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Fragen und Antworten zur Wahl in Israel

Wer hat gewonnen?
Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht. Sowohl die rechten als auch die linken Parteien konnten etwa gleich viele Stimmen auf sich vereinen. Klar ist aber, daß die Hamas auch dieses Mal keine Mehrheit bekommen hat. Damit wird eine schnelle Lösung im Palästina-Israel-Konflikt weiter auf sich warten lassen.

Warum haben so viele Israelis wieder Netanjahu gewählt, obwohl sie sich in der Welt damit nur weiter unbeliebt machen?
In einer Demokratie kommt es immer wieder vor, daß sich die Wähler für einen Kandidaten entscheiden, von dem ihnen in der ausländischen Presse abgeraten wird. Das müssen sie dann eben ausbaden. Wir Deutschen sollten übrigens vorsichtig mit unseren Urteilen sein, schließlich haben wir uns in der Vergangenheit selbst einige Patzer geleistet, Sie wissen schon: Merkel, dieser Hitler, Helmut Schmidt...

Was sagen die Deutschen denn so?
Die Deutschen sind sehr besorgt um das Wohl der Israelis, wie man an dem allgemeinen Interesse an der Wahl ablesen kann. Unter Netanjahus Likud, so befürchtet man, wird sich die soziale Ungleichheit weiter verschärfen und höhere Bildung stärker von der Herkunft abhängen als bisher. Von Isaac Herzogs Zionistischer Union verspricht man sich mehr soziale Gerechtigkeit.

Wirklich?
Natürlich nicht! Die Deutschen interessieren sich nur für die Israelis, weil sie Juden sind. Netanjahu halten sie für einen kinderschlachtenden Kriegstreiber, der den Palästinensern ihr Land klaut, Isaac Herzog hingegen für jemanden, der übermorgen die Zweistaatenlösung aus seiner Kippa zaubert. Sonst noch Fragen?

Haben Sie noch einen dieser berühmten jüdischen Witze für uns?
Also gut: Gehen zwei Israelis zur Wahl. Fragt der eine: "Und, wen wirst wählen?" Sagt der: "Den Bibi." Sagt wieder der erste flehend: "Ja bist du denn verrückt, siehst du denn nicht, daß der mit den Palästinensern das gleiche macht, was die Nazis damals mit uns gemacht haben?" Antwortet der zweite seelenruhig: "Ja und? Hat's uns geschadet?"

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Fragen und Antworten zur Kopftransplantation

Ein italienischer Mediziner will eine Methode gefunden haben, um menschliche Köpfe transplantieren zu können. Zahlen das die Kassen?
Natürlich nicht. Es sei denn, ein Arzt attestiert Ihnen die absolute medizinische Notwendigkeit des Eingriffs.

Gibt es denn auch andere Gründe als medizinische?
Klar! Ästhetische zum Beispiel. Durch keine Diät und in keinem Fitnesscenter gelangen Sie so schnell zu Ihrem Traumkörper wie durch eine einfache Kopftransplantation. Geschlechtsumwandlungen? Ein Kinderspiel! Und stellen Sie sich erst mal andersrum die Möglichkeiten vor, sollten Sie sich einen fremden Kopf anoperieren lassen! Es gäbe keine gründlichere Methode, um gegen unschöne Falten, Tränensäcke oder Haarausfall vorzugehen. Regelmäßige Kopftransplantationen dieser Art ersetzten überdies lästige Friseur- oder Zahnarztbesuche. Aber auch unter finanziellen Gesichtspunkten kann ein solcher Eingriff Sinn ergeben. Für einen Banküberfall müßten Sie sich nicht einmal mehr maskieren.

Das klingt ja super! Aber ist das moralisch überhaupt vertretbar?
Keine Ahnung. Ist aber auch egal, schließlich stellen sich Fragen der Moral nur denjenigen, die nicht über die Mittel verfügen, moralisch fragwürdige Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Stimmt. Gibt es denn genügend Ärzte, die einen solchen Eingriff vornehmen können?

Nein. Wie so oft ist man auch hier auf internationale Fachkräfte angewiesen. Speziell im arabischen Raum ist man daher auf der Suche nach geeignetem Personal. Im Islamischen Staat soll sich ein gewisser Dr. Jihadi John wohl bereits ein beeindruckendes Renommee erarbeitet haben.

Ach, toll! Und woher stammen die Spenderkörper?
Das wird sich noch zeigen. Es bietet sich natürlich an, auf fitte und gut erhaltene Leichname zurückzugreifen. Alternativ eröffnet die Methode neue Möglichkeiten für Geisteswissenschaftler, Printjournalisten, FDP-Politiker und andere Arbeitslose und Suizidanten, sich wieder nützlich zu machen. Also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

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Fragen und Antworten zur Papstaudienz

Mein Nachbar hat mir von seinem Besuch bei Papst Franziskus in Rom erzählt. Kann denn jeder so eine Audienz beim Heiligen Vater bekommen, auch ich als Protestant?
Ja, klar. Alles, was Sie brauchen, ist: ein gültiger Personalausweis oder Reisepaß eines EU-Landes oder Gottesstaates, z.B. des IS-Kalifats oder der Islamischen Republik Iran, ein aktuelles Beichtzeugnis sowie eine einmalige Ablaß-, äh: Einlaßgebühr.

Wie genau läuft eine solche Audienz ab?
Sie fahren im vollklimatisierten Reisebus zusammen mit ein paar hundert anderen Vollidioten in eine große Halle, der Papst begrüßt Sie von einer großen Tribüne aus, murmelt etwas auf Latein und segnet Sie.

Tolle Sache, aber ich dachte da mehr an so ein Gespräch unter vier Augen, so wie mit der Frau Merkel neulich...
Ach, Sie meinen eine Privataudienz? Haha, nein, die bekommen nur wichtige Persönlichkeiten.

Und was bereden die dann so im kleinen Kreis?
Das geht alles streng nach Protokoll. Zunächst einmal laufen der Papst und sein Gast zu Orgelmusik so eine vormodern bewaffnete Schweizer Karnevalstruppe ab, dann geht es ins Audienzzimmer. Das ist zur Zeit der Fernsehraum im Gästehaus des Vatikan, wo der Papst bescheiden wohnt. Da gibt es oft Zoff, wenn irgendwelche pensionierten Kardinäle dort "Um Himmels Willen" gucken möchten. Der Papst verbeugt sich dann vor dem Gast, um seiner "tiefen Sorge" um die Lage in der Welt Ausdruck zu verleihen, oder man raucht zusammen eine in den Vatikanischen Gärten, und der Papst drückt damit seine "brennende Sorge" ob der Armut in der Welt aus. Das war's.

Dann ist das ja auch nicht viel besser als eine Massenaudienz.
Im Prinzip nein, nur, daß der Papst sich natürlich aus Termingründen dort meist gegen einen Judaslohn von einer verkleideten Nonne doublen läßt. Die muß sich wenigstens nicht rasieren, und das Herunterleiern irgendwelcher Begrüßungsformeln klingt ja eh identisch.

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Fragen und Antworten zur Gebäudedämmung

Ich wohne in einem Altbau mit sehr hohen Decken (fünf Meter) und denkmalgeschützter Fassade (Jugendstil). Nach Abschluß der Dämmarbeiten ist die Wohnfläche nur noch halb so groß wie vorher, trotzdem hat sich die Miete verdoppelt. Kann ich jetzt die Miete mindern?
Leider nein! Nach der 25. Änderung des "Gesetzes zum Schutze der Haus- und Grundeigentümer sowie sonstiger Besitzender" ist der Vermieter nach Durchführung solcher stark raumgreifenden Isolierungsmaßnahmen grundsätzlich berechtigt, die Kaltmiete nach der Kubikmeterzahl der Wohnung neu zu berechnen.

Seit Wochen leide ich nun schon unter dem Lärm, der mit den Wärmeschutzmaßnahmen an unserem Mehrfamilienhaus einhergeht. Bis wann dürfen die Arbeiten eigentlich betrieben werden?
Dämmarbeiten dürfen grundsätzlich nur von der Morgen- bis zur Abenddämmerung, bzw. von der Abend- bis zur Morgendämmerung erfolgen.

Während unseres Familienurlaubs hat unser Vermieter die Dämmarbeiten durchführen lassen und ist dabei wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen: Als wir aus dem Skiurlaub zurückkamen, waren sämtliche Fenster unserer Wohnung zugemauert. Ist so etwas zulässig?
Fenster und Türen sind die Schwachstellen bei der Isolierung, klar, daß der Vermieter hier als erstes ansetzt. Im Sommer können Sie sich im Freien aufhalten, im Winter dagegen wird es sowieso sehr früh dunkel. Die Rechtsprechung ist hier vollkommen eindeutig.

Als ich neulich meinen neuen Porsche Cayenne in die Tiefgarage unseres Apartmenthauses fahren wollte, war der ganze Raum mit kleinen Styroporkugeln ausgefüllt. Wohin nun mit meinem Wagen? Ich möchte schließlich nicht, daß er gestohlen wird. Der ganze Energiesparquatsch ist mir als Fahrer so einer Karre naturgemäß völlig wumpe.
Wohl noch nie was von Bodenfrost gehört, was? Dann pennen Sie doch direkt in ihrem klobigen Spritfresser oder fahren Sie am besten gleich damit in eines der warmen Länder rund ums Mittelmeer, Sie Umwelt-Pottsau!

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Fragen und Antworten zum Grünen-Parteitag

Am Wochenende soll in Hamburg der Parteitag einer Partei namens "Die Grünen" stattfinden. Was sind das für Leute?
Wie heißen die? Die Grünen?

Ja, die Grünen heißen die.
Mmh, die Grünen? Lassen Sie uns noch einmal überlegen. War das diese Spartenpartei, die am Rockzipfel einer Volkspartei an die Macht kam und dann diesen geltungssüchtigen unfähigen Außenminister stellte?

Keine Ahnung. Sind Sie da sicher?
Nö. Vielleicht waren das aber auch die, die ursprünglich freiheitlichen Idealen nachhingen und mit gestiegenem Einfluß zu einer nahezu prinzipienlosen bürgerlichen Partei wurden.

Meinen Sie womöglich die FDP?
Wen?

Das waren so fade Allerweltsfressen, die eine Zeit lang als Gegenentwurf zum immergleichen Gewurschtel der Großparteien galten, dann aber dank ihrer Klientelpolitik und ihres offenkundigen Opportunismus rasch abstürzten.
Nein, das sind die Grünen.

Okay. Und was machen die nun am Wochenende in Hamburg?
Wen interessiert's?

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Fragen und Antworten zu Ebola

Ich sitze im Bus. In meiner Nähe schwitzt und fiebert jemand. Wen soll ich rufen: Notarzt, Polizei oder Feuerwehr?
Den ADAC – wenn es der Busfahrer ist.

Ich sitze im Zug. In meiner Nähe schwitzt und hustet jemand. Wen soll ich rufen: Notarzt, Polizei oder Feuerwehr?
Klar, Sie sitzen in einem Zug! Der Deutschen Bahn, was? Super Scherz...

Ich sitze im Wartezimmer eines Arztes. In meiner Nähe schwitzt und fiebert jemand. Kann ich mich da mit Ebola anstecken?
Na ja: Zum einen muß derjenige auch wirklich Ebola haben (unwahrscheinlich), zum anderen müssen sie ihm (vermutlich gegen seinen Willen) den Schweiß ablecken. Aber nur Mut; wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Mein Kollege ist gerade von einer Geschäftsreise nach Westafrika zurückgekehrt und blutet jetzt aus den Augen auf unseren gemeinsamen Schreibtisch. Was soll ich tun?
Erst mal die Ruhe bewahren. Das könnte natürlich auch eine Kombination aus Jetlag, Burnout und einer Reaktion auf diese elenden verspiegelten Monitore sein. Da sich aber Ebola ohnehin nur über Flüssigkeiten überträgt, wickeln Sie Ihren Kollegen einfach komplett in Löschpapier ein. Falls es das in Ihrem modernen Rechenmaschinenbüro noch gibt...

Meine Putzfrau ist zwar in Deutschland geboren, ist aber schwarz und stammt ursprünglich irgendwo aus Afrika. Muß ich sie jetzt entlassen?
Sie haben Ihre Putzfrau regulär angemeldet? Aber halt, anderes Thema! Nein, natürlich darf sie weiter bei Ihnen putzen, aber sie sollte einen Ganzkörperschutzanzug tragen (gibt’s im Baumarkt), und Sie können eine Gefahrenpauschale von ihrem Lohn abziehen (liegt in Ihrem Ermessensspielraum bzw. bei ca. 70 Prozent).

Ich habe einen sehr speziellen Fetisch: Ich trinke gerne das Erbrochene fiebriger Westafrikaner. Kann ich das weiterhin ohne Bedenken tun?
Ähm... nun ja... puh... Vielleicht ein Kondom benutzen?

Wieso verfrachten wir nicht möglichst viele Afrikaner auf "Sanitärschiffe", solange, bis sie gesund sind oder die Schiffe zufällig untergehen?
Machen wir das nicht schon längst so ähnlich?

Sie haben Zweifel? Lesen Sie hier weiter...

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Fragen und Antworten zur Heiligsprechung

Was bitte ist denn eine Heiligsprechung?
Eine Heiligsprechung ist eine Art posthumer Orden wider den tierischen Ernst, den ein in Rom beheimateter und weltweit aktiver Trachtenverein verdienten Mitgliedern gemäß den Regeln eines hochkomplizierten und wasserdichten Eilverfahrens verleiht.

Und was hat das für Auswirkungen?
Die Ordensträger bekommen ein "Hl." in den Grabstein gemeißelt, ihre Porträts werden eins höher gehängt, und für einen Tag tun auch Nicht-Mitglieder des Vereins tatsächlich so, als wäre das ein erstzunehmender Vorgang.

Wer bekommt denn heute diese Ehre?
Zwei sogenannte Päpste: ein gewisser "Johannes XXIII.", eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli, Erfinder der Zirkusmesse ("Wo isse die Hostie? Oh, hinter die Ohre, tadaaa!"), und Karol Józef Wojtyła ("Johannes Paul II."), Erfinder des Event-Siechtums.

Und was haben die Besonderes geleistet?
Wunder vollbracht! Glauben Sie nicht? Ist aber so: Wojtyła z.B. hat schon zu Lebzeiten im Alleingang den Kommunismus besiegt und rekordverdächtige 784 verschiedene Landebahnen mit Herpes angesteckt. Doch jetzt kommt der Hammer: Nach Vereinssatzung muß er auch nach seinem Tod (!) Wunder vollbracht haben. Hatternicht? Hatterwohl! Er hat einer Frau aus Costa Rica die Gefäßerweiterung geheilt, eine französische Nonne vom religiösen Wahn… kleiner Scherz, hihi, von Parkison befreit und das Wasser in den Beinen eines Omchens aus Krefeld in Wein verwandelt.

Och, das ist ja nett irgendwie. Muß ich noch mehr darüber wissen?
Nein, beim besten Willen nicht. Eigentlich haben Sie jetzt schon viel zuviel darüber gehört.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 17.09.:

    In der FAZ berichtet Oliver Maria Schmitt von Klumpenmenschen und Dark Tourism im Weserbergland.

Titanic unterwegs
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve
20.09.2019 Nartum, Haus Kreienhoop Gerhard Henschel