Laut Testament ein Fest am Endvon Jürgen Miedl Es wurde sein Begräbnis zum richtigen Erlebnis, zwar nicht für ihn, doch für uns, die ihn kannten. Die Grabinschrift: vergoldet. Die Redner: gut besoldet. Nur deshalb nannten sie ihn “den Brillanten”. Fünf DJs auf Emporen samt Laserprojektoren beschallten uns mit “My Way”-Varianten. Die neue Gruft war prächtig und das Buffet sehr mächtig. “All You Can Eat” für Beileids-Gratulanten. Ihn schmückte Goldgeschmeide. Sein Anzug war aus Seide mit Knöpfen aus geschliffnen Diamanten. Bequem lag seine Leiche im Luxus-Sarg aus Eiche, getragen von trainierten Elefanten. Er wollte so begraben ein letztes Späßchen haben, denn zahlen mussten all das wir Verwandten. Beitragsnavigation Aus Eugen Egners Püppchenstudio Der Live-Ticker zur Präsidentschaftswahl