Liebe Fans und Freunde, während ich diese Zeilen an euch schreibe, bin ich noch ganz hin und weg, soll heißen, verkatert. Die Wähler haben abermals für meinen Krawallkurs gestimmt und das musste natürlich gefeiert werden. Es waren ein paar echt wilde Nächte, irgendjemand hat dann noch frühmorgens einen ehemaligen Beamten bezahlt (zwei Empanadas), damit der gegen ein Känguru auf Steroiden boxt. Schon nach wenigen Schlägen hing er in den Seilen und war am Rumeiern wie der Peso. Aber das ist nun mal die Freiheit, die ich meine!

Natürlich hatte ich jederzeit einen Plan B in der Lederjackentasche: mehr Christian Lindner wagen! Also verdünnisieren, Geld zählen und Golfrasen über die Sache wachsen lassen. Was wurde in den letzten zwei Jahren nicht über mein Auftreten gespottet. Auf meine Kettensäge wurde mit dem Holzhammer eingeschlagen. Bei so viel Aggression und Kritik stehen mir schon manchmal die Haare zu Berge.

Was jetzt aber zählt, liebe Freunde der Freiheit, ist, dass wir zusammenstehen, nach vorne blicken und jemand die Überreste dieser Sause wegputzt. Außerdem sollte der Anwalt mal zu Potte kommen. Es gibt ja auch überhaupt keine Beweise dafür, dass ausgerechnet ich dem weißen Tiger das Kokain in den Arsch geschossen haben soll. Und wer sagt, dass diese Gewerkschafter ihn nicht selbst in ihr Büro geholt und von außen die Tür abgeschlossen haben? In diesem Sinne: Lassen Sie nichts anbrennen, good luck und vertrauen Sie auf mich, Ihren:

El Presidente


»Nur für Gäste« – die neue Kolumne von Ghostwriter Fabian Lichter. Ab jetzt jeden Mittwoch nur bei TITANIC!