Newsticker

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Unter der Sonne

Ich erinnere mich noch ziemlich gut an diesen Mittwoch: Cherno Jobatey war noch Moderator im Morgenmagazin, Twitter noch nicht erfunden und meine Klassenkameraden und ich liefen uns gerade für den Sportunterricht warm. Uns beschäftigte eine bestimmte Sache, nämlich dass die Klettverschlussschuhe, Pullover und T-Shirts unserer Kindheit, die einfach nur ganz basic das Wort "US"  in rot, weiß und blau trugen, verschwunden waren. Merkwürdig! Was früher noch als Symbol für Power und Energy stand, war inzwischen von anderen Motiven verdrängt worden. "Vielleicht wird man ja irgendwann auch mal von den 'ehemaligen USA' sprechen so wie jetzt von der 'ehemaligen Sowjetunion'?" warf unser Klassenkamerad Ralle, der nicht gerade die hellste Leuchte unter der Sonne war, im Lauftempo ein. Ziemlich spannender Ansatz, dachte ich.

An diese Anekdote musste ich irgendwie häufiger denken, als zur letzten Bundestagswahl 2017 plötzlich dieses Meme aufkam, dass es Menschen in Deutschland gibt, die so jung sind, dass sie nie eine andere Bundeskanzlerin als Angela Merkel erlebt haben. Dieses Meme wurde plötzlich in jeder Radio-Morning-Show und Paneldiskussion gearbeitet, es faszinierte die Menschen so sehr, dass ich es manchmal in der Regionalbahn hörte. Ein schönes, geschmeidiges Shareable.

Diese Woche gab es auf der journalistischen Plattform T-Online.de, wo es vor allem um starke Meinungen und Videos geht, die auf meinem Huawei P10 Lite nie richtig laden, ein anderes Shareable, nämlich einen Text von Raphael Thelen, der Text heißt "Verdammt, die Welt geht unter". Darin geht es um den Klimawandel und dass es fünf nach 12 ist, aber auch um Ferienhäuser in Brandenburg und nachhaltige Hochzeitsfeiern mit lieben Freunden. Mit dem Text geschah genau das, womit man rechnen kann, wenn man einen Text mit solchen Features ins Internet hochlädt: Es wurde gescreenshotted, beschimpft, kommentiert, retweetet und angezeigt. Twitter hat getan, was Twitter tun muss. Ich fand das Opinion Piece vom Thelen wegen der genannten Features sehr lustig, aber es erinnerte mich auch an die beiden Anekdoten in den beiden Absätzen hier oben drüber: Was wäre eigentlich, wenn es das Klima, so wie wir es kennen, wirklich nicht mehr gibt? Wenn es plötzlich echt 2, 4 oder 10 Grad wärmer wird? Ich glaube, dem Klima ist egal, wie cool ein Text geschrieben ist.

Heute besonders nachdenklich: Dax Werner

 

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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

The circus is in town

In dieser Zeit des Jahres, die nur floskelstumpfe Seelen immer noch die Saure-Gurken-Zeit nennen, fraktalisiert sich in der Medienlandschaft – das ist die Welt, in der wir alle wohnen – jene Berufsgruppe, die wir auch niemals wieder als schreibende Zunft bezeichnen wollen: Ein Teil schreibt über Rockfestivals. Der andere Teil schreibt nicht über Rockfestivals. Der über Rockfestivals schreibende Teil hinwieder splittet sich in solche, die über die dort zu hörende Musik, sogenannte Acts, schreibt, und jenen Teil, der nicht über die dort zu hörende Musik, vielmehr über Chemietoilettenschlangen, Körperschmucktrends und Pfandsammeln als Lebensmodell schreibt. Die Musikschreibenden nun teilen sich auf in jene, die die dargebotene Musik ganz töfte (siehe auch: schnafte) finden und jene, die die dargebotene Musik nicht so töfte (siehe oben) finden. Hier unterscheiden wir wieder zwischen musikalischen und außermusikalischen Gründen wie unzureichender Instrumentenbeherrschung oder klanglicher Aussteuerung einerseits und Boykott- sowie Boykottboykottfragen andererseits. Verbleibender Zeilenraum kann dann mit sogenannten Setlists gefüllt werden, der Klassikwelt entlehnten Auflistungen der dargebotenen Musikstücke, welche auch dem rückwirkenden Wiedererkennen bei besagter unzureichender klanglicher Aussteuerung dienen. Und tief im Herzen nährt ein Gutteil der aufgrund der physikalischen Gegebenheiten dieser Welt parallel zu den Darbietenden (Acts, z. T. Stars) alternden Schreiber den Wunsch, man möge sie doch auch dieses Jahr wieder über das 'Sommerhaus der Stars' (RTL & anderswo) berichten lassen, da sie die vom heimischen Mediaset betrachtete Sendung in den Stand versetzt, zwischendurch die fest installierte Heimtoilette benutzen zu können.

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Life & Style mit Antonia Stille

Life: Auf dem Dixi-Klo sind wir alle gleich 

Hey Lebemänner, -frauen und alle, die welche werden möchten! Die wichtigste Saison des Jahres hat begonnen und ich spreche nicht von der Spargelsaison, die ist vorbei (für die besten Spargelrezepte folgt mir auf Pinterest). Nein, meine Lieben, ich meine natürlich die Festivalsaison. Für mich heißt es nämlich nicht Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sondern Festival – ja oder nein? Endlich wird die UE-Boom-Box durch brummende Bässe und babelmäßige Lautsprechertürme ersetzt, die einen vom Boden abheben und alle alltäglichen Sorgen vergessen lassen, wie zum Beispiel die Frage, welche Musik man heute hören soll. Vom Couch-Chiller zum Coachella! Falls der ein oder andere Geldbeutel zu klein für dafür ist: Mit crazy Veranstaltungen wie dem Emmendinger "I Em Music!" oder dem Drebberner "Freakquency Roundup" habe ich auch schon tolle Erfahrungen gemacht, denn die versprühen, abstrakt betrachtet, nahezu die gleichen Gute-Laune-Vibes. Und lokal und regional ist ja eh immer besser. Hauptsache, ich darf mit meinen Mädels das Tipi aufschlagen (Abenteuerfaktor), den Camping-Schaukelstuhl auspacken (Design & Komfort) und um 9 Uhr die erste Runde Bierpong mit 5,0er (Export) spielen. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich neben dem Dosenbier meine komplette körperliche Versorgung (Peeling, Nahrung etc.) für mehrere Wochen auf Glitzer, Staub und Glitzerstaub reduzieren kann, da ich und meine Körperöffnungen (insbesondere die Nasenlöcher, Zwinker) sowieso zu fünfzig Prozent aus geilem Gekrümel bestehen. An der Stelle möchte ich mich daher gerne öffentlich für ein Forschungsprojekt zum Thema Abbau von Mikroplastik im menschlichen Körper anbieten. Wir sind ja schließlich nicht nur zum Spaß hier …

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Inside TITANIC (4)

Indiskrete Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Ein Rail Trip mit Paula Irmschler.

Während ich noch auf dem Weg in die "Redi" bin, begehen die anderen Redakteur/innen schon längst ihren sinnvollen Tag. Sie wälzen Zeitungen, wechseln Windeln, waren bereits auf dem Markt oder in einer Ausstellung, haben schon wieder drei geniale Ideen für einen angespitzten Habeck-Titel gepitcht, einen alten Zeitungsheini auf Twitter beleidigt, mit einer herrlichen Aktion das deutsche Medienwesen vorgeführt und normal vorgeglüht.

Ich verpasse drei ICEs, weil ich in "Köllefornia" wohne und mich, neben solchen Wortwitzen, mit den "Launen" "unserer" "allseits" "geliebten" "Bahn" herumplagen muss, vom ÖPNV ganz zu schweigen. Im Zug kennt man mich schon. "Ah, da ist wieder die Satire-Pendlerin", sagen die Mitarbeiter/innen, halten mir ein Handtuch hin, mit dem ich mir den errannten Zu-spät-Schweiß vom Gesicht reibe, geben mir einen dreifachen Espresso in die Hand, nehmen sich dafür eigenständig einen Zehner aus meinem Portemonnaie, wollen mir ein ekelhaftes Ciabatta andrehen. Ja, sie lernen es nie. Süß. Ich schlüpfe in meine Flip-Flops, die am Sitz 64 des Wagens 21 im Stuhlnetz stecken, ziehe meinen Bademantel an, der oben im Gepäckfach liegt, mache mir eine Avocadomaske und lasse mir "Die Welt" kommen (lies: klaue sie aus der 1.Klasse (lies: lese in Wirklichkeit die "DB Mobil")). Jeden Morgen und jeden Abend immer das gleiche. Die ungeduschte, nur halb angezogene Ulknudel und die ordentlichen, beschäftigten Anzugtypen zwischen den Welten (Frankfurt, Montabaur, Limburg Süd, Siegburg/Bonn, Köln). Unsere Laptops berühren sich zärtlich, wir haben nichts gemeinsam als den Weg und das Ziel. Und fett bezahlten Comfort-Status.

Wenn ich dann mal ankomme, ist der Kaffee bereits weggetrunken und der Aschenbecher voll. Doch das Bier ... Ja, das hat genau die richtige Temperatur.

Tschüsseldorf!

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Land auf der Kippe

Liebe Leser*innen,

es ist wohl keine Übertreibung, wenn ich das, was sich mir heute Morgen im Livestream auf dem Bildschirm des Sony Vaio Laptops bot, eine historische Zäsur, einen Wendepunkt nenne: Im ARD-Morgenmagazin wurde eine Stunde nicht live gesendet, sondern eine Aufzeichnung der Stunde davor, "vom Band", wie Moderationsmaschine Sven Lorig um 6:59 MESZ trocken reinmoderierte. Der Grund: Im WDR-Gebäude am Appellhofplatz in Köln wurde nämlich heute Morgen gestreikt.

Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich krass. Und man muss vielleicht dazu erklären, dass ich seit meinem elften Lebensjahr ein Morgenmagazin-Ultra bin. Keine Tageszeitung, kein Radio und kein Twitter kreieren dieses angegeilte Infotainment-Gefühl, das sich bei mir im völlig wirren Durcheinander von müder Tagesschau-Schalte nach Hamburg zu Jens Riewa, zwanglosen Moderatoren-Jokes auf der Couch, dem kallharten Stehtisch-Interview mit Jörg Meuthen und der Garagentor-Werbung vor dem EM-Spezial-Sportblock mit Peter Großmann auf einem niederländischen Campingplatz im Moderations-Tandem mit Youri Moulder einstellt. Zwischendurch kommt Jochen Distelmeyer vorbei und singt ein Lied. Eine halbe Stunde MoMa aus Köln beim Kaffee und I am ready. Bis heute.

Denn die Zeichen, dass da was ins Wanken gerät, sind in letzter Zeit doch recht deutlich zu spüren. Erst kürzlich drehte eine Zuschauerin im Schwesterformat ZDF-Morgenmagazin frei und verwickelte Dunja Hayali live on air in eine Privat-Panel-Diskussion über journalistische Sorgfaltspflicht. Seitdem schwingt die Angst mit, auch bei mir als Zuschauer. Über jeder MAZ schwebt seither die Frage: Bei wem brennen gleich als nächstes die Sicherungen durch? Zerstört Wetterfee Donald Bäcker die Isobarenkarte, weil es ihm nach tausend Sendungen einfach mal reicht? Beleidigt Gesundheits-Experte Thomas Kurscheid gleich eine Zuschauerin am Telefon, weil wieder irgendwas mit den Rheumapflastern ist?

Wir wissen es nicht, doch eines scheint klar: Die Krise des Morgenmagazins ist weit mehr als ein DWDL-Thema, sie ist Metapher und Symptom zugleich für ein Land auf der Kippe.

Bleiben wir achtsam.

Ihr Dax Werner

 

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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

Das Lied im Grünen

Wenn uns in nicht einmal sechs Monaten die erste Rakete aus der Rotkäppchenflasche zischt, wird die DLRG auch für dieses Jahr eine Zahl tödlicher Badeunfälle vermelden, die zwischen 400 und 500 liegen dürfte, in großen Sommern (Rilke, Silsersee) mag die Zahl auch übertroffen werden. Wie immer werden es hauptsächlich Seen und Flüsse sein, die ein ums andere Mal aus glänzenden Zukünften vermischte Meldungen machen. Spontankrämpfe und Unterströmungen, Bier- und Wagemut, schläfrige Eltern und abfallende Ufer - so vielfältig die Gründe, so tragisch der Ausgang. 500 Ertrunkene, das ist, als kübelte die MS Europa irgendwo zwischen kleinen und großen Antillen all die Träger von Dinnerjackets und Abendroben über Bord, wo sie noch eine Weile mondbeschienen auf den Wellen trieben, während das gischtige Kielwasser mählich im Gleichschlag der Wellen aufgeht wie das kleiner werdende Schiff im Horizont. Gespenstisch aber auch die Badeseen: Döbel und Schlei streifen die rötlichen Beine, grünliche Ranken häkeln daran, Ungechlortheit schafft unhinterfragte Biotope. Ärger noch die gänzlich unbelebten Baggerlöcher, leere blaue Augen, die in den Himmel starren und in denen der einsame Schwimmer nur eine Wimper ist, mit einem Schlag verschwunden. Und doch nehmen jedes Jahr Ungezählte die kilometerlange Anfahrt auf sich, übersteigen Zäune, ignorieren Verbotsschilder, riskieren Ordnungsgelder, verzichten auf Toilette und Hotspot – für ein Leben ohne Badehosenzwang und Alkoholverbot, für ein paar warme Steine im Rücken und Käfer auf der Brust. Liebesgeschichten beginnen und enden hier. Es besteht Veranlassung zu der Annahme, dass nicht alle unglücklich werden. Drei gute Monate hat so ein Badesommer, und wenn's vier sind, so ist es herrlich gewesen. Zahlreich und doch erschöpflich sind unsere kleinen Fluchten. Gegen das Meer bleibt so ein Baggersee eine Träne im Getränkemarkt.

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Life & Style mit Antonia Stille

Style: Be the sock you want to rock! 

Alles Brause auf der Sommersause? Es ist heiß, ich sitze hier gerade auf meiner Dachterrasse in Palermo und überblicke die Stadt, die sich jenseits der Bastmauern meiner Gated Community (Airbnb) erstreckt. Es ist aber nicht zu HOT, um meine neueste modische Herzensentscheidung mit euch zu teilen. Das Thema: Fußbekleidung. Lang habe ich darüber nachgedacht, wie das richtige Sockenmodell für mich aussehen könnte. Denn Selbstliebe hört nicht an den Zehenzwischenräumen auf. Alpaka-Socken fielen natürlich direkt weg, denn ich bin Vegetarierin. Dann habe ich Strümpfe aus Seide ausprobiert. Die sind zwar rutschig und gehen schnell kaputt, aber dafür sind sie auch teuer und von nichts kommt nichts. Nachdem aber mein sechstes Paar Söckchen gerissen war, stand ich vor einem Dilemma: Gehe ich den einfachen Weg (barfuß) oder den richtigen (s.u.)? Jahrelang hatte ich mich gegen den Trend der sogenannten Motivsocken gewehrt. Für mich waren Leute, die Strümpfe mit kleinen, bunten Bildchen für eine originelle fashion choice halten, immer nur eins: Millennials, die verdammt dazu sind, Spießer zu werden. Erst kommen die geflügelten Avocados auf den Füßen, dann die Radtour über die Mecklenburgische Seenplatte und ehe man sich versieht, hat man eine Hausratversicherung abgeschlossen und die bunten Socken sind ein Relikt aus rebellischen Zeiten. Aber auch ich kann mal falsch liegen. Trend ist Trend und die Masse hat ja fast immer recht. Außerdem sind meine Follower digital und im real life heiß auf detailverliebte Hingucker. Also: Haut zeigen war gestern – ich zeige Strumpf! Und ich sollte mich wirklich mal um eine Hausratversicherung kümmern …

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Dein Kindersport-Angebot, Hannover 96,

bietet laut Deiner Webseite »Sport ohne Leistungsdruck«, seine Basis bestehe aus Spaß und der Entwicklung persönlicher und kognitiver Eigenschaften. Toll, das hätten wir von einem Verein aus dem Profifußball-Kapitalismus wie Dir gar nicht erwartet! Antizipiert, wie es im Kommentatoren-Sprech heißt, hätten wir eher Internate für Fußballtalente im Grundschulalter und Sportleistungskrippen für Hoffnungsträger ab drei Monaten.

Doch schon angesichts des Mottos der Abteilung stellt sich Ernüchterung ein: »Fördern und fordern«. Damit führst Du Deine Kindersport-Sparte unter dem gleichen Leitbild wie Hartz IV, das bekanntlich alles andere als »Arbeitslosengeld ohne Leistungsdruck« ist.

Aber, Hannover 96, wo sich der Vater von Hartz IV, Gerhard Schröder, vor einigen Monaten aus dem Verein zurückgezogen hat, um einem Ausschluss zuvorzukommen, wäre es da nicht an der Zeit für ein neues Motto?

Empfiehlt Dir ein paar Einheiten Denksport: Titanic

 Hut ab, »Star Insider«!

Unsere Aufmerksamkeit war Dir sicher, als Du Deinen Artikel »Kluge Köpfchen: Das sind die intelligentesten Promis« mit den Gesichtern von Rowan Atkinson, Emma Watson und nun ja … Wladimir Putin bebildertest.

Du scheinst ein wirklich erfrischend offenes Verständnis davon zu haben, was einen Promi zum Promi macht: Ob mit Grimassen schneiden oder Angriffskrieg führen, alle können es schaffen, wenn sie sich nur anstrengen und eben ein kluges Köpfchen sind. Das macht uns Mut!

Stets mit Köpfchen: Titanic

 Ihren Senf, Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin,

zum Umstand, dass Ihr 30 Jahre altes Pony Dolly offenbar von einem Wolf gerissen worden war, gaben Sie schon dazu, als das Tier noch nicht mal die Chance hatte, Wurst zu werden. »Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen von der Nachricht«, ließen Sie mitteilen. Klar, von dem Pony können Sie logischerweise nicht mehr mitgenommen werden.

Sendet Ihnen diese Nachricht mit dem Pony-Express: Titanic

 Namenloses australisches Känguru!

Du zeichnest für die erste tödliche Känguru-Attacke auf einen Menschen seit 85 Jahren verantwortlich: Dein 77jähriges Opfer hatte Dich offenbar illegalerweise als Haustier gehalten. Das darf man nur, wenn man eine spezielle Ausbildung nachweisen kann. Aber deswegen gleich töten? Hat der Mann Dich nicht artgerecht gehalten? Hat er verlangt, dass du neunmalkluge Sprüche, Binsenweisheiten und halbgare politische Witze von Dir gibst? Dich am Ende sogar verfilmen wollen?

Schön und gut, aber Gewalt sollte dennoch nicht die Lösung sein, findet Titanic

 Überrascht und beeindruckt, Porsche,

hat uns Deine ganzseitige Anzeige neulich in der Tageszeitung, ein echter Hingucker. In weißer Schrift auf einer abgedunkelten Fotocollage stand da »Sport ist eine Haltung. Sie ist das, was uns antreibt« und einige Nullsätze mehr, die in der Aussage gipfelten: »Denn wir sind«, und dann, in Riesenlettern: »SPORTMADE«.

Das ganze Blabla über dem schönen Wort »Sportmade« überlasen wir natürlich und dachten geradweg: »Ach, so nennen sie bei Porsche ihren wichtigsten Fürsprecher Christian Lindner?«

Macht die Fliege: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Für Facebook

Vorschlag eines tiefgründigen Denkspruchs für Tierärzte: Real eyes realize real lice.

Karl Franz

 Nicht nur für Cineasten

Um unprofessionelle Anschlussfehler zu vermeiden (»Mist, schon wieder eine Videokonferenz! Welches Hemd hatte ich heute Morgen an? Mit welchem Videofilter habe ich noch mal den Wäschehaufen im Hintergrund übermalt?« oder eben auch: »Huch, wieso sind Sie denn auf einmal nackt?«), könnte man direkt eine Continuity-Agentur für Heimarbeiter gründen. Schnapsidee oder innovatives Geschäftsmodell? Oder hatte ich das im letzten Meeting schon mal vorgeschlagen?

Alexander Grupe

 Künstliche Idiotie (KI)

Seit Youtube mir vor dem Abspielen meiner Suchanfrage »Give Peace a Chance – John Lennon« eine Werbung für den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr zeigte, mache ich mir keine Sorgen, dass intelligente Maschinen bald schon die Macht übernehmen. Außer das war bereits ein Anzeichen für Humor.

Jürgen Miedl

 Alttestamentarisch

Führende Theologen bestreiten, dass die Bibel Selbstjustiz rechtfertigt. Aber war nicht Moses im Grunde der Erste, der das Gesetz in die Hand nahm?

Wieland Schwanebeck

 Grüner Daumen

Manches im Leben fällt einem einfach in die Hände, z. B. ein umfallender Kaktus, während man morgens das Rollo hochzieht.

Ferri Bueller

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 05.09.:

    TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen spricht bei 1LIVE Stories vom WDR über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" und liest daraus vor (auch bei Spotify und sonstigen Podcast-Plattformen).

  • 02.09.:

    Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet über das aktuelle Editorial der neuen TITANIC-Intendantin Patricia Schlesinger.

  • 17.08.:

    DLF Kultur spricht mit Bernd Eilert über sein Buch »Meine Île de Ré«

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

Titanic unterwegs
08.10.2022 Baden-Baden, Kurhaus Max Goldt (mit einer Laudatio von Bernd Eilert)
08.10.2022 Köln, Klüngelpütz Ella Carina Werner
10.10.2022 Darmstadt, Centralstation Martin Sonneborn
11.10.2022 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Tucholsky-Gala