Newsticker

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Die WM in Versen (1)

Flüchtige Buchmachergedanken
von Philip Saß

Wer kommt heuer ins Finale:
   Wird es etwa Russland sein?
Kriegt Australien die Schale?
Schießt Peru auf triumphale
   Weise alles kurz und klein?
Oder packt es Panama? –
Hm, vielleicht ein ana Ma.

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Das Lyrik-Eckchen

Nachruf auf Chico
von Philip Saß

Schließ ich meine Augen, seh ich
überall nur dein, dein Bild*,
und vor lauter Wut vergeh ich,
denn du wurdest kalt gekillt.

Bloß weil du ein böser Bengel
warst, durchstieß dein Herz ein Pflock:
Jedem Schoßhund ohne Mängel
werfe ich den ersten Stock.

Trotz der ganzen Petitionen
mußt du nun im Himmel wohnen:
Oh, ich wollt', ich wär dabei!

Stürme stolz die Wolkenhügel,
beiß den Engeln in die Flügel:
Endlich, endlich bist du frei!

* Leihvers von Thomas Gsella

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Das Lyrik-Eckchen

Frühling, Frühling!
von Gunnar Homann

Frühling, Frühling, alte Fleder!
Alles drängt in Dir zum Licht
Dabei weiß doch wirklich jeder
Grün und Blau: Sie passen nicht.

Gräser sprießen, Blätter flirren
Pollen taumeln durch die Luft
Und wir spüren diesen irren
Reiz im Hals, Du krasser Schuft!*

In den Städten weht Dein Leichtsinn
Fremde in ein neues Bett
Auf dem Lande fallen leichthin
Fremde in ein neues Bett.

Augen quellen rotgerändert
Menschen kriegen Resilienz
Der Urin riecht schwer verändert
Dafür danke, Fucker Lenz!

*Anmerkung Rilke: gemeint ist vermutlich Arschloch

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Das Lyrik-Eckchen

Lob des Blaukehlchens
von Cornelius W. M. Oettle

Mit deutschem Adler auf der Brust
bekleiden sich die Nieten,
dann kriegen sie zum Rocken Lust
und keiner will's verbieten.

Sechstausend kamen letztes Jahr
ins thüringische Themar.
Verfassungsschützer sagten: "Klar!
Vergesst nur nicht die Gema!"

Politikern fehlt es an Mut,
doch wer verdirbt die Feier?
Ein Vögelein mit seiner Brut.
Das Blaukehlchen hat Eier!

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Das Lyrik-Eckchen

Das Lied vom Juso
von Moritz Hürtgen

Der Juso will die Groko nicht,
weil Jusos rebellieren.
Ein Juso sagt dir knapp und schlicht:
"Wir müssen nicht regieren."

Er steht für seine Sache ein,
der Juso, er will wirken.
Er sagt dem Sigmar: "Klares Äh!
zum Panzerkauf der Türken."

Der Martin mag den Juso sehr,
die Malu will ihn loben.
Der Juso stellt sich auch mal quer
auf seinem Weg nach oben.

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Das Lyrik-Eckchen

Das Finanzgenie
von Cornelius Oettle

Der Bitcoin steigt, der Bitcoin fällt –
es ist zum Haare raufen!
Regiert der Bitcoin schon die Welt?
Muß ich mir einen kaufen?
Den Plan hab ich schon aufgestellt,
bin sicher: Das wird laufen!
Ich nehme jetzt mein ganzes Geld
und werde es versaufen.

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Clever, Jürgen Kaube (»FAZ«)!

Kein Wunder, dass die Ampel bei der Europawahl so abgeschmiert ist, denn »in vielen Schulen und Innenstädten wird über die drastischen Missstände euphemistisch hinweggelogen«.

Und in anderen eben nicht. Das hat den Vorteil, dass sich der Satz, in vielen Schulen und Innenstädten werde über die drastischen Missstände (Ausländer/innen) euphemistisch hinweggelogen, schwer beweisen lässt. Und ist das dann nicht ebenfalls »eine Wirklichkeitsverweigerung« von der Sorte, die »nicht zu einer Abnahme des fatalen Gefallens an den Populisten geführt« hat? Weil den verlogenen Intellekt und die verjudete Innenstadt zu verachten halt seit je zu deren Repertoire gehört?

Fragt allgemein aus Frankfurt Titanic

 Excusez-nous, Emmanuel Macron!

Excusez-nous, Emmanuel Macron!

Als französischer Präsident und leidenschaftlicher Europäer ließen Sie es sich bei Ihrem Deutschlandbesuch nicht nehmen, sich Ungarns Staatschef Viktor Orbán und dessen Selbstbedienungsmentalität gegenüber der Europäischen Union vorzuknöpfen. »Unser Europa ist kein Supermarkt«, verkündeten Sie trotzig vor der Dresdner Frauenkirche und fanden mit Ihrem griffigen Sprachbild Anklang in der Sie fleißig zitierenden deutschen Presse.

Auch wir möchten Ihnen zu der eindeutigen Botschaft an Budapest gratulieren – und machen uns gleich los in Richtung Frankreich. Sich den Einkaufswagen vollzumachen und sogar Geld dafür zu bekommen: in Ihrem Land, Macron, versteht man wirklich was vom guten Leben! Fragt sich nur, wie es Ihre Bevölkerung angeblich trotzdem schafft, einen großen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel auszugeben.

Es grüßt der Discounter unter den Satirezeitschriften: Titanic

 Liebe britische Fallschirmspringer/innen!

Bei der diesjährigen D-Day-Gedenkfeier habt Ihr die Landung in der Normandie nachgestellt. Wegen des Brexits musstet Ihr aber direkt im Anschluss zur Passkontrolle. Danach erst ging’s weiter zur Feier.

Jetzt wollten wir mal ganz lieb fragen, ob Ihr angesichts des ganzen Rechtsrucks in Europa beim nächsten Mal dann wieder auf solche Formalitäten verzichten und stattdessen Nazis abknallen könnt?

Mit ganz großen Augen: Titanic

 Los, los, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD)!

In einer ersten Reaktion auf das berüchtigte Sylt-Gesangsvideo sagten Sie: »Wer Nazi-Parolen wie ›Deutschland den Deutschen – Ausländer raus‹ grölt, ist eine Schande für Deutschland.«

Da es für uns alle aber nichts Wichtigeres gibt, als Schande von Deutschland fernzuhalten, sollten Sie unbedingt versuchen, mit diesen im Grunde netten jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, damit sie zusammen mit Ihrer Regierung und der oppositionellen CDU demokratische Parolen grölen wie: »Die Integrationsfähigkeit des Landes darf nicht weiter überstrapaziert werden!«

Bitte keinesfalls zögern und zaudern, sondern sofort in die Tat umsetzen, damit den echten, den bösen Nazis endlich das Wasser abgegraben wird!

Rät ganz tief unten aus der Mitte der Gesellschaft: Titanic

 Du, Mey & Edlich,

preist ein sommerlich überteuertes Leinenhemd mit den Worten an: »Stellt bei Hitze keine Fragen.« Und bei Kälte? Wispert es da herbstlich aus der Achsel: »Könnte mal bitte jemand das Fenster schließen?« oder »Warum macht die Knopfleiste nicht einfach ihren Job, die faule Sau?« Wäre für uns das ganze Jahr ein Kaufargument!

Deine Modeflüster/innen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Körper-Wunder Mensch

Wussten Sie schon, dass Finger- und Zehennägel den Hauptteil ihres Wachstums ausgerechnet in der Zeit, während der man nicht hinsieht, absolvieren? Man lernt nie aus …

Theobald Fuchs

 Aufschieberitis

Ich schiebe alles gern auf, inzwischen sogar Erkrankungen: Der Nephrologe zeigte sich höchst erstaunt, wie lange ich schon an einer behandlungsbedürftigen Nierenbeckenentzündung laboriert haben musste, bis diese sich schließlich schmerzhaft bemerkbar gemacht und mich zu ihm geführt hatte. Wahrscheinlich leide ich an Prokrastinieren.

Thorsten Mausehund

 Ratschlag

Nach dem Essen, vor dem Paaren
niemals deinen Leib enthaaren!
Lieber schön beim Lakenfleddern
ineinander tief verheddern,
richtiggehend geil verstricken,
durch das Buschwerk nicht mehr blicken
und nach sieben langen Nächten
sorgsam auseinanderflechten.

Ella Carina Werner

 Bilden Sie mal einen Satz mit »Hinduismus«

Absprachen zur Kindbetreuung,
manchmal sind sie Schall und Rauch bloß.
Beide in der Hand die Klinke:
»Wo willst hin du? Is mus auch los!«

Wieland Schwanebeck

 Letzte Runde

Nach einer Woche Kneipentour hat mich die Katze zu Hause vor verendete Tatsachen gestellt.

Alexander Grupe

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.07.2024 Hohwacht, Sirenen-Festival Ella Carina Werner
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom ICH«
18.08.2024 Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche Greser & Lenz: »Homo sapiens raus!«