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Das ahnungslose Portrait (48)

Kleopatra – was wir* über die alte Ägypterin wissen und was nicht

Das erste, was man über Kleopatra wissen muss: Man spricht sie nicht so aus. Nein, so auch nicht. Eigentlich kann man das heutzutage gar nicht mehr korrekt aussprechen, diese komischen Zeichen. Da helfen auch keine Wingdings beim Übersetzen. Die alte ägyptische Zunge ist tot. Und bleibt es auch.

Darum weiß man zwar viel über die "Brigitte Mira vom Nil" (Heinrich Schliemann), aber die Nuancen sind verloren gegangen. Wie war Kleopatra morgens drauf, wenn das Milchbad zu kalt war? Hatte sie manchmal Fleischreste in den Zahnzwischenräumen? Hätte sie auch Selbstmord begangen, wenn es damals schon "Bares für Rares" gegeben hatte? Man weiß es nicht.

Was man weiß: Pyramiden waren gar nicht so sehr ihr Ding. Aber ehrlich gesagt: Welche ernstzunehmenden Menschen mögen Pyramiden? Dieses Wüstenlego für Megalomane. Kleopatra jedenfalls nicht. Und darum kann man bei ihren Schwächen auch mal ein Horusauge zudrücken.

Folgende Schwächen waren Kleopatra wesenseigen bis zu ihrem Tod: Wollust, Geiz, Völlerei, Faulheit und Alkohol am Steuer ohne Führerschein. Doch man konnte ihr einfach nicht böse sein! Sonst wäre man sofort mit dem Tode bestraft worden, in ein Faß voller Krokodile geworfen, auf ein Rad mit 700 Aalen gespannt oder noch Schlimmeres ... Deshalb waren auch alle immer sehr lieb zu Kleopatra.

Ein Ägypterleben war damals unter ihrem Terror-Regime nichts wert, für zwei Kraniche bereits wurden ganze Familien an fremde Königreiche verkauft, als Hofnarren und Karnevalesen. Es war eine schreckliche Zeit, euer Opa kann euch dazu noch einiges erzählen, da er im Schützengraben damals Orientalistik studiert hat.

Ewiges Leben hingegen ist nur der Herrscherin selbst beschert, sie schnurchelt bis zum heutigen Tag in Essig und Öl einbalsamiert im Ägyptischen Museum Hattersheim und wartet dort im Depot (i.e. Dachboden) auf ihre Auferstehung. Eines Tages kommen nämlich die Aliens wieder auf die Erde und erwecken Kleopatra zu neuem Leben. Quelle: Youtube.

*Elias Hauck/ Tim Wolffffffff
Illustration: Leo Riegel




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Briefe an die Leser

 Ähm, »Radio Wuppertal«?

Vielleicht solltest Du aus Gründen der Motivationsförderung dem Online-Redakteur, der die Meldungen für Deine Internetseite abtippt, wenigstens Mindestlohn zahlen oder ihm ab und an eine warme Mahlzeit hinstellen. Denn sonst wird eine Überschrift wie »Messerangriff oder so in Unterbarmen« nicht die letzte ihrer Art gewesen sein.

Gut gemeinter Ratschlag oder so von Titanic

 Soso, Hendrik Wüst (CDU)!

Nachdem Kanzler Scholz angeregt hatte, Schwerverbrecher/innen auch nach Afghanistan abzuschieben, forderten Sie die Bundesregierung dazu auf, »in den sauren Apfel zu beißen« und baldigst mit den Taliban Kontakt aufzunehmen.

Smarter Move! Spitzen Sie also doch auf eine Kanzlerkandidatur? Stellen Sie sich vor, wie Scholz persönlich bei den Taliban vorspricht und wegen irgendeines kulturellen Fauxpas (Liedchen gepfiffen, Gattin nicht ausgepeitscht, Lyonerstückchen im Mundwinkel) ein Weilchen länger als geplant bei seinen Verhandlungspartnern bleiben darf? Und nur stückchenweise in seine Heimat entlassen wird? Wir möchten Ihnen aber natürlich keine gewissenlosen Gedanken unterstellen (außer jenen, Menschen einem islamistischen Folterregime überantworten zu wollen)!

Würde ungeachtet der Partei alle politischen Wüstlinge in die Wüste schicken: Titanic

 Liebe britische Fallschirmspringer/innen!

Bei der diesjährigen D-Day-Gedenkfeier habt Ihr die Landung in der Normandie nachgestellt. Wegen des Brexits musstet Ihr aber direkt im Anschluss zur Passkontrolle. Danach erst ging’s weiter zur Feier.

Jetzt wollten wir mal ganz lieb fragen, ob Ihr angesichts des ganzen Rechtsrucks in Europa beim nächsten Mal dann wieder auf solche Formalitäten verzichten und stattdessen Nazis abknallen könnt?

Mit ganz großen Augen: Titanic

 Easy, »Funk«!

In einem Instagram-Post zu den hohen Beliebtheitswerten der AfD unter Jugendlichen bringst Du es auf Deine gewohnt reflektierte Art auf den Punkt: »Manche jungen Leute haben sehr viel Angst vor Rechtsextremismus. Und gleichzeitig: Manche jungen Leute machen sich Sorgen vor einer ungebremsten Zuwanderung. Das heißt: Junge Menschen sind unterschiedlich. Manche sind eher links. Manche eher rechts. Surprised Pikachu Face.«

Und das muss man ja auch gar nicht immer gleich bewerten, sondern kann es erst mal einfach wertfrei wahrnehmen und anerkennen. Denn Menschen sind halt unterschiedlich und ihre Wahrnehmungen auch. Und es ist, nur so als Beispiel, genauso valide und gut, zu sagen, dass Funk eine wichtige Säule der demokratisch-freiheitlichen Meinungsbildung ist, wie die Aussage zu treffen, dass bei Dir ausschließlich jämmerlicher Arschkotzcontent produziert wird, den niemand braucht, weil die Leute, für die diese Posts gemacht sind, gar nicht existieren können, da sie einfach zu blöd zum Leben wären. Haben wir das richtig verstanden?

Fragendes Pikachu Face von Titanic

 Salām, »GMX«!

»Irans Präsident wird vermisst: Wer ist Ebrahim Raisi?« fragst Du, weswegen wiederum wir uns fragen: Wenn man nicht so richtig weiß, wer er ist, kann er dann überhaupt wirklich vermisst werden?

Sind bereit, mit dieser Pointe abzustürzen:

Deine Humorbruchpilot/innen von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Dritter Weltkrieg?

Warum eigentlich nicht? Aller guten Dinge sind drei.

Dorthe Landschulz

 Helmut Kohls Erbe

Endlich beginnen auch in unserem Viertel die Bauarbeiten für den Glasfaseranschluss. Bis es soweit ist, lässt die Leis ung des urzeitlich n Kupfe k bels a l rdi gs m hr de n je z wü sc n übr

Teresa Habild

 Große Schmerzen

Nachdem ich in den letzten Wochen für eine Hausarbeit historische Handschriften aufarbeiten musste, kann ich kleine Schnörkelschriften echt nicht mehr sehen. Ich habe ganz offensichtlich einen Minuskelkater.

Karl Franz

 Bilden Sie mal einen Satz mit »Hinduismus«

Absprachen zur Kindbetreuung,
manchmal sind sie Schall und Rauch bloß.
Beide in der Hand die Klinke:
»Wo willst hin du? Is mus auch los!«

Wieland Schwanebeck

 Letzte Runde

Nach einer Woche Kneipentour hat mich die Katze zu Hause vor verendete Tatsachen gestellt.

Alexander Grupe

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
17.07.2024 Singen, Gems Thomas Gsella
19.07.2024 Hohwacht, Sirenen-Festival Ella Carina Werner
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom ICH«