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Von seinem Versteck aus belauschte der Puppendoktor das frivole Gespräch, das seine Frau mit einem Fremden führte.


Von der Ratlosigkeit (2. Teil)

Nach einem weiteren Vierteljahr begann der arbeitsbedingte Druck unerträglich zu werden. Die Regierung mahnte die Fertigstellung und Erscheinen des Ratgebers an und drohte mit »Konsequenzen«, falls es noch länger dauern sollte. Gleichzeitig bestand die Amtsleitung auf einer konzeptionellen Änderung: Das Buch müsse so angelegt werden, dass es nicht nur unter dauerndem Hin- und Herblättern (also den Verweisen etc. folgend), sondern genausogut auch linear gelesen werden könne. Darüber vergingen abermals schwere, entbehrungsreiche Wochen. 
Das Arbeitsklima wurde allmählich unerträglich. Das verfluchte Projekt drohte, alle umzubringen. Abermals musste der gesamte Umbruch geändert werden, neue Verweise und Fußnoten waren nötig geworden. Es wollte und wollte nicht gelingen, eine lineare Lesbarkeit des Ganzen zu erzielen. Noch immer war kein einziger praktischer Ratschlag formuliert. Manche Kollegen erlitten bereits langanhaltende Weinkrämpfe. Das Kapitel über die Entstehungsgeschichte des Ratgeberwerks wurde wieder gestrichen, da niemand mehr daran erinnert werden wollte. Und dann wurde auch noch das Gebäude, in dem das Amt untergebracht war, von Grund auf saniert. Wieder und wieder mussten die Mitarbeiter in höhergelegene Büroräume ausweichen. Es wurde zusehends schwieriger, funktionierende Stromanschlüsse und Toiletten zu finden. Bald war das Amt für Grapheologie unter dem Dach angelangt. Elektrischen Strom gab es keinen mehr, und die Belegschaft musste ihre Notdurft in die Regenrinnen verrichten.