitschrift Oliver Maria Schmitt pfeffert dir seinen kaum gealterten Punkroman »Anarchoshnitzel schrieen sie« ins Regal, du Versager!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Hans Zippert: "Aus dem Leben eines plötzlichen Herztoten", signiertJahrelang lag TITANIC-Urgestein Hans Zippert in der Sonne herum und ließ Eidechsen auf sich kriechen. Dann wurde er plötzlich Deutschlands umtriebigster Kolumnist. Viele fragen sich: Wie hat er das bloß verkraftet? Die Antwort gibt dieses "Tagebuch eines Tagebuchschreibers": gar nicht. Von Burnout-, Schlaganfall- und Nahtoderfahrungen berichtet Zippert in seinem bislang persönlichsten Werk – mal augenzwinkernd, mal mit einer guten Portion Schalk in den Herzkranzgefäßen. Nie war man als Leser dem Tod so nahe!Moses Wolff: "Der Wildbach Toni"Schnell wie eine Lawine, klar wie ein Sturzbach, sturzbetrunken wie ein bayerischer Viehhirte - so ist der Verstand dieses einzigartigen Bergphilosophen und Naturmenschen. Jahrelang als Après-Ski-Reporter für TITANIC Online tätig, wagt sich der Wildbach-Toni nun mit seinem ersten Roman aufs Feld der Heimatprosa. FAZ-Literaturchefin Felicitas von Lovenberg hat sich hierzu bisher nicht geäußert, ist aber sicher genauso begeistert wie auch sonst immer.Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Michael Ziegelwagner: "Café Anschluß"
Er ist Deutschlands sympathischster Österreich-Import seit Adolf Hitler - nur mag er die Deutschen nicht so sehr: Michael Ziegelwagner. In seinem Erstlingswerk (geschrieben während seiner Gefangenschaft in der TITANIC-Redaktion) klärt er über kleine und große Unterschiede zwischen den wichtigsten deutschsprachigen Reichen auf. Ein Reise-, Entwicklungs-, Bildungs- und Tatsachenbuch für alle, die alte Vorurteile schätzen und neue kennenlernen wollen. Außerdem gefällt Harry Rowohlt das Buch, und da werden Sie ja wohl nicht anderer Meinung sein!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone"
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Thomas Gsella: "Blau unter Schwarzen - Gsellammelte Prosa I"

Nachdem der TITANIC-Hauslyriker mit seinen Gedichtbänden ein knappes Dutzend Verlage an den Rand des Ruins getrieben hat, wagt sich DuMont nun mit Gsellas prosaischsten Polemiken, Phantasien und Pherkeleien auf den Markt. Unterstützen Sie dieses verlegerische Abenteuer, wählen Sie diese schöne Prämie!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
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Das schreiben die anderen
  • 23.10.:

    Die FAZ über Freiburger Widerstand gegen einen PARTEI-Gemeinderat.

  • 23.10.:

    Zeitungen und Blogger berichten über Lesungen der TITANIC-Boygroup in Ahrensburg, Stade und Göttingen.

  • 22.10.:

    "The Local" porträtiert Martin Sonneborn, MdEP (auf englisch).

  • 22.10.:

    In Dortmund wird derzeit Wenzel Storchs Theaterstück "Komm in meinen Wigwam" aufgeführt. Hier gibt's einen Trailer.

  • 21.10.:

    Die Rhein-Zeitung über Einzelkämpfer in Brüssel.

Titanic unterwegs
26.10.2014 Nürnberg, Bernsteinzimmer
  Rudi Hurzlmeier
29.10.2014 Eschwege, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
Briefe an die Leser

 Johann Lafer, Sternekoch!

Gegen Sie wird in diesen Wochen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ermittelt. Wahrscheinlich aber zu Unrecht. Schaut man nämlich in Ihre unentwegt listig funkelnden Fernsehkochäuglein hinein, weiß man sofort: Sie können einfach kein Filou sein, es wäre ja viel zu offensichtlich, zu blöd. Schaut man andererseits in Ihre letzten Interviews, geben Sie dort Hinweise, die für jeden Fahnder ein gefundenes Fressen sein müßten. Der Seite Buchgourmet.com antworteten Sie z.B. auf die Frage, wie viele Kochbücher Sie mittlerweile verfaßt hätten: »Interessante Frage, weil ich darüber kein Buch führe, wahrscheinlich werden es alles in allem über 65 sein.«

Haha! Ist es denn möglich, Lafer, daß Sie auch über andere Dinge wie Einnahmen und Sozialabgaben kein Buch führen? Sich dort lieber mit ungefähren Angaben wie »wahrscheinlich«, »alles in allem« und »interessant« behelfen? Während Sie über Ihre Erfolgszahlen und -zusammenhänge ansonsten sehr genau Bescheid wissen: »Mein Klassiker ist ›Lafers große Kochschule‹. Davon wurden über 250 000 Exemplare verkauft. Auch ›Der große Lafer‹ kommt aktuell auf über 150 000, was bei einem Preis von ca. 40 Euro eine enorm hohe Auflage ist.«

Und für Sie sicher »alles in allem« einiges abwirft. Fast wie ein gerichtsverwertbares Geständnis klingt es dann, wenn die Seite Geschmacksverstärker.com Sie fragt »Gibt es etwas, was Sie schon immer essen wollten, aber nie probiert haben?«, und Sie augenzwinkernd antworten: »Ich habe in meinem Leben fast ›alles‹ probiert!«

Fast »alles«, Lafer? Halblegal, illegal, unter der Hand und auch durch die Nase, so wie der Kollege Witzigmann? Wenn das so ist: Probieren Sie’s zur Abwechslung mal mit Steuern zahlen!

Mahlzeit. Bzw.: Henkersmahlzeit! Ihre Titanic

 Ganz schlimm, Umweltmagazin »Zeo2«,

ist zweifelsfrei auch der globale Textilienhandel, wie Du Deiner besserverdienenden Vollwert-Bionade-Klientel wieder einmal in Erinnerung rufst. Schlechte Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt, Umweltbelastungen allerorten, und überhaupt, dieser ständige Drang zu mehr Konsum! Folgerichtig plädierst Du für ein neues Prêt-à-porter der Bescheidenheit: »In der perfekten Modeprotest-Minimalgarderobe finden sich Basics, Lieblingsstücke und Unterwäsche. Jahreszeiten sind bedacht, auch Übergangskleidung ist dabei. Der Trick, das zeigen alle bisherigen Erfahrungen, ist, die liebsten Klamotten neu und individueller zu kombinieren. Sie begegnen so dem Modediktat mit kreativer Selbstbestimmung.« Ein Wahnsinnstrick! Basics, Lieblingsstücke und Unterwäsche in kreativer, selbstbestimmter Kombination passend zu den Jahreszeiten – das ist Modeprotest ganz nach unserem Geschmack. Einzig: Der aufrüttelnde Text erscheint unter dem Titel »Das 50-Teile-Manifest« und versteht sich als »Plädoyer, mit 50 Kleidungsstücken auszukommen«. Gerne zögen wir mit, allein: Wo sollen wir so schnell all die Klamotten herbekommen?

Too sexy for our shirts: Titanic

 Daß Du, »Pizzeria Vis-a-Vis« in Berne (Wesermarsch),

einerseits offensichtlich eine Pizzeria bist, andererseits aber so heißt, wie Du nun mal heißt, und drittens schwerpunktmäßig »Asiatische Spezialitäten« als Teil Deines weltoffen-bunten Berner Angebotsallerleidreiklangs bewirbst, finden wir durchaus gastrologisch. Worin aber konkret Deine eigenwillige Pizzaconnection besteht – Cozze Chop Suey au vin? – wollen letztlich gar nicht wissen

die Trennkostverächter von der Titanic

 Du aber, Unbekannte,

erzähltest Deinen Mitspeisenden am Restaurantnebentisch von einer demnächst in Begleitung Deines Liebsten startenden Urlaubsreise nach Mallorca im allgemeinen sowie von Deiner Mallorca betreffenden Neugier im besonderen, handelte es sich doch um Deinen allerersten Aufenthalt daselbst. Auf die Frage, ob Du denn als Reisevorbereitung bereits einen Reiseführer erworben, wenn nicht gar studiert habest, gabst Du die richtungweisende Antwort: »So was brauchen wir nicht, das machen wir alles selber. Wir haben ein Navi.«

Gute »Reise« wünscht: Titanic

 Taz.de!

Das Symbolfoto zu Deinen Stellenausschreibungen zeigt ein gutes Dutzend Streichhölzer mit blauen Zündköpfen und ein langes mit rotem Zündkopf, das dazwischen hervorragt. Was willst Du damit sagen? Daß Dein neuer »Chef vom Dienst« ein rotangelaufener Hitzkopf sein soll, der aus der Masse heraussticht? Oder reicht Dir ein gewöhnlicher entzündeter Holzkopf, solange er nur für Dich brennt?

Und wäre bei den Arbeitsbedingungen (»Taz-Haustarif«, »halbe Stelle«, »regelmäßige Sonntagsdienste obligatorisch«) ein kurzes Streichholz nicht passender gewesen?

Flammende Grüße: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fortschritt

Eines meiner wichtigsten Lebensziele ist es, eine wunderliche Alte zu werden. In beiden dafür erforderlichen Disziplinen bin ich schon ziemlich weit gekommen.

Tina Manske

 Wartburg

Gerade selbst ausgedacht! Witziger Spruch fürs Schlangestehen am Flughafenschalter oder vorm Riesenrad: »Wie lange dauert das denn noch? Sind wir denn hier auf der Wartburg?«

Mark-Stefan Tietze

 A Star is born

Mir träumt, ich sei endlich ein berühmter Musiker. Mit kahl rasiertem Schädel und stilisiertem Bärtchen stehe ich im feinen Zwirn auf der schwer von maritimer Symbolik dominierten Bühne der ausverkauften Nordseehalle Emden und schmettere meine auf dem schmalen Grat zwischen Schlager- und Sportpalastpathos wandelnden Lieder vom Geborenwerdenumzuleben ins Publikum, während um mich herum der pure Wahnsinn ausbricht. Meine knallbunt in Mülltüten und Schaumstoffrohre gekleideten Mitmusiker fegen mit neonfarbig geschminkten Gesichtern wie Irrwische über die Bühne, crowdsurfen mit Schlauchbooten oder Fässern durch die Zuschauermenge und animieren die total ausflippende Meute zu Bierduschen aus Dosen einer bekannten nordfriesischen Brauerei. Mein Künstlername: Deichgraf.

Daniel Sibbe

 Gepflegter Abtritt

Ein Bekannter berichtete von einem der auf dem Lande gelegentlich auftretenden Todesfälle durch Gülle: Der Altbauer war von der Familie bereits tagelang vergeblich auf dem riesigen Anwesen gesucht worden. Erst die ordentlich in Parallelstellung vor dem Güllesilo abgelegten Pantoffeln gaben schließlich den zielführenden Hinweis auf den im Kot treibenden Korpus.

Florian Haymann

 Notfall

He Leute, Handy ist weg! Bin erst mal nur per Mail, Skype, Facebook, Twitter, Instagram, Google+, Linkedin, Xing, Finya, Tumblr, Fli… oh, Handy wieder aufgetaucht!

Teja Fischer