Hinschied eines Lauteren

Zum Tode Jörg “Jörgi” Haiders

 

Ob er döste oder’n kleinen

Feigling soff und onanierte,

Als er Graben, Zaun und einen

starken Pfeiler anvisierte –

 

Jedenfalls voll Gummi gab er

Und verlor das Feingefühl

Für den Phaeton©. Drinnen nur er,

Doch schon einer war zuviel.

 

Siebzig hat er höchstens fahren

dürfen wegen Polizei.

Die verriet, wieviel es waren:

Hundertvierzig und noch zwei,

 

Und so stieß er in den Pfeiler,

Und so stieg wie mit Gefieder

Er steil hoch und immer steiler

In die Luft und sank hernieder

 

Und dann ward er uns genommen

Wie er lebte: laut und schnell.

Ist er zu Gottvater ‘kommen,

Dieser neue Wilhelm Tell?

 

Was er wohl, den Tod vor Augen,

Schrie dort droben in der Luft?

“Nirgends Polen, die was taugen!

Auch der Jude ist ein Schuft!

 

Scheiß Schmarotzerasylanten!

Und der Führer hatte recht:

Fremd sind alle Immigranten,

Huch! Ich lande! Is’ mir schlecht.”

 

Oder ward in letztem Beben

Auch er menschlich: gut und weich:

“Ach, es sind ja wie im Leben

So im Sterben alle gleich” –

 

Dies wär’ letzter Ehren wertig.

Aber dafür war die Futt

Wohl zeitlebens schlicht zu fertig

Und am Ende zu – kaputt.