Guten Tag bzw. normalen Tag bzw. schlechten Tag, »Tagesschau«! Deine Meldung »58 Prozent. So viele Menschen sind selten, manchmal oder häufig einsam« haben wir mit Freude, Gleichgültigkeit oder Trauer gelesen. Seither machen wir uns viele bzw. wenig Gedanken über die 42 Prozent der Leute, die demnach nie oder immer einsam sind. Wir können nur hoffen, dass diese Zahlen im Jahr 2025 sinken oder steigen werden. Dafür wird ganz sicher auch die neue Regierung sorgen, indem sie der Lösung des Problems mehr, gleich viele oder halt weniger Mittel einräumt. So oder so – wir freuen uns auf weitere hilfreiche Einordnungen aus Deinem Haus, liebe Tagesschau, und verbleiben Für immer Deine Mit freundlichen Grüßen Fick Dich! Titanic Guter Tag, »Schöne Sprache – Das Institut«! Du bist eine private Sprachschule in Frankfurt-Bockenheim, und weil schöne Sprache voll unser Ding ist, würden wir gerne einen Deiner Kurse belegen. Kannst Du uns darüber aufklären, wie genau diese ablaufen? Denn obwohl wir fast jeden Tag an Dir vorbeispazieren, haben wir noch nie einen Menschen in Deinen stets verschlossenen Räumen gesehen, den wir fragen könnten. Im Schaufenster hängt zwar eine Infotafel, auf der ein digitaler Slide uns mit »Frankfurt Speaks German. And You?« trollt, während uns von einem anderen eine KI-Frau ihre schwarz-rot-goldene Zunge entgegenstreckt und »60 lessons 4 time a week« annonciert. Aber unter »Learn new words« und »Watch videos from YouTube and Tad talks« können wir uns, liebes Institut »schöene Sprache« »am Bockenheimer Warte«, leider nichts Konkretes vorstellen. Die 390 Euro dafür würden jedenfalls gerne zahlen: your language fans from the Titanic Selten, liebes »7-vs.-Wild«-Team, haben wir uns so sehr auf ein Event in der unwirtlichen Berliner Kulturlandschaft gefreut wie auf die schon jetzt angekündigte »7-vs.-Wild«-Show nächstes Jahr! Welchen Herausforderungen werden sich die Kämpfer/innen stellen müssen? Geht es etwa mit verbundenen Augen einmal quer durch den Paragrafendschungel? Oder müssen die Teilnehmer/innen vielleicht todesmutig in der Rushhour im Regen mit einem unbeleuchteten Fahrrad eine fünfspurige Kreuzung überqueren? Wird jemand, getrieben von Hunger und Verzweiflung, am Kotti eine Taube erlegen und die Beute dann in einem spektakulären Fight gegen zwei Obdachlose und die Polizei verteidigen müssen? Und werden die Spieler/innen es schaffen, die geheime Höhle, den Darkroom im Berghain, vor der Morgendämmerung zu erreichen? Fiebert schon jetzt gespannt wie ein Flitzebogen mit: Titanic War das Absicht, ARD? Seit einiger Zeit reicht es Dir nicht mehr, das schnöde Logo Deiner Sender in einer Ecke des Bildschirms einzublenden. Zusätzlich werden wir nun mit einer großflächigen Animation in der Mitte eines Films oder einer Dokumentation darüber aufgeklärt, welche Deiner Sendeanstalten die Verantwortung für die Produktion trägt. So war es auch bei der Doku zum 60. Geburtstag von Hape Kerkeling. Dort platziertest Du den Hinweis allerdings an einer pikanten Stelle. Nämlich genau nachdem Kerkeling im Interview davon berichtet hatte, in den Neunzigern unsanft vom WDR vor die Tür gesetzt worden zu sein, was er damals als homofeindlichen Affront aufgefasst habe. Nun stellt sich uns die Frage, was der Hinweis »eine Produktion des WDR« genau an dieser Stelle sollte. War es ein ironischer Kommentar zur zweifelhaften Vergangenheit Deines Senders? Oder doch eher Ausdruck der gelebten Ignoranz, die dort heute vorherrscht? Wie dem auch sei: An keiner anderen Stelle der Dokumentation haben wir so herzlich gelacht. Und das sagt ja auch etwas über den verantwortlichen Sender. Eine Produktion von Titanic Zum Wohl, Bestsellerautor Bas Kast (52)! Sie sind nicht nur einer der kregelsten Wissenschaftsjournalist/innen des Landes, der von der Hirnforschung bis zur Ernährung sämtliche Sachthemen im Griff hat, sondern auch einer der bekanntesten Abstinenzler/innen in dieser versoffenen Gesellschaft. Zum Erscheinen Ihres neuen Buches »Warum ich keinen Alkohol mehr trinke« schilderten Sie T-Online zur Abschreckung nun Ihre früheren Trinkgewohnheiten: »Ich habe vor allem Weißwein geliebt, Riesling, manchmal auch einen französischen Sancerre. Aber ich habe selten über die Stränge geschlagen, meine übliche Dosis waren zwei Gläser am Tag.« Das klingt wahrhaftig furchtbar, Herr Kast! Ihren folgerichtigen Entschluss, das Trinken endgültig aufzugeben, begründeten Sie anschließend mit den laut neueren Studien immensen Gesundheitsrisiken selbst kleinster Alkoholmengen. Und auf die Frage, wodurch Sie die tägliche Dosis ersetzt hätten, antworteten Sie: »Mein abendliches Entspannungsritual besteht jetzt aus einem kleinen Krafttraining mit anschließender Sauna. Auch sehr entspannend, aber mit positiven Nebenwirkungen.« Wunderbar, tatsächlich! Das klingt, sofern es gelingt, Freund/innen, Familie und den Stammtisch ins Fitnessstudio mitzuschleppen, nach gemütlichen Feierabenden in großer, geselliger Runde. Wer da nur kräftig mittrainieren und -saunieren dürfte! Vielleicht demnächst sogar wir? Stößt mit Ihnen vorfreudig an – natürlich mit Sprudelwasser: Titanic Todlangweilig, Hollywood-Schauspieler Willem Dafoe! Sie haben dem Empire Magazine erzählt, wie sehr Sie es genössen, in Ihren Filmen zu sterben. Das Ableben auf der Leinwand sei nämlich eine »wunderbare Übung«, um sich auf den Tod in der Realität vorzubereiten. »Jeder hat eine Vorstellung von seinem Ende«, fabulierten Sie weiter. Filme böten Ihnen, anders als Normalsterblichen, die Gelegenheit, Ihre Fantasien aktiv durchzuspielen. Wir haben da mal ein bisschen recherchiert: In Ihren Werken sind Sie, Dafoe, bislang entweder gekreuzigt, auf der Flucht vor dem Vietcong durchsiebt, als Green Goblin von Ihrem eigenen Gleiter durchbohrt oder als Blutsauger in »Shadow of the Vampire« von der aufgehenden Sonne verbrutzelt worden. Nicht nur, weil uns ein ähnlich drastischer wirklicher Tod Ihrerseits wenig realistisch erscheint und beim Sterben bekanntlich ohnehin jeder der Erste ist, glauben wir, dass sämtliche Abnippel-Generalproben für die Katz waren. Denn Hand aufs Herz: Wenn überhaupt irgendjemand durch Ihre Filme gelernt hat, wie man den Löffel abgibt, dann doch wohl Ihr Stuntman! Bleibt in Sachen Exitus lieber bis zum Schluss blutige Anfängerin: Titanic Moin, »Spiegel«! Das Jahr war noch sehr jung, da lasen wir bei Dir, dass in der Silvesternacht Tausende Menschen in Belgrad und Novi Sad mit Schweigeprotesten gegen die serbische Staatsführung protestiert hatten. Und welche Zeile hast Du über diese Meldung gesetzt? – »Unruhiger Jahreswechsel«. Bemerkenswerte Vorstellung von Unruhe! Wie liefe denn Deiner Meinung nach ein ruhiger Jahreswechsel ab? Wie bei uns in Deutschland, mit Toten und Verletzten, Festnahmen, Bränden und praktisch ununterbrochenem Krachbumm von 18 bis 10 Uhr? Ja? Na, dann sagt kein Serbenswörtchen: Titanic Toi, toi, toi, Magnus Carlsen! Sie sind bei der Schnellschach-WM in New York von der FIDE disqualifiziert worden. »Herr Magnus Carlsen verletzte die Kleiderordnung durch das Tragen von Jeans, die nach langjährigen Vorschriften für diese Veranstaltung ausdrücklich verboten sind«, teilte der Schach-Weltverband mit. Weil Sie sich weigerten, sich umzuziehen, wurden Sie kleinkariert vom Wettbewerb ausgeschlossen. Fashionvictim statt Bauernopfer. Halten Sie sich doch bitte an den Dresscode und erscheinen Sie zur nächsten Partie passenderweise in Springerstiefeln. Darin lässt sich auch besser volles Brett zutreten, wenn Sie in der ermattenden Dauerfehde mit dem Denksport-Dachverband wieder am Zug sind! Eröffnet sich Ihnen: Titanic Rolf Mützenich, alter Genosse! Sie sind Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und kritisierten die Einmischungen Elon Musks in den deutschen Wahlkampf als »wiederholte Respektlosigkeiten« und seine Aussagen über Bundespräsident Steinmeier als »verbale Attacken«, die »auf alle Bürgerinnen und Bürger« zielten. Ganz im Gegensatz natürlich zu Ihrer Wahlkampfankündigung, Abstriche beim Bürgergeld vorzunehmen. Diese Maßnahmen zielen ja nur auf einen Teil der Bürger/innen, was dann natürlich auch nur einen Bruchteil so schlimm sein kann. Das ist ja am Ende simple Mathematik. Zumindest für Titanic Und apropos, Fa. Parkett Wieder, Wuppertal! Wir freuen uns ja, wenn’s mit der Reklame- und Originalitätssucht auch einmal gut ist, und »Alles rund ums Parkett«, von uns aus – aber nur aus Neugier: Hast Du den sich so stürmisch aufdrängenden Slogan aus Souveränität verworfen? Oder bist Du echt nicht drauf gekommen? Immer wieder: Titanic Tatü-tata, Peter Schroeter! Als Co-Geschäftsführer des Rettungsdiensts Reinoldus in Unna veröffentlichten Sie auf Facebook eine lange Erklärung zur berüchtigten »Todesliste«, die bei Sanitäter/innen Ihres Unternehmens entdeckt wurde. Der WDR berichtete über die Sache folgendermaßen: »Diese makabre Liste hing in der Wache des Rettungsdiensts Reinoldus in Unna-Königsborn. Jeder Mitarbeiter bekam einen Strich, wenn in seiner Schicht ein Patient verstorben war. Wer am Ende des Jahres die meisten Striche hatte, bekam einen Pokal.« Nachdem dieses Spiel durch die Medien gegangen war, stellten Sie klar, »dass wir diese Praxis in aller Deutlichkeit verurteilen«, da diese »weder ethisch noch moralisch vertretbar« sei. Nach weiteren Floskeln (»bedauern zutiefst«, »möchten uns dafür aufrichtig entschuldigen«) gingen Sie dann freilich zum Gegenangriff über und behaupteten, »dass die betroffenen Mitarbeitenden niemals etwas Unrechtes getan haben«, eine »Kollektivkündigung« somit »rechtlich nicht statthaft« wäre, und schwuppdiwupp haben Sie den Spieß umgedreht, und Ihre Rettungssanitäter/innen sind die Opfer: »Die aktuelle öffentliche Diskussion verunsichert mehr als 100 Mitarbeitende, die nie ein Fehlverhalten gezeigt haben.« Wir hätten da eine einfache und pragmatische Lösung: Ob Ihre Sanitöter »niemals etwas Unrechtes getan haben«, das könnte man klären. Stellen Sie doch eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen alle an dem Spiel beteiligten Personen. Ach so, Sie hatten ein anderes Ziel: Wer diejenige Erklärung veröffentlicht, bei der sich die meisten Leser/innen totlachen, der erhält den PR-Pokal! Na dann, Glückwunsch, Sie haben gewonnen! Titanic Feuer frei, Netflix! In Deinen Top Ten kam zuletzt gleich zwei Mal das »Kaminfeuer 4K« vor, je ein Mal in der Version »Knisterndes klassisches Kaminfeuer« und »Knisterndes Birkenholz-Feuer«. Da brennen uns gleich mehrere Fragen unter den Fingernägeln: Wann können wir mit der zweiten Staffel von »Knisterndes Birkenholz-Feuer« rechnen? Wird es ein Spin-off »Knackendes Kiefernzweige-Feuer« geben? Und was sagt es eigentlich über die Qualität Deines Serienangebots aus, dass viele Leute offenbar am liebsten auf einen Haufen brennendes Holz starren? Schwingt zum Gruß den Holzhammer: Titanic Kopf hoch, Ex-Diktator Baschar al-Assad! Nachdem Russland Ihr Regime jahrelang militärisch unterstützt hatte, sah es Ihrem Sturz durch die HTS tatenlos zu. Diesen erklärte sich der Kreml nun mit der »Unfähigkeit von Ex-Präsident Assad, die sozialen Probleme im Land zu beheben« (tagesschau.de). Das tut uns leid, Assad! Sie haben sich ja wirklich sehr bemüht, Ihre Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen: Sie haben es mit dem Bombardieren der Zivilbevölkerung versucht, mit dem Wegsperren, Foltern und Töten von Oppositionellen … Und dann wird Ihnen nach bloß 13 Jahren Bürgerkrieg einfach das Vertrauen entzogen. Aber machen Sie sich nichts draus, manchmal ist halt der Wurm drin, das passiert den Besten! Akzeptieren Sie es einfach, rappeln Sie sich auf und versuchen Sie es noch mal in einem anderen Land. Wünscht Ihnen auf Ihrem weiteren Weg alles Gute: Titanic Alle Achtung, »Mediengruppe Bayern«! Der Presseschau des Deutschlandfunks entnehmen wir, dass Du, als Regionalzeitungsverbund rund um die Passauer Neue Presse, ein Böllerverbot auch nach den vielen Verletzten der Silvesternacht für unsinnig hältst: »Das Bedürfnis nach ausgelassener Verabschiedung des vergangenen Jahres scheint groß – gerade in diesen schwierigen Zeiten. Deshalb ist ein Feuerwerks-Verbot für alle auch das Falsche. Dann lieber strikte Verbotszonen und Produktkontrollen. Und gerne auch mehr öffentliche Feuerwerke – dass sich der private Pyro-Wahnsinn etwas herunterkühlt.« Hui, mehr öffentliche Feuerwerke statt eines Verbots? Das ist eine großartige, geradezu geniale Idee, Mediengruppe Bayern! Sie steht gewiss im Einklang mit Deiner bayerischen Liberalität und dem gesunden Menschenverstand. Denn jede/r weiß doch: Je mehr öffentliche Besäufnisse es in unseren Städten gibt, desto nüchterner geht’s im Privaten zu – und je mehr öffentliche Hinrichtungen stattfinden, desto friedlicher, geradezu gewaltfrei wird’s daheim! Krachender, ja donnernder Applaus von Titanic In (leichte) Panik, DWD, wolltest Du uns durch Deine Meldung »Amtliche Warnung vor leichtem Schneefall« versetzen. Wie sollen wir darauf reagieren? Die Oma anrufen und in den Hörer brüllen, dass sie heute vor der Tür vielleicht besser ein wenig Sand streuen sollte? Vorsichtshalber die etwas wärmere Mütze einpacken und mal auf den Balkon gucken, ob man nicht doch den Salbei reinholen sollte? Wenn Dich, lieber DWD, solches Wetter bereits so sehr stresst, dann haben leider gar keine guten Nachrichten für Dich, was die kommenden Jahrzehnte angeht: Deine entspannten Wetterfrösche bei Titanic Hier, hier, »Spiegel«! Du lässt Deine Journalistenschulabsolvent/innen titeln, deutsche Viertklässler seien »in Mathe nicht schlechter geworden – aber auch nicht besser«. Wenn es dafür doch nur einen Begriff gäbe, ja vielleicht sogar ein eigenes mathematisches Zeichen! Wir kommen zwar nicht drauf, letztlich ist uns das alljährliche Grundschulleistungsbejammern aber auch beinahe gleich. Bilanzieren Deine Einser-Satiriker/innen von Titanic Mmmh, Drogerie DM! Du wirbst für Deinen Bio-Wintertee mit der Headline »Endlich wieder irgendwas mit Zimt«. Diese Nonchalance gefällt uns zwar, aber wir sind hier immer noch bei TITANIC. Also: irgendwas mit Kritik! Schreibt brühwarm zurück: Deine Titanic Clever, beinahe weise, Simone Schmollack, haben Sie in der Taz gefordert: »Vielleicht sollte man Einsamkeit als das bezeichnen, was sie ist: eine neue Volkskrankheit.« Recht haben Sie! Und genau deshalb machen das ja auch schon alle, von Tagesschau über Moma, WDR, N-TV, FAZ, Spiegel bis zur Dorstener Zeitung. Vielleicht sollte man Sie als das bezeichnen, was Sie sind: spät dran. Meint ganz allein: Titanic Du, Quartiersmanagement Rixdorf, wünschst Dir einen »besonnenen Dialog, der alle Verkehrsteilnehmer/innen in den Blick nimmt«. Aber spüren die Leute denn auch die Verkehrswende? Empfinden sie den Dialog als wohlriechend? Und das Wichtigste: Schmeckt’s ihnen? Fragt Dich mit Blicken: Deine Titanic Ihr, Bielefelder Verkehrsbetriebe, informiert auf Plakaten in Euren Straßenbahnen über wichtige Frauen der Stadtgeschichte. Irgendwie hatten wir aber den Eindruck, dass Ihr bei dem zu Karoline Oetker ein paar Details vergessen habt. Wir erfahren dort zum Beispiel zwar, dass sie 1934 eine Ehrenbürgerschaft verliehen bekam, aber gar nicht, von wem. Merkwürdig. Und dass sie die Firma Oetker auf Vordermann brachte, erklärt Ihr uns, aber dass es dafür die Auszeichnung »nationalsozialistischer Musterbetrieb« gab, mussten wir selbst rausfinden. Warum denn so zögerlich? Wir finden, die Lebensleistungen einer solchen Powerfrau sollten in Gänze dargestellt werden. Eure Hobby-Historiker/innen von Titanic Hihihi, Claudia Roth! Im Spiegel spotteten Sie über Bayerns Ministerpräsidenten Söder, da dieser sich im Stile Willy Brandts beim Kniefall am Denkmal der Helden des jüdischen Ghettos hatte ablichten lassen ließ, und bezeichneten seine Geste als bloßen »Social-Media-Funfact«. Da wir uns fragen, ob Sie wirklich verstanden haben, was ein »Funfact« ist, möchten wir Ihnen ein Beispiel geben, wie man den Begriff richtig einsetzt: Wussten Sie schon, dass … … Markus Söder ein fränkischer Vollochse ist, der sich über jede Form der Aufmerksamkeit freut und sie für seine Zwecke zu nutzen weiß? Deshalb ist es geboten, sogar Spott nicht an ihn direkt zu adressieren. Besser, man wendet sich an eine andere Person, wie zum Beispiel die scheidende Kulturstaatsministerin, um die Bazi-Arschgeburt zu beleidigen. Da nicht für! Titanic Well roared, Marie-Luise Goldmann, c/o »Welt«! True, es ist schon eine Plage mit all diesen englischsprachigen Expats, die darauf beharren, in Deutschland Englisch zu sprechen, wie Sie in Ihrer aufrüttelnden Anklage unter dem Titel »›Sorry, I don’t speak German‹ – Die Verdrängung des Deutschen« ausführen: »In Berlin kann man heutzutage in vielen Cafés nur noch auf Englisch bestellen. Viele Expats weigern sich, Deutsch zu lernen. Ihre Parallelgesellschaft dehnt sich immer weiter aus. Bedenklich ist vor allem, wie leichtfertig wir unsere Sprache aufgeben. Das muss sich endlich ändern.« Indeed! Denn womöglich breitet sich sonst die Unart, irgendwelchen Schießbudenfiguren wichtigtuerische englische Berufsbezeichnungen zu verpassen, noch weiter aus. Wo doch inzwischen selbst Sie in der Welt als »Managing Editor im Feuilleton« firmieren! Shut up! Titanic Das trifft sich gut, ING-Bank! In einer bezahlten Anzeige auf Instagram, mit der Du um Mitarbeiter/innen wirbst, stellst Du sehr richtig fest: »Gehalt ist gut, Benefits sind besser«. Nachdem wir das gelesen hatten, schickten wir sofort unsere Bewerbungen raus und kündigten beim TITANIC-Verlag, der uns nämlich jeden Monat nichts als völlig nutzloses Geld überweist. Dank der wertvollen Benefits, die wir bei Dir verdienen werden, hoffen wir, bald endlich die Schulden begleichen zu können, die wir über die Jahre angesammelt haben. Offen sind unter anderem unsere BAföG-Rückzahlungen in Form von frischem Büroobst, Rentenkassenbeiträge in Höhe von 15 Prozent Fitnessstudiobezuschussung, eine Bikesharing-Mitgliedschaft für unsere Drogendealerin, ein regelmäßiger Teamkickerabend für angefallene Zahnbehandlungen, und unser Vermieter droht schon mit Kündigung, wenn wir nicht bald die vier monatlichen Homeofficetage rüberwachsen lassen, die wir bisher leider nicht zusammenkratzen konnten. Freuen sich auf gute Zusammenarbeit: Deine Finanzberater/innen von Titanic He, Bourgeoisie! In Österreich hält Deine ÖVP dem neuen Hitler die Tür auf, in den USA kriechen Kapital und Bewusstseinsindustrie dem Faschismus in den Hintern (»Zuckerberg schwenkt auf Trumps Linie ein«, SZ) – Du machst es schon recht nach dem Lehrbuch, gell? Und was immer die linken Weltverbesserer über Dich gesagt haben, von Marx über Adorno bis Honecker, stimmt? Und hinterher bist Du’s wieder nicht gewesen? Beruhigt: Titanic Bestechende Logik, Ex-Familienministerin Kristina Schröder (CDU)! Sie bekleiden seit 2013 kein nennenswertes politisches Amt. Dies hindert Sie aber nicht daran, regelmäßig in obskuren Medien Ihre Ansichten, die irgendwo zwischen Tradwife und Verschwörungstheoretikerin changieren, zum Besten zu geben. Aufgehorcht haben wir bei einem Interview, das Sie der Alt-Right-Plattform Nius gaben. Dort ließen Sie in Bezug auf die AfD den folgenden Satz fallen: »Brandmauern schließen Menschen aus – und ich will keine Menschen ausschließen.« Nicht mal diese, die viele andere Menschen am liebsten komplett ausschließen wollen? Bei einem so ausgeprägten Inklusionswillen fragen wir uns nur, wie Sie eigentlich zum Ausschlusspotential echter Mauern stehen, wenn Sie bereits metaphorische Brandmauern so vehement ablehnen! Fürchtet, dass Sie da keine logischen Schlüsse ziehen, und möchte Sie deshalb dringend von weiteren politischen Ämtern ausschließen: Titanic Reicht es nicht mal, freier Markt? Was, lesen wir, ist der neueste Trend: Pink Cocaine? Verstehen wir das richtig: Da wurde sich über Jahrhunderte über alle Geschlechtsgrenzen hinweg in trauter Gemeinschaft das Hirn weggesnifft, und plötzlich soll es da jetzt eine Girls Edition geben? Typisch, freier Markt! Jede unschuldige Freude versaust Du uns, um noch mehr Profit zu generieren. Wo die Entscheidung jetzt aber schon getroffen ist, hätten wir eine Bitte: Könntest Du wenigstens neben der Farbe auch noch andere Extras hinzufügen? Wie wäre es mit Glitzer? Oder Pumpkin-Spice-Aroma? Wenn schon stereotyp, dann doch bitte mit Mehrwert für die Kundschaft. Das wünschen sich Deine Partygirls und -boys von der Titanic Gewohnt investigativ, »Redaktionsnetzwerk Deutschland«, hast Du Dich in einem Artikel des Assad-Clans angenommen und dabei zahlreiche Parallelen zur fiktiven Mafia-Familie Corleone gezogen. Familienehre und Verrat, Attentate – alles drin. Am meisten schockierten uns aber Deine Enthüllungen über Baschar al-Assads ältere Schwester Buschra: »Sie ist die Witwe des früheren Militärgeheimdienst-Chefs Asif Schaukat, Baschar al-Assads Schwager.« Den Schwager des eigenen Bruders heiraten – kaum zu fassen, Redaktionsnetzwerk Deutschland, wie dreist in diesen Dynastien getrickst und herumnepotisiert wird! Traut hingegen nicht mal mehr der eigenen Familie: Titanic Beitragsnavigation DeepFritz 2.0 Vom Fachmann für Kenner | Februar 2025