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Fragen und Antworten zur Gebäudedämmung

Ich wohne in einem Altbau mit sehr hohen Decken (fünf Meter) und denkmalgeschützter Fassade (Jugendstil). Nach Abschluß der Dämmarbeiten ist die Wohnfläche nur noch halb so groß wie vorher, trotzdem hat sich die Miete verdoppelt. Kann ich jetzt die Miete mindern?
Leider nein! Nach der 25. Änderung des "Gesetzes zum Schutze der Haus- und Grundeigentümer sowie sonstiger Besitzender" ist der Vermieter nach Durchführung solcher stark raumgreifenden Isolierungsmaßnahmen grundsätzlich berechtigt, die Kaltmiete nach der Kubikmeterzahl der Wohnung neu zu berechnen.

Seit Wochen leide ich nun schon unter dem Lärm, der mit den Wärmeschutzmaßnahmen an unserem Mehrfamilienhaus einhergeht. Bis wann dürfen die Arbeiten eigentlich betrieben werden?
Dämmarbeiten dürfen grundsätzlich nur von der Morgen- bis zur Abenddämmerung, bzw. von der Abend- bis zur Morgendämmerung erfolgen.

Während unseres Familienurlaubs hat unser Vermieter die Dämmarbeiten durchführen lassen und ist dabei wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen: Als wir aus dem Skiurlaub zurückkamen, waren sämtliche Fenster unserer Wohnung zugemauert. Ist so etwas zulässig?
Fenster und Türen sind die Schwachstellen bei der Isolierung, klar, daß der Vermieter hier als erstes ansetzt. Im Sommer können Sie sich im Freien aufhalten, im Winter dagegen wird es sowieso sehr früh dunkel. Die Rechtsprechung ist hier vollkommen eindeutig.

Als ich neulich meinen neuen Porsche Cayenne in die Tiefgarage unseres Apartmenthauses fahren wollte, war der ganze Raum mit kleinen Styroporkugeln ausgefüllt. Wohin nun mit meinem Wagen? Ich möchte schließlich nicht, daß er gestohlen wird. Der ganze Energiesparquatsch ist mir als Fahrer so einer Karre naturgemäß völlig wumpe.
Wohl noch nie was von Bodenfrost gehört, was? Dann pennen Sie doch direkt in ihrem klobigen Spritfresser oder fahren Sie am besten gleich damit in eines der warmen Länder rund ums Mittelmeer, Sie Umwelt-Pottsau!

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Fragen und Antworten zum Grünen-Parteitag

Am Wochenende soll in Hamburg der Parteitag einer Partei namens "Die Grünen" stattfinden. Was sind das für Leute?
Wie heißen die? Die Grünen?

Ja, die Grünen heißen die.
Mmh, die Grünen? Lassen Sie uns noch einmal überlegen. War das diese Spartenpartei, die am Rockzipfel einer Volkspartei an die Macht kam und dann diesen geltungssüchtigen unfähigen Außenminister stellte?

Keine Ahnung. Sind Sie da sicher?
Nö. Vielleicht waren das aber auch die, die ursprünglich freiheitlichen Idealen nachhingen und mit gestiegenem Einfluß zu einer nahezu prinzipienlosen bürgerlichen Partei wurden.

Meinen Sie womöglich die FDP?
Wen?

Das waren so fade Allerweltsfressen, die eine Zeit lang als Gegenentwurf zum immergleichen Gewurschtel der Großparteien galten, dann aber dank ihrer Klientelpolitik und ihres offenkundigen Opportunismus rasch abstürzten.
Nein, das sind die Grünen.

Okay. Und was machen die nun am Wochenende in Hamburg?
Wen interessiert's?

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Fragen und Antworten zu Ebola

Ich sitze im Bus. In meiner Nähe schwitzt und fiebert jemand. Wen soll ich rufen: Notarzt, Polizei oder Feuerwehr?
Den ADAC – wenn es der Busfahrer ist.

Ich sitze im Zug. In meiner Nähe schwitzt und hustet jemand. Wen soll ich rufen: Notarzt, Polizei oder Feuerwehr?
Klar, Sie sitzen in einem Zug! Der Deutschen Bahn, was? Super Scherz...

Ich sitze im Wartezimmer eines Arztes. In meiner Nähe schwitzt und fiebert jemand. Kann ich mich da mit Ebola anstecken?
Na ja: Zum einen muß derjenige auch wirklich Ebola haben (unwahrscheinlich), zum anderen müssen sie ihm (vermutlich gegen seinen Willen) den Schweiß ablecken. Aber nur Mut; wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Mein Kollege ist gerade von einer Geschäftsreise nach Westafrika zurückgekehrt und blutet jetzt aus den Augen auf unseren gemeinsamen Schreibtisch. Was soll ich tun?
Erst mal die Ruhe bewahren. Das könnte natürlich auch eine Kombination aus Jetlag, Burnout und einer Reaktion auf diese elenden verspiegelten Monitore sein. Da sich aber Ebola ohnehin nur über Flüssigkeiten überträgt, wickeln Sie Ihren Kollegen einfach komplett in Löschpapier ein. Falls es das in Ihrem modernen Rechenmaschinenbüro noch gibt...

Meine Putzfrau ist zwar in Deutschland geboren, ist aber schwarz und stammt ursprünglich irgendwo aus Afrika. Muß ich sie jetzt entlassen?
Sie haben Ihre Putzfrau regulär angemeldet? Aber halt, anderes Thema! Nein, natürlich darf sie weiter bei Ihnen putzen, aber sie sollte einen Ganzkörperschutzanzug tragen (gibt’s im Baumarkt), und Sie können eine Gefahrenpauschale von ihrem Lohn abziehen (liegt in Ihrem Ermessensspielraum bzw. bei ca. 70 Prozent).

Ich habe einen sehr speziellen Fetisch: Ich trinke gerne das Erbrochene fiebriger Westafrikaner. Kann ich das weiterhin ohne Bedenken tun?
Ähm... nun ja... puh... Vielleicht ein Kondom benutzen?

Wieso verfrachten wir nicht möglichst viele Afrikaner auf "Sanitärschiffe", solange, bis sie gesund sind oder die Schiffe zufällig untergehen?
Machen wir das nicht schon längst so ähnlich?

Sie haben Zweifel? Lesen Sie hier weiter...

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Fragen und Antworten zur Heiligsprechung

Was bitte ist denn eine Heiligsprechung?
Eine Heiligsprechung ist eine Art posthumer Orden wider den tierischen Ernst, den ein in Rom beheimateter und weltweit aktiver Trachtenverein verdienten Mitgliedern gemäß den Regeln eines hochkomplizierten und wasserdichten Eilverfahrens verleiht.

Und was hat das für Auswirkungen?
Die Ordensträger bekommen ein "Hl." in den Grabstein gemeißelt, ihre Porträts werden eins höher gehängt, und für einen Tag tun auch Nicht-Mitglieder des Vereins tatsächlich so, als wäre das ein erstzunehmender Vorgang.

Wer bekommt denn heute diese Ehre?
Zwei sogenannte Päpste: ein gewisser "Johannes XXIII.", eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli, Erfinder der Zirkusmesse ("Wo isse die Hostie? Oh, hinter die Ohre, tadaaa!"), und Karol Józef Wojtyła ("Johannes Paul II."), Erfinder des Event-Siechtums.

Und was haben die Besonderes geleistet?
Wunder vollbracht! Glauben Sie nicht? Ist aber so: Wojtyła z.B. hat schon zu Lebzeiten im Alleingang den Kommunismus besiegt und rekordverdächtige 784 verschiedene Landebahnen mit Herpes angesteckt. Doch jetzt kommt der Hammer: Nach Vereinssatzung muß er auch nach seinem Tod (!) Wunder vollbracht haben. Hatternicht? Hatterwohl! Er hat einer Frau aus Costa Rica die Gefäßerweiterung geheilt, eine französische Nonne vom religiösen Wahn… kleiner Scherz, hihi, von Parkison befreit und das Wasser in den Beinen eines Omchens aus Krefeld in Wein verwandelt.

Och, das ist ja nett irgendwie. Muß ich noch mehr darüber wissen?
Nein, beim besten Willen nicht. Eigentlich haben Sie jetzt schon viel zuviel darüber gehört.

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Fragen und Antworten zum SEPA-Verfahren

Wie viel ist ein SEPA und wie ist der Umrechnungskurs?
Ein SEPA sind 20 IBAN. 20 IBAN sind zwölf BIC. Für eine Umrechnung in Euro und DM tragen Sie bitte den gewünschten Betrag in das dafür vorgesehene Feld ein. Den entsprechenden Betrag in Euro und DM finden Sie darunter.
___ SEPA
 = 0 Euro
 = 1000 DM

Was muß ich vor dem 1. Februar 2014 tun?
Es ist möglich, daß Unternehmen oder Behörden, denen eine Lastschrift-Einzugsermächtigung für das Konto erteilt wurde, ihre Kunden in den nächsten Monaten über Änderungen im Lastschriftverfahren informieren. Dabei werden diese per Email (bushido@sparkasse.tn) gebeten, ihre IBAN und den BIC durch Paßwörter, Geheimnummern und Untenrum-Selfies zu bestätigen.  

Was muß ich nach dem 1. Februar 2014 tun?
Kaum ist der Januar feucht-fröhlich verabschiedet, beginnt der neue Monat für viele im Jammertal: Brummschädel, rebellischer Magen und bleierner Körper – das sind die typischen Symptome nach der Umstellung des Zahlungsverkehrs. Hilfreiche Tips, die im vergangenen Jahr entwickelt wurden: Bratheringe zum Frühstück, Wasser, Salzgebäck, Spazierengehen, weiter saufen. 

Wie sollte ich mich auf SEPA vorbereiten?
Die drei goldenen Regeln für Umstellungen von internationalem Zahlungsverkehr greifen auch hier. 1. Lassen Sie sich rechtzeitig impfen (SEPA kann durch Chlamydien auch auf den Menschen übertragen werden). 2. Gehen Sie in das nächstgelegene Rechenzentrum, um ein Elektronengehirn Ihre zukünftige IBAN feststellen zu lassen (bis zu zwei Wochen Rechenzeit). 3. Besuchen Sie in Ihrer örtlichen Sparkasse den Kurs "Feuerzeuge selbst nachfüllen". 

Wo finde ich meine IBAN und den BIC?
Legen Sie am Abend des 31. Januar vor dem Zubettgehen alle Ihre Bitcoins unter Ihr Kopfkissen. Sobald Sie, so Gott will, im Februar aufwachen, finden Sie IBAN und BIC in Ihrem Portemonnaie. Falls Sie Ihre Rechtschreibung bereits umgestellt haben, finden Sie IBAN und BIC in Ihrem Portmonee.

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Fragen und Antworten zum Abhörskandal

Wieso hören die Amerikaner die ganze Welt ab?
Weil sie halt Amis sind: Sie fressen Achtkiloburger mit Extra Baconnaise, saufen dazu Cola aus Zehnliterbechern und werden beim Datensammeln eben auch nie satt.

Aber ausgerechnet unsere brave Kanzlerin!
Das ist tatsächlich übertrieben. Angela Merkel ist ja keine, höhö, Terroristin, sie will doch von den Yankees nur Friede, Freundschaft, Eggpie. Die Vorstellung, die amerikanischen Geheimdienste würden das tun, weil sie Europa unter deutscher Führung als Gefahr für ihre Vormachtstellung einstufen, ist jedenfalls abwegig. Wer so etwas glaubt, kann sich am Ende auch solch verrückte Sachen vorstellen wie deutsche Politiker und Parteien, die Geld von z.B. Autofirmen für politische Entscheidungen annehmen.

Aber wieso wehrt sich die Kanzlerin nur so zögerlich?
Keinesfalls weil sie weiß, wie das Geschäft läuft und daß der BND ähnliche Programme unterhält. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch, der auch höflich bleibt, wenn der amerikanische Satan seine wahre Fratze zeigt. 

Versteht Angela Merkel jetzt, da sie selbst betroffen ist, die Sorgen der Bevölkerung und handelt entsprechend?
Ja, klar.

Was können wir jetzt für unsere Kanzlerin tun?
Mal wieder McDonald's boykottieren, Barack Obama heimlich einen "Neger" nennen (aber nicht per SMS) und einen BMW kaufen.

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(Letzte) Fragen und Antworten zum Fall Uli Hoeneß

War das denn wirklich so schlimm, was der gute Uli da gemacht hat?
Nein nein, sooo schlimm war das auch wieder nicht. Jeder bezahlt doch mal die Putzfrau oder den Automechaniker schwarz, holt den Friseur ins Haus, damit er für einen Pauschalpreis Familie, Nachbarn und Gartenhecken mitschneidet.

Sind wir somit alle "ein bißchen Hoeneß" (Hart aber fair)?
Genau! So wie jeder, der eine Mücke erschlägt, auch ein bißchen Elefantenmörder ist.

Wir können also alle nichts dafür. Aber wo liegt die Schuld? "Macht Geld unmoralisch?" (Die Zeit)
Wie üblich stellt die Zeit die klügsten Fragen, die sich von selbst mit "Ja" beantworten. Denn selbstverständlich war es so, daß Hoeneß vollkommen moralisch sein Geld erwirtschaftet hat – und dann plötzlich, als er es hatte, der Unmoral verfiel.

Was bedeutet dieser Fall für das "Financial Fair Play" im Fußball?
Genau das, was Steuergesetzgebung für Uli Hoeneß bedeutete: eine Herausforderung.

Merkel ist von Hoeneß enttäuscht. Ändert sich jetzt die Steuerpolitik?
Ja, bestimmt.

 

...ach, Quatsch!

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Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Danke, »Zeit«,

für Deinen Artikel mit dem Titel »So gefährlich sind Blitze«! »Gewitter können tödlich sein« heißt es weiter im ersten Satz. Na, dann werden wir die als harmlos eingeschätzten Lichtspiele in Zukunft deutlich kritischer beäugen! Wir freuen uns auf weitere nützliche Artikel von Dir wie »Lava – warum wir sie meiden sollten« und »Tollwütiger Grizzlybär, dein Freund und Helfer? Von wegen!«

Immer auf der Hut: Titanic

 Griaß Godd, baden-württembergisches Verkehrsministerium!

Ja, die schwäbische Tradition der Kehrwoche ist uns durchaus bekannt. Trotzdem wäre es uns lieber gewesen, Du hättest in Deiner Antwort auf die Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Jan-Peter Röderer darauf verzichtet, eine »desolate Sauberkeit« der Toiletten der Deutschen Bahn zu bemängeln. Allein schon aus Gründen der Sprachhygiene.

Besticht durch desolate Genauigkeit: Titanic

 Chapeau, »Kicker«!

Die schwierige Trainersuche des FC Bayern sprachlich angemessen abzubilden, ist sicher auch keine leichte Aufgabe. Doch die von Dir entdeckte Lösung: »Jetzt, nachdem auch mit dem aktuellen Cheftrainer keine Einigung gefunden werden konnte, stehen Max Eberl und Christoph Freund nicht nur mit dem Rücken zur Wand. Es gibt eigentlich gar keine Wand mehr« überzeugt gerade im Kafka-Jahr.

Zumindest Titanic

 Dass gerade bei Dir, »ARD One«,

die Schweizer Miniserie »Doppelleben« läuft, macht das Zuschauen nur halb so unterhaltsam.

Ein (!) Beitrag von der Arbeitsgemeinschaft der Titanic-Rundfunkanstalten

 Jawoll, Ijoma Mangold!

Jawoll, Ijoma Mangold!

Im Zeit-Feuilleton sinnieren Sie ausführlich über die Verbissenheit, mit der politische Debatten mittlerweile geführt werden, und darüber, wie Humor und Heiterkeit gegen diese helfen können.

Ihren Essay schließen Sie mit der Feststellung, »dass Demokratie nicht mehr als funktionales Rollenspiel begriffen wird, dessen primärer Zweck es ist, einen zivilen Machtwechsel herbeizuführen, sondern als Kampf um Leben und Tod. Vielleicht sollten wir uns öfter Perücken aufsetzen? Selbstironie ist nämlich die beste Form der Gewaltenteilung und könnte die Politik davor retten, sich im Stellungskrieg einzubunkern.«

Manch eine/r mag sich fragen, was zur Hölle Sie hier sagen wollen. Doch unsereins erkennt sogleich, was Sie beabsichtigen: Ihr Text soll nicht nur ein Appell gegen den heiligen Ernst und die Verbissenheit in der Politik sein, sondern diesen auch direkt etwas entgegensetzen, nämlich Nonsens! Als Fachleuten fällt uns das sofort auf.

Lupft die Perücke zum Gruß: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Letzte Runde

Nach einer Woche Kneipentour hat mich die Katze zu Hause vor verendete Tatsachen gestellt.

Alexander Grupe

 Körper-Wunder Mensch

Wussten Sie schon, dass Finger- und Zehennägel den Hauptteil ihres Wachstums ausgerechnet in der Zeit, während der man nicht hinsieht, absolvieren? Man lernt nie aus …

Theobald Fuchs

 Im Rahmen

meiner Arbeit als Psychiater musste ich einmal eine Dame untersuchen, die leider dement, aber dennoch sehr feinsinnig und geistreich war. Ich überprüfte standardmäßig die örtliche Orientierung und fragte, in welchem Land wir seien. Sie spekulierte, es könne Island sein, musste aber einräumen, dass sie es nicht wisse. »Kennen Sie denn die Stadt?« versuchte ich es mit der nächstkleineren Kategorie.

Da schaute sie mich an und sagte: »Hören Sie mal, junger Mann, wenn ich noch nicht mal weiß, in welchem Land wir uns befinden, werde ich die Stadt ja wohl erst recht nicht wissen!«

Robert Friedrich von Cube

 Offene Fragen

Wenn man älter wird – also nicht mehr jung, aber noch nicht tot ist –, fängt man unweigerlich an, sich Gedanken über die noch offenen Fragen im Leben zu machen. Eine meiner: Was hat es mit dem Lied auf sich, das mir in meiner bedauerlicherweise in der Pfalz verbrachten Kindheit und Jugend immer wieder begegnet ist? Vorgetragen von Alkoholisierten verschiedenen Alters: »Wichs am Bee, wichs am Bee / Fasnacht is schon lang nimee« – zur Melodie des Narhallamarsches. Neben dem faszinierenden, aber eher unwichtigen Umstand, dass es im Pfälzischen möglich ist, »nicht mehr« auf »Bein« zu reimen, treibt mich die Frage um: Was genau bedeutet das: »Wichs am Bee, wichs am Bee / Fasnacht is schon lang nimee«? Liege ich richtig in der Annahme, dass der Autor dieses Liedes bedauert, sich selbst befriedigen zu müssen, weil die Fastnacht vorüber ist und – vermutlich – nicht mehr genug vom Alkohol derangierte Menschen verfügbar sind, um Sexualpartner abzugeben? Und wenn das so ist: Warum singen das so viele Leute nach? Ist das etwas, das vielen Pfälzer Männern so geht? Warum schaffen es pfälzische Männer außerhalb der Fastnacht nicht, Geschlechtsverkehr zu haben? Gut, am absolut sexualfeindlichen Dialekt könnte es liegen. Aber selbst dann bleibt die Frage: Warum wichst sich der Pfälzer aufs Bein? Um dann die Abwesenheit der sexbringenden Fastnacht zu beklagen – in Form der Fastnachtsmelodie schlechthin?

Man sieht: Es sind noch genug Fragen offen, dass wir nicht sterben müssen. Bitte beantworte sie niemand!

Tim Wolff

 Unterirdischer Anlagetipp

Viele Vermögende kaufen Gold oder Kunstwerke, um ihren Reichtum gegen Inflation etc. abzusichern. Dabei gäbe es Investments, die wahrlich auf die Ewigkeit verweisen: Reliquien. Reliquien wären Finanzprodukte mit Hand und Fuß, die nicht nur die Überreste der Heiligen, sondern auch das eigene Kapital konservierten. Einen Namen gäbe es auch schon für diese geniale Anlageoption: »Krypta-Währung«.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom ICH«
18.08.2024 Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche Greser & Lenz: »Homo sapiens raus!«
01.09.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«