Ständig liest man von möglicher militärischer Eskalation. Überall wird aufgerüstet, und der Iwan winkt schon. Brauchen wir bald alle einen eigenen Bunker? Was zahlt der Staat? Gibt es Zuschüsse bei einer solarbetriebenen Flak auf dem Balkon? TITANIC begleitet Sie auf dem Weg zu Ihrem Traumbunker und klärt die wichtigsten Fragen: 1. Standortwahl Bauen Sie Ihren Bunker nicht im Dachgeschoss. Denken Sie weiter unten. Graben Sie sich tief in den Boden ein. Hören Sie die Regenwürmer husten? Nein! Denn die sind in Sicherheit und genießen heimlich ihr Leben. 2. Interieur: Angst trifft Eleganz Schutz vor Bombentod und décoration élégante schließen sich nicht gegenseitig aus. Leben Sie wie Sonnenkönig Ludwig XIV. – nur ohne Sonne. Denken Sie an goldene Lüftungsgitter und raffinierte Marmorböden. Entscheiden Sie selbst: Wenn es draußen einschlägt, platt auf dem harten Boden liegen oder lieber gemütlich eingekuschelt im Prunkbett? 3. Vorräte Vergessen Sie die peinlichen Prepper auf Kabel Eins! Niemand will mit Heinz-Bohnen oder dem Erasco-Feuertopf überleben. Auch unten spielen Sie in Ihrem Bunker kulinarisch oben mit. Champagner in Aluminiumflaschen, vakuumversiegeltes Wagyu-Rind, eingeweckte Dubaischokolade. Schlürfen Sie ruhig Austern im Atomkrieg, nur essen Sie bald. 4. Smart Bunker Bleiben Sie auch unten smart! Mit einem Sprachassistenten können Sie viele Smart-Home-Geräte per Sprachbefehl steuern. Schalten Sie das Licht an, stellen Sie Ihre Wunschtemperatur ein und installieren Sie ein smartes Lüftungssystem: »Alexa, Lüftung an! ALEXA, LÜFTUNG AN! ALLEEEXXA!!!« Tipp: nicht nuscheln! 5. Entertainment Bunker sollen auch Spaß machen. Stellen Sie einen privaten Escape-Room zusammen, in dem Ihre Familie spielerisch lernt, dass man nicht fliehen kann. Bauen Sie einen eigenen Pool, aber klären Sie vorher die Frage der Wartung, wenn der Poolboy oben im Phosphor verglüht. 6. Vorsicht vor Neidern Klopft es an der Panzertür, möchte der Nachbar nie Zucker oder Mehl, sondern sein Leben retten. Fallen Sie darauf nicht rein. Wieso hat er sich nicht selbst einen Traumbunker gebaut? War er zu faul? Leiden Sie nicht unter seiner Borniertheit! Beitragsnavigation Müters Söhne #44 Obacht, Oettle #2