Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

ARD- und NDR-Moderator Alexander Bommes!

Vom Tagesspiegel gefragt, was Sie von Millionengagen für prominente Ex-Sportler als Kommentatoren im Fernsehen halten und ob Sie selbst schon Millionär seien, sagten Sie: »Wer die Besten haben will, der muß auch etwas dafür bezahlen. Und wenn man die Besten hat, könnte man ja auch stolz darauf sein, wie wäre es damit?« Was ja bedeutet, daß Sie umsonst arbeiten und niemand stolz auf Sie ist!

So viel Ehrlichkeit hätte Ihnen nicht mal für Millionen zugetraut

Ihre Titanic

Unser Zuhause, Linda-Luise Bickenbach und Bente Schipp,

ist der wichtigste Ort in unserem Leben. Deshalb stimmen wir dem Atlantik-Verlag zu, der in seiner Vorschau die Bewerbung Eures Buches »Sachen richtig machen« mit den richtig gemachten Worten »Unser Zuhause ist der wichtigste Ort in unserem Leben« einleitet. Man denke aber nicht, daß man an ebenjenem Ort sorglos vor sich hinleben und sich wie zu Hause fühlen kann! Vielmehr hat man Sorgen, denn »ständig tauchen neue Fragen auf«, z.B.: »Wie pflege ich meine Handtaschen und Designermöbel? Was ist ein gut sortierter Kleiderschrank?« und die allerwichtigste: »Welche Drinks sollte man unbedingt mixen können?«

Zu fragen, ob sich mit Eurem »lässigen Buch für ein lässigeres Leben« ein breites Publikum erreichen läßt, unterläßt: Titanic

Und Du, Bäckerei Bosselmann,

forderst uns mittels Deiner Brötchentüten dazu auf, nicht etwa Deine Backwaren, sondern Deine Mitarbeiterinnen zu bewerten. So kann man auf den Tüten wahlweise ankreuzen:

☐ freundlich
☐ normal/nichts besonderes
☐ unfreundlich

Außerdem ist dort noch Platz für »Mein Lob / Meine Reklamation«.

Wirklich schauerlich, sich vorzustellen, wie Leute ihre Brötchentüten zücken, sie mit Kreuzchen und Denunziationen versehen und dann Deiner Marketingabteilung zuschicken, dabei gleich noch schamlos ihre Adreßdaten preisgeben (denn Du willst Dich ja für das kooperative Verhalten »bedanken können«) und denken, sie hätten nun alles richtig gemacht.

Weißt Du, wie wir das finden, Bäckerei Bosselmann? Such’s Dir aus:

☐ unappetitlich
☐ unfein
☐ zum Kotzen Titanic

Amazon-Boss Jeff Bezos!

Unter der vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage doch seltsam euphorisch klingenden Überschrift »Auf unsere Zukunft« kündigte uns die Welt auf der Titelseite ein ausführliches Interview mit Ihnen an: »Amazon-Gründer Jeff Bezos ist beeindruckend optimistisch. Erfindungen und Innovationen sind seine Leidenschaft. Der Unternehmer hat trotz der schwierigen Zeiten enormes Vertrauen in die Zukunft.« Und weiter: »Die derzeitigen Probleme sind erheblich, sagt er, aber unsere Fähigkeiten sie zu lösen, sind noch viel größer.« Die Menschheit stehe am Anfang einer goldenen Epoche! Damit meinen Sie, Bezos, wohl vor allem die in der Summe gigantischen Fähigkeiten der für Sie rund um die Uhr schuftenden Billigarbeiter, dank deren unermüdlichem Einsatz Sie ja schon einmal die schwer verdiente goldene Nase in ebenjenes glorreiche Zeitalter hineinstecken konnten, gell? Darum vergeben wir drei goldene Sterne für Sie und Ihre Träume von neuen Absatzmärkten – im Weltraum. Titanic

Immer verehrtere »SZ«!

»Ausgerechnet im unbezahlbaren München entstehen immer mehr Wohngenossenschaften« – statt nämlich, wie man erwarten könnte, im ohne weiteres bezahlbaren Guben.

Achach. So schwer mit dem Denkdenk? Oder fehlt’s halt sonst an Sensation?

Ausgerechnet Deine Titanic

Tübinger Querdenker Boris Palmer!

Mit Aussagen wie »Wenn sich jemand nicht an elementare Regeln hält, sind wir berechtigt zu sagen, für euch greift das Asylrecht nicht mehr« und Forderungen, auch nach Syrien abzuschieben, haben Sie sich in die Herzen grüner bis brauner Protofaschisten getönt. Doch ist Ihnen das provinzschwäbische Heldentum im Kampf gegen Hilfesuchende nicht genug, wie Sie dem Schwäbischen Tagblatt verrieten: »Reizvoller als andere politische Ämter fände ich die Herausforderung, in der Wirtschaft etwas zu bewegen.«

Aber das ist doch keine Herausforderung für Sie! Wir haben es praktisch schon vor Augen: Als grünes Haupt der Bewegung werden Sie Firmen wie Krauss-Maffei Wegmann, Heckler & Koch und den großen Nummern des Frachttransportwesens und der Bestattungsindustrie ganz lässig den dringend benötigten Öko-Anstrich geben, keine Sorge.

Weiterhin viel Spaß auf dem Weg von rechts unten nach rechts oben wünscht Titanic

Daß Ihr, Marketingnasen von Procter & Gamble,

nicht damit einverstanden seid, wenn Sportvereine ihre Angebote für Kleinkinder »Pampersliga« nennen, nehmen wir mal so hin. Daß Ihr deshalb mit Unterlassungserklärungen um Euch werft – nun gut. Aber müßt Ihr in diesem Zusammenhang wirklich von einer »Verwässerung« der Marke sprechen?

Einweggrüße Titanic

Tim Caspar Boehme c/o »Taz«!

In einem Meinungsartikel empörst Du Dich über den Shitstorm anläßlich der weiblich besetzten Ghostbusters-Neuverfilmung: »Es hagelt sexistische und rassistische Kommentare. Und das im Jahr 2016!« In dem doch ansonsten allerorten nur Fortschritt zu spüren ist, nicht wahr? In dem die Menschheit so frei, gleich und brüderlich zu werden scheint, wie es sich selbst die naivsten Geschichtsoptimisten nicht hätten vorstellen können – nicht einmal Du, stimmt’s?

Träum weiter, kleiner Tim Caspar! Mit Dir träumt selig: Titanic

Ehemaliger Profi-Fußballer Klaus Augenthaler!

Als Hobby-Angler fangen Sie hin und wieder Welse und lassen diese wieder frei, was moralisch und auch rechtlich umstritten ist. Auf die Zeitungsfrage, ob Sie dafür schon einmal Ärger bekommen hätten, antworteten Sie: »Bis jetzt nicht, ich hoffe, wir kriegen auch keinen. Dann dürfte man ja auch nicht zum Zahnarzt gehen und einen Zahn herausgezogen bekommen.« Sie sagen es! Auch Zähneziehen ist moralisch und rechtlich überaus umstritten. Und am schlimmsten ist’s, wenn Zahnärzte versuchen, die herausgezogenen Zähne wieder einzusetzen. Hoffentlich kriegen die deswegen mal richtig Ärger!

Stets auf Ihrer Seite: Titanic

Na super, Luna und Dana Schweiger!

Ihr, Tochter resp. Frau von Til Schweiger, habt angekündigt, Eure US-Staatsbürgerschaft aufzugeben und keinesfalls mehr in die USA zu ziehen, sollte Donald Trump zum Präsidenten gewählt werden. Ja, seid Ihr denn des Wahnsinns? Wären wir Amerikaner, würden jetzt sogar wir für Trump stimmen.

Wählt nämlich immer das kleinere Übel: Titanic

Prost, Religionspolizei Hisbah!

Im Norden Nigerias habt Ihr mit Hilfe von Baggern 240 000 Flaschen Bier zerschlagen, um gegen unislamische Gewohnheiten vorzugehen. Das gefällt Eurem Gott sicherlich recht gut, Ihr Scharia-Wachtmeister, aber sagt mal: Habt Ihr keine Angst, daß dort im nächsten Frühjahr Bierbäume wachsen?

Vernichtet ebenfalls sehr viel Bier: Titanic

Und was, Norbert Blüm,

schreiben Sie da in einem neuerlichen Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung? »Wie idiotisch Nationalismus ist, habe ich nicht aus Büchern gelernt. Die Erleuchtung hat mich als Kind wie ein Blitz getroffen.«

Daß ein ehemaliger Meßdiener wie Sie es nicht unterhalb einer »Erleuchtung« tut – geschenkt. Aber Ihre Vergleiche sollten Sie künftig ein bißchen sorgfältiger aussuchen, denn Sie sind doch der letzte, den ein Blitz treffen würde.

Ansonsten gilt weiterhin, was man aus Büchern lernen kann: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, der sollte lieber ganz die Klappe halten. Titanic

Hey, Kölner Zoo!

Auch Du möchtest ein Stück vom Hypekuchen namens Pokémon Go abhaben und verkündest launig auf Facebook: »Der Moment, wo Du merkst, daß die Pokémon-Vorbilder im Zoo leben … Pokémon ›Traumato‹ sieht aus wie unsere Flachlandtapire. ›Nidoran‹ wie unser Nashorn. ›Ratzfratz‹ schaut unserer Riesenborkenratte verdammt ähnlich.« Davon abgesehen, daß das Nagetier »Rattfratz« heißt, lassen sich die Pokémon-Monster per »Fusion« untereinander kreuzen. Und erst wenn Du das auch mit Deinen Spezies hinbekommst, käme mal auf einen Besuch vorbei: Titanic

Angeblich, lieber Ecki,

ist ja F. Beckenbauer der Kaiser und Bruce Springsteen der Boß, so wie Elvis der King war und Hüttler der Führer. Du bist, möchten wir meinen und zu Deinem 75. Geburtstag gern schriftlich versichern, dies alles und noch viel mehr: Vorbild, Präzeptor, Doyen und Grandseigneur, letztlich quasi Gott; und müßten wir malen, was wir ohne Dich wären, dann malten wir dies:

Nix. Nüschte! Rien! Und drum fahr’n wir gleich raus nach Maria Schnee und zünden Dir 75 Kerzlein an; oder lesen, falls es regnet, einfach noch mal alles weg und durch, was Du uns an Heiligen Schriften hinterlassen hast. Und wenn wir dereinst ins Reich des anderen allmächtigen Vaters einfahren, dann wird der letzte Satz, der uns durchs verlöschende Hirn fahren wird, vermutlich von Dir sein; zumindest von Hans Duschke. Vielleicht »Ein Futurist ist ein Arschgesicht, der lebt von gestern«?

Ad multos annos!

Deine ewigen Jünger auf ewig Deiner Titanic

»Mehr Licht!«, Stefan Hell,

sprach einst Goethe und ahnte nicht, daß sein Wunsch einmal erfüllt werden würde. Sie nun sind Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und haben einen Nobelpreis bekommen, weil Sie, vereinfacht gesagt, das Lichtmikroskop verbessert und dadurch, wer hätte es gedacht, die verborgene Welt der Moleküle »erhellt« haben. Was aber hätte der Weltgeist wohl erst mit Ihnen angestellt, wenn Sie im englischsprachigen Raum wirken würden?

Fragt aus dem Dunkel: Titanic

Hoi, Stadt Stuttgart!

Du hast zumindest mit einem Deiner Straßennamen gewiß schon so manchen konservativen Kurzsichtigen sowie eventuell auch den einen oder anderen kurzsichtigen Konservativen nachhaltig irritiert und solltest aus diesem Grund vielleicht doch mal über eine neue Bezeichnung für Deinen Stälinweg nachdenken.

Rät: Titänic

Und übrigens, Siggi,

wie Sie da neulich angesichts jüngst gehäufter Terroranschläge auf Ihrer Facebookseite (knapp 64 000 Fans) Stellung genommen haben, das war schon wortgewaltig. Beziehungsweise beste Kalenderspruch-Manier: »NICHT DIE ANGST MACHT DEUTSCHLAND STARK, SONDERN DER ZUSAMMENHALT.«

Hand aufs Herz: Gerade der ein oder andere im Deutschland von gestern, heute und leider wohl auch morgen stark machende Zusammenhalt macht uns angst.

Verstanden? Nein? Auch egal. Titanic

Riesenbaby Sigmar Gabriel!

»Es ist ein Skandal, daß drei Viertel der Kinder alleinerziehender Mütter keinen oder zu geringen Unterhalt vom Kindesvater bekommen. Der Staat muß stärkere Druckmittel bekommen, um Väter zu zwingen, ihren Unterhaltspflichten nachzukommen«, quäkten Sie. Aus gutem Grund: »Auch mein Vater hat sich geweigert, meiner Mutter Unterhalt zu zahlen … Das war ein beständiger Kampf, der meine Mutter bis an die Grenzen ihrer Kraft gebracht hat.«

Und wissen Sie was, Gabriel? Wir geben Ihnen hier einmal vollkommen recht: Bei säumigen Unterhaltsvätern sind stärkste Druckmittel nötig. Denn man sieht ja, was sonst aus den Kindern wird.

Gutenachtkuß und Gruß: Titanic

Sheriff a.D. Günther Beckstein!

Sie blicken mit Ihren 72 Jahren auf ein machterfülltes Leben zurück und können entsprechend so einiges erzählen. Etwa in dem ein paar Jahre alten Zeitzeugen-Video, auf das wir erst kürzlich durch Zufall gestoßen sind und in dem Sie die Anekdote erzählen, wie Sie 1993 als bayerischer Innenminister Hunderte Sinti und Roma vom Kirchenasyl auf der NS-Gedenkstätte in Dachau vertrieben haben: »… habe dann Hunderte von Polizeihunden aus Bayern …, per Hubschrauber sind die geflogen, und die haben dann den Auftrag gehabt, um dieses Lager der Sinti und Roma herumzugehen und möglichst die Hunde scharf zu machen, daß sie bellen und so den Eindruck erwecken, wie wenn sie auf die zugehen. Und wir haben dann eine ungeheure Emotionalität aufgebaut und haben dann gesagt: ›Also ihr seht Polizeihubschrauber, Polizisten mit Kampfanzügen, Polizeihunde, alles ist da! Die werden euch gewaltsam vertreiben, oder wir erlauben euch, daß ihr aus Bayern weggeht.‹ Schmunzel.«

Ja, echt zum Schmunzeln. Und wenn es Ihnen, Beckstein, endlich erlaubt ist, nicht nur aus Bayern, sondern auch aus dem Diesseits wegzugehen, dann wünschen wir uns, daß Sie, wenn schon nicht als Zigeunerschnitzel, wenigstens als megascharfer Polizeihund wiedergeboren werden. Von der Physiognomie her macht das bei Ihnen ja keinen Unterschied.

Mit ungeheuer emotionalem Biß: Titanic

Nur mal so, Dirk Hautkapp von der »Thüringer Allgemeinen«!

»Aus der langen Liste der Provokationen, Beleidigungen und Lügen, mit denen Donald Trump seit mehr als einem Jahr das politische Klima in den Vereinigten Staaten verunreinigt, ragt das anti-muslimische Ressentiment gegen die Eltern eines gefallenen US-Soldaten mit pakistanischen Wurzeln wie ein häßlicher Zahnstocher hervor.« Meinen Sie? »Weil die Attacke in voller Absicht geschah und Trump auch noch nachtrat, ist die Entgleisung nicht zu entschuldigen.«

Die unentschuldbare Entgleisung ragt wie ein häßlicher Zahnstocher aus einer Liste hervor?

Was sollte die Entgleisung statt dessen tun? Was hätte Trump tun sollen, damit der Zahnstocher hübsch oder die Entgleisung entschuldbar würden? Ragte vielleicht eher der Zahnstocher aus der pakistanischen Wurzel (wenigstens ein dentalhygienisch sinnvolles Bild!) hervor? Oder ragte er in sie hinein?

Fragen unter Schmerzen: die Nachtreter mit journalistischen Wurzeln von Titanic

Und apropos, Leistungsgesellschaft!

Wenn wir die zeitgenössischen Spielzeuge, Puzzles oder Bücher für die Jüngsten betrachten, mit den ewig selben Wirkempfehlungen: »Fördert die Konzentration / den Farb- und Tastsinn / das räumliche Vorstellungsvermögen / das Gedächtnis / genaues Schauen / die Wahrnehmung / die Formdifferenzierung / das Wir-Gefühl« – graust es Dir angesichts dieses vulgärinstrumentellen Dauerfeuers nicht ein bißchen? Nein? Weil Du, als letztlich totalitäre, da ganz in Deinem Element bist? Und der Mensch schon da kein Mensch mehr sein soll, wo er noch bloß spielt?

Igitt.

Gern unterfördert: Titanic

»Waldorfshop«!

Deine Frühstücks-»Brettchen mit Verstand: Zwei Tierumrisse sind in jedem Brett versteckt. Je nachdem wie rum man es dreht. Zu jedem Brettchen gibt es ein Booklet ›Form und Bedeutung‹, in dem du erfährst, warum sich deine Sinne täuschen lassen« – diese Deine mit 29,95 Euro nicht zu teuer bezahlte Früh- und Frühstücksförderidee (»fördert Kreativität; regt das Gehirn zum Denken an; damit Kinder die Welt mit offenen Sinnen wahrnehmen«) will uns als Indiz dafür scheinen, Du habest, wie rum man es auch dreht, ein etwas größeres Brettchen vor dem Kopf.

Denn wenn hier wer das Gehirn zum Denken anregt, dann ja wohl nicht Du, »Waldorfshop«, sondern wie stets bloß Dein formvollendet bedeutsames Booklet Titanic

Je nun, Luke Aikins,

ohne Fallschirm aus 7600 Meter Höhe in ein eigens dafür aufgestelltes Fangnetz zu stürzen ist schon nicht schlecht. Im Grunde ein Resultat aus Physik und Mut. Dafür den passenden Anzug auszuwählen, erfordert indes Geschmack. Und da ist bei Ihnen, wie Ihr putziges Froschkostüm zeigt, wohl noch reichlich Luft nach unten.

Luftkuß: Titanic

Klimper, klimper, Ludovico Einaudi!

Sie entstammen einer italienischen Oberschichtsfamilie, studierten Avantgarde-Musik, fanden dann aber die eitelkeitbefriedigendere Tür zur untermittelmäßigen Massenmusik und liefern seitdem den Wischiwaschi-Soundtrack für Milliarden von weichgekochten Waschlappenohren, die Ihr vollversimpeltes Piano-Plingplong in Größtkonzerten andächtig sogar als »klassische Musik« goutieren.

Doch wenn im Hintergrund ein Gletscher kalbt, wahrscheinlich weil Sie, Einaudi, im Vordergrund auf einer künstlichen Eisscholle einen Flügel befingern, und Kitschkampagnen-Initiator Greenpeace dazu jammert: »Mit dieser Aktion stimmt Ludovico Einaudi ein in den Chor von acht Millionen Menschen, die mit uns den Schutz der Arktis fordern«, ist selbst für einen »Minimalisten« wie Sie eine gewisse Untergrenze erreicht.

Robert Gernhardt hat einmal gesagt, Lebensaufgabe sei ihm gewesen, die Welt nicht dümmer zu hinterlassen, als er sie vorgefunden hat. Ihre Lebensleistung dagegen, und darauf kann wohl wirklich nur ein schlichter Gockel stolz sein, trägt so sausackdumm wie tonnenschwer zur Globalgeschmacksverblödung der gesamten Weltmusik bei.

Glückwunsch dazu und tüdelü! Titanic

Großartig, IOC!

Wenn jetzt auch noch der Leistungssport den Umweltschutz zum Ziel hat, kann es mit dem Planeten eigentlich nur aufwärts gehen. Du brauchst jetzt bloß noch die olympischen Ringe aus grünen Blättern, die bei der Eröffnung der Spiele von Rio ins Stadion getragen wurden, im Laufe der nächsten Monate auf den Formel-1-Strecken tausendmal im Kreis herumzufahren, über abgeholzte Berghänge von Skifahrern im Slalom talwärts ziehen zu lassen oder auch in all den Fußballarenen, die in Naturschutzgebiete betoniert wurden, zur Schau zu stellen. Und schon lacht die Umwelt wieder! So wie Titanic

Hallöchen auch, deutsche Häftlinge!

Angeblich verhaltet Ihr Euch immer aggressiver gegenüber den Gefängniswärtern, beleidigt und bespuckt sie, sogar zu körperlichen Angriffen soll es regelmäßig kommen. Ja, wißt Ihr denn nicht, daß Ihr so alles nur noch schlimmer macht? Daß die ständigen Demütigungen die Wärter zusätzlich verrohen lassen, sie zu kaputten Individuen machen, die nach ihrer Entlassung, sprich nach der Pensionierung, auf die Gesellschaft losgelassen werden? Und alles nur, weil sie in jungen Jahren auf die schiefe (Berufs-)Bahn geraten sind? Helft lieber mit, sie zu resozialisieren, sonst werden sie eines Tages rückfällig und wandern freiwillig zurück in den Knast, quasi ehrenamtlich!

Mahnen die Witz-Heftlinge von Titanic

Sie wiederum, Nena (56),

sind vom Tagesspiegel über das Staubsaugen, Achselhaare, Ihre Schwingungen beim Meditieren und Hormonschwankungen ausgefragt worden. Bedauerlicherweise beantworteten Sie diesen ganzen schlimmen Schwachsinn sehr ausdauernd. Zu Ihrer Menopause konnten Sie berichten: »Das ist ein Prozeß, der über Jahre geht. Mir kommt zugute, daß ich ein superemotionaler Mensch bin.«

Was Sie, Nena, jedoch für super Gefühle halten, ist in einer Wirklichkeit, die ohne Brechreizwörter wie emotional auskommt, ein offenbar durch nichts zu bremsender Plapperdrang. Mithin sind Sie höchstens ein Mensch, der seine Klappe nicht halten kann. Es beobachtet diesen Prozeß, der über Jahre geht, leider auch an dieser Stelle schon viel zu lange: Titanic

Milliardäre!

Die jüngsten Studien der Beratungsgesellschaft Wealth-X verrieten uns: Weltweit gibt es von Euch 2473 Exemplare, also 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr und damit so viele wie nie. Allein: Auf acht Milliardäre kommt nur eine Milliardärin. Wie könnt Ihr Euch da denn so rasch vermehren?

Ein Sparwitz von Titanic

Sie, Christian Jakubetz,

sind ein durchaus bekannter Journalist und nach eigener Aussage für das ZDF, den Bayerischen Rundfunk, die FAZ und andere tätig. Da Sie außerdem nahe dem Einkaufszentrum wohnen, in dem sich der Münchner Amoklauf abspielte, berichteten Sie darüber stundenlang live für BBC World und Deutsche Welle TV. Hernach versuchten Sie sich in Selbstkritik, die der Rest Ihrer Branche ganz toll fand, und zu Ihrer allseits schulterbeklopften Sichtweise gehört auch folgendes Schnipselchen Selbstmitleid: »Man steht da plötzlich mehr oder weniger unvorbereitet, und Radio- und TV-Stationen aus der ganzen Welt wollen von dir im Minutentakt etwas Neues haben. Ernsthaft hätte ich nicht mehr sagen können außer: Es gab eine Schießerei, es gibt wohl Tote, nein, wir wissen nichts über den oder die Täter.« Ihre Schlußfolgerung: »Aber so kann man natürlich keine Live-Schalte bestreiten.«

Es ist, Jakubetz, natürlich ein bißchen sehr einfallslos zu schreiben, daß man mit der Wahrheit hierzulande die Medien nicht beglücken kann. Aber nett, daß Sie es als Live-Schalten-Profi noch mal bestätigen. Machen Sie es aber bloß weiterhin wie Ihre Kollegen: Halten Sie sich auf keinen Fall an diese Erkenntnis.

Empfehlen Ihnen Ihre Karriereberater von der Titanic

Staatsanwaltschaft Krefeld!

Nachdem drei Patienten nach der Behandlung in einer »alternativen Krebsklinik« im nordrhein-westfälischen Brüggen-Bracht unter bisher ungeklärten Umständen verstorben sind, ermittelst Du nun, ob eine natürliche Todesursache vorliegt. Da können wir nur konstatieren: Na klar, es war schließlich eine Naturheilpraxis.

Sachdienlicher Hinweis von Titanic

Oskar Lafontaine, Genosse!

Eigentlich hatten wir Sie längst abgeschrieben. Doch wie wir hörten, möchten Sie bei der saarländischen Landtagswahl 2017 wieder als Spitzenkandidat antreten, um Flüchtlinge an der Einreise zu hindern, den Bau von Windrädern zu stoppen und was Ihrer AfD, pardon, Linken halt noch so auf der Galle liegt.

Wir fragen uns nun, wo dieser Vitalitätsschub herrührt. Ist es die Ehe mit der um ein Vierteljahrhundert jüngeren Sahra Wagenknecht, die Sie solche Pläne schmieden läßt? Müssen wir dann womöglich auch mit einer Neukandidatur Helmut Kohls für die Kanzlerschaft rechnen? Welchen irren Move planen Sie, Lafontaine, als nächstes? Als Autor von »Das Herz schlägt links« und weiterer Pamphlete können Sie uns die Antworten doch einfach in ein neues Buch schreiben. Wir schenken Ihnen sogar einen Titel dafür: »Das Herz schlägt nicht mehr«. Und etwas Beeilung bitte, sonst übernehmen wir das Ghostwriting! Titanic

Si tacuisses, Mario Barth,

dann wären Sie zwar kein Philosoph geblieben, aber auch nicht der hirnlahme Meinungsdilettant, der »Natzi« schreibt und »Publizist« mit »Populist« verwechselt. Doch wenn Sie angesichts diverser Menschen, die diverse andere Menschen töten, weiter in Ihr Facebook stammeln »Ich versteh die Welt momentan nicht!!!« – was soll an diesem Satz falsch sein? Außer in Ihrem Fall vielleicht das Wort »momentan«?

Aber als Dauerdummi wissen <br/> Sie immerhin instinktiv, was in dieser schon immer unverständlichen Welt nicht nur momentan das Beste für Sie wäre und für unsereins sowieso: »Ich weiß ich bin für Comedy zuständig. Ich werde immer wieder gefragt, ob es auch andere Momente gibt. Ja, dieser!!! Ich bin sprachlos.«

Und würden Sie jetzt ein paar weitere Momente, Monate und Jahre sprachlos bleiben, dann hätte selbst der übliche Weltenhorror sein Gutes.

Vastehste? Vastehste? Titanic

Glückwunsch und Umarmung, Petra Hinz (SPD)!

Als einfache Bundestagsabgeordnete aus Essen sind Sie für viele Menschen zum Vorbild geworden. Sie haben allen Unterprivilegierten gezeigt, daß man in der Partei der kleinen Leute mit den großen Ambitionen auch ohne Abitur und akademischen Abschluß eine glänzende Karriere hinlegen kann. Daß man kein juristisch gebildeter CDU-/CSU-Abgeordneter sein muß, um seine Mitarbeiter nach Herzenslust und Gutsherrenart zu schurigeln. Und daß man, wenn die grandiose Köpenickiade dann leider aufgeflogen ist, die albernen Ultimaten von irgendwelchen SPD-Granden zum sofortigen Mandatsverzicht selbstverständlich folgenlos verstreichen lassen kann, wenn man nur die innere Größe besitzt, diese Herren so lächerlich aussehen zu lassen, wie sie es nun einmal sind.

Uns wundert nur, Frau Hinz, daß Sie sich trotz dieser enormen Lebensleistungen so bescheiden gegeben haben. Abtauchen, die monatlichen Diäten weiterkassieren und einfach nichts von sich hören lassen? Also eigentlich wie ein ganz normales SPD-MdB!

Wie ein solches hätten Sie jedoch auch bis 2017 durchhalten können, finden wir, zumindest wenn Sie weiterhin keinen Mucks von sich gegeben hätten. Aber denken Sie dran: Spätestens zum Ende der Legislaturperiode hätten die Wähler dann doch ein Lebenszeichen erwartet, irgendein lautstarkes Bekenntnis zu den drei ehernen sozialdemokratischen Prinzipien Opportunismus, Klassenverrat und ganz besonders große Dämlichkeit.

In dieser Hinsicht vollends zufrieden mit Ihnen: die kleinen Leute von Titanic

Sie, Andreas Bialas,

sind nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter und Mitglied des, doch, der heißt wirklich so: »Silvesternacht 2015-Untersuchungsausschusses«. Auf die Frage der Wuppertaler Rundschau, welche Lehren Polizei und Landesregierung aus den damaligen Vorgängen am Kölner Hauptbahnhof ziehen würden, antworteten Sie: »Köln ist hier bei uns in NRW passiert. Deswegen sollten wir beweisen: Wir haben daraus gelernt und gehen das jetzt an.«

Wir möchten nachbohren: Was haben Sie konkret geplant? Die Verhaftung und Enteignung aller am Bau der Stadt tatbeteiligten Architekten? Die Einrichtung einer Sonderkommission »Organisiertes Verbrechen« gegen den Kölschen Klüngel? Standgerichte für die Bierpanscher? Die Sprengung des Musical Domes? Eine Ausgangssperre zwischen 11. November und Aschermittwoch? Erschießung von BAP, den Höhnern und den Bläck Fööss? Reparationszahlungen für drei Jahrzehnte RTL? Aufteilung des Stadtgebiets zwischen Bonn, Hürth, Bergisch-Gladbach, Leverkusen und Dormagen?

Nähme dafür Wartezeiten am Checkpoint Schäl wirklich gerne in Kauf: Titanic

Schnellrenner Usain Bolt!

Sie blieben der olympischen Eröffnungsfeier mit der schönen Begründung fern: »Ich bin zu faul und unmotiviert.« Und so macht die Phrase vom Sportler als Vorbild doch endlich mal Sinn.

Es danken: die Couchpotatoes von Titanic

»

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Das schreiben die anderen
  • 26.09.:

    Bei Arte im Portrait: Ex-TITANIC-Chef und PARTEI-EU-Abgeordneter Martin Sonneborn.

Titanic unterwegs
28.09.2016 Hanau, Café des Vereins Lebensgestaltung
  Thomas Gsella
28.09.2016 Wiesbaden, Gemeindezentrum
  Gerhard Henschel
29.09.2016 Sassnitz, Grundtvighaus
  Max Goldt
29.09.2016 Madrid, Cafeteria der Deutschen Schule
  Thomas Gsella

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Briefe an die Leser

 Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

 Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

 Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

 Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

 ARD- und NDR-Moderator Alexander Bommes!

Vom Tagesspiegel gefragt, was Sie von Millionengagen für prominente Ex-Sportler als Kommentatoren im Fernsehen halten und ob Sie selbst schon Millionär seien, sagten Sie: »Wer die Besten haben will, der muß auch etwas dafür bezahlen. Und wenn man die Besten hat, könnte man ja auch stolz darauf sein, wie wäre es damit?« Was ja bedeutet, daß Sie umsonst arbeiten und niemand stolz auf Sie ist!

So viel Ehrlichkeit hätte Ihnen nicht mal für Millionen zugetraut

Ihre Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch

 Beim Beobachten der Jugend

Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat.

Wolfgang Beck

 Erfassung

Jetzt mal bitte alle die Hände hoch, die nicht gerne an Umfragen teilnehmen.

Ernst Jordan