Newsticker

Nur diese Kategorie anzeigen:Meinung Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Inside TITANIC (28)

Intime Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Redakteurin Paula Irmschler über das geheime richtige Leben der Kollegen und wie das die Kreativität befruchtet.

Von dem was die Redaktionsmitglieder im Büro und daneben machen, haben wir in den vergangenen Folgen ja schon genug "gehört". Was viele jedoch nicht wissen: Es sind gar nicht immer alle da. Einige kommen nur sehr selten "mal kurz rein", auf manche wartet man ewig und von anderen kann man die "Fresse nun echt nicht mehr sehen" (anonymer Brief aus dem Kummerkasten).

Also, was passiert, bevor alle im Geschäft eintrudeln, was bringen sie mit, wo gehen sie nachher hin? Haben Sie noch weitere Jobs oder gar ein richtiges Leben? Was passiert "outside TITANIC"?

Es ist zum Beispiel so, dass die meisten TITANIC-Mitarbeiter nicht mal in Frankfurt oder gar in Deutschland wohnen. Ella Carina Werner verbringt den Großteil des Jahres auf einer Mallorca-Finca mit ihrer Frau und einigen Hunden. Ein paar Tage im Jahr kommt sie mit dem Privatflugzeug in die Redaktion "reingejettet" und bringt allerlei spanische Köstlichkeiten vorbei. Dann müssen wir erzählen, was wir wieder Verrücktes vorhaben und sie lacht über uns einfache Holzköpfe und sagt dann an, was wirklich Themen von Welt sind. Toll.

Martina Werner führt auch ein gutes Leben. Neben ihrer Layouttätigkeit, die sie "zum Abschalten" macht, führt sie eine erfolgreiche Whisky-Bar in Hamburg-Nord. Dort lässt sie schon lange nur noch für sich arbeiten und sich das Trinkgeld der Mitarbeiter schicken, um es direkt in die Kaffeekasse bei TITANIC zu werfen. Lieb!

Torsten Gaitzsch bringt von seinem Nebenjob das Intellektuelle mit. Er doziert als Professor an der Uni Gießen über "Primitive Witztechniken" und "Pferde" und verheimlicht dort seine Tätigkeiten beim Frankfurter Satiremagazin. Ein Hobby, das ihm mittlerweile Geld und Probleme bringt, ist das Fangen und Verkaufen von Wildvögeln an seiner Pendelwohnung in Sachsenhausen. Ein Verfahren läuft. Komische Gestalten besuchen uns neuerdings an der Redaktion und wollen Gaitzsch dringend sprechen. Er kommt schon länger nicht mehr.

Fabian Lichter und Moritz Hürtgen sind richtige Frankfurter und leben gemeinsam in einem linksradikalen Wohnprojekt in Offenbach. VoKü, Plena und Co-Parenting, das ist ihre Welt. Und das spürt man auch in den Konferenzen. "Mehr Haltung" fordern sie immer wieder im Einklang, diskutieren aber auch viel untereinander über Materialismus und Identitätspolitik, schneiden Artikel aus Zeitungen aus, die sie sich gegenseitig auf den Schreibtisch legen. Schade, aber auch ziemlich süß. Dauernd müssen sie auf irgendwelche Demos und tippen konspirative Nachrichten über den Messengerservice "Signal". Wenn sie erstmal in unser Alter kommen, werden sie schon sehen, wie schwer das mit der Weltrettung ist, aber auch wir brauchen die verrückten jungen Leute, warum nicht.

Über die anderen Redaktionsmitglieder werde ich irgendwann in einem zweiten Teil berichten, die muss ich erstmal auf einen gemeinsamen Kaffee "erwischen". Aber ich ahne da schon einiges … Stichwort Aktien (Hardy Burmeier), Hochzeitsband (Leo Riegel), Bauernhof in der Eiffel (Tom Hintner) und so weiter (Drogensucht). Ich selbst hingegen lebe nur für TITANIC und bin immer da.

Kategorie: Meinung



Eintrag versenden Newstickereintrag versenden…
Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

optionale Mitteilung an den Empfänger:

E-Mail-Adresse des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*
(mehrere Adressen durch Semikolon trennen, max. 10):

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ah, »Galileo«!

Über die Arbeit von Türsteher/innen berichtest Du: »Viele Frauen arbeiten sogar als Türsteherinnen«. Wir setzen noch einen drauf und behaupten: In dieser Branche sogar alle!

Schmeißen diese Erkenntnis einfach mal raus:

Deine Pointen-Bouncer von Titanic

 Eher unglaubwürdig, »dpa«,

erschien uns zunächst Deine Meldung, Volker Wissing habe nach dem tödlichen Busunglück auf der A9 bei Leipzig »den Opfern und Hinterbliebenen sein Beileid ausgesprochen«. Andererseits: Wer könnte die Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits noch erreichen, wenn nicht der Bundesverkehrsminister?

Tippt aufs Flugtaxi: Titanic

 Hoppla, Berliner Gefängnischefs!

Drei von Euch haben laut Tagesspiegel wegen eines Fehlers der schwarz-roten Regierungskoalition statt einer Gehaltserhöhung weniger Geld bekommen. Aber der Ausbruch von Geldnöten soll durch einen Nachtragshaushalt verhindert werden. Da ja die Freundschaft bekanntlich beim Geld endet: Habt Ihr drei beim Blick auf Eure Kontoauszüge mal kurz über eine Ersatzfreiheitsstrafe für die nachgedacht, die das verbrochen haben?

Wollte diese Idee nur mal in den Raum stellen: Titanic

 Grüß Gott, Businesspäpstin Diana zur Löwen!

Du verkaufst seit Neuestem einen »Anxiety Ring«, dessen »bewegliche Perlen« beim Stressabbau helfen sollen. Mal abgesehen davon, dass das einfach nur das hundertste Fummelspielzeug ist, kommen uns von ihren Nutzer/innen glorifizierte und zur Seelenerleichterung eingesetzte bewegliche Perlen an einer Kette verdächtig bekannt vor.

Ist für Dich natürlich super, denn auch wenn Du Deinen treuen Fans skrupellos das Geld aus der Tasche ziehst, in die Hölle kommst Du zumindest für diese Aktion sicher nicht.

Auch wenn dafür betet:

Deine Titanic

 Hello, Grant Shapps (britischer Verteidigungsminister)!

Eine düstere Zukunft haben Sie in einem Gastbeitrag für den Telegraph zum 75jährigen Bestehen der Nato skizziert. Sie sehen eine neue Vorkriegszeit gekommen, da sich derzeit Mächte wie China, Russland, Iran und Nordkorea verbündeten, um die westlichen Demokratien zu schwächen. Dagegen hülfen lediglich eine Stärkung des Militärbündnisses, die weitere Unterstützung der Ukraine und Investitionen in Rüstungsgüter und Munition. Eindringlich mahnten Sie: »Wir können uns nicht erlauben, Russisch Roulette mit unserer Zukunft zu spielen.«

Wir möchten aber zu bedenken geben, dass es beim Russisch Roulette umso besser fürs eigene Wohlergehen ist, je weniger Munition im Spiel ist und Patronen sich in der Trommel befinden.

Den Revolver überhaupt vom eigenen Kopf fernhalten, empfehlen Ihre Croupiers von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Tödliche Pilzgerichte (1/1)

Gefühlte Champignons.

Lukas Haberland

 Immerhin

Für mich das einzig Tröstliche an komplexen und schwer zugänglichen Themen wie etwa Quantenmechanik, Theodizee oder den Hilbertschen Problemen: Letztlich ist das alles keine Raketenwissenschaft.

Michael Ziegelwagner

 Gebt ihnen einen Lebenszyklus!

Künstliche Pflanzen täuschen mir immer gekonnter Natürlichkeit vor. Was ihnen da aber noch fehlt, ist die Fähigkeit zu verwelken. Mein Vorschlag: Plastikpflanzen in verschiedenen Welkstadien, damit man sich das Naserümpfen der Gäste erspart und weiterhin nur dafür belächelt wird, dass man alle seine Zöglinge sterben lässt.

Michael Höfler

 Nicht lustig, bloß komisch

Während ich früher schon ein kleines bisschen stolz darauf war, aus einer Nation zu stammen, die mit Loriot und Heinz Erhardt wahre Zen-Meister der Selbstironie hervorgebracht hat, hinterfrage ich meine humoristische Herkunft aufgrund diverser Alltagserfahrungen jetzt immer öfter mit Gedanken wie diesem: Möchte ich den Rest meines Lebens wirklich in einem Land verbringen, in dem man während seiner Mittagspause in ein Café geht, das vor der Tür vollmundig mit »leckerem Hunde-Eis« wirbt, und auf seine Bestellung »Zwei Kugeln Labrador und eine Kugel Schnauzer« statt des fest eingeplanten Lachers ein »RAUS HIER!« entgegengebrüllt bekommt?

Patric Hemgesberg

 Frage an die Brutschmarotzer-Ornithologie

Gibt es Kuckucke, die derart hinterhältig sind, dass sie ihre Eier anderen Kuckucken unterjubeln, damit die dann fremde Eier in fremde Nester legen?

Jürgen Miedl

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
23.05.2024 Bielefeld, Theaterlabor Max Goldt
24.05.2024 Dresden, Buchladen Tante Leuk Thomas Gsella
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler: »Die Dünen der Dänen«