Ihr Musical läuft nicht, Sting?

Obwohl Sie doch mit dem Verfassen Ihrer neuesten Weltheilungs-schmonzette »The Last Ship«, was ja bedauerlich genug ist, »eine jahrelange Schreibblockade bewältigt« haben? Aber vielleicht war diese Blockade ja noch gar nicht richtig vorbei, Sting! Und Sie Blockhead haben trotzdem einfach immer wieder den leeren Zettel mit bedeutsamen Hohlheiten vollgeschrieben! Wie es bei Ihnen eigentlich immer in den vergangenen, verquasten Lehrerweisheitsjahrzehnten ohne Police der Fall war. Und die einzige Rettung vor Ihnen, Sting, und vielleicht ja auch für Sie selbst, die haben Sie doch ebenfalls schon so herrlich sinnfrei besungen: »What might save us, me and you / Is if the Russians love their children too.«

Würde sich dafür sogar von Putin adoptieren lassen: Titanic

Labas, liebe Litauer!

Ein paar von Euch haben in Eurer Hauptstadt Vilnius zum Abschied von der Landeswährung Litas, die dem Euro weichen muß, eine Pyramide aus einer Million Münzen aufgeschichtet. Dieses silberne Ding ist ganze 113 Zentimeter in die Höhe gewachsen und entspricht 2900 Euro. Zu mehr, Litauer, reichte offenbar das Kleingeld nicht, was?

Läßt es vergnügt in der Hosentasche klimpern: Titanic

Hochverehrte Beate Uhse AG!

Weil Werbung frei nach Karl Marx das Gleitmittel der kapitalistischen Produktionsweise ist, mußt Du Dich selbstverständlich überall damit breitmachen, etwa mit Plakaten in der Innenstadt und Banderolen auf Bussen. »Verführung aus Leidenschaft« steht dann zum Beispiel am Heck des Gelenkbusses in Weiß auf Pink. Ein schöner Claim. Was aber soll dieser explodierende Stern mit der Inschrift »Zehn Prozent Rabatt«? Rabatt und Leidenschaft, Beate, wie soll das zusammenpassen? Wie Bus und Busen? Oder wie Auto und Erotik?

Fragt verschwenderisch grüßend Titanic

TV-Moderator Rudi Cerne!

Sie (»Aktenzeichen XY… ungelöst«) wären also gerne Polizeikommissar geworden, wie Sie dem »Hit Radio FFH« verrieten: »Ein Beruf mit Leidenschaft, das spüre ich immer wieder. Diese Menschen üben ihren Beruf aus Passion aus und werden nicht reich.« Das sollte allerdings kein Grund sein, verpaßten Lebenschancen nachzutrauern. Denn wie es ist, von zwielichtigen Typen aufs Glatteis geführt zu werden, vor lauter Arbeit ständig zu rotieren und sich trotzdem im Kreis zu drehen, weil am Ende die Russenmafia wieder die Nase vorn hat, das haben Sie als ehemaliger Eiskunstläufer doch zur Genüge kennengelernt.

Fährt lieber Schlitten: Titanic

Hoho, Gerhard Haase-Hindenberg!

Sie sind 61, Schauspieler, Regisseur und Autor. Für Ihr soeben erschienenes Buch »Sex im Kopf – Die erotischen Phantasien der Deutschen« haben Sie 1445 Frauen und Männer befragt. Im Zeitungsinterview klagten Sie: »Sexuelle Phantasien sind immer noch ein Tabu … Man muß seine Phantasien ja auch nicht unbedingt öffentlich ausbreiten. Aber so zu tun, als gäbe es sie überhaupt nicht, halte ich für sträflich in unserer sexualisierten Zeit. Phantasien sind Teil unserer Persönlichkeit.« Haase-Hindenberg, was Sie nicht sagen! Wo alle lauthals bestreiten, daß es sexuelle Phantasien gibt. Wissen Sie was: Alle paar Jahre kommt einer auf die Idee, mal wieder was über die erotischen Phantasien der Deutschen in die Öffentlichkeit zu stemmen. Und Sie sind der Phantasten einer!

Gähnend gratuliert: Titanic

Und, äh, »Stern.de«,

zum Thema Sterbehilfe ausgerechnet Laura Himmelreich kommentieren zu lassen, finden dann doch unnötig frivol:

die Höllenhunde auf der Titanic

Sie, Jonathan Meese,

sollten 2016 bei den Wagner-Festspielen den Parsifal inszenieren, wurden aber entlassen. Unschüchtern wie man Sie kennt, haben Sie sich daraufhin im Spiegel gegen den »vorgeschobenen« Kündigungsgrund gewehrt, die Kosten für Kostüme und Bühnenbild seien aus dem Ruder gelaufen, wie auch allgemein gegen die dort herrschenden »verlogenen und zynischen« Zustände. Einmal in Schwung, wußten Sie sogar noch eins draufzusetzen: »Die Strippenzieher in Bayreuth stehen nicht auf der Bühne, sondern dahinter. Die sichtbaren Personen sind nur Marionetten und nicht entscheidungsfähig.«

Ach, Meese, daß die Marionettenspieler hinter oder über, aber jedenfalls nie auf der Bühne zu sehen sind, das weiß doch eigentlich jeder. Jeder – außer einem aus dem Handpuppentheater herübergewechselten Kasperl wie Ihnen.

Polizei, Polizei: Tri-tra-nic

So so, Robert Bachofer,

»die Bundeswehr braucht cleveren Nachwuchs. Aber wie läßt der sich begeistern?« fragten Sie auf Stern.de und leiteten damit einen »Selbstversuch« in Ursula von der Leyens neuem Bundeswehr-Showroom in Berlin ein. Dort wollten Sie sich gleich eine Uniform verpassen lassen, weil Sie sich als Politikwissenschaftler bestens für die Stelle als »interkultureller Einsatzberater» in Afghanistan ausgebildet fühlten. Aber nicht mal eine E-Mail-Adresse fürs Bewerbungsschreiben fanden Sie. Hat man Worte? Sie, Bachofer, leider ja: »Für mich macht das so viel Sinn, wie wenn ich beim Stern mit Tinte und Feder schreiben müßte. Wer sich bei der Bundeswehr bewirbt, muß sich vom Showroom über das Karriere- zum Assessmentcenter durchschlagen, nur um zu erfahren, wo er seine Bewerbungsunterlagen hinschicken soll. Und wird abgeschreckt von schleppender Kommunikation und bürokratischen Strukturen. Ist es das, wonach junge Akademiker suchen? Ich jedenfalls nicht.« Schlimm, schlimm. Es sei Ihnen, Bachofer, daher noch kurz zugebrüllt: Womit immer Sie auch schreiben, mit Sinn wird das nichts zu tun haben. Denn glauben Sie ernsthaft, daß die Bundeswehr scharf auf Leute ist, denen schon die Suche nach einer Bewerbungsadresse zu anstrengend für die Akademikerseele ist? Womöglich ist es Ihnen sogar zu kompliziert, sich erschießen zu lassen oder einen Feind abzuknallen?

Ihre Antworten bitte einfach in eine Pistolenkugel ritzen, befiehlt Titanic

Shoshana Roberts (24), US-Schauspielerin!

Als Sie für ein später bei Youtube bekanntgewordenes Experiment zehn Stunden durch New York spazierten, seien Sie mehr als 100 mal von Männern angemacht worden. Das sind zehn pro Stunde, alle sechs Minuten einer. Und, Roberts, die ganze restliche Zeit hat sich kein Mensch für Sie interessiert?

Beileid von Titanic

Hallo, Clueso!

Du hast kürzlich gesagt: »Das Internet sollte man benutzen können wie einen Toaster. Wenn man es nicht mehr braucht, macht man es aus.« Da hast Du vielleicht recht, Clueso. Aber man sollte das Internet auch benutzen können wie eine Kaffeemaschine: Wenn man es nicht mehr braucht, legt man den Hörer auf. Und nicht zu vergessen, Clueso, natürlich auch wie ein Abspielgerät voller Musik von Dir: sofort in ein tiefes Gewässer werfen, mit einem Bulldozer drüberfahren, die Reste gründlich abfackeln.

Hoffentlich ist der Toast bei Dir mittlerweile von selbst hochgesprungen. Den Ausschaltknopf von Deinem Internet zeigt Dir dann demnächst: Titanic

Daß Du, Aldi Süd,

die rot-weiß-gelben Tuben mit dem Düsseldorfer Löwensenf in seiner einzig akzeptablen Sorte klammheimlich wieder aus dem Sortiment genommen hast, verurteilen wir, und zwar mangels Alternative, aufs mittelschärfste!

Deine Gourmets von der Titanic

Hey James Franco!

Wie echt sexy wir sind, wollten wir eigentlich schon lange mal wissen (»Hey Girls, wißt ihr eigentlich, wie echt sexy ihr seid?«), vor allem natürlich von so einem Allroundsexyboy wie Dir, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent, Academy-Award-Moderator 2011 und seit neuestem eben auch Blubberlutsch-Aspartam-Testimonial. Gut also, daß Du versprochen hast: »Ich sag’s euch auf coke-light.de.«

Wir also nix wie hin, die Nutzungsbestimmungen angeklickt, und schon erscheint ein wie echt personalisiertes James-Franco-Kompliment: »Hey Elisa, du parkst besser ein als jeder Mann. Und dabei singst du auch noch. Auf dich!« Äh, danke! Aber ist das denn, lieber James Franco, überhaupt noch »echt sexy«? Oder schon eher echt sexistisch? Oder heißt das heute einfach »wie echt sexy«?

Das fragen dich, vor lauter Coke ganz light im Kopf, deine Girls von der Titanic

Schnattertante Barbara Schöneberger!

Sie sind zu einer Einsicht gelangt, die Sie gleich an das Diskretionsmedium Bunte.de weitergaben: »Ich möchte nichts mehr einfach so daherplappern, sondern mir immer bewußt sein, was für Folgen mein Reden haben kann.« Das ist löblich, Frau Schöneberger. Uns würde nur interessieren: Hatte von dem, was Sie im Laufe Ihres Lebens so sagten, schon jemals etwas Folgen?

Wenn Sie’s uns verraten möchten – bitte möglichst in einem Satz!

Danke: Titanic

Ach, Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz!

Wir freuen uns ja immer wieder, was Deine Forscher so alles herausfinden. Etwa am Institut für Buchwissenschaft, über dessen neueste Erkenntnisse Du uns in einer Pressemitteilung informierst: »Zugang zu Kapital ist das größte Hindernis für Innovation in der europäischen Verlagsbranche.« Jetzt warten wir gespannt wie die Flitzebögen darauf, was da als nächstes kommt. Findet Dein Institut für Informatik heraus, daß Zugang zu Kapital das größte Hindernis für Innovation in der europäischen Informatikbranche ist? Oder das Institut für Wirtschaftspsychologie, daß Zugang zu Kapital das größte Hindernis für Innovation in europäischen Privathaushalten darstellt? Ach, das wüßtest Du auch gerne? Aber leider ist der Zugang zu Kapital das größte Hindernis für Deine weiteren Forschungen? Bleib trotzdem dran!

Pleite, aber innovativ: Titanic

Wertes Bundesinnenministerium!

Deine Idee, radikalen deutschen Islamisten den Personalausweis zu entziehen, damit sie nicht ausreisen und sich Terrormilizen im Ausland anschließen können, und ihn dann durch einen Islamisten-Sonderausweis ohne jede Ausreisegenehmigung zu ersetzen, ist mehr als großartig! Denn den zwingend nötigen Ersatzausweis erhalten die Tunichtgute erst auf Antrag bei der Bundesdruckerei, und zwar gegen eine Gebühr von zehn Euro bei Ersterstellung und jeweils sechs Euro bei zwei möglichen Verlängerungen. Dadurch wird dem ganzen Haß-Business total der Drive entzogen, denn wer einmal stundenlang im Warteraum eines deutschen Meldeamtes herumgestanden hat, hatte genügend Zeit, sich zu überlegen, ob 72 Jungfrauen das wirklich wert sind.

Im nächsten Schritt solltest Du aber unbedingt Anschlagsantragsformulare fürs Inland verfassen und zum Download bereitstellen, in die alle wichtigen Angaben zum Anschlagsziel eingetragen und die fristgerecht mindestens vierzehn Tage vor dem Anschlagstermin eingereicht werden müssen – Attentate sonntags zur Tatort-Zeit oder während Länderspielen sind selbstverständlich von vorneherein ausgeschlossen.

Amtsschimmel gegen Natterngezücht: 1:0 (nach Ausweisverlängerung)! Titanic

Gute Reise, Kai Diekmann!

Nachdem Sie von Ihrer Spionagetour ins kalifornische Silicon Valley in voller Tarnkleidung mit Nerdbrille, Räuberbart und Hoodie zurückgekehrt sind, hören wir voller Freude, daß Sie erneut auf große Schnüffelfahrt mit Ihrer Bande gehen. Diesmal allerdings nach Ostasien, offenbar zunächst Südkorea, wo schlitzohrige Volksverführer, denen Sie’s nachtun wollen, gerade mit den Smartphone-Massen den großen Online-Reibach machen.

Wie gestylt werden Sie wohl diesmal zurückkommen, Diekmann? Mit Reisstrohspitzhut und schütterem Zipfelschnäuzer? In Wickelschurz und Bambussandalen? Und: Kommen Sie überhaupt zurück?

Sie könnten uns andernfalls keine größere Freude machen. Titanic

Und aber apropos, Frau Göbel!

Wenn das zuständige Ministerium weiß: »Frauen bleiben trotz gleicher oder besserer Qualifizierung als Männer nach wie vor in Führungspositionen unterrepräsentiert« – ist das denn nicht auch irgendwie ein Verstoß gegen die Prinzipien der Marktwirtschaft? Und sind nicht Sie, Dame Göbel, der beste Beweis dafür, daß Qualifikation und Karriere viel zu oft viel zu wenig miteinander zu tun haben?

Fragen die Frauenminister auf der Titanic

Hallihallo, Frauen!

Ihr freut Euch, daß jetzt bald die Frauenquote kommt? Aber warum? Habt Ihr die Heike Göbel in der FAZ nicht gelesen? »Wer glaubt, daß das Land dadurch ›moderner‹ wird, wie der Bundesjustizminister behauptet, glaubt vermutlich auch, daß der Storch die Kinder bringt. Fakt ist, daß die Frauenquote ein Verstoß gegen die Prinzipien einer Marktwirtschaft ist, in der es nach Leistung gehen sollte, nicht nach Geschlecht – und in der diejenigen über das Personal entscheiden sollten, die das wirtschaftliche Risiko tragen.« Nämlich die Männer! Die ja eben deshalb an der Stelle sitzen, an der über Personal und Wirtschaftsrisiken entschieden wird, weil sie viel mehr leisten als Ihr! Und darum auch lieber Männer einstellen, weil die nicht immer bloß Nägel lackieren, Käffchen trinken und den Storch kommen lassen.

Ist nur logisch. Aber von Logik versteht Ihr als Frauen eben nicht so viel.

Stößchen! Titanic

Sag mal, »Bild«-Zeitung,

als wir, wie stets nur flüchtig, auf Deinem Online-Ableger den pseudo-empörten Artikel »So spähte der BND den Verlag Axel Springer aus« sahen und gleich daneben den Hinweis »So funktioniert der größte Puff Europas«, da fragten wir uns: Hast Du jetzt wirklich die gesamten Akten des Bundesnachrichtendienstes über Euch veröffentlicht? Euch ist auch nichts mehr heilig, was?

Pfff… Titanic

Bester Jürgen »Kloppo« Klopp!

Als Gesicht für Philips-Rasierer fassen Sie im aktuellen Werbespot in einem Satz zusammen, worum es doch letztlich bei uns allen geht: »Nur durch Perfektion kannst du Grenzen überschreiten.« Gänsehaut pur, Klopp! Da ist nichts inszeniert. Das ist fleischgewordene Haltung, die sich mit Ihrer schwachen Saison in Perfektion und der nahenden Grenzüberschreitung in die zweite Bundesliga auch auf dem Rasen den Weg bahnt. Gut, so sieht jetzt nicht gerade ein Sieger aus, aber zumindest Sie. Ein echter Kloppo eben, den jeder mal rasieren darf.

Es grüßen: Ihre Knipser von der Titanic

Haha, Briten!

Per Regierungsbeschluß sind in Euren heimisch produzierten Pornos ab sofort Praktiken wie Spanking, Caning und Fisting verboten. Auch vom Anpinkeln möchtet Ihr ab sofort verschont werden. Ist wohl nicht gerade Eure Cup of Pee, liebe Briten? Hihi! Und die weibliche Ejakulation? Nicht zu machen mit dem House of Cumshots, kicher! Facesitting? Der Erzbischof von Cunterbury ist dagegen! Hahaha! Und wer nicht gehorcht, bekommt eine Lehrstunde im Aggressive Whipping von Eurer Queen of Pain.

Jetzt total geil: Titanic

Kein Scherz, Campino!

Über Ihre eilfertige Tätigkeit als Betreuer einer Riege deutscher Topverdienerpopstars, die Kleinkonsumententaschengeld für noch ärmere Schweine irgendwo in Afrika einsammeln, möchten wir lieber schweigen, jedoch eine andere herzige Geschichte mit Ihnen kurz richtigstellen. Auf der CDU-Party nach der gewonnenen Wahl 2013 wurde zum Abtanzen auch die Tote-Hosen-Bumsballade »Tage wie diese« gespielt. Sie, Campino, empfanden dies in pflichtschuldiger Rebellion als »Beifall von der falschen Seite«. Doch dann klingelte bei Ihnen das Telefon, und Angela Merkel entschuldigte sich augenzwinkernd persönlich dafür, auf Ihrem Lied »rumgetrampelt« zu haben. Die Bundeskanzlerin herself! Wow. Dafür hat es sich doch gelohnt, Berufspunker zu werden.

Doch zuerst, so gestanden Sie tief erleichtert in der TV-Quasselbude »3 nach 9«, hätten Sie ja angenommen, es handele sich bei dem Anruf aus dem Bundeskanzleramt um einen Scherz des Satiremagazins TITANIC… Sie aufgeblasener Scherzkeks! Wir? Sie anrufen? Ihre Eitelkeit kennt wohl überhaupt keine Schamgrenzen mehr!

Nein, Campino, wir wollen es halten wie bisher: Rufen Sie uns nicht an – wir rufen Sie nicht an! Titanic

Liebenswerter Lidl!

Im Spielwarenkatalog zu Deinen »Weihnachts-Wochen« hast Du allerhand Plastikgedöns mit niedlichen Kindern in Szene gesetzt. Daß in Deiner heilen Warenwelt Jungs mit Autos und Mädchen mit rosa ausstaffierten Puppen spielen, hätten wir nicht anders erwartet. Schließlich kann man den kleinen Rotzlöffeln ihre Geschlechterrollen nicht früh genug beibiegen, damit sie später berechenbare Kunden und solide Systemstützen werden. Der »Ingenieur für Basteltechnik« z.B. ist ein kecker blonder Junge, der eines Tages hoffentlich den Ruf Deutschlands als Techniknation rettet. Im weiteren übertreibst Du es aber mit der kindlichen Prägung. Unter dem Titel »Kleine Talente ganz groß…« bewirbst Du als erstes einen Staubsauger, der »beiliegende Styroporkügelchen« aufsaugt, präsentiert von einem blonden Mädchen mit rosiger Haut. Damit haben wir noch kein Problem. Wenn die blöde Kuh später Styroporkügelchen auf den Boden kippt, saugt sie sie wenigsten selbst wieder weg! Das zweite talentfördernde Spielzeug stimmt uns jedoch nachdenklich: ein professioneller Putzwagen mit allem Drum und Dran, der eindeutig auf eine Karriere als Raumpfleger oder -pflegerin vorbereitet. Und wer darf den vorführen? Ein Junge mit hellbraunem Teint und schwarzem, krausen Haar. Ja, Lidl, zeig dieser fremdrassigen Brut, wo ihr Platz in diesem Land ist: am Wischmop! Oder willst Du etwas ganz anderes erzählen? Nämlich daß dieses Südländerpack gar nicht so dreckig ist wie allgemein angenommen?

Dann will nichts gesagt haben: Titanic

Sie wiederum, Petro Poroschenko,

waren in Ihrer Eigenschaft als Präsident der Ukraine (West) vor kurzem zu Besuch in der Slowakei und erklärten dabei unter Verweis auf gewisse historische Ereignisse: »Die Ukraine geht den Weg, den die Tschechoslowakei vor 25 Jahren eingeschlagen hat.« Will heißen, der ganze Beef mit Rußland war völlig überflüssig und der schiedlich-friedlichen Teilung Ihres Landes steht nichts mehr im Weg?

Dann gratuliert: das Friedensnobelpreiskomitee von Titanic

Außenminister Frank-Walter Steinmeier!

Das war hübsch, wie Sie bei der Verleihung der »Lead Award«-Pressepreise in Hamburg den anwesenden Journalisten mal ganz grundsätzlich das derzeitige Problem mit dem Journalismus erklärten: Konkurrenz durch das Internet, Verlust der Qualität, weglaufendes Publikum, aber wichtig bleibe er doch, der gute, alte Journalismus usw. Die Medienblase bekam hernach vor Aufregung ganz rote Bäckchen, weil Sie das so schön staatstragend und doch irgendwie kritisch hergesagt hatten. Interessant fanden wir aber, was Sie, Steinmeier, zu den Ursachen der »Glaubwürdigkeitskrise« sagten: »Die einfachste Erklärung wäre: Der Leser ist schuld, der ist halt dumm und frech. Der kapiert nicht, wie gut die Zeitungen sind. Aber mit dem Leser ist es wie mit dem Wähler. Man kann sich über ihn ärgern, aber man sollte ihn nicht ignorieren und am besten sehr ernst nehmen.« Das nennen wir mal eine subtile Leser-, Wähler-, gar Bürgerbeschimpfung! Denn Sie sagen damit ja nicht, daß der Leser nicht dumm sei, sondern nur, daß man ihn ernst nehmen müsse – wie dumm er auch immer sei. Und gemerkt hat’s wieder keiner von den stets aufgeregten Herren Qualitätsjournalisten. Kein Wunder, Steinmeier, daß Sie solche Leuchten für unverzichtbar halten.

Und schönen Gruß auch an den Redenschreiber! Ihre Titanic

Ach, Eric Bonse c/o »Taz«!

Als Europakorrespondent haben Sie in einem Leitartikel gestaunt: »Wie kann es sein, daß ein Mann an der Spitze der EU-Kommission steht, der jahrelang als Luxemburgs Regierungschef Steuervermeidung und Steuerflucht organisiert hat?«

Uns stellt sich in dem Zusammenhang just eine andere Frage. Wie kann es sein, daß derzeit im Knast sitzt und nicht zusammen mit Juncker an der Spitze der EU-Kommission steht: Uli Hoeneß?

Aber wir sind ja auch nicht naiv, sondern Titanic

Sie, Ekkehart Gurlitt,

sind der Großcousin des berühmten Gemäldemessies Cornelius Gurlitt und machten in der Frankfurter Rundschau einen Vorschlag, was mit dessen Sammlung passieren soll: »Temporär könnte ich mir noch eine Zwischennutzung mit einer Ausstellung auf dem unvollendeten Berliner Flughafen gut vorstellen. Dort fänden die Werke ausreichend Platz, um sie der Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen.« Wie die Weltöffentlichkeit ohne Flughafen in die Brandenburger Einöde kommen soll, ließen Sie zwar offen; ansonsten war das aber eine blendende Idee, die die Wörter »temporär« und »Zwischennutzung« gar nicht so unsinnig erscheinen läßt. Schließlich weiß jeder: Wenn irgendwo Kunst ausgestellt wird, geht es mit der Gentrifizierung erst richtig los. Dann wird gebaut, saniert und modernisiert, und ehe man sich’s versieht, steht da ein voll funktionstüchtiger Flughafen. Daß der Mehdorn darauf nicht von alleine gekommen ist, wundert

Ihre Fluglotsen von der Titanic

Liebe Fluggesellschaften!

Wie lange könnt Ihr angesichts der sich im freien Fall befindenden Treibstoffpreise eigentlich noch einen »Kerosinzuschlag« verlangen, ohne rot zu werden? Sehr lange? Dachten wir uns.

Kompliment von den Pokerfaces auf der Titanic

Ernährungsminister Christian Schmidt!

Um endlich bundesweit bekannt zu werden, stellten Sie sich den Fragen der Welt und sagten in Ihren Antworten so viele zaubrische Dinge, daß uns ganz warm ums Herz wurde. Eigentlich sollte es um eine Initiative zur Bekämpfung von Fettleibigkeit gehen – immerhin wiegen 52 Prozent der Deutschen zu viel. Zu diesen Übergewichtigen zählen aber auch Sie, weshalb Ihren Bekenntnissen etwas Verschämtes eignete, so wie gleich zu Beginn die geschraubte Antwort auf die Frage nach Ihrem BMI: »Mein Body-Mass-Index ist der Blick meiner Frau. Und die ist im Augenblick nur halb zufrieden (lacht). Ich muß einräumen, daß mich mein erstes Dreivierteljahr im neuen Amt nicht zu einer regelmäßigen Ernährung gebracht hat.« Wo nun die (dicke) Katze schon mal aus dem Sack war, konnten Sie prompt mit dem Ernährungstip des Jahres aufwarten: »Jedenfalls kann ich nur empfehlen, sich anders zu ernähren, als ich das im Moment mache. Man sollte regelmäßig essen und nicht tagsüber nichts und abends viel.« Sowie: »Ich setze meine Hoffnungen auf die Fastenzeit, die ich durchaus sehr ernst nehme. Und eines mache ich konsequent: Ich esse jeden Tag einen Apfel.«

Führen Sie uns nicht in Versuchung, Schmidt! Sondern bleiben Sie abschreckendes Beispiel, und ziehen Sie Ihre politische Diät konsequent durch: »Bevormundung lehne ich ab. Der freiheitliche Staat kann seine Bürger informieren, ihnen aber nicht die Entscheidung abnehmen, wie sie sich ernähren.« Beziehungsweise: »Wir müssen weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um Übergewicht und Adipositas zu bekämpfen.«

(Lacht): Titanic

Und huhu, Dieter Hallervorden!

Ihren Wechsel ins ernsthafte Fach betreiben Sie offenkundig mit Ernsthaftigkeit. Daher scheint es auf den ersten Blick schlüssig, daß Sie bei den Dreharbeiten zu Ihrem neuen Film »Honig im Kopf« mit Regisseur und Mithauptdarsteller Til Schweiger aneinandergeraten sind, weil dieser Sie in einer Szene pupsen lassen wollte.

Wenn Sie aber, Hallervorden, die vermutlich hinter Ihrer Weigerung stehende Befürchtung, damit in klamaukige Didi-Zeiten zurückzufallen, einmal hintanstellen, dann sollte Ihnen doch klar sein, daß das künstlerische Niveau jedes Films steigt, je weniger man Til Schweiger darin hören muß. Nutzen Sie also jede Gelegenheit, ihn zu übertönen, und knattern Sie, was das Zeug hält!

Fart pour l’art: Titanic

Heda, Haftbefehl!

Ob Du Dich geehrt fühlst, wurdest Du von der Taz gefragt. Geehrt, daß das Wort »Babo«, das durch Deinen Song »Chabos wissen, wer der Babo ist« Verbreitung fand, als Synonym für Anführer oder Boß zum Jugendwort des Jahres 2013 gewählt wurde. Du bejahtest, beschwertest Dich aber auch, daß nun Leute »auf den Zug« aufsprängen und Deine Urheberschaft leugneten: »Klar gibt es immer Schwarzfahrer, aber die werden irgendwann rausfliegen. Ich kann nur sagen: Ich bin der Zug!« Und was heißt das genau, Haftbefehl? Hältst Du etwa auch in jedem Kaff? Klebt Kaugummi unter Deinen Sitzen? Steigt bei Dir der mobile Brezelverkäufer in Kassel-Wilhelmshöhe zu? Oder bist Du vielleicht nur mal wieder wegen eines Oberleitungsschadens zum Stehen gekommen?

Wir kontrollieren gleich mal! Deine Zugbegleiter von Titanic

Recep Tayyip Erdoğan!

Sie sind der Ansicht, daß Gleichberechtigung von Frauen und Männern »gegen die Natur« ist. Und wissen Sie was? Sie haben recht! Angesichts des wirren Geschwätzes von Männern wie Ihnen sollten Männer viel weniger zu sagen haben als Frauen.

Kurzum: Schnauze!

Ihre Ungleichstellungsbeauftragten auf der Titanic

Gesundheit, Helmut Schmidt!

Im Gespräch mit Zeit-Chefredakteur di Lorenzo haben Sie eingeräumt, daß Sie während Ihrer Zeit als Bundeskanzler von 1974 bis 1982 »wahrscheinlich an die 100 mal besinnungslos vorgefunden worden« sind. Außerdem gaben Sie zu: »Ich bin nie wirklich ganz gesund gewesen.« Selbst schuld, Schmidt. Warum mußten Sie auch das gesundheitliche Risiko eingehen und in die SPD eintreten? Es heißt doch nicht umsonst: Eine SPD-Mitgliedschaft kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz. Und natürlich: Eine SPD-Mitgliedschaft fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu!

Man kann auch ohne Visionen mal zum Arzt gehen, findet Ihre Titanic

Bill Gates, alte Charity-Lady!

Das ist Ihnen also bei Ihrem jüngsten Engagement aufgefallen: »Wir sollten aus Ebola lernen: ob wir zu langsam waren, ob wir die richtigen Werkzeuge nutzen, ob wir die Daten aufmerksam beobachtet haben.«

Aber das hat doch schon bei Windows nicht funktioniert!

Warnen vermutlich vergeblich: Ihre Virenscanner von Titanic

 

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Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Oliver Maria Schmitt: "Anarchoshnitzel schrieen sie"Der Erfolgsautor und Ebenezer Scrooge der Zeitschrift Oliver Maria Schmitt pfeffert dir seinen kaum gealterten Punkroman »Anarchoshnitzel schrieen sie« ins Regal, du Versager!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Moses Wolff: "Der Wildbach Toni"Schnell wie eine Lawine, klar wie ein Sturzbach, sturzbetrunken wie ein bayerischer Viehhirte - so ist der Verstand dieses einzigartigen Bergphilosophen und Naturmenschen. Jahrelang als Après-Ski-Reporter für TITANIC Online tätig, wagt sich der Wildbach-Toni nun mit seinem ersten Roman aufs Feld der Heimatprosa. FAZ-Literaturchefin Felicitas von Lovenberg hat sich hierzu bisher nicht geäußert, ist aber sicher genauso begeistert wie auch sonst immer.Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
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Das schreiben die anderen
  • 24.01.:

    Die Nordwest-Zeitung über einen Auftritt der TITANIC-Boygroup in Oldenburg.

Titanic unterwegs
27.01.2015 Leipzig, Schaubühne Lindenfels
  Max Goldt
28.01.2015 Dresden, Staatsschauspiel Kleines Haus
  Max Goldt
22.02.2015 A-Krems, Karikaturmuseum
  Rudi Hurzlmeier
22.03.2015 Frankfurt, Caricatura Museum
  Kamagurka
Briefe an die Leser

 Ihr Musical läuft nicht, Sting?

Obwohl Sie doch mit dem Verfassen Ihrer neuesten Weltheilungs-schmonzette »The Last Ship«, was ja bedauerlich genug ist, »eine jahrelange Schreibblockade bewältigt« haben? Aber vielleicht war diese Blockade ja noch gar nicht richtig vorbei, Sting! Und Sie Blockhead haben trotzdem einfach immer wieder den leeren Zettel mit bedeutsamen Hohlheiten vollgeschrieben! Wie es bei Ihnen eigentlich immer in den vergangenen, verquasten Lehrerweisheitsjahrzehnten ohne Police der Fall war. Und die einzige Rettung vor Ihnen, Sting, und vielleicht ja auch für Sie selbst, die haben Sie doch ebenfalls schon so herrlich sinnfrei besungen: »What might save us, me and you / Is if the Russians love their children too.«

Würde sich dafür sogar von Putin adoptieren lassen: Titanic

 Labas, liebe Litauer!

Ein paar von Euch haben in Eurer Hauptstadt Vilnius zum Abschied von der Landeswährung Litas, die dem Euro weichen muß, eine Pyramide aus einer Million Münzen aufgeschichtet. Dieses silberne Ding ist ganze 113 Zentimeter in die Höhe gewachsen und entspricht 2900 Euro. Zu mehr, Litauer, reichte offenbar das Kleingeld nicht, was?

Läßt es vergnügt in der Hosentasche klimpern: Titanic

 Hochverehrte Beate Uhse AG!

Weil Werbung frei nach Karl Marx das Gleitmittel der kapitalistischen Produktionsweise ist, mußt Du Dich selbstverständlich überall damit breitmachen, etwa mit Plakaten in der Innenstadt und Banderolen auf Bussen. »Verführung aus Leidenschaft« steht dann zum Beispiel am Heck des Gelenkbusses in Weiß auf Pink. Ein schöner Claim. Was aber soll dieser explodierende Stern mit der Inschrift »Zehn Prozent Rabatt«? Rabatt und Leidenschaft, Beate, wie soll das zusammenpassen? Wie Bus und Busen? Oder wie Auto und Erotik?

Fragt verschwenderisch grüßend Titanic

 TV-Moderator Rudi Cerne!

Sie (»Aktenzeichen XY… ungelöst«) wären also gerne Polizeikommissar geworden, wie Sie dem »Hit Radio FFH« verrieten: »Ein Beruf mit Leidenschaft, das spüre ich immer wieder. Diese Menschen üben ihren Beruf aus Passion aus und werden nicht reich.« Das sollte allerdings kein Grund sein, verpaßten Lebenschancen nachzutrauern. Denn wie es ist, von zwielichtigen Typen aufs Glatteis geführt zu werden, vor lauter Arbeit ständig zu rotieren und sich trotzdem im Kreis zu drehen, weil am Ende die Russenmafia wieder die Nase vorn hat, das haben Sie als ehemaliger Eiskunstläufer doch zur Genüge kennengelernt.

Fährt lieber Schlitten: Titanic

 Hoho, Gerhard Haase-Hindenberg!

Sie sind 61, Schauspieler, Regisseur und Autor. Für Ihr soeben erschienenes Buch »Sex im Kopf – Die erotischen Phantasien der Deutschen« haben Sie 1445 Frauen und Männer befragt. Im Zeitungsinterview klagten Sie: »Sexuelle Phantasien sind immer noch ein Tabu … Man muß seine Phantasien ja auch nicht unbedingt öffentlich ausbreiten. Aber so zu tun, als gäbe es sie überhaupt nicht, halte ich für sträflich in unserer sexualisierten Zeit. Phantasien sind Teil unserer Persönlichkeit.« Haase-Hindenberg, was Sie nicht sagen! Wo alle lauthals bestreiten, daß es sexuelle Phantasien gibt. Wissen Sie was: Alle paar Jahre kommt einer auf die Idee, mal wieder was über die erotischen Phantasien der Deutschen in die Öffentlichkeit zu stemmen. Und Sie sind der Phantasten einer!

Gähnend gratuliert: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Uhrinstinkt

Nach dem letzten Routinebesuch beim Urologen telefonierte mich dieser gegen 3:45 Uhr morgens aus dem Schlaf. Völlig aufgelöst erzählte er wie im Fieberwahn, daß ich auf der Hut sein und schleunigst wiederkommen müsse, die Untersuchungsergebnisse könnten von Orchitis über Blasensteine bis hin zum Prostatakarzinom alles mögliche verheißen! Ich konnte ihn jedoch beruhigen und intuitiv die korrekte Diagnose stellen: klarer Fall von nächtlichem Warndrang.

Cornelius Oettle

 Zwei Vorsätze

Im neuen Jahr stehen zwei Vorhaben ganz dringend an: Ich werde mir meinen Zopf abschneiden lassen und etwas gegen meine Bierbrüste tun. Nicht noch mal soll mir beim Klogang in der Gaststätte die Tür zur Damentoilette aufgehalten werden.

Thorsten Mausehund

 Musikgeschmack

Im Bewegungsbad einer Reha-Klinik bemängelt eine junge Frau, daß dort außerhalb der Therapiezeiten keine Musik zu hören sei: Es könne gerne auch klassische Musik sein, sagt sie, Mozart oder Schiller. »Der Taucher würde passen«, kann ich mir gerade noch verkneifen zu sagen.

Uwe Geishendorf

 Literatur in der Drogerie

Wenn eine alte Frau am Regal lauthals sächselnd »Max Frisch, wo ist denn hier Max Frisch?« rätselt und schließlich zufrieden eine Packung »Colgate Max Fresh«-Zahnpasta aus dem Regal fingert, kommen nicht nur Kinder von Deutschlehrern ins Nachdenken. Erspart einem der Wettbewerb denn überhaupt nichts?

Adrian Schulz

 Vorwärts immer

Wenn man bei einem bekennenden Ostalgiker zu Besuch ist, kommt man früher oder später auf seinen Trabbi zu sprechen, mein Bekannter stellt da keine Ausnahme dar. Mit strahlenden Augen berichtete er mir von seiner letzten Fahrt auf der Autobahn, 100 km/h hätte Pupsi (tatsächlicher Kosename) locker halten können, mit Tempomat sei das gar kein Problem. Nun habe ich zwar einen gesunden Menschenverstand, aber keinen Schimmer von Autos. Leicht skeptisch fragte ich daher, ob Trabbis tatsächlich Tempomaten hätten, das kam mir nämlich etwas zu luxuriös und modern vor. Der Bekannte lachte nur und verneinte, er lege nur immer den Backstein vom Beifahrersitz aufs Gaspedal.

Ernst Jordan