[04.04.2012]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Und was aber auch noch gesagt werden muß

Von – wiederum, allerherzlichst – Ihrem Günter Grass

 

Warum schwieg ich überdies, schwieg all die Jahre

Von dem anderen Land, das mein Land provozierte

Anno Neunzehnneununddreißig, bis aufs Blut.

Und dann aber als unschuldiges Opfer davonkam

Während mein Land unter einer unbarmherzigen

Siegerknute ächzte und bis heute auf den Knien rutscht?

Warum untersagte ich mir immer wieder

Jenen großen, mißverstandenen Mann zu ehren

Ohne den wir immer nur in Bus und Bahn unterwegs wären

Statt unsere Motorgefährte auch mal schön auszufahren mit

Tempo Zweihundertvierzig und Wind in unserem Haar

Beziehungsweise Schnurrbart.

Das allgemeine Verschweigen dieser Tatbestände

Empfinde ich als Lüge, gewiß irgendwie

politisch korrekt, wie es heute so sein muß

Will man nicht als Rechtsterrorist gebrandmarkt werden

Aber trotzdem als hundsgemeine Lüge.

Und so will ich von nun an stets und immerfort sagen

Was gesagt werden muß, gerade von uns Deutschen

Über den Schandvertrag von Versailles, über Olympia ’36

Über Stalin, die Kriegsschuld, die angeblichen

Sechs Millionen, mit denen "man" seit Jahrzehnten

Mitgefühl und vielviel Geld aus uns herauspreßt, ja saugt.

Über all dies will ich nicht mehr schweigen

Solange ich noch gehörig Tinte auf dem Füller hab

Und das übrigens auch im übertragenen

Sinne, meine hochverehrten Damen!

Kategorie: Lyrik



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Das schreiben die anderen
  • 19.07.:

    Meedia über die Einstellung der Satire-Rubrik "Spam" bei "Spiegel online".

  • 13.07.:

    Der Branchendienst Meedia berichtet über die aktuelle STERNxit-Kampagne von TITANIC.

  • 12.07.:

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  • 05.07.:

    Die Frankfurter Rundschau ist nach einer gemeinsamen Lesung von Greser & Lenz und Hauck & Bauer schwer begeistert.

  • 28.06.:

    In der Taz gibt Mark-Stefan Tietze Tips zum richtigen Sonnenbaden.

Titanic unterwegs
01.10.2016 Wiedensahl, Wilhelm-Busch-Geburtshaus
  »Hans Traxler – Wilhelm-Busch-Preisträger 2015«

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Briefe an die Leser

 Wenn Ihr, Veranstalter des »Luxury Business Day«,

Euch fragt, warum wir auch dieses Jahr wieder nicht an »Deutschlands Luxuskonferenz« teilgenommen haben und nun also auch nicht wissen, wie Ihr »Luxus erfahrbar machen und Kunden emotional berühren« möchtet, müßt Ihr einfach mal einen Blick auf Eure Eintrittspreise werfen. 590 Euro für ein Ticket?

Wir sind doch nicht der allerniederste Pöbel, sondern die unangenehm berührten Snobs von der Titanic

 Und Sie, Claudia Pechstein,

jammerten, nachdem der BGH Ihre Klage auf Schadenersatz gegen die Internationale Eislauf-Union abgewiesen hatte: »Jeder Flüchtling, der in Deutschland einreist und registriert wird, genießt Rechtsschutz. Aber nicht wir Sportler.« Stimmt! Weniger Rechtsschutz, als eine quasi von Geburt an von deutschen Spitzensportfunktionären gepamperte Olympia-Medaillengewinnerin und jetzige Hauptmeisterin der Bundespolizei erhält, ist im Grunde ja kaum vorstellbar.

Aber immer schön sportlich bleiben! Denn einfach nur ein bißchen im Kreis herum Schlittschuh fahren, das ist halt auch etwas dürftig im Vergleich zu Disziplinen wie dem Balkanrouten-Langstreckenlauf oder der Freistil-Schwimmstaffel über das Mittelmeer. Da haben sich die Flüchtlinge ihren Tiptop-Rechtsschutz doch wirklich redlich verdient. Und das sogar ganz ohne Doping!

Dabeisein ist alles: Titanic

 Unbekannte NDR2-Moderatorin!

Am 24.5.2016 meldetest Du morgens im Verkehrsservice, daß auf der Autobahn ein Lkw Hundertwasser-Kisten verloren habe. Sofort machten wir uns auf den Weg, in der frohen Erwartung, dort versprengte, wertvolle Kunstgegenstände erbeuten zu können. Wie wir aber herausfanden, handelte es sich lediglich um hundert Wasserkisten, von denen nur Splitter und Scherben übrig waren. Für dieses vergebliche Ausrücken und den Schweiß, den wir dabei lassen mußten, fordern wir eine durstlöschende Entschädigung. Also mindestens hundert Bierkisten.

Es grüßen die Beutekünstler der Titanic

 Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer!

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer!

»Für uns Ärzte – das gebietet unser Eid – sind alle Menschen gleich«, verkündeten Sie zur Frage nach einer besseren ärztlichen Behandlung von Flüchtlingen vor versammelter Zunft auf dem Deutschen Ärztetag. Und nach diesem hehren Grundsatz handeln Ihre Berufsgenossen ja bekanntermaßen schon immer. Weswegen wir auch, wenn mal der Besuch eines medizinischen Spezialisten angezeigt ist, am Telefon mit schöner Regelmäßigkeit zunächst nach der Art unserer Krankenversicherung gefragt werden, nur um dann als Angehörige des Kassenprekariats mit einem Termin in frühestens drei Monaten abgespeist zu werden, während der Privatpatient sich schon mal freimachen darf.

Und daß die Bundesregierung sich inzwischen gezwungen sah, eine mehr schlecht als recht funktionierende Facharzthotline – gegen den Widerstand Ihrer Kollegen übrigens – durchzudrücken, haben Sie, Montgomery, auch schon vergessen?

Diagnostiziert Ihnen eine schwere Amnesie: Titanic

 Liebe Grüne!

In einer Broschüre von Airbus und Eurer Heinrich-Böll-Stiftung sind mehrere prominente Köpfe der Partei zu sehen, darunter Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter. Als das bekannt wurde, gab es viel Kritik und Unverständnis. Die Aufregung über Werbung für einen Luftfahrt- und Rüstungskonzern können wir allerdings nicht verstehen. Wir fragen uns eher, warum man den Grünen Derartiges nicht zutraut und sie nach Rezzo Schlauch (EnBW), Matthias Berninger (Mars), Joschka Fischer (BMW, RWE, Siemens) und anderen überhaupt noch mit irgendwelchen Idealen in Verbindung gebracht werden. Und nebenbei gefragt: Was kommt eigentlich als nächstes? Grüne Werbung für Monsanto, Heckler & Koch und TTIP?

Wäre nicht überrascht: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Selbstverwirklichung

Wenn einer ein Trottel ist, gebe ich ihm die Chance, es zu zeigen. Das gilt auch und in erster Linie für mich selbst.

Tibor Rácskai

 Kundenrezension

Heute zum ersten Mal die »Steinofen-Pizza Hawaii« von Tegut gekauft. Konnte es überhaupt nicht fassen, wie fade die Pizza schmeckte! Erst beim vorletzten Stück fiel mir ein, daß ich ja immer noch Schnupfen habe. Testnote: weiß nicht.

Dominik Bauer

 Vergeblich

Unter den vielen Talenten, die mir nur geringfügig gegeben sind, ist die Schlagfertigkeit am geringsten ausgeprägt. Beispiel: Seit guten 16 Jahren nehme ich mir vor, wenigstens ein einziges Mal mit »Danke, ich trinke nicht!« zu antworten, wenn mir irgend jemand ein Glas Wasser anbietet. Es ist mir bis heute nicht gelungen.

Teja Fischer

 In tiefer Trauer

Mit meinen Haustieren hatte ich bisher außergewöhnlich viel Pech. Erst mein süßer Dackel Larry, dann meine verschmuste Dänische Dogge Doyle, kurz darauf die wilde, wilde Perserkatze Layla und letzte Woche auch noch mein geliebter Wellensittich Ulf – sie alle sind in ihrem Aquarium ertrunken.

Andreas Maier

 Kleinstlesewesen

Einzeiler.

Dominik Wachsmann