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Was ein unpeinliches Gedicht benötigt

 

Worte, die mit Zweifel prassen

Lanzen gegen Lügen

Zeilen, die aufhorchen lassen

Und sich trotzdem fügen

Strophen, die ins Ganze fassen

Und sich nicht genügen

 

Denkfrüchte, die reiflich sind

Und doch überdauern

Leiden, die ausschweiflich sind

Weil sie in sich kauern

Bilder, die begreiflich sind

Nicht allein den Hauern

 

Statt Kitschiges und Putziges

Statt Glitschiges und Schmutziges

Nur Liebliches und Reinliches

 

Und statt von Minderen kreiert

Von mir höchstselber hingeschmiert:

Nur dann ist’s ein unpeinliches.