Das Fernsehgerät (1. Teil)

Zweifellos war das Fernsehgerät defekt. Die Quizfrage, jenes unlösbare Problem, hatte wohl nicht nur die Hirne von Quizmaster und Kandidat überfordert, sondern das Empfangsaggregat an zentraler Stelle geschädigt. Ein Spezialist musste hinzugezogen werden. Ich wählte einen Betrieb in meiner Nähe, damit keine immensen Anfahrtpauschalen berechnet werden konnten. Der Techniker kam noch am selben Nachmittag und machte große Augen, als er sah, was los war.
„So etwas habe ich noch nie erlebt“, beteuerte er hilflos. „Vielleicht liegt es ja nicht am Gerät, sondern an den Sendern. Das können wir sofort überprüfen, ich muss nur das Ersatzgerät anschließen.“
Rasch installierte er den mitgebrachten kleinen Leihapparat, dessen Bildschirm alsbald jedoch durch und durch gewöhnliche Eindrücke vermittelte.
„Nein, an den Sendern liegt es nicht“, stellte der Techniker fest. „Ich werde Ihr Gerät mitnehmen und unter Werkstattbedingungen überprüfen. Wir rufen Sie an, wenn wir Näheres wissen.“
Etliche Tage vergingen, ohne dass ich etwas in der Sache hörte. Ich nahm Vorlieb mit dem Leihgerät, war aber nicht zufrieden damit. Das ungewohnt kleine Format störte mich noch nicht einmal so sehr, wohl aber der leidige Umstand, dass es ein Rauchergerät war. Je länger es in Betrieb war, desto mehr Personen auf dem Bildschirm rauchten, sogar die Nachrichten-Moderationspersonen. Bei Sportberichten, die ich von Natur aus meide und nun erst recht mied, nahm sich das pausenlose Zigarettenrauchen auch sehr befremdlich aus, am schlimmsten aber war es bei Kinder- und Tiersendungen.