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Fabian Lichters Economy Class

Zwinkerzwonker

War "No Future!" einst der Slogan zur Verweigerungshaltung der Punks, der Jugend, lebt diese Haltung heute wohl in niemandem so konsequent weiter wie in den Laschets aller Couleur und ihrer Zielgruppe, denn es gibt eben noch genau die eine: die Wahlberechtigten Ü50. Jugend und die Aussicht, noch länger auf diesem Planeten weilen zu müssen, haben ihren Reiz eingebüßt. Wozu noch einmal jung sein wollen, wenn 60 das neue 16 ist und es besser ohnehin nicht wird?

Im Greisenparadies Deutschland, wo Institutionen von den Alten besetzt sind und Politik von und für Babyboomer gemacht wird, die sich selbst die Vorzüge der Jugend – leben, als ob es kein Morgen gäbe – angeeignet haben, ist jung sein längst kein Privileg mehr. Dazu gesellen sich nun auch die Emojis – ein weiteres Feld, das klammheimlich vom alten Eisen annektiert, wenn nicht instrumentalisiert wurde im freundlichen Entgegenkommen. Ein Händereichen einer aus der Zeit gefallenen Wirtschaftsweise, ein Zeichen an die Jungen, mitgemeint zu sein.

So darf sich die Jugend in einer Armee aus Social-Media-Managern, einer Schwundstufe der Werber, die sich in vorigen Generationen immerhin noch die Taschen vollmachen konnten mit ihrem stupiden Treiben, am Großen Ganzen noch ein wenig beteiligen und Bildchen setzen. Auf befristeter Basis versteht sich, denn heute ist Flexibilität gefragt. Vor allem bei den Jungen.

Die Ignoranz den nachfolgenden Generationen gegenüber ist schon sagenhaft. Ob man nun das Pech hat, als Kind in der Coronapolitik jenseits politischen Interesses zu stehen, oder als Heranwachsender mitansehen muss, wie alles weiter seinen gewohnten Gang geht, wider besseren Wissens. Man hört und sieht sie nicht, solange es sich nicht als crossmediale Wahlkampfveranstaltung ausschlachten lässt, um noch ein paar Erstwählerstimmen abzugreifen, die den Bock auch nicht fett machen (gerade einmal rund 13 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland sind unter 30 Jahre alt).

Im demographischen Verhängnis ist die Jugend dazu verdammt, weiter Kind zu bleiben, um eines Tages eine Maschinerie neu zu erfinden, die längst abgeschaltet gehört. Die frohe Botschaft von Altparteien, Energiekonzernen bis hin zur Grenzsicherung, die ihren Onlineauftritt nun eben zeitgemäß aufgehübscht haben: "Nimm's doch mit Humor". So zwinkert es der Generation zu, deren Lebensgrundlagen gerade in die Atmosphäre gejagt werden.




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Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Waaaas, Klaas Heufer-Umlauf?

Waaaas, Klaas Heufer-Umlauf?

»Nirgendwo, auf keiner Demo der Welt, ist die Stimme so laut wie in der Wahlkabine!« haben Sie zum Thema Europawahl im Podcast von Anne Will behauptet. Haben Sie Ihre Wahlstimme denn schon immer mündlich abgegeben? Und das auch Ihren Fans ans Herz gelegt? Das würde zumindest die niedrige deutsche Wahlbeteiligung auf EU-Ebene erklären!

Lauthals grüßt Titanic

 Eine Frage, »Redaktionsnetzwerk Deutschland« …

»Manche Abiturienten in Hessen machen womöglich absichtlich einige Rechtschreibfehler. Sie wollen beim Gendern ein Statement zu setzen« – und Du, RND? Wofür willst Du Dein Statement zu setzen?

Fragt absichtlich Titanic

 Grüezi, Berner Kantonalbank!

Du verfügst über eine Bilanzsumme von 39,9 Milliarden Franken und investierst einen Teil davon in eine Werbeagentur, die sich für Dich Ein-Wort-Slogans wie »Wohlatility« oder »Globewürdigkeit« ausdenkt.

Dabei handelt es sich wohl um den Versuch, den Jargon der internationalen Finanzwelt mit positiv besetzten und vertrauenerweckenden Begriffen zu verknüpfen. Aber warum hier aufhören? Es warten doch noch so viele mögliche Wortspiele! Wie wäre es zum Beispiel mit »Kumpeliance«, »Nett worth« oder »Boniständigkeit«?

Rechnung ist unterwegs von Deiner Titanic

 Sie, Daniela Behrens,

sind niedersächsische Innenministerin und machen sich gerade mit Ihren Maßnahmen bei den Ultras in norddeutschen Fußballstadien ziemlich unbeliebt. Aber auch Ihnen geht deren Zündeln gehörig auf die Nerven.

Wie aber, Frau Behrens, haben wir dann Ihre Aussage nach dem Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 zu verstehen? »Die Fantrennung hat gut funktioniert. Aber was wieder nicht gut funktioniert hat, ist der Pyro-Einsatz«, klagten Sie, und wir fragen uns seither: Woher dieser plötzliche Sinneswandel?

Erholen sich gerade vom letzten Knalltrauma:

Ihre Ultras von der Titanic

 Aber, aber, Michael Douglas!

Für Ihre Titelrolle in einer Serie über Benjamin Franklin hätten Sie zuerst »jede Menge Make-up- und Prothesen-Tests gemacht«, wie Sie der FAZ erzählten, »mit Doppelkinn, dickem Bauch und allem Drum und Dran«. Allerdings habe Ihnen das zu lange gedauert und auch die Vorstellung nicht behagt, acht Folgen unter der Maske versteckt zu sein: »Also haben wir entschieden, dass es auch ohne Makeup geht und ich die Rolle schlicht mit Schauspielerei ausfülle.« Aber, Douglas, warum sind Sie denn bei Ihren früheren Engagements nie auf die Idee gekommen?

Fragen

Ihre Cineast/innen von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gute Aussichten

Für mich ist es ganz wichtig, auch im Alter neugierig zu bleiben. Darum habe ich mir ein neues Kissen für mein Fensterbrett geleistet.

Uwe Becker

 Energievampir

Wie groß doch der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und dem auf dem Land ist, fiel mir wieder auf, als ich mit meiner Tante vom Hof telefonierte und wir uns über unsere Erschöpfung austauschten: Ich erklärte mir meine große Müdigkeit damit, dass ich den Tag zuvor in der Therapie eine neue Erkenntnis gewonnen hatte, gegen die ich mich aber noch sperre. Das verbrauche natürlich schon viel Energie, außerdem wolle sich mein Gehirn so wenig mit der neuen Erkenntnis beschäftigen, dass es lieber in die Schläfrigkeit flüchte. Sie wiederum begründete ihre Mattheit mit den Worten: »Ich glaube, mich hat was gebissen, das müde macht.«

Laura Brinkmann

 Frage an die bovine Orthopädie

Haben Buckelrinder überhaupt eine Chance, je die Haltungsform »Premium« zu erreichen?

Torsten Gaitzsch

 Verrücktes Kapitalismus-Experiment

Was würde wohl passieren, müssten alle Soldaten ihre Munition selbst bezahlen?

Katharina Greve

 Das Ende ist nah!

Wenn man aus dem radiologischen Zentrum kommt, fällt der Blick sogleich auf die gegenüberliegende Neuapostolische Kirche. Jesus überstrahlt eben doch alles.

Teresa Habild

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
18.08.2024 Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche Greser & Lenz: »Homo sapiens raus!«
01.09.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«
01.09.2024 Düsseldorf, Goethe-Museum Hans Traxler: »Traxler zeichnet Goethe«