Kleidung

Entgegen populärhistorischer Darstellungen waren die Germanen nicht schlammfarben gekleidet, sondern experimentierten mit eleganten Neonfarben, die sie aus Beeren und Schmetterlingen pressten. Außerdem entwickelten sie die erste atmungsaktive Tunika mit einer eingenähten Schicht aus perforierten Katzendärmen, ein Vorgänger der Funktionsjacke.

Zeitrechnung

Als einziges Volk auf dem europäischen Kontinent lebten die Germanen nach dem Schweinekalender. Aus unbekannten Gründen betrachteten sie Schweine als Gestirne und richteten ihr Leben nach deren Konstellation aus: wann die Äcker bestellt wurden, wann geerntet wurde, wann die Gestirne geschlachtet wurden.

Religion

Traurig, aber wahr: Weil den Germanen wenig Faszinierendes in der heimischen Natur begegnete, begannen sie, die Pfützen anzubeten, deren Erscheinen und Verschwinden ihnen unerklärlich vorkam. Besonders mächtige und Ehrfurcht gebietende Pfützen wurden zum Schutz mit Steinen ummauert.

Sprache

Deutsche Ausdrücke wie »Schadenfreude«, »Waldeinsamkeit«, »Fingerspitzengefühl« und »Zeitgeist« haben internationalen Kultstatus erreicht. Interessant: Ziemlich genau diese Gruppe von Wörtern bildete neuen Erkenntnissen zufolge den Wortschatz der germanischen Stämme, und zwar den gesamten. Eine Verständigung über die einfachsten Dinge war dadurch unmöglich.

Familie

Hier gab es keine großen Besonderheiten im Vergleich zu heute. Es gab das gleiche fragwürdige Geflecht aus Großeltern, Tanten und Cousins und Cousinen, die man, so gut es geht, meidet. Wer wen heiratete, das bestimmten die Pfützen und Schweine.

Kultur

Die Germanen verfügten über einen überaus feinsinnigen Humor, der spielerisch über historische Grenzen hinweg schillerte. Das belegt eine Reihe von Steintafeln, auf denen Stammesmitglieder geistreich über ihre Vorfahren in der Antike fantasieren und spötteln – Chapeau!