Newsticker

Nur diese Kategorie anzeigen:Kurtchen Sahne Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (54)

(Was bisher geschah)

Kurtchen erschrak aufs neue, denn er fürchtete, der Anruf könne sich bereits auf den annoncierten Ausflug beziehen, schlimmer noch: Es könnte Petra selber sein, um ihr schriftlich unterbreitetes Angebot mündlich zu wiederho­len, ihm, Kurtchen, keine Ausflüchte und nicht mal mehr Bedenk­zeit zu las­sen, und zwei Halbsekunden lang prüfte Kurtchen, dem tatsächlich das Herz ein wenig in den Hals gerutscht war – wo ein aufgeregtes Herz nämlich hin­gehörte, was sollte es denn in der Hose –, ob er es hinbekäme und ertrüge, das Telefon einfach klingeln und den Anrufbeantworter über­nehmen zu las­sen, dergestalt Abstand zwischen sich und dem Rest des Tages zu bringen, mit dessen Planung und also unwiderruflicher Einhegung ein Anruf um die­se Uhrzeit garantiert zu tun hatte. Obwohl, Werbung, vielleicht war es dies­mal Werbung, und Kurtchen stand auf und hatte den Hörer schon in der Hand, als er auf dem Display PRIVAT las, Werbung war es also nicht, die Brüder kamen stets mit irgendwelchen 0800er-Nummern. Irritiert, zöger­te Kurtchen wieder, lauschte dem Klingeln oder ja eigentlich Düdeln und kam sich dabei so töricht vor, daß er vor Scham ganz reglos blieb. Das Düdeln wiederholte sich, brach ab, dann kam der Anrufbeantworter:

Dies ist der Anschluß von Kurt Sahne. Bitte Crème fraiche bei die Fische nach dem“, und dann piep. Dann Stille. Dann das übliche Besetztzei­chen. Nada.

Wie er das haßte. Schön, die Ansage auf dem Anrufbeantworter war, je nach Blickwinkel, entweder unverständlich oder schwachsinnig, aber eine bessere war ihm nie eingefallen, weil ihn derlei auch nicht mehr kümmerte und er in Sachen Alltagsoriginalität keinen Ehrgeiz mehr entwickelte. Das Porträtfoto für die neue Krankenkassenkarte hatte er neulich nach dem Aufstehen ge­macht, im Bademantel vor der Flurwand, einfach um nicht noch die dritte Mahnung zu kassieren – „Bitte senden Sie uns das Foto in zwei oder drei Wochen zurück“, das war dann wohl die repressive Toleranz bzw. das hätte es früher nicht gegeben: „Bitte melden Sie sich in zwei oder drei Wochen an der Front“ – und ohne einen Gedanken daran zu ver­schwenden, sich beim Arzt in Zukunft im Bademantel auszuweisen zu müs­sen; wenn er das Foto nicht eh zurückbekam, als unverwendbar. Auf seiner Bahncard hatte er, vor Jahren, mangels einer Digitalkamera einfach ein Foto von Dieter Thomas Heck untergebracht, der ihm entfernt ähnlich sah, und die Bahn kümmerte es nicht, sie schickte jedes Jahr eine neue Karte mit dem falschen Foto. Fred hatte es sogar mal mit einer Aufnahme von Hugo Egon Balder geschafft, dem er, wenigstens von der Seite, tatsächlich ein bißchen ähnelte. (wird fort­gesetzt)

Kategorie: Kurtchen Sahne



Eintrag versenden Newstickereintrag versenden…
Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

optionale Mitteilung an den Empfänger:

E-Mail-Adresse des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*
(mehrere Adressen durch Semikolon trennen, max. 10):

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Lange nichts von Ihnen gehört, Sigmar Gabriel!

In einem Stern-Interview, das mit Ihrem zauberhaften Zitat »Wir müssen Putin den Eisenfuß entgegenstellen« überschrieben war, sagten Sie noch allerlei anderes Zauberhaftes, unter anderem: »Krieg hat immer die Gefahr der Eskalation.«

Da hätten wir aber schon gerne das ein oder andere Beispiel erfahren. Zu was kann Krieg denn eskalieren? Zu diplomatischen Verstimmungen? Gegenseitigen Sanktionen? Peinlichem Anschweigen auf internationalen Kongressen? Sagen Sie’s uns, und vor allem Putin!

Eskaliert sonst vor Aufregung: Titanic

 Danke, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach,

für Deinen Gesetzesentwurf, der dem Apothekensterben mit »Apotheken light« begegnen will. Das Fehlen von Fachkräften durch Quereinsteiger/innen und ungelerntes Personal auszugleichen, ist eine klasse Idee. Das klappt bei unserem Schulsystem ja auch schon hervorragend!

Einschätzung Deiner Schmerzmittelexpert/innen von Titanic

 Jetzt, Husqvarna Group aus Stockholm,

ist der Groschen bei uns endlich gefallen: Du hast zuerst – siehe TITANIC 4/2024 – Deine Rasenmäher mit einem Softwareupdate versehen, das erlaubt, auf Deinen Höllenmaschinen den Egoshooter »Doom« zu spielen, und jetzt, wie heise.de nicht entgangen ist, mit einem weiteren nachgelegt, das eine »Victory Dance«-Funktion nachrüstet. Diese lässt, sobald die vom Nutzer eingestellte Lieblingsmannschaft ein Tor geschossen hat, die Mähroboter »eine Jubelbewegung hinlegen: Roboter, Tornado oder 180°-Drehung. Die jeweiligen Tänze sollen an die von Peter Crouch, Miroslav Klose und Cristiano Ronaldo erinnern, nachdem sie ein Tor geschossen hatten. Zusätzlich blinken die Lampen am Mähroboter und eine Fanfare wird abgespielt.«

Das ist doch alles nur Teil eines perfiden Racheplans, die Bewohner/innen derjenigen Länder mit Lärm zu terrorisieren, deren Fußballnationalmannschaften nicht wie die schwedische die Qualifikation für die Europameisterschaft 2024 verkackt haben!

Alle Lampen blinken tiefrot bei Titanic

 Bombe, Marie-Agnes Strack-Zimmermann,

was Sie als unangefochtene FDP-Dauerrednerin in der Bunten über Ihre Familie sagten: »Ich habe wunderbare Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder und den großartigsten Mann der Welt.« Schön, schön. Aber warum? Sind die alle bewaffnet?

Fragt sich mit erhobenen Händen

Ihre Titanic

 Chapeau, »Kicker«!

Die schwierige Trainersuche des FC Bayern sprachlich angemessen abzubilden, ist sicher auch keine leichte Aufgabe. Doch die von Dir entdeckte Lösung: »Jetzt, nachdem auch mit dem aktuellen Cheftrainer keine Einigung gefunden werden konnte, stehen Max Eberl und Christoph Freund nicht nur mit dem Rücken zur Wand. Es gibt eigentlich gar keine Wand mehr« überzeugt gerade im Kafka-Jahr.

Zumindest Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Letzte Runde

Nach einer Woche Kneipentour hat mich die Katze zu Hause vor verendete Tatsachen gestellt.

Alexander Grupe

 Klare Empfehlung

Dank der Paarberatung gelang es uns, unsere Beziehung gemeinsam sanft und behutsam in die Tonne zu legen anstatt zu kloppen.

Leo Riegel

 »This could have been Emaille«

Wenn mein Freund wieder einmal sein viel zu teures Porzellan-Geschirr auftischt.

Ronnie Zumbühl

 Dritter Weltkrieg?

Warum eigentlich nicht? Aller guten Dinge sind drei.

Dorthe Landschulz

 Morning Routine

Obst zum Frühstück ermöglicht einen gesunden Start in den Tag, aber wer keine Lust hat, sich schon morgens in die Küche zu stellen und Früchte zu schnippeln, dem empfehle ich stattdessen Snoozies.

Loreen Bauer

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom ICH«
18.08.2024 Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche Greser & Lenz: »Homo sapiens raus!«
01.09.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«