2025. Ein erfahrener Alpinist lässt seine Freundin beim Wandern auf dem Großglockner zurück – tot. Und warum? Weil Männer nicht gelernt haben, ihre Gefühle zu kommunizieren, und einfach besser wandern können (vgl. Biologiebuch, Cornelsen). Die Medien nennen es »Alpine Divorce«, doch nicht nur beim Mountaineering sind Männer besser: Auch bei anderen Sportarten schauen Frauen oft in die Röhre beziehungsweise auf die Scheidungspapiere, u. U. gar den Totenschein. Geocaching Der coole Suchsport für Kartenfreaks und GPS-Fans GEOCACHING erfreut sich in Deutschland größter Beliebtheit. Kein Wunder also, dass es im Sommer 2018 in Kassel- Wilhelmshöhe zu einer Caching-Trennung wie aus dem Lehrbuch (Biologiebuch, Cornelsen) kam. Der pensionierte Biologielehrer Mathias U. lockte seine Frau Ulrike quengelnd und unter dem Versprechen, dass »die tolle Suche« ihr »auch Spaß machen« werde, in den Bergpark. Sie konnte nicht ahnen, dass Mathias dort drei Tage zuvor einen in einem XXL-Weinfass steckenden Notar vergraben hatte, der ihr die Scheidungspapiere überreichen sollte. Da Ulrike allerdings während der Anfahrt viermal auf die Toilette wollte und sich natürlich noch eine Packung Knusperzwiebelringe am Kiosk kaufen musste, kamen sie später als geplant bei den Koordinaten an; ein anderes Caching-Paar hatte den Notar inzwischen ausgegraben und wurde an ihrer statt geschieden. Die beiden wehrten sich natürlich nicht, die Beziehung hatte ohnehin ihren Zenit überschritten, wie das gemeinsame Hobby bewies. Freibäder Badekleidung, gerötete Haut und Gucklöcher in den Umkleidekabinen – in deutschen FREIBÄDERN tanzen die Hormone Aqua-Zumba. Deshalb endet die Liebe auch oft dort, wo sie einst begann: in einem gechlorten Ozean aus Vorwürfen, Tränen und leider Gottes bisweilen doch sehr unterschiedlichen Schwimmfähigkeiten. So kraulte sich Johannes F. seit 30 Jahren sein Eheleid von der Brust und hoffte darauf, seiner Lebensgefährtin Gisela endlich entschwimmen zu können. Leider immer nur jeweils für eine halbe Minute, ehe er seine ihn lieb grüßende Frau erneut überholte. Da diese ihm unfähig schien, noch den simpelsten Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen, stieg er nach und nach auf immer kühnere und eindeutigere Sportarten um und versuchte, sie erst beim Bumerangwerfen, später auf dem Tandem und letztlich beim Tretbootschwanfahren zurückzulassen. Doch auch hier drehten sie sich nur im Kreis. Happy End: Letztes Jahr starb Johannes an einem Herzinfarkt durch Überbelastung. Gisela freundete sich unterdessen mit dem Tretbootverleiher an, der ihr seitdem klare Liebesbotschaften zukommen lässt, indem er beim Boule-Spiel die Kugeln besonders nah an ihre heranwirft. Beitragsnavigation Eine ganz besondere Selbstbesinnung Hans Mentz: Humorkritik