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Das Gesundheitswesen siecht weiter vor sich hin. Die Zahl der Apotheken ist auf den niedrigsten Stand seit 1977 gesunken. Um gegen den Versandhandel bestehen zu können, sollen sie sich laut Ökonomen zu »Tankstellen der Gesundheit« entwickeln. Angesichts der von der Bundesregierung geplanten Gesundheitsreform ein Super-Plus-Vorschlag.
Einige Apotheker haben aus dem Notdienst bereits eine Tugend gemacht und ihre Öffnungszeiten angepasst. Nachtschwärmer erhalten nun rund um die Uhr Granufink gegen ihr Prostataleiden und können sich zusätzlich mit Hustenstiller, Halsbonbons und Nikotinkaugummis eindecken – in haushaltsüblichen Dosen (0,33 l). Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt außerdem die Anhebung des Fixhonorars für jede abgegebene Packung eines verschreibungspflichtigen Medikaments von 8,35 Euro auf 8,359 Euro. Zapfsäulen zur SB-Blutentnahme befinden sich dagegen noch in der Entwicklungsphase.
Trotz aller Veränderungen können Stammkunden beruhigt sein: Im Zeitschriftenregal liegen weiterhin Apotheken Umschau und medizini aus. Das richtig harte Zeug, z. B. Pharm Girls Exposed, wird unter der Ladentheke gehandelt – und die Packung Taschentücher gibt es auch wieder gratis dazu.


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