Eine neue Barbie kommt mit eingebauter Autismus-Spektrum-Störung ins Kinderzimmer. Doch das ist erst der Anfang – diese Puppen stehen bereits kurz vor der Marktreife: Die Borderline-Barbie lässt sich nicht nur gern tätowieren und piercen, sie kann sogar richtig bluten, wenn sie sich ritzt. Doch Vorsicht: Fasst du sie einmal falsch an, bricht sie die Beziehung zu dir ab – vielleicht für immer!? Ken geht es heute nicht so gut, Ken will nicht mit dem Auto zu der großen Party fahren. Ken will auch nicht mit seiner On-Off-Freundin »Kinder machen« spielen. Denn Ken hat eine schwere Depression und eine Sozialphobie, und wegen der Antidepressiva kriegt er keinen mehr hoch. Ken hat sich länger nicht gewaschen. Ken will, dass du ihn einfach auf der Couch liegen lässt und ihm dabei zusiehst, wie er verrottet. Diese gertenschlanke Lady nippt nicht nur frühmorgens schon am Sekt, sondern schnüffelt besonders gern Klebstoff und Nagellackentferner. Auch sonst ist sie eine richtige Genießerin: Ob Burger, Pommes oder ein ganzes Schwein – dank ihrer Bulimie und drei Schachteln Zigaretten täglich behält diese Barbie selbst nach fünf Kindern ihre Traumfigur! Blaine war schon vor der Trennung von Barbie ein Sensation Seeker – ob das mehr mit seinem ADHS oder der PTBS zu tun hat? Beim Surfen lacht er dem Tod ins Gesicht, und wenn er (mal wieder) nicht aufpasst, spült ihn eine Monsterwelle direkt ins nächste Krankenhaus. Nur gut, dass er dank seiner Glücksspielsucht stets jede Menge Bares in der Tasche hat und sich diesen kostspieligen Lebensstil für zwei bis drei Monate im Jahr leisten kann. »Wer hat Daddy angezündet? Iiiich? Nein, ich habe Mami Gift in den Kaffee gerührt.« Dank ihrer dissoziativen Identitätsstörung hast du mit dieser Barbie eigentlich nicht nur eine, sondern bis zu 100! Und du weißt nie, auf welche ihrer Persönlichkeiten du treffen wirst. Das ferkelnde Kleinkind? Die kokelnde Teenagerin? Die torkelnde Mama? Egal, denn ihre nächste Persönlichkeit kann sich ohnehin an nichts erinnern. Sie liebt es, im Mittelpunkt zu stehen! Dass sie trotz ihrer perfekten Figur, ihrer Traumvilla und ihrem toxischen Freund deine beste Freundin ist, wertet dich so auf, wie sie dich doppelt abwertet, denn sie hat nicht nur Anorexia nervosa, sondern auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Sie ist – die ganz normale Barbie! Beitragsnavigation Eugen Egners »Gift gibt Kraft« Angezählt