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Zwei mutmaßliche iranische Agenten sollen Mordanschläge in Deutschland vorbereitet haben, unter anderem auf den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Die Grünen). TITANIC hat deutsche Politiker/innen gefragt: Haben Sie davon gehört? Was sagen Sie dazu? Und: Was macht das mit Ihnen?

Friedrich Merz, CDU, Bundeskanzler

Ich habe mir die Abschussliste aus Teheran angesehen und bin zutiefst schockiert. Dass ich von meinem eigenen nutzlosen Volk verlacht und beleidigt werde, bin ich ja gewohnt. Aber dass ich nicht ins Visier des derzeitigen Schurkenstaates Nummer 1 gerate, enttäuscht mich maßlos, auch auf einer menschlichen Ebene.

Dabei habe ich wiederholt die Ungenießbarkeit der persischen Küche betont und die iranische Hauptstadt »beschissener als Bottrop und Belém zusammen« genannt. Sicher, mich mit meinen 1,98 Metern fachgerecht zu filetieren, ist ein Kraftakt, trotzdem: So geht man mit Feinden nicht um!


Alexander Dobrindt, CSU, Innenminister

Eine schlimme Sache – aus der wir jetzt auf keinen Fall den falschen Schluss ziehen sollten, nämlich dass der Iran kein zu 100 Prozent sicherer Herkunftsstaat ist!


Dorothee Bär, CSU, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Auftragsmord? Mit mir nicht! Die jungen Leute müssen wieder lernen, selber zu morden, gerne neben dem Studium, dabei sammeln sie nämlich wertvolle Erfahrungen fürs Leben und den Beruf, zum Beispiel den Beruf Mörder. Wichtig wäre mir auch, dass Todeslisten künftig digital einsehbar sind.


Nina Warken, CDU, Gesundheitsministerin

Ich bitte Sie! »Todesliste«, das ist ein tendenziöser Begriff, den ich entschieden ablehne. Ich bevorzuge »Reformentwurf«, und darin können sehr, sehr schöne Dinge stehen, zum Beispiel »Streichung des Entlastungsbetrags«, »Zugangserschwernis bei Pflegegraden«, »Strafbesteuerung von Kinderlosen«, »Einzahlzwang für Minijobber« … uhhh, entschuldigen Sie mich, ich möchte allein weiteredgen.


Hendrik Wüst, CDU, Ministerpräsident NRW

Es ist immer unerfreulich, wenn ein Politiker ausgeschaltet wird. Doch wir sollten nicht vergessen, dass dort, wo jemand verschwindet, eine Lücke entsteht, und diese Lücke wird früher oder später gefüllt werden müssen. Durch wen? Das entscheide nicht ich, ich sage nur: Einer geht, ein anderer rückt nach. Jeder ist ersetzbar. Lassen Sie sich das in Ruhe durch den Kopf gehen.


Nico Semsrott, parteilos, ehem. MdEP

Jemand will mich umbringen? Na endlich! … wäre der Witz gewesen, den ich vor zehn Jahren gemacht hätte. Heute ist mir ganz und gar nicht mehr zum Lachen zumute. Weshalb, erkläre ich Ihnen in meinem neuen dreistündigen Soloprogramm. Danach wünschen Sie sich, Sie wären tot!


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