Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 54

»Düfte sind die Gefühle der Blumen«

1.8. Gegen Morgensteifigkeit Turnübungen. Zum Frühstück Süßes. Cranberry-Walnuss-Plätzchen, Schokocreme, Kakao. Vormittags am Roman, mittags ins Café Diverso, nachmittags mit Bertram Leyendieker auf eine »schnelle Wurst« zu Willis Schwenk Grill. Willi hat einen neuen Schnack parat: »Pass auf, dass du nicht pleitegehst beim Versuch, reich auszusehen.« Abends noch in Elias Canettis Aufzeichungen 1992-1993 gelesen: »Man muss in der Zukunft so lächerlich erscheinen, wie man ist.«

2.8. Liste von Dingen, mit denen ich im Moment zufrieden sein könnte:

  • das neue dunkelgrüne Küchenmesser
  • dass ich ein »UHU« bin (Gewicht unter 100 Kilo)
  • dass ich mein Abi schon in der Tasche habe
  • dass ich nicht Verkäuferin geworden bin
  • dass ich in »Fritz Veranstaltungstipps« (Hessen) als Cross-over-Orakel bezeichnet wurde

3.8. 1) SCHATULLE FÜR KINDER. Ältere Tiere im Herbst ihres Lebens: Eine Ente geht in Rente. Ein Elefant im Ruhestand. Ein Skorpion in Pension. 2) Noch etwas diffuse Idee: Umgekehrte Beweislast im Schnellrestaurant. Dem Gast wird ein Eierwecker auf den Tisch gestellt, der nach vier Minuten klingelt, bis dahin muss er aufgegessen haben, sonst wird abgeräumt. Tja. Unausgereift, aber »da geht was«.

4.8. Zu neuen Qualen ruft ein neuer Tag! Bereits um 8.45 einchecken am Schreibtisch. Dienst nach Vorschrift quälend, unlustig und zerstreut. Abbruch. Nachmittags beim »Dösen« kommt mir folgende Frage in den Sinn: Das Gesicht voller Semikolons. Wie sähe das wohl aus? Abends Martini-Cocktails und leichte TV-Kost: »Arme Ritter mit Süßstoff«. Helmut Zierl spielt einen Restaurantbesitzer, dessen neue Spülhilfe sich als seine Tochter entpuppt. Mimus vitae.

5.8. Klassentreffen »Abi 83« im Festsaal des Gasthauses Voss in Harburg-Langenbek. Mittlerweile sind wir nur noch sieben Ehemalige, Übriggebliebene, Versprengte, Sentimentalis (abgeleitet von sentimental, selbst ausgedacht, geil). Das Treffen ist aus gesundheitlichen Gründen bereits um 14.30 anberaumt. Es gibt Pflaumenschnitten und Käsekuchen. Statt Kaffee/Tee ist mir nach der Kombi Bier/Linie-Aquavit. Der herzkranke Andy Vosskuhle wird um 17.00 von seiner Frau abgeholt, Dieter Zurwehme macht als letzter Mohikaner eine Stunde später die Biege. Da ich sauftechnisch den Überblick verloren habe, mache ich mit dem Dräger Alcotest 3000 einen Atemalkoholtest. Ergebnis: 2,36 Promille, also absolut fahruntüchtig. Ich bin gezwungen, im Gasthaus Voss zu übernachten. Esse im verwaisten Gastraum Pellkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, dann mit einer Flasche Dornfelder halbtrocken aufs karge, schmuddelige Fremdenzimmer (Bett misst lediglich 1,70 m, Schlaf nur mit angezogenen Beinen möglich). Im Mini-Fernseher zunächst die Siebziger-Jahre-Italo-Komödie »Ciri di Nervi«, dann »Bevor der Sack endgültig zu ist – RTL-2 erfüllt Wünsche Todkranker«. Déprime.

6.8. Kater bis in die Nachmittagsstunden, danach überraschend gut gearbeitet, abends alleine im Restaurant Diverso Rinderzunge mit Madeirasauce, Champagner und Schlagrahm-Kaffee.

7.8. Vormittags gearbeitet, aber zweifelhaft, Apfel Mülleimer. Nachmittags ins Café 2 Talk. Schlagzeilen in den ausliegenden Zeitungen: SUPER–BAGGER FRISST ATOMKRAFTWERK // CHINESEN KAUFEN UNSER GRILLFLEISCH WEG // BAUER (54) BRINGT FRAU (51) MIT GÜLLE UM.

8.8. Alkoholikerfragebogen Teil 3

  • Schämen Sie sich, wenn Sie Alkohol verdünnen?
  • Haben Sie Verständnis für Menschen, die alkoholfreien Sekt trinken?
  • Nehmen Sie Alkohol auch mit ins Freie
  • Tauschen Sie andere Flüssigkeiten gegen Alkohol aus?
  • Freuen Sie sich im Urlaub immer schon auf den Alkohol?

9.8. Wenn Sie zufällig Lamm heißen und ein Heim für Jugendliche aus »prekären Verhältnissen« betreiben: Schwererziehbaren-Heim Lamm – Zöglinge so brav wie ein Lamm auf dem Weg zur Schlachtbank.

10.8. Wieder mal Burning-feet-Syndrom. Wegen unerträglich heißer Füße als letztes Mittel nasse Socken angezogen.

11.8. Nachmittags wieder ins Café 2 Talk. In »Motivation heute«: Wenn du es dir nicht zweimal in bar kaufen kannst, kannst du es dir auch nicht leisten // Plane deinen Erfolg, oder du planst dein Scheitern // Das Geld muss aus dem Fenster raus, damit es durch die Tür wieder hereinkommt.

12.8. Tagsüber nichts. Gute Stimmung trotz Rheuma. Abends Sauerkrauteintopf, Bierbrot. Lecture Briefwechsel Paul Auster/ J.M. Coetzee (»Von hier nach da«). Nachtgedanke: Erstens brauche ich kein Geld, und zweitens habe ich nichts zu sagen.

13.8. Vormittags Turnübungen, Massage, Schlammbad. Streicheleinheiten für Körper & Seele, tut richtig gut. Danach Arbeit (am Roman) recht flüssig, netto vier und eine Viertelstunde. Abends zum Dinner mit Meyer-Schulau in Manuels Taverne (Karpfen in schwarzer Sauce).

14.8. Durchfall.

15.8. Brainstorming: Die Eselsbrücke ist die Brücke des kleinen Mannes // Popcorn auf Fehmarn // Blitz und Dollar.

16.8. Heute nichts.

17.8. Google-Suchverlauf August: astra brauerei hamburg – totes meer – zwangsversteigerungen hamburg – wutzrock 2019 – gerd mausbach – gert mausbach tot – kitchenaid – kitchenaid black Friday – wolfram kons – the nottwist – maike von bremen – allgemeinarzt stresemannstraße hamburg – chonquin größte stadt der welt – chongqing – stage club – regent berlin – gebratene tauben in den mund fleigen – vitello tomato – entfernung laatzen hannover.

18.8. Da mir der Coffee-Song (siehe Juli-Schatulle) so gut gelungen ist, versuche ich mich an einem Wine-Song.

Vers 1 Heute ist Wochenstart, alles gut, läuft. Okay, du bist ein klein wenig zittrig vom vielen Kaffee, aber um Punkt 18.00 läuft der erste, erlösende Schluck Weißwein durch deine Kehle, vielleicht ein ...

Refrain 1 Sauvignon Blanc, Rivaner, Muskateller, Grauburgunder, Chardonnay, Riesling, grüner Veltliner oder schöner Schoppen Müller-Thurgau

Vers 2 Das war gestern ’ne ganz schöne Sause, irgendwann hast du aufgehört, die Flaschen zu zählen, aber, hey, man soll die Feste feiern wie sie fallen, und heute abend geht es weiter, diesmal mit leckerem Roten, vielleicht ...

Refrain 2 Montepulciano, Pinot Noir, Beaujolais, Tempranillo, Chianti, Dornfelder, Zinfandel oder schönem schweren Spätburgunder

Bridge/Mittelteil Die Uhr tickt, der Countdown läuft, du zählst die Minuten bis zum erlösenden Ploppen, was darf es denn heute sein? Edelwein, Tafelwein, Landwein, oder zur Abwechslung mal die süße Rutsche, Portwein, Madeira, Trockenbeerenauslese, eben echter Schlabberwein … Feeling happy, feeling fine, und die ganze Schnauze voller Wein usw.

Der Titel könnte auch Rebengold heißen.

19.8. BRAINSTORMING: Athleten und Oblaten // Schnabeltassenlampe // Düfte sind die Gefühle der Blumen.

20.8. Mittags Kartoffel-Pudding mit Schinken, Abends Glücksspiel. Zum ersten Mal wurde mir im Casino Esplanade UNAUFGEFORDERT ein doppelter Cointreau und Bier (mein Stammgedeck) hingestellt. Bezahlen musste ich auch nicht. Selten habe ich mich willkommener gefühlt. Ein Gast, den man ehrt und schätzt, bevor er abgemolken wird. Schön, dass es so was noch gibt. Die 2200 Euro Verlust habe ich gerne in Kauf genommen.

21.8. Dann doch sehr geärgert über den hohen Verlust. Doppelter Cointreau und Bier kosten im Esplanade 12 Euro. Ich hingegen habe 2200 bezahlt. So muss man es sehen. Getriezt, gepiekt & abgemolken.

22.8. 8.15 hoch. Scrambled eggs mit baked tomatoes und Nordseekrabben. Sehr heiße Füße schon morgens, deshalb lauwarme Beinbrausung. Gesichtsatrophie tagsüber, abends nichts.

23.8. Am Schreibtisch »eingelocht«. Arbeit in peinlichem Schneckentempo, wie ein Viertklässler, ein einziges Gestottere, es gelingt höchstens mal ein Absatz. Erschreckend geringe, uninspirierte Textproduktion. Nachmittags zur Hühnerjagd.

24.8. Alltagsfrage: Warum kriegt man eigentlich Falten, wenn man Getränke mit dem Strohhalm trinkt?

25.8. Wieder mal die »Pierre M. Krause Show« geschaut. Moderator Pierre M. Krause entert mit seltsamen Sprüngen die Bühne, dabei hält er sich zwei Zwiebeln vor die Augen.

Der dazugehörige Gag: »Das ist der Zwiebel-Look.« Weiter geht’s. Im Eingangs-Stand-up verbrät er jede Menge Premium-Witze: »Veganer-Kinder sind kleiner, man spricht auch von sogenannten Fruchtzwergen.« Und so weiter. In einem Interview sagt er, sein später Sendeplatz sei kontraproduktiv, er könne ein viel breiteres Publikum erreichen. Der gelernte Bankkaufmann ist ein Tausendsassa und als solcher auch Buchautor. Sein aktueller Streich: »Hier kann man gut sitzen – Geschichten aus dem Schwarzwald«. Laut Verlagswerbung »wunderbare Geschichten, direkt aus dem Leben gegriffen«. Leserstimmen:

  • »So schnell hatte ich noch kein Buch gelesen. Wenn man anfängt, kann man gar nicht mehr aufhören.«
  • »Das Buch wurde mit sehr viel Humor geschrieben. Und macht einfach nur Spaß.«
  • »Ich bin so ein kleiner Fan von Pierre M Krause, weshalb ich mir das Buch einfach mal kaufen musste.«
  • »Mit seinem Wortwitz und den lustigen Geschichten trifft Pierre M Krause genau meinen Humor.«

26.8. Prothese gebrochen.

27.8. In Manuels Taverne am Nebentisch einen Witz aufgeschnappt: »Was ist der Unterschied zwischen Jesus und einem Holländer? Jesus hat aus Wasser Wein gemacht, der Holländer aus Wasser Tomaten.« Leise glucksend gelacht.

28.8. Im Bassin gebadet. Zum Dinner Roastbeef garniert, versch. Törtchen mit süßer Füllung. Abends chess against (the) computer.

29.8. In den Tagebüchern 1974 –1978 von Martin Walser: »Ich leide so wenig, dass mir öfter etwas wehtun muss. Es müssten noch ganz andere Schmerzen kommen. Ich leide viel zu wenig. Das ist eine Überzeugung, die ich fanatisch aufsage. Ich bin ein großer Heuchler. In jeder Hinsicht. Es gibt keine Hinsicht, in der ich nicht ein Heuchler wäre.«

30.8. Warum gibt es die Schatulle jetzt bereits seit einer »gefühlten Ewigkeit«? Weil sie immer neu, immer überraschend, immer fresh und immer innovativ ist, eben einfach geil. Damit das auch so bleibt, gibt es ab heute den brandneuen Schatullen-Service Lebensoptimierende Maßnahmen:

  • Reservieren Sie im Restaurant stets auf den Namen Bismarck
  • Begleichen Sie Forderungen sofort ohne Abzug und Skonto
  • Besorgen Sie sich einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige
  • Nehmen Sie sich für Telefonate, Nachrichten, E-Mails und Briefe nicht mehr als eine halbe Stunde täglich
  • Ein Bademantel macht das Leben süß

31.8. Anfrage aus Leipzig, ob ich als Dozent einen Wochenend-Workshop creative writing geben möchte. Titel des Seminars: »Schreiben in Scheiben«. Was kommt als nächstes? Lehne entrüstet ab.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
24.02.2020 Frankfurt, Henscheid TITANIC vs. Karneval – die endgültige Sitzung
25.02.2020 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt