Offenbacher Anthologie (24) BRUCE “BIRDY” WHORNSIZE DOES MATTER Wieviel hundert Mal pro StundeStieß ich an? Wieviele BeulenBrachten mich wie oft zum Heulen? Wieviel Mensch blieb von der WundeDie ich war? Wieviele BalkenHaben mich zum Tier gebogen? Endlich bin ich umgezogenEndlich kann ich aufrecht walken* (*engl.: laufen) Fast ein Jahrzehnt lang war er Star der Manhattan Giants, lebende Inkarnation des amerikanischem Traums, denn tatsächlich als Tellerwäscher arbeitete der 1970 in die Bronx geworfene und ab Geburt absurd lange Lulatsch (2,07 Meter maß er mit 13 Jahren), bevor er über eine kurze Rapperkarriere zum Korbball fand, in seiner ersten Saison über 700 Dreier warf und zum hochbezahlten Helden wurde. Sein Fall war um so tiefer. Drogen, Rennautos und Sex ruinierten ihn, die Saison 1991/92 bedeutete für den unterdes 2,5 Meter hohen Whorn den Tief- und Wendepunkt: Er traf nicht mehr, er konnte und wollte nicht mehr, wurde entlassen und zog 2003, verschuldet und verlacht, zu seinen deutschen Vorfahren in ein Bamberger Fachwerkhaus, wo sein Martyrium begann. Es endete fünf Jahre später, als der Verein sich seiner erinnerte und ihm Obdach im berühmt-berüchtigten “Giraffe Village” gewährte, einem Asyl für verarmte Ex-Basketballer mit so wunderbar hohen wie entwürdigend engen Häuschen. Gleichwohl spricht schiere Dankbarkeit aus Whorns Gedichtband “Yippieh!!”, dem wir dieses erfreute und in der Anspruchslosigkeit seines Autors so traurige Gedicht entnehmen. ROR WOLF Beitragsnavigation Mit dem roten Porsche durchs Land Leko, das Ikea-Auto