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Jetzt wird’s ernst! Im September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag, und die AfD hat gute Chancen auf eine Alleinregierung. Alternativ könnten sich alle anderen gewählten Parteien zusammentun – wie in Michel Houellebecqs »Unterwerfung«, nur ganz anders! Problematisch: Die CDU müsste mit der Linken gemeinsame Sache machen. Undenkbar oder völlig ausgeschlossen? Zeit für ein paar Gedankenspiele …

PRÄAMBEL

Die Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts haben mit der Landtagswahl am 6. September 2026 ein klares Bekenntnis zur Demokratie, zur freien Gesellschaft und zu den Prinzipien unseres Rechtsstaats abgegeben – an der Garderobe im Wahllokal. Sie haben mit ihrer Wahlentscheidung die Grundlage gelegt, um für die noch nicht absehbare Dauer der neunten Wahlperiode eine verlässliche, teildemokratische Mehrheit (APO mitgerechnet) zu bilden und Sachsen-Anhalt mit Kompromissen, die alle Wünsche offenlassen, nach dem Zufallsprinzip zu regieren.

In jedem Unvereinbarkeitsbeschluss steckt immer auch ein Schluss. Die Landesverbände der Christlich Demokratischen Union (CDU) und der Linken (WASG, PDS, SED, SDS, ACAB) unterzeichnen diesen Koalitionsvertrag mit Bauchschmerzen (Linke), zitternder Hand (CDU) und Zaubertinte (CDU, um zukünftige konservative Koalitionspartner nicht unnötig zu provozieren). Wir tun dies aus Liebe zu unserer sachsen-anhaltinischen Heimat (CDU) und ungern (Linke und CDU).

Trotz sich diametral gegenüberstehender Überzeugungen (Kapitalismus – soziale Marktwirtschaft, Israel – Kuba, Stones – Puhdys) werden wir als Koalitionspartner gemeinsam nach den erstbesten Lösungen für unser Land und seine Bürger (CDU) und Bürger*innen (Linke) ringen – bis zur Selbstverleugnung (Linke). Wir wollen eine Gesellschaft mit Freiräumen und No-Go-Areas, und wir wollen wieder »Broiler« sagen dürfen und »Rotkäppchensekt«. Alerta, alerta! ¡Hasta …