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Überschätzte Lebensmittel (XLIX)

Heute: Zucchini

Was ist phallisch geformt und auch sonst total überflüssig? Richtig, Friedrich Merz. Doch soll sich dieser Text um die Zucchini drehen. Wer hier schon stutzt, dem sei die Google-Bildersuche anempfohlen. Einfach mal "Zucchini" eintippen und die Ergebnisse ranzoomen! Wer kann dann noch zwischen dem bräsigen Gemüse und einer Nacktschnecke unterscheiden? Ist man ehrlich, kann die Antwort nur "Ich jedenfalls nicht!" lauten. Zur optischen Unappetitlichkeit kommt die geschmackliche. Das abscheuliche Zeug schmeckt nach nichts. Es hat auch kaum Nährstoffe. In Wasser getunktes Klopapier erfüllt den Zweck genauso und weiß mit einem angenehmeren Mundgefühl zu begeistern. Wo bleibt der Aufschrei der Traditionsbewahrer:innen, die ein Sojagetränk niemals Milch und einen Tofuaufschnitt auf keinen Fall Wurst nennen wollen, deren Gemüter es aber anscheinend nicht erhitzt, wenn die durch den Spiralschneider gedrehte Zucchini als Nudel* bezeichnet wird. Kaum besser macht die Sache, dass diese elende Unterart des Gartenkürbisses in der Deutschschweiz "Zucchetti" (Quelle: Wikipedia) genannt wird, obschon das zugegebenermaßen fetzig klingt. Abschließend soll noch die Zusammensetzung des heute behandelten Lebensmittels Erwähnung finden: 100 Gramm Zucchini enthalten 93 Gramm Wasser und sieben Gramm sonstigen, wertlosen Schleim. (Quelle: ebd.) In diesem Sinne kann hinkünftig nur gelten: Zucchini? Zucchino! Zucchiniewieder!

*in der Deutschschweiz "Zoodle"

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Überschätzte Lebensmittel (XLVIII)

Heute: Kohlrouladen

Selbst gedreht, filterlos und die Lebenszeit drastisch verkürzend: Kohlrouladen! Denn was verbirgt sich unter dem grünen Deckmantel (Green­wa­shing!) eines Weißkohl- oder Wirsingblattes? Überwürzte Fleischmasse aus zusammengepanschtem Hack, Speck, Zick und Zack. Doch nicht nur diese Rouladeninnereien ekeln, auch das krautige Drumherum ist durch Schmoren, Garen oder Dünsten zum bitterbösen Schlabberschleim verkommen. Es scheint, dass hier schon längst verdaut wurde, was man gerade erst serviert bekam. Und wer hält die leblosen Fetzen-Glieder des Speise-Zombies mühsam zusammen? Entweder 30 Zahnstocher, die so tief und geschickt im Mahl-Matsch versteckt sind, dass man den letzten erst findet, wenn er einem in der Speiseröhre steckt. Oder mindestens 17 Meter langer Küchengarn, der zu dünn ist, um sich damit in letzter Sekunde vor dem Kraut-Verzehr gen Sicherheit abzuseilen und zu dick, um ihn wenigstens als Zahnseide benutzen zu können. Lassen Sie sich nicht länger vom Krautwickel einwickeln! Lassen Sie sich nicht länger verkohlrouladen! Denn kredenzt man Ihnen tatsächlich gefülltes Kraut, kann man wahrlich nur sagen: Es ist angerichtet – und zwar unendliches Leid.

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Überschätzte Lebensmittel (XLVII)

Heute: Pilze

Warum schießen auf unseren Speisekarten grade "Rahmpfifferlinge", "Panierte Wiesenchampignons" und "Fliegenpilz-Risottos" wie Pilze aus dem Boden? Womit haben Fungi ihre kulinarischen Schimmelsporen verdient? Als Lebensmittel sind sie nämlich keinen Pfifferling wert! Sobald Schwammerln auch nur eine Sekunde lang einem Gar-, Brat- oder Brühprozess ausgesetzt sind, weicht jegliche Körperspannung aus ihren hohlen Gliedern. Sie ergehen sich in schwammiger, schleimiger, gummiartiger Labb­rigkeit. Und was sind die kleinen Wald- und Wiesenvandalen überhaupt? Tiere oder Pflanzen? Die biologische Klassifizierung reiht sie heute in eine seltsame Grenzexistenz zwischen Flora und Fauna ein. Moderne Forschung nimmt gar eine größere Verwandtschaft mit dem Tierreich an. Ganz recht: Pilze sind fast Viecher! Ein Fakt der schwerer zu verdauen ist, als gebackene Austernpilze in Champignon-Rahmsauce. So oder so: Sie sind Wesen der Unterwelt. Der kleine Wabbel-Korpus ist ja bloß die Spitze des Schwammberges. Im Untergrund spinnt jeder Pilz seine Fäden, bildet Netzwerke namens Myzelien, die so geheim und weit­ver­zweigt sind, dass selbst Nazis in der Bundeswehr vor Neid erblassen. Darüber hinaus wollen sie auch noch beständig Symbiosen mit uns eingehen - egal ob als Kleienpilzflechte, Fußpilz oder Schimmelfleck im Badezimmer. Einziger My­zet'scher Menschenfreund ist und bleibt der Hefepilz. Kein Wunder, dass er zu Corona-Zeiten in der Hamsterkaufnahrungskette gleich nach dem Klopapier an der Reihe war. Die Hefe lässt sich gehen, damit wir uns gehen lassen können und nährt uns mit Backwaren und Alkohol. Auf ihr Wohl kann man deshalb getrost ein frisch gezapftes Pilz trinken.

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Überschätzte Lebensmittel (XLVI)

Heute: Buchweizen

Buchweizen wird aus seit zwanzig Jahren bei jeder Witterung getragenen Birkenstocksandalen hergestellt, die gemahlen und geröstet werden. So schmeckt er zumindest. Und nicht nur das: Alleine mit seinem Namen lügt er bereits doppelt, ist er doch weder Weizen, noch ein Buch, sondern laut Wikipedia ein "Pseudogetreide (Pseudocerealie)". Warum schafft es das Möchtegernnahrungsmittel dennoch in diverse Müslischalen, Backformen und Kochtöpfe? Wie konnte es sich als Grütze, Flocken, Mehl und Milch in die Naturkostläden des Landes schleichen? Um das herauszufinden, hat das Recherche-Netzwerk "Überschätzte Lebensmittel" intensive Nachforschungen angestellt und seinen gesamten Wikipedia-Eintrag gelesen. Leider stellte sich dieser teils als Kompendium buchweizenfreundlicher Halbwahrheiten heraus. So steht dort: "Er (der Buchweizen-Arsch, Anm. d. Red.) gilt generell als wertvolles Nahrungsmittel mit viel Eiweiß und Stärke." Nach dieser von der Welschkorn-Industrie finanzierten Lebensmittel-Propaganda gaben die Artikel-Schreibenden allerdings zu: "Leicht problematisch kann der rote Farbstoff aus der Fruchtschale (…) sein. Sofern man ihn isst, kann die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht werden (siehe Buchweizenkrankheit)." Aha! Hat man jemals von einer Spaghetti-, Apfelsinen- oder Milchschnittenkrankheit gehört? Nein, nur der Buchweizen hat sich zum eigenen Krankheitsbild gemausert! Und selbst seine Glutenfreiheit können Unverträglichkeits-Geplagte kaum genießen: "Buchweizen birgt zudem ein hohes Allergierisiko." Nicht umsonst nennt man den "Echten Buchweizen" also auch "Gemeinen Buchweizen", denn die eine Allergie durch eine andere zu ersetzen, ist einfach nur gemein. Zu guter Letzt noch ein Fun­fact zum Thema Buchweizen: "Die Chromosomenzahl des Buchweizens beträgt 2n = 16." Tja, mehr Fun hat dieser krautige Langeweiler einfach nicht zu bieten.

Literaturverzeichnis: Wikipedia

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Überschätzte Lebensmittel (XLV)

Heute: Marzipan

Marzipan: gastrale Spachtelmasse aus Mandelmatsch und letalen Zuckerdosen, marzialisches Teufelswerk, das jeden Winter als Süßstoff-Lawine über uns hereinbricht, Finger verklebt, Zungen verpampt, Zahnlücken verfugt und Mägen abdichtet. Ein ganzer Ozean aus Rosenwasser könnte diese Klebeknete nicht veredeln und geschmacklich rein­wa­schen. Was haben sich die Lübecker dabei gedacht? Warum haben sich die Königsberger dazu hinreißen lassen? Wie können sich die Toledaner damit vor Gott verantworten oder zumindest vor dem Zahnarzt oder Gastroenterologen?

Da Marzipan seine Verdorbenheit auf sich allein gestellt keinen Schlecker lang verbergen kann, sucht er kulinarische Komplizen und geht sadistische Symbiosen ein: Er überzieht Kuchen, füllt Schokoladen, hockt in Pralinen - lauernd.

Doch noch schlimmer als der hinterhältige Candy-Camouflage-Guerillakrieg ist der Marzipan'sche Hang zur gestaltwandlerischen Mimikry: So lässt er sich von verantwortungslosen Na­sche­rei-Bildhauern in jegliche Form schlagen - Früchte, Hörnchen, Schnecken oder "lustige" Figuren. Und jedes verflixte Silvester wird man mit Marzipanschweinchen gedemütigt. Zu Hause aufgereiht verwandeln sie das Wohnzimmer olfaktorisch, geschmacklich und atmosphärisch in einen Tönnies-Schlachthof. Nach kurzer Zeit verfestigen sich die Sa­cha­ro­se-Säue zu auskristallisierten Zuckersteinen - hart und nutzlos wie das neue Jahr, in das man so viele Hoffnungen gesetzt hatte. Also: Es ist höchste Zeit für Marzipanik!

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Überschätzte Lebensmittel XLIV

Heute: Algen

Sich einen grünen, glitschigen Matsch-Lappen aus dem Meer fischen - das kann passieren, kommt in den besten Fischerfamilien vor. Aber den Monstrumsfang nicht sofort wieder voll Ekel und Verachtung in die Tiefe zurückstoßen, sondern mitschippern und verkaufen - das ist fahrlässig. Jetzt haben wir den (Algen-)Salat! Was einst als getrockneter und gerösteter Nori beim Sushi-Verzehr eine nette Angelegenheit war, wuchert mittlerweile in unseren Küchen wie die stinkende Braunalgen-Plage an den Stränden der Karibik. Die superfoodlüsterne Lebensmittelpornoindustrie hat den Schlabber-Fetzen längst für sich entdeckt.

"Mineralienbombe", "Vitaminschleuder", "Alleskönner Alge" schallt es lautstark aus den einschlägigen Koch- und Garzetten. So verspricht man uns die Blaualge vom Himmel, wenn wir nur täglich den fahlen Tang als Triple-Green-Smoothie, Salat, Burger, Auflauf oder Meeresspaghetti verschlingen. Fraß-Seegras wie Wakame, Kombu, Dulse, Spirulina und Lebensmittelzusätze wie Agar, Alginat und Carrageen als Gesundheitswunderwaffen? Die Algen-Propaganda will uns mit diesen aufgetischten Lügen nicht nur die wab­be­lige Konsistenz und das salzige Verwesungsaroma schmackhaft machen, sondern auch über gesundheitliche Gefahren hinwegtäuschen. So können Toxine in Nahrungsergänzungsmitteln aus AFA-Algen dem Menschen das Gehirn weich wie Tang machen. Außerdem lässt der immens hohe Jodgehalt des Glitsch-Gatsches die vor dieser Überdosis fliehende Schilddrüse aus den Ohren quillen. Und über all das sollen wir schweigend Seegras wachsen lassen? Nicht mit uns! Alle atemberaubend albernen Algen-Alliterationen werden wir im Abwehrkampf gegen Algen, Agar, Alginat und andere Algen-Auswüsche anwenden. Und sollte selbst das nichts nützen, kann uns ohnehin nichts mehr retten. Amen und aus.

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Überschätzte Lebensmittel (XLIII)

Heute: Sommerrolle

Traurig ist ein Teller, auf dem die Sommerrolle die Hauptrolle spielt. Was aussieht, als hätte jemand labbrige Salatblätter in ein benutztes Kondom gestopft, ist ironischerweise auch als "Glücksrolle" bekannt.

In der Hand, fühlt sich ihr lauwarmer glatter Überzug an, als sei sie eben noch Teil von etwas Lebendigem gewesen. Hier gerät der Tastsinn ins Grübeln: Aus was besteht diese abgestorbene Elastohaut, gegen die eine leergezuzelte Weißwurstpelle geradezu appetitlich wirkt, eigentlich? Immerhin: Es musste noch nie ein Alien für eine Sommerrolle geschlachtet werden. Ihre milchige Gummi-Arabicum-Membran ist aus Reispapier.

Ein Nahrungsmittel, das in Foodblogs als "geschmacklich recht neutral" bezeichnet wird, was gewiss zutrifft. Passend zur geschmacklichen Neutralität der Hülle wird die Sommerrolle mit Salatgurken, Reisnudeln, grünen oder gelben Holland-Paprika-Stückchen, Eisbergsalatblättern oder komplett ungewürztem Hähnchenfleisch oder Tofu gefüllt.

Wonach die Sommerrolle letztendlich schmeckt, wird zum einen durch einen schlapp aus ihr herauslugenden Korianderstängel und zum anderen durch stechenden Fischsoßengeruch angedeutet.

Erfahrene Essensblogger behaupten, dass der Dip für den Geschmack der Sommerrolle ausschlaggebend sei. In der Tat: In Erdnusssoße ertränkt lässt sich dieses leichte Summer Food mit etwas weniger Unbehagen vertilgen. Man könnte es bei Gelegenheit allerdings auch gleich gegen Käsespätzle oder ein aromatisches Curry ersetzen. Dies würde sich bei dieser Rollkombination aus Geschmacksarmut und Ekelkonsistenz, die einen Materialwert von 28 Cent selten übersteigen dürfte, mehr als anbieten, zumal es ohnehin keinen zwingenden Grund gibt, bei heißen Temperaturen auf Gulasch, Rotkohl oder Pasta zu verzichten.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Spanische Stierkämpfer!

Welche gesellschaftlichen Werte Ihr als Traditionalisten so vertretet, ist den meisten ja bekannt. Nun habt Ihr den Bogen aber überspannt beziehungsweise den Spieß zu tief gerammt: Bei einem Kampf in Gijón habt Ihr zwei Stiere »Nigerianer« und »Feminist« getauft, um sie dann von einem Star-Torero, der außerdem Unterstützer der rechtsextremen Vox-Partei ist, erlegen zu lassen. Empört hat die Bürgermeisterin von Gijón der Stierkampf-Tradition in ihrer Stadt ein jähes Ende gesetzt.

Auch wir sind schockiert, ja geradezu angewidert! Diese Übertragung gesellschaftspolitischer Themen auf Objekte und Tiere erinnert uns an miefige Polit-Karikaturen der alten Bundesrepublik (und der Süddeutschen Zeitung von heute) – einfach grausam und ekelhaft!

Außerdem bleibt die Frage, wofür der Torero in dem Zusammenhang eigentlich steht. Für »linker Irrsinn« oder »Identitätspolitik« oder so? Oder doch schlicht für »dummer Haufen ultrakonservativer Faschisten«?

Olé! Titanic

 Jens Spahn!

Mit der Bunten sprachen Sie über Ihren Umgang mit Häme und Kritik: »Auch wenn es mal Gegenwind und Kritik gibt. Sich beleidigt ins Schneckenhaus zurückzuziehen, bringt nichts.« Frage: Auch nicht, wenn es ein Vier-Millionen-Euro-Schneckenhaus in Berlin-Dahlem ist?

Glitschige Grüße Titanic

 Hä, »Spiegel«?

Zum Ende der Amtszeit Angela Merkels schreibst Du, diese sei das Gegenteil von Donald Trump: »Sie redete viel und sagte wenig, während Trump viel sagte und wenig meinte.« Du jedoch redest Sachen, von denen weder klar ist, wie Du sie meinst, noch was Du damit sagen möchtest.

Verwirrte Grüße Titanic

 Servus, Horst Seehofer!

Servus, Horst Seehofer!

Sie erzählten dem Stern, Sie würden Ihre Rentenzeit gern nutzen, um die Programmiersprache C++ zu lernen. Was wollen Sie denn damit programmieren, Seehofer? Eine Fernsteuerungsapp für Ihre Modelleisenbahn im Keller? Ein Handyspiel mit dem Namen »Angie Birds«, in dem man die Kanzlerin mit einer Schleuder durch die Gegend schießen kann? Oder gar ein Game mit dem komplizierten Titel »(De)Portal(tion)«, bei dem man Menschen per Teleportation abschieben muss?

Hofft auf nichts davon: Titanic

 Ganz entzückend, Polizeipräsidium Mittelfranken,

finden wir den Zeugenaufruf, den Du Mitte Juni ins (echte) Internet stelltest: Es ging um eine Betrugsserie durch »falsche Wunderheilerinnen«. Das ist ja ein dickes Ding! Was sagt denn der Bundesverband der staatlich geprüften Wunderheilerinnen dazu? Und hat sich die Landeszentrale der zertifizierten Wahrsager schon zu Wort gemeldet?

Dass am Ende noch die Diplom-Hochstaplerinnen unschuldig in Verdacht geraten, möchte unbedingt verhindern: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Egozyklopädist

»Alleine die Auswahl, wer einen Wikipedia-Artikel bekommt und wer nicht, ist schrecklich! Jeder Soap- und Schlagerstar hat einen, während echte Geistesgrößen leer ausgehen.« »Und was willst du dagegen machen?« »Selbst aktiv werden, den Wiki-Autoren-Zirkel infiltrieren und neue Perspektiven einbringen – zur echten Demokratisierung des Wissens!« »Und worüber willst du deinen ersten Artikel schreiben?« »Über mich.«

Jürgen Miedl

 Autofahrer sind Schweine

Wenn ich als Kind mit meinen Eltern im Auto fuhr, kritisierte meine Mutter manch einen anderen Verkehrsteilnehmer, der, so fluchte sie, fahre »wie eine gesengte Sau«. Dass man in grauer Vorzeit Schweine mit Lötflammen zu enthaaren pflegte, und dass jene, jedenfalls wenn sie zuvor nur unzureichend getötet worden waren, regelmäßig der brutalen Behandlung in wildem Galopp entflohen, hatte mir damals noch niemand eröffnet. Ja, ich zweifle bis heute daran, dass diese Anekdoten überhaupt der Wahrheit entsprechen. Als Kind verstand ich stattdessen »wie eine gesenkte Sau«, und ich finde, das macht allemal mehr Sinn, schließlich ist da »tiefergelegt« nicht weit von entfernt.

Theobald Fuchs

 Kunstrasen

Im Garten den gesamten Rasen mähen bis auf ein kleines Quadrat etwas unterhalb der Mitte – welcher Mann hat kurz vor Beendigung jener Gartenarbeit noch nicht schelmisch hineingegrinst, in sein Hitler-Gärtchen?

Andreas Lugauer

 Meinung

Dass Leichenspürhunde bei einem Fund mit dem Schwanz wedeln, ist ja schon ziemlich pietätlos.

Julia Mateus

 Hey, Google!

In meiner Meditation bin ich mittlerweile auf einem solch hohen Level der Gelassenheit angelangt, dass sich die Cookies-Abfrage bei mir erübrigt. Alles akzeptieren – check.

Tina Manske

Vermischtes

Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUROliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 28.09.:

    Oliver Maria Schmitt hat versucht, mit der Kraftradgruppe Frohsinn die Demokratie zu retten – zumindest in der FAS.

  • 28.09.:

    Das "Medienmagazin" vom BR hat mit Martina Werner (und anderen) über Satire, Journalismus und Politik gesprochen.

  • 25.09.:

    TITANIC-Herausgeber Martin Sonneborn spricht mit der Taz über Frauen in der Redaktion und erinnert sich an die beste Zeit für Satire.

  • 20.09.:

    In der Jungen Welt würdigt Stefan Gärtner den 80jährigen Eckhard Henscheid.

  • 14.09.:

    NDR Zeitzeichen zum 80. Geburtstag von Eckhard Henscheid.

Titanic unterwegs
20.10.2021 Frankfurt, AusstellungsHalle 1a Thomas Gsella
20.10.2021 Kiel, Hansa 48 Paula Irmschler
20.10.2021 Bremen, Lagerhaus Ella Carina Werner und Miriam Wurster
20.10.2021 Frankfurt, Buchmesse Thomas Gsella