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In aller gebotenen Kürzung

Schwarz-Rot ist der ganz große Wurf gelungen. Dank einer »29 im Viererpascha« (F. Merz) hat die Koalitionsrunde das Kniffeln gegen die Alterssicherungskommission gewonnen. Was beide Seiten zur Rentenreform ausgeknobelt haben, lesen Sie hier im Überblick:

  1. Die Idee einer verpflichtenden Kapitalrente sei »genial«, sagt der Bundeskanzler. »Ich habe mich nur darüber geärgert, dass ich nicht selbst draufgekommen bin.« Erleichterung in der Bevölkerung. Künftig sollen zusätzlich zwei Prozent des Bruttolohns nicht in, sondern an die Börse fließen – also dorthin, wo Geld genau das tut, was den Deutschen laut Merz abgeht: arbeiten und sich vermehren. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen ab 2028 die Kosten je zur Hälfte in 0,5-Prozentpunktschritten, bis die Zielmarke erreicht ist – oder neu gerechnet wird. Für rentennahe Jahrgänge, die von der Kapitalrente kaum profitieren, wird eine Übergangslösung geschaffen: Sie zahlen weiter fürs Gemeinschaftsgefühl ein und erhalten eine lebenslange Mitgliedschaft im Knax-Sparclub.