Amen, Carsten Linnemann! Auf dem CDU-Parteitag in Berlin prangerten Sie einen schweren Missstand an: »Es kann nicht sein, dass im Hamburger Stadtteil St. Georg regelmäßig Protestanten auf die Straße gehen, um für das Kalifat zu demonstrieren.« Da müssen wir Ihnen recht geben! Das ist wahrlich weder würdig noch recht, dass so viele Mitglieder der evangelischen Kirche zu konvertieren gedenken! Erlauben Sie uns aber eine Ergänzung: Sollte man den Fünf-Punkte-Plan zur Rettung des Vaterlandes, den Ihre Partei mit der AfD und der FDP durchgebracht hat, nicht eventuell durch den sechsten Punkt ergänzen, dass CDU-Generalsekretär/innen den Abschluss eines Deutschkurses auf dem Niveau B1 vorweisen müssen? Oder wäre Ihnen das zu demonstrantisch? Immer volle Punktzahl: Titanic Mmmh, unbekannter Hobby-Fossiliensammler! Sie haben »66 Millionen Jahre altes versteinertes Erbrochenes in Dänemark entdeckt«, wie uns das ZDF auf Instagram brühwarm auftischte. Weiter haben wir nicht gelesen und fragen uns daher nun: Haben Sie daneben auch die Versteinerung von einem 66 Millionen Jahre alten, halb gegessenen Hot Dog mit røde Pølser und Fransk-Dressing entdeckt? Freuen sich schon auf den Sommerurlaub: Ihre Titanic Weißt Du was, Sylter Schickeria? Dieses Mal verschonen wir Dich! Die Welt ist gespalten genug, da möchten wir ausnahmsweise mal eine Geste der Versöhnung über den politischen Graben hinweg senden und verpflichten uns hiermit dazu, die Meldung »Kiloweise Kokain am Sylter Strand« nicht dazu zu verwenden, Witze zu machen. Gags wie zum Beispiel den, dass die neue Hosenkollektion von Ralph Lauren offenbar Löcher in den Taschen hat, werden wir uns für dieses Mal verkneifen. Und den Scherz, dass Du wohl zu geizig bist, um eine Lieferung bis in den Club zu bezahlen, werden wir garantiert nicht drucken. Auf keinen Fall werden wir spaßeshalber unterstellen, dass es sich bei den Kokssäcken am Strand lediglich um ein paar herumliegende Sylter Partygäste handelte, oder behaupten, dass wir bei der Insel der Yuppies erwartet hätten, die Schlagzeile wäre eher »Säckeweise Sand am Koks-Strand angeschwemmt« gewesen. Im Gegenzug hörst Du dann auf, rechte Lieder zu singen, zahlst Erbschaftssteuer und senkst die Mieten Deiner Mietshäuser? Oder gibst den Bewohner/innen zumindest etwas von Deinem »Sand« ab? Wünschen sich Deine Landeier von Titanic Sport frei, Renate Künast! »Hochleistungssportler müssen, wenn sie aufhören, abtrainieren«, äußern Sie mit Blick auf Ihr Karriereende als Bundestagsabgeordnete: »Das gilt, glaube ich, auch für Politiker.« Sehr richtig, Künast! Ihren Dauerlauf über das politische Parkett sollten Sie deshalb ganz allmählich ausschleichen lassen: nach dem Aufstehen öfter mal einen Stapel Anträge ausfüllen, sich vom Balkon aus mit einer Grundsatzrede an Passant/innen wenden oder nach einer hitzig geführten Debatte über die Abendessensbeilage per Handzeichen über Schmorgemüse und Kartoffelspalten abstimmen. Andernfalls kollabiert das auf Hochleistung trainierte Politikerherz. Weiß Titanic Kindisch, Autorin Elfie Donnelly! Der Zeit haben Sie verraten, dass Sie als mittlerweile 75jährige Erfinderin von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg in Wirklichkeit gar keine so große Kinderfreundin sind und eigentlich auch nie Geschichten für anstrengende Rotzblagen schreiben wollten. Die Heile-Welt-Storys, in denen beängstigend dämliche Dickhäuter und vorlaute Hexengören die Hauptrollen spielen, hätten Sie mehr aus einer eigenen Sehnsucht heraus erfunden. Lassen Sie uns mal über den Elefanten im Raum sprechen, Donnelly. Diese Informationen erst rauszurücken, nachdem Sie Eltern und Kindern, teilweise über mehrere Generationen, mit dem in Ton, Schrift und Bild gleichermaßen unerträglichen Schund einen Haufen Kohle aus der Tasche gezogen haben, ist schon etwas, für das wir uns gern noch zu Ihren Lebzeiten bedanken würden. Auch wenn wir in Wirklichkeit gar nicht so große Freund/innen von Ihnen sind: Sie hätten doch bestimmt nichts dagegen, wenn wir aus einem Gefühl der finanziellen Sehnsucht heraus Ihre Biografie schreiben, obwohl uns das eigentlich total anwidert? Ihre Berufsinfantilen von Titanic An diesem Votum, FDP-Vize Wolfgang Kubicki, haben Sie offenbar schwer zu schlucken gehabt. Nachdem insgesamt 23 Abgeordnete aus Ihren Reihen gegen das »Zustrombegrenzungsgesetz« der Union gestimmt bzw. sich enthalten hatten oder erst gar nicht zur Abstimmung erschienen waren, machten Sie Ihrem Ärger in einem parteiinternen Chat Luft: »Ich schlage vor, dass jetzt Marie-Agnes, Franziska Brandmann, Johannes Vogel und Konstantin Kuhle die Wahlkampfführung übernehmen«, prangerten Sie diejenigen Liberalen an, die sich zuvor gegen eine Zustimmung zum Gesetzentwurf ausgesprochen hatten, und endeten, den verpassten Wiedereinzug in den Bundestag bereits vor Augen, mit den Worten: »Ich räume schon mal mein Büro auf.« Das ist sehr löblich, Kubicki, denn im Gegensatz zu den von Ihnen namentlich erwähnten Flaschen entsorgen sich die in Ihrem Dienstzimmer nämlich nicht von selbst. Darauf erst einmal drei Sauvignon Blancs, einen Riesling, vier Silvaner und zwei Syrah! Titanic Clever, Fairtrade Deutschland! Du hast den »#fairbruary« ins Leben gerufen und forderst mit diesem Hashtag dazu auf, im Februar fair gehandelte Produkte einzukaufen. Dazu möchtest Du die Rezipient/innen Deiner Plakatkampagne durch Slogans wie »Nasch mal ’ne Fairolade«, »Iss mal ’ne Fairnane« und »Gönn dir ’nen Fairpresso« bewegen. Wenn Du mit diesen fairdammt furchtbaren Wortwitzen weitermachst, brauchst Du Dich aber nicht wundern, wenn es früher oder fairter zu Fairndalismus kommt. Erste Fairwarnung von Deiner Titanic Große Güte, Steffen Freiberg (SPD)! Echte Kenner/innen märkischer Lokalpolitik wissen: Als Bildungsminister Brandenburgs sind Sie nicht nur ein politischer Gigant, sondern überragen mit Ihrer beeindruckenden Körpergröße von 1,98 Metern sogar den ebenfalls kiefernhohen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD, 1,96 Meter). Wenn Sie, Freiberg, also von Gesprächen berichten, die Sie »auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern« des brandenburgischen Landesschülerrats geführt haben wollen, dann wachsen in uns bestenfalls Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit – und schlimmstenfalls Sorgen um Ihren Rücken. Verbiegt sich für niemanden: Titanic Handball-Haudegen Stefan Kretzschmar! Sie haben gewisse Bedenken, was die Außendarstellung des Handballsports in Deutschland angeht. Oder wie Sie es ausdrücken: »Wir sehen einfach scheiße aus. Unsere Trikots sehen aus wie Litfaßsäulen, da sind 15 Sponsoren drauf. Wer kauft sich das denn für die Freizeit? Keiner! Weil es natürlich in der Freizeit am Ballermann oder sonst wo einfach scheiße aussieht.« Aber, Kretzschmar: Wenn die Trikots wirklich so scheiße aussehen, wie Sie sagen, müssten sie dann nicht vielmehr von jedem Zweiten am Ballermann getragen werden? Oder gilt die Schinkenstraße in El Arenal neuerdings als Flaniermeile der Stilikonen und Trendsetter? Fragen die Litfaßsäulen von Titanic Gewohnt empathisch, Zeitschrift »Chrismon«, hast Du Dich ins Thema Opioid-Abhängigkeit in den US-amerikanischen Appalachen eingearbeitet. Für die Situation der Betroffenen lässt die Wahl von Donald Trump zwar nichts Gutes erwarten, doch gibst Du Dich zaghaft optimistisch und die fachkundige Meinung eines engagierten Suchtberaters wieder: »Wie Trump genau die Drogenpolitik der USA verändern wird, könne er noch nicht einschätzen. Die Tatsache, dass Trumps Bruder an einer Abhängigkeit gestorben ist, gebe ihm ein wenig Hoffnung.« Da pflichten wir ihm bei, liebe Chrismon. Bleibt aber noch die Frage: Wie kriegen wir den Präsidenten dazu, die nötige Überdosis zu schlucken? Wie immer von sich selbst berauscht: Titanic Kulturschaffende! Eure biografische Ortsauskunft lautet seit einigen Jahren stur, Ihr »lebt und arbeitet in Berlin«, vielleicht noch in Köln, Frankfurt oder München – aber wieso »lebt und arbeitet«? Weil so viele von Euch nicht da arbeiten, wo sie leben? Weil Ihr in Frankfurt arbeitet, es aber nicht stimmt, dass man da nicht leben kann? Oder weil Ihr, zumal in Berlin, klarstellen wollt, dass Ihr nicht ohne Arbeit in den Tag lebt? Und Eure Arbeit halt das Aufschäumen und Dicktun ist? In Frankfurt: Titanic Dobar dan, kroatische Konsument/innen! Aus Protest gegen stark gestiegene Preise haben viele von Euch, angestiftet von Verbraucherschützer/innen, einen Tag landesweit Euren Einzelhandel boykottiert. Der Gesamtumsatz sei dabei um rund 50 Prozent eingebrochen. Außerdem habt Ihr begonnen, Euch einzelne Discounter- und Drogeriemarktketten vorzunehmen. Diese Boykott-Aktion sollte sogar eine ganze Woche anhalten. Bevor der Protest in eine dritte Welle geht, würde uns aber interessieren: Wenn Ihr nichts mehr kauft, müsst Ihr ja ungeheuer was sparen – wahrscheinlich sogar mehr als wir bei unserem Wocheneinkauf bei Aldi! Was macht Ihr denn dann mit dem ganzen gesparten Geld? Verzocken? In die Gastwirtschaft tragen? Oder auf die hohe Kante legen? Wir jedenfalls würden empfehlen, dieses Geld zukunftssicher zu investieren – und zwar in die weiterhin boomende sowie renditestarke Printmedienbranche, insbesondere in Titanic Wo wir gerade dabei sind, »Tagesschau«! Du hast ein Bild von Herbert Kickl auf Instagram mit den Worten »Dieser umstrittene Politiker könnte bald Bundeskanzler in Österreich werden« betitelt und zeigst damit, dass Du verstanden hast, was journalistische Neutralität im Jahr 2025 bedeutet. Begriffe wie »rechtsradikal« oder »Faschist« wären in diesem Kontext zwar technisch auch korrekt gewesen, sind ja aber so negativ aufgeladen. Damit möchtest Du Deine Zuschauerschaft nicht belasten. Stattdessen berichtest Du sinngemäß: Faschismus – manche finden ihn ganz cool, andere nicht so. Und deutest damit an, dass Du schon gut vorbereitet bist für den Fall, dass auch in Deutschland die, die ihn cool finden, die Oberhand gewinnen. Ordnet Dir das ganz wertfrei ein: Deine Titanic Servus, Herbert Kickl! Was schreibt der Spiegel da? »Der Balkan als Kremllabor: Russland unterstützt den Vormarsch von Autokraten in Europa.« Dazu ein Foto von Viktor Orbán, dem tschechischen Ex-Ministerpräsidenten Babiš und Ihnen, wie Sie sich gegenseitig die Hände schütteln. Hat der Spiegel da unsauber recherchiert oder hat sich Österreich-Ungarn mit Ihrer Wahl dem Balkan angeschlossen und Tschechien gleich mitgenommen? Dabei gibt es in den Nachbarländern Italien, Schweiz und Deutschland doch genug kremlfreundliche Demokratiefeind/innen, mit denen man sich spitzenmäßig verbrüdern kann! Da haben Sie doch keinen Grund, Mitteleuropa gleich den Rücken zu kehren. Fühlt sich vor den Kopf gestoßen: Titanic Du hingegen, »Welt«, echauffierst Dich über den spanischen Rekordmeister im Männer-Fußball Real Madrid, der sich zuletzt nach einer Niederlage schriftlich beim nationalen Fußballverband beschwert hat. Schiedsrichter, nölte darin die Vereinsführung beleidigt, hätten sich gegen den Klub verschworen und wollten ihn mit ihren Entscheidungen sabotieren. Klare Sache, diese peinliche Nummer ruft nach einer kompromisslosen Schlagzeile. Dass Du, Welt, das Ganze mit »Schulhof-Verhalten: Real Madrid setzt einen vierseitigen Jammerbrief auf« betitelst, finden wir allerdings schon seltsam: Was zur Hölle haben Deine Redakteur/innen damals in der großen Pause bloß getrieben? Hat lieber Comics in der Ecke gelesen: Titanic Oh là là, Pariser Fremdenverkehrsamt! Du hast nun Dein letztes Touristenbüro am Quai Jacques Chirac im 15. Arrondissement geschlossen. Chapeau! Mit dieser Maßnahme hast Du dafür gesorgt, dass sich bei Auskunft suchenden Besucher/innen, die statt auf hilfsbereite Ortskundige nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen, sofort das authentische Paris-Feeling einstellt. Witzeln mit typisch deutschem Humor Deine Kulturrassist/innen von der Titanic Howdy, Liquid Death! Du bist ein US-amerikanischer Getränkehersteller, der Mineralwasser in Dosen verkauft und ins Deutsche übersetzt »flüssiger Tod« heißt. Gern hätten wir uns darüber lustig gemacht, dass Du ein Grundnahrungsmittel wie Wasser nimmst und es dann für teuer Geld anbietest, nur weil Du es mit einem brutalen Namen versehen hast. Wir hatten uns sogar schon überlegt, welche gesunden Lebensmittel wir umbenennen könnten, um zu zeigen, wie dämlich dieses Konzept ist. Dabei sind uns zum Beispiel Sterbsen eingefallen. Oder der Entschla(p)fe(l). Oder die Grabfruit! Aber dann haben wir bemerkt, dass Deine Strategie aufgeht, bist Du doch über eine Milliarde US-Dollar wert! Weshalb wir uns entschieden haben, uns ab jetzt ebenfalls den Marktmechanismen zu unterwerfen. Findet das immer noch besser, als qualvoll zu krepieren: Deine Todanic-Redaktion Unerhört, Pia Ratzesberger! In einem Essay in der Süddeutschen Zeitung fragen Sie: »Müssen Frauen jetzt auch noch im Kreißsaal abliefern?« Und natürlich müssen sie das nicht! Also, na ja, außer ein Baby. Meint voller Wohl und Wehen: Titanic Schnarch, Jan Josef Liefers! In Ihrem Podcast »Somnoversum – Besser schlafen mit Liefers und Fietze« sprachen Sie darüber, dass unter Schauspieler/innen zwei Albträume besonders verbreitet seien. »Der erste geht ungefähr so: Du bist in einem fremden Theater, musst auf die Bühne, aber findest den Weg nicht, weil die Gänge so verschachtelt sind. Du hörst, wie auf der Bühne schon zum dritten Mal das Stichwort für dich fällt, du weißt, du musst jetzt da raus, aber du hast dich heillos verlaufen. Im zweiten Traum bekommt man gesagt: ›Komm schnell, zieh das hier an, du musst auf die Bühne.‹ Dann steht man da, starrt ins Scheinwerferlicht, die Leute gucken einen an, und man hat keinen Schimmer, was von einem erwartet wird.« Es wird Sie vielleicht freuen, dass wir in der Redaktion ebenfalls zwei wiederkehrende Albträume haben, die den Ihren sehr ähneln. Im ersten sind wir in einem fremden Theater und finden den Ausgang nicht, während Sie, Liefers, auf der Bühne eine mehrstündige Performance abhalten, in der Sie alle Rollen eines Dramas spielen. Im anderen Traum sagt jemand: »Komm schnell, zieh das hier an, wir gehen in einen Film mit Jan Josef Liefers«, und man hat keinen Schimmer, was man sagen oder tun soll. Richtig wäre natürlich, sich zu weigern und »Ich bin doch nicht bekloppt!« zu brüllen, aber das fällt uns im Tiefschlaf leider nicht ein. Wir hätten allerdings einen Lösungsvorschlag. Hören Sie einfach auf, zu schauspielern, und genießen Sie Wach- wie Schlafphasen künftig ohne Angst, Druck und lähmendes Lampenfieber. Ihre und unsere gesunde Nachtruhe würde es Ihnen danken! Bleiben vorsorglich mit einem Bein in der Realität: Ihre Tagträumer/innen von Titanic Na, Sebastian »El Hotzo« Hotz? Nachdem vor einigen Monaten herausgekommen war, dass Du kein besonders netter Freund bist, zogst Du Dich eine Weile zurück. Gegenüber dem Spiegel hast Du nun aber deutlich gemacht, dass Du bereit bist, Deine Karriere wieder ins Rollen zu bringen: Du sähest das Interview als »berufliches Signal an Leute, die überlegen, ob sie mich in das Autorenteam einer neuen Show holen sollen: Hey, ich bin kein Risiko.« Außerdem hast Du enthüllt, dass Du Dein ikonisches Statement »Ich habe gelovebombt, gegaslightet, manipuliert und von Exklusivität gesprochen, Frauen hingehalten und Beziehungen verheimlicht, um nicht aufzufliegen« nicht allein, sondern zusammen mit zwei »beteiligten« Frauen verfasst hattest. Wie, Hotz, Du hast also einen zum Teil von Frauen geschriebenen Text als Deinen eigenen ausgegeben? So sehr musst Du aber doch auch nicht beweisen, dass Du perfekt in die Autorenteams der meisten Shows passt! Hört Deine Signale: Titanic Du, sogenannter Mönch von Lützerath, hattest bei den Protesten am Braunkohletagebau Garzweiler im Januar 2023 zwei Polizist/innen angegriffen – seinerzeit ein Hit in den sozialen Medien. Weil den Richter Dein Geständnis am ersten Prozesstag beeindruckt hat, wurdest Du vom weltlichen Gericht Erkelenz nur zu einer Geldstrafe von 4200 Euro verurteilt. Damit sind wir nun auch der Antwort auf die Frage nähergekommen, welcher Glaubensgemeinschaft Du eigentlich angehörst: den Trappisten mit ihrem Schweigegelübde jedenfalls nicht. Wünscht bei der Kollekte viel Erfolg: Titanic Kleiner Tipp, Nato-Staaten: Wenn Trump das nächste Mal mit dem Austritt aus der Nato droht oder deutlich höhere Militärausgaben von Euch fordert, damit Ihr weiterhin vom Schutz der US-Armee profitieren könnt, baut doch einfach ein paar Trump-Hotels an der Ostflanke. Dann wird Trump diese Grenze garantiert bis zur letzten Patrone verteidigen! »Gern geschehen« sagen Eure Militärhumoriker/innen von Titanic Apropos, »Funk«-Redaktion! Unter der reißerischen Überschrift »Nie wieder erkältet sein« empfiehlst Du zur Vorbeugung, Videos von »kranken Leuten« zu schauen, »die niesen und alles«. Dies stärke laut einer neuen Studie die Abwehrkräfte. Davor behauptest Du aber noch, dieser Vorschlag klinge »erst mal kontraproduktiv«. Und spätestens an dieser Stelle müssen wir Dir deutlich widersprechen, Funk-Redaktion: Denn Deine Idee klingt vielleicht zunächst komplett bescheuert, sinnlos oder albern, aber kontraproduktiv klänge sie ja nur, wenn man glauben würde, dass man sich durch die Rezeption von Bewegtbildmaterial kranker Leute bei diesen anstecken könnte! Hattest Du während der Coronapandemie auch Angst davor, Dich bei Redaktionssitzungen über Zoom zu infizieren? Liest Du zur Sicherheit keine Textnachrichten von kranken Freund/innen, falls sich die Viren über den Messenger übertragen? Und schaust Du auch bloß keine Zombiefilme, um nicht für die ganz große Katastrophe verantwortlich zu zeichnen? Wünschte, es gäbe einen öffentlich-rechtlichen Instagramkanal, der Dir solche Ängste nehmen könnte: Deine Titanic Nanu, »Funk«! Als wir Deine Überschrift »Wie viele Menschen müssen noch sterben?« auf Instagram sahen, dachten wir kurz, wir hätten versehentlich die Jugendausgabe der Compact abonniert. Aber tatsächlich warst Du es, liebe Funk-Redaktion, die sich nach dem Anschlag in Aschaffenburg für diese Ausdrucksweise entschied, während eine migrationsfeindliche Welle durchs Land rollte. In Deinem auf eine Instagramkachel passenden Kommentar beschwichtigtest Du zunächst, dass Du ja »nur eine Instagram-Seite für junge Leute« seist, um dann zu fordern: »Wir brauchen Sicherheit in Deutschland. UND: Wir brauchen Lösungen, die in der Realität funktionieren, mit unseren Werten vertretbar sind und nicht nur in populistischen Tiktoks gut klingen.« Wie schade, Funk. Wärest Du nicht einfach nur eine Instagramseite für junge Leute, sondern ein journalistisches Medium, hättest Du nämlich recherchieren können, wie sehr sich die innere Sicherheit denn wirklich verändert hat. Oder auch, welche Ansätze tatsächlich dabei helfen, Gewalttaten vorzubeugen. So bleibt Dir aber leider nichts anderes übrig, als Dinge zu verbreiten, die gut in populistischen Instagramkacheln klingen. Ist nur ein Satiremagazin: Titanic Schalke-Trainer Kees van Wonderen! Nach einem 0:0 Ihrer Mannschaft gegen Eintracht Braunschweig fachsimpelten Sie über den Platzverweis eines gegnerischen Spielers: »Nach der roten Karte wurde es aber umso schwerer, weil sich der Gegner dann vollständig hinten reingestellt und mit allem verteidigt hat. Wenn wir das Spiel in Gleichzahl beenden, bin ich überzeugt, dass wir das Tor machen.« Da hatten Sie ja richtig Glück, dass es nur eine rote Karte war – nicht auszudenken, wie es Ihrer Truppe ergangen wäre, wenn die anderen zwei oder gar drei Spieler weniger gehabt hätten! Und nur so als Idee: Machen Sie es dem nächsten Gegner doch mal so richtig schwer und starten Sie direkt selbst in Unterzahl! Ihre Nachtreterin Titanic Pssst, Bettina Stark-Watzinger! Sie bewerben sich als Spitzenkandidatin der Freien Demokraten Hessen erneut um ein Bundestagsmandat. Und zwar mit dem Ihnen in den Mund gelegten universellen FDP-Wahlkampfslogan: »Schönreden ist keine Wirtschaftsleistung.« Schön reden aber ebenso wenig. Es sei denn, Sie verdingten sich beispielsweise als Pressesprecherin, Rhetorikcoach oder Trauerrednerin. Da Sie es allerdings in Ihrer Zeit als Bundesbildungsministerin mit der Kommunikation im Allgemeinen ja ohnehin nicht so hatten, sagen wir schon einmal: »Auf Nimmerwiederhören!« Titanic Beitragsnavigation Aus Eugen Egners Püppchenstudio Vom Fachmann für Kenner | März 2025