Heute: Bgm. Ole von Beust (CDU) über das Schwulendrama “Milk”

“Milk” – was für ein (inzwischen oscargekrönter) Film! Endlich kann ich einige Zeilen darüber schreiben, nachdem mir die Herren Wowereit und Westerwelle in “Bild” und “Spiegel” zuvorgekommen sind. Gesehen habe ich ihn zwar immer noch nicht, wie ich aber der umfangreichen Pressemappe meines Sekretärs entnehme, handelt es sich um die Lebensgeschichte eines – mit Verlaub – homosexuellen Provinzpolitikers. Stars wie Robert de Niro, Barbra Streisand oder Bully Herbig lehnten die Rolle ab, und so wird Harvey Milch von Sean-Marie Le Penn verkörpert.

“Milk” ist ein Film zum Lachen, zum Weinen, vor allem aber zum Nachdenken – und zum Draufkommen, wie brandgefährlich ein Outing sein kann: Mitunter wird man (wie Harvey Milf) erschossen, mitunter verscherzt man es sich mit seiner homophoben Wählerklientel – und manchmal kommt man erst viel zu spät dahinter, daß der eigene Lebensgefährte eine bedenkliche Neigung zur Sterbehilfe hat. Alles Roger, wen ich meine?

Fazit: Großes Abschreckungskino, allerwärmste Empfehlung! Gehen Sie in “Milk” – aber lassen Sie Ihren Freund im Schrank!

Ole von Beust