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Das Lyrik Eckchen

Erinnerungskultur 2.0  
von Patric Hemgesberg

Wie es damals gewesen ist
An Deutschlands schlimmsten Tagen
Kann dir dein Opa Rudi - Mist!
Vom Friedhof aus nicht sagen  

Wo griffen Nazis nach der Macht
Wie schlug man Demokraten?
Wer hetzte sie im Schutz der Nacht
Zum Glück musst du nicht raten  

Wir haben einen super Tipp
Lern einfach von den Besten
Buche noch heute deinen Trip
In den Geschichtspark Dresden

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Das Lyrik-Eckchen

Das Meer
von Gunnar Homann 

Das Meer schäumt gegen Fels und Strand,
Es ist darin erfahren.
Es mahlt das Land zu feinem Sand
Und das nun schon seit Jahren.  

Den Fischen ist es Heim und Herd,
Den Walen und den Quallen,
Dem Marlin mit dem langen Schwert,
Den Muscheln und Korallen.  

Sein Auftrag lautet Ebbe/Flut,
Mal sinken und mal steigen,
Sonst macht es nichts, doch das sehr gut.
Wozu, das wird sich zeigen.

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Das Lyrik-Eckchen

Sie brachte frohe Kunde mit
Von Kugeln und Haubitzen
Da schrie auf einmal jemand: "Shit!
Wir müssen hier wegflitzen"  

Hoch oben flog aus Stahl ein Ding
Das maß mit kühlem Denken
Ob es sich lohnte zu ihr hin
Ein Bömbchen schnell zu lenken!  

Die Grüne floh, es ging noch gut
Ein Schutzraum war zugegen
Da packte sie auch schon die Wut
Ein Zufall bloß? Von wegen!  

Die böse Ahnung kam direkt  
Und ließ sich nicht verschleiern
Auch wenn der Russ meist Drohnen schickt
War ihre wohl aus Bayern.

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Das Lyrik-Eckchen

Der späte Jens Lehmann
von Oliver Kahn

Nun steht er wirklich vor Gericht
Mein Feind und Widersacher
So kannte ich ihn bisher nicht
Der Typ ist echt der Kracher

Steigt wem aufs Dach, lässt nachts um drei
Die Kettensäge röhren
Teilt seinen Schuppen glatt entzwei
Und schifft ihm in die Möhren

Töfft auf dem Bobbycar durchs Rund
Lacht hohn und kann entkommen
(Jens haben sie aus gutem Grund
Den Lappen abgenommen)

Drum frag ich euch mit viel Verdruss
Jetzt ob der alten Zeiten
WER bitte ist zum guten Schluss
Der Irre von uns beiden?

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Das Lyrik-Eckchen

Pecunia non Klosett?
von Jürgen Miedl

Ihr wittertet große Geschäfte
Und trugt beim Lord den Abort fort.
Heut seid ihr Genarrte, Geäffte.

Rentierte die Lokusraub-Chose
Sich so? I wo! Ein Griff ins Klo!
Der Orkusklau ging in die Hose.

Verdammt sei das Örtchenstibitzen!
Nun bringt der Thron statt Lohn bloß Hohn
Und ihr geht für so 'nen Mist sitzen.

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Das Lyrik-Eckchen

Der subjektive Mordanschlag
für Tino Chrupalla 

Er teilte rechten Menschenpulk
Wie Mose Wassermassen
Vital wie ein sehr blauer Hulk
Schritt er vergnügt durch Gassen 

Da traf von oben ihn der Pfeil
Er sank stark blutend nieder
Im Torso stak zudem ein Beil
Bis auf den Schaft im Mieder 

Dann setzte Kugelhagel ein
Er zuckte mit Routine
Und trat schwer schwankend mit dem Bein
Auf eine Mördermine 

So geht der Anschlag vor Gericht
Auf dem Arm ein Pflaster klebt
Mag ja schon sein, ihr glaubt ihm nicht
Doch so hat er es erlebt!

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Das Lyrik-Eckchen

Show of Force am Ostseestrand
von Patric Hemgesberg 

 

Das Militär zeigt was es kann
dem Malte und der Dörthe
Mit Abenteuer, Sport und Fun
Am Beach von Eckernförde  

Die Promenade wird entmint
Um Ballons kreisen Drohnen
Raketen sausen schrill im Wind
Bunt flashen Explosionen  

Taucher watscheln stramm an Land
Im Tiefflug: Schau-Geschwader
Rekruten robben durch den Sand
Zu Feuerwerks-Geknatter  

Die Menge raunt erst "Ahh!", dann "NO!"
Und flüchtet zu den Bussen
Die Bundeswehr ist da? Iwo!
Verdammt. Das sind die Russen.

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Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Vermeintlich smooth, Vichy,

bewirbst Du Deine Feuchtigkeitscreme mit dem Slogan »I got 100 problems, but dry skin ain’t one«. Dass Du »99 problems«, wie im Originalsong von Jay-Z, vermutlich nicht sagen durftest: geschenkt. Wir fragen uns allerdings: Wenn man inklusive trockener Haut 101 Probleme hat, sollte man dann wirklich an dieser Stelle ansetzen?

Grübelt spröde

Deine Titanic

 Good Lord, Russell Brand!

Good Lord, Russell Brand!

Nach Ausflügen in den Buddhismus, in die Transzendentale Meditation und ins Schwurbelmilieu machen Sie seit einer Weile einen auf Christ. Auf Ihrem Youtube-Kanal zeigen Sie sich mit Kreuz und Bibel, beten den Rosenkranz und salbadern über Ihre neuesten spirituellen Epiphanien. Jetzt haben Sie sich sogar in der Themse taufen lassen!

»Sterben und wiedergeboren werden … eine Gelegenheit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen«, das erhofften Sie sich von dem Akt laut einer Videobotschaft auf X. Falls Sie mit »the past« auf die gegen Sie erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs anspielen, dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie: Um sich von derartigen Assoziationen zu lösen, ist die christliche Kirche ein denkbar schlechter Verein.

Mit allen Wassern gewaschen: Titanic

 Reih Dich ein, Kollegin Yasmin Fahimi!

Reih Dich ein, Kollegin Yasmin Fahimi!

Als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes hast Du zum Tag der Arbeit naturgemäß bessere Bedingungen für Beschäftigte gefordert und die Tarifflucht vieler Arbeitgeber/innen missbilligt.

Dass Du bei der zentralen DGB-Kundgebung in Hannover die historische Bedeutung der Gewerkschaften nicht gerade kleinreden würdest, war uns klar. Dass Du jedoch richtig pathetischen Unfug zum Besten gabst, indem Du zum Beispiel sagtest: »Tarifverträge machen Beschäftigte zu freien Menschen in der Arbeitswelt« – das verblüfft uns dann doch ein wenig.

Selbstverständlich sind Tarifverträge besser als keine Tarifverträge, aber machen sie frei? Sind es nicht eher Massenentlassungen und betriebsbedingte Kündigungen, die unfreie Beschäftigte in der Arbeitswelt zu freien Menschen machen? Und wäre es nicht Deine Pflicht als Gewerkschaftsvorsitzende, diese Freiheit durch Arbeitskämpfe und Tarifverträge so lange zu beschneiden, bis die Revolution die Werktätigen tatsächlich befreit?

Es lebe in der Zwischenzeit natürlich dennoch die Arbeitereinheitsfront, singt Dir Titanic

 Grüezi, Berner Kantonalbank!

Du verfügst über eine Bilanzsumme von 39,9 Milliarden Franken und investierst einen Teil davon in eine Werbeagentur, die sich für Dich Ein-Wort-Slogans wie »Wohlatility« oder »Globewürdigkeit« ausdenkt.

Dabei handelt es sich wohl um den Versuch, den Jargon der internationalen Finanzwelt mit positiv besetzten und vertrauenerweckenden Begriffen zu verknüpfen. Aber warum hier aufhören? Es warten doch noch so viele mögliche Wortspiele! Wie wäre es zum Beispiel mit »Kumpeliance«, »Nett worth« oder »Boniständigkeit«?

Rechnung ist unterwegs von Deiner Titanic

 Eine Frage, »Redaktionsnetzwerk Deutschland« …

»Manche Abiturienten in Hessen machen womöglich absichtlich einige Rechtschreibfehler. Sie wollen beim Gendern ein Statement zu setzen« – und Du, RND? Wofür willst Du Dein Statement zu setzen?

Fragt absichtlich Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Frage an die bovine Orthopädie

Haben Buckelrinder überhaupt eine Chance, je die Haltungsform »Premium« zu erreichen?

Torsten Gaitzsch

 Für Ethnologen

Gibt's so was wie Brautstraußfangen auch bei Begräbnissen?

Wolfgang Beck

 Should I stay or should I go?

Kurz vor meinem ersten Backpacker-Urlaub seit dreißig Jahren habe ich beim Befüllen des Kulturbeutels festgestellt, dass statt der fünfunddreißig Kondome, die ich als Teenager in Erwartung amouröser Begegnungen eingepackt und natürlich originalverschweißt wieder mit nach Hause gebracht hatte, nun Tablettenschachteln, Cremes, Salben, Pflästerchen, Nahrungsergänzungsmittel und massenhaft Tütchen mit Gel gegen saures Aufstoßen das Gros meines Waschtascheninhalts ausmachen. Mein Problem: Bei aller Ernüchterung ist die Gewissheit, dass ich dieses Mal jedes einzelne Teil aufreißen und hemmungslos zur Anwendung bringen werde, für mich schon wieder so aufregend, dass ich am liebsten zu Hause bleiben würde.

Patric Hemgesberg

 Sicher ist sicher

Geschäftemachen über das Portal Kleinanzeigen ist eine sehr geheime Sache. Natürlich mailt man nur mit Spezialadresse, unter Pseudonym, am besten ohne Anrede und Gruß, denn das lässt zu viele Rückschlüsse zu. Ich bin nun dazu übergegangen, für den Transport der Ware das Nummernschild des Autos zu überkleben, außerdem trage ich eine venezianische Halbmaske und einen schwarzen Umhang, den ich nach der Übergabe verbrenne.

Miriam Wurster

 Energievampir

Wie groß doch der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und dem auf dem Land ist, fiel mir wieder auf, als ich mit meiner Tante vom Hof telefonierte und wir uns über unsere Erschöpfung austauschten: Ich erklärte mir meine große Müdigkeit damit, dass ich den Tag zuvor in der Therapie eine neue Erkenntnis gewonnen hatte, gegen die ich mich aber noch sperre. Das verbrauche natürlich schon viel Energie, außerdem wolle sich mein Gehirn so wenig mit der neuen Erkenntnis beschäftigen, dass es lieber in die Schläfrigkeit flüchte. Sie wiederum begründete ihre Mattheit mit den Worten: »Ich glaube, mich hat was gebissen, das müde macht.«

Laura Brinkmann

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler: »Die Dünen der Dänen«
30.05.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom Ich«
01.06.2024 Hamburg, Altonale-Festival Ella Carina Werner