Liebe Eigentümer*innen, warum vermieten Sie nicht?

»Es ist ein Wunder, dass es ›Mieter‹ heißt und nicht ›Michter‹! Denn die meisten Mieter denken die ganze Zeit nur ›Ich, ich, ich!‹: ›Ich möchte aber in einer Wohnung mit funktionierender Heizung leben!‹ – ›Ich will aber, dass in meinem Keller keine zwanzig Zentimeter Wasser stehen!‹ – ›Das ist ein Blindenhund, den brauche ich unbedingt, Hilfe!‹ Deswegen suche ich gerade andere Einnahmequellen. Glauben Sie, ich könnte den ›Michter‹-Gag an Böhmermann verkaufen?«

»Haben Sie sich die Leute schon mal angesehen, die hier vor der Tür stehen und eine Wohnung suchen? Verbrechervisage, dunkle Haare, also uneindeutige Ethnie, schlurfender Gang, böse Augen, und geduscht sehen die auch nicht gerade aus. Ach, das ist ja gar nicht die Haustür, sondern mein Spiegel im Flur!«

»Ich wäre ja schön blöd, wenn ich die Einliegerwohnung vermiete! Glauben Sie, ich hole mir extra einen Zeugen ins Haus, der jedes Mal die Polizei ruft, wenn ich meine Frau schlage?«

»Warum ich nicht vermiete? Ich habe einfach noch nicht die Richtige gefunden – und damit meine ich dich (25, 45, 160), die für einen Mietnachlass zu kleinen Gefälligkeiten bereit ist (Geschirr spülen, meine Dachrinne reinigen, meine ›Dachrinne‹ ›reinigen‹). Ruf einfach durch oder komm mal unverbindlich nach Mitternacht vorbei!«

»Ich vermiete meine Wohnung, allerdings sind meine Mieter sehr, sehr klein und nicht mit bloßem Auge wahrnehmbar. Und ihre Stimmen sind so hoch, dass sie von den meisten Menschen nicht gehört werden können. Gerade schreien sie, dass Sie bitte die Tür schließen sollen, wir heizen hier ja nicht für draußen und wohnen auch nicht in der U-Bahn! Außerdem haben Sie das Parkett ganz dreckig gemacht! Das macht dann 500 Euro, bitte!«